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Interviewpartner: Michael Weikath

HELLOWEEN muss man nicht groß vorstellen. Die Band um die Hamburger Metal-Urgesteine Michael Weikath und Markus Großkopf ist seit über dreißig Jahren dabei und hat in dieser Zeit eine Menge Höhen und Tiefen mitgemacht. Jetzt steht das neue Album „My God-Given Right“ an und wir fragten bei Michael Weikath nach. Nun ist Sonntagmittag vielleicht nicht der optimale Zeitpunkt für ein tiefgründiges Telefongespräch, aber der Gitarrist nahm die Sache locker und erzählte uns gut gelaunt, was es denn so an Neuigkeiten im Hause der Kürbisse gibt.




Hallo Michael. Ich kenne euch ja noch aus eurer Anfangszeit in der Hansestadt. Dreißig Jahre sind mittlerweile seit Erscheinen der legendären EP vergangen. Hast du dir damals vorstellen können, dass ihr drei Dekaden später im Jahre 2015 immer noch so aktiv unterwegs seid?

Wir hatten natürlich gehofft, dass wir mit 35 Jahren Multimillionäre sind und nichts mehr machen brauchen. Aber jetzt sitzen wir immer noch hier, hahaha.


Was hat sich deiner Meinung nach in dieser Zeit in der Metalszene verändert? Hat sich überhaupt etwas verändert?

Das müsstest du mir als Journalist eigentlich sagen können. Auf jeden Fall gibt es da eine junge italienische Band TRICK OR TREAT, die als HELLOWEEN Coverband gestartet sind. Das sind unheimlich gute Musiker, was die drauf haben, ist umwerfend. Trotzdem kommen die nicht so wirklich weiter, was manchmal schwer zu begreifen ist. Das wäre jetzt ein Beispiel für eine junge motivierte Band mit einem tollen Sänger.


Du bist ja auch schon jenseits der 50 und von Anfang an bei HELLOWEEN dabei. Hast du irgendwann einmal in den letzten über 30 Jahren den Punkt gehabt, an dem du am liebsten aufgehört hättest? Denn es gab ja nicht nur sonnige Zeiten für HELLOWEEN.

Es gab mal so einen Tiefpunkt, als wir das Management gewechselt haben. Aber Hinschmeißen kam für mich nie in Frage. Wir sind dann ja zu Bottom Row gekommen und alles ist nochmal glimpflich abgegangen. Aber das waren zwei oder zweieinhalb Jahre, wo ich nicht wirklich gut geschlafen habe.






Ihr habt das Album [erneut] bei Andi in Teneriffa aufgenommen. Inwiefern hat das Auswirkungen auf die Arbeit an sich?

Es ist so, dass der Charlie Bauerfeind sich dort wohlfühlt. Er kennt das Klangverhalten in dem Studio ganz genau, da kann er sich komplett drauf verlassen. Was besonders beim Mix und beim Mastering sehr wichtig ist. Er hat ja dort bereits mehrere Alben bearbeitet, unter anderem HAMMERFALL. Von der räumlichen Anordnung her ist das Studio so etwas wie eine Kleinausgabe vom Abbey Road Eins Studio. Andi Deris hat sich Planer dazu geholt, die ihm genau das dort „hinein designed“ haben. Es gab mehrere Vorlagen, aber das Abbey Road ist es dann geworden und es hat dasselbe Klangverhalten. Das bedeutet, wir haben eines der besten Studios Europas.


„My God-Given Right“. Was gibt es über den Albumtitel zu sagen, was steckt dahinter? Ihr macht ja eigentlich nichts ohne Hintergedanken.

Da steckt eigentlich eine ganz einfache Geschichte dahinter, die der Andi hier erzählt. Er hat es von den Lyrics her so verpackt, dass man es nicht auf Anhieb erkennt. Der Hintergrund aber ist der, als er bekannt gab, Rockmusiker zu werden, kam es in dem kleinen Dorf nicht so gut an. Sein Vater aber, der gern Saxophonist werden wollte, es aber in den Anfangsjahren dieser Republik aus Gründen des Wiederaufbaus nicht geschafft hat, seinen Traum zu verwirklichen, steht hinter seinem Sohn und ermutigt ihn dazu, das zu tun, was er für richtig hält. Vor kurzem kam Andis Sohn und fragte ihn nach einem Rat, was er denn machen solle. Und dann erinnerte sich Andi an die Worte seines Vaters und sagte ihm, er solle sein gottgegebenes Recht nutzen, das zu tun, worauf er Bock hat und was ihn glücklich macht. Der Querverweis dazu ist dann „If God Loves Rock’n Roll“. Wenn es im Himmel Rock’n Roll gibt, und ich bin ja der Meinung, Gott hat ihn erfunden, dann möchte Andi, wenn er diese Welt verlassen muss, dort oben gleich weitermachen.


Auf den Titel wäre ich jetzt zu sprechen gekommen. Es kommt mehrfach der Ausdruck „God“ zum Einsatz…

Ja, ich habe den Deris gebeten, statt die bislang bei uns häufiger eingesetzte Vocabel „Lord“ mal durch „God“ zu ersetzen. Klingt auch irgendwie direkter, hahaha. Ich persönlich glaube daran, dass es einen guten Gott gibt. Keinen zornigen oder strafenden Gott, sondern einen guten Gott. Es gibt zum Beispiel viele Filme, in denen suggeriert wird, dass es keine Hoffnung gibt, alles wird so düster und grau dargestellt. Und am Ende des Films wirst du total erschlagen von dieser massiven Hoffnungslosigkeit. Und genau das möchte ich mit meiner Band vermeiden, ich möchte den Menschen Hoffnung geben.


Ich spinne jetzt nochmal den Faden zum Album. Speziell zum ersten Song „Heroes“. Die Nummer geht ziemlich flott los. Gibt es für dich persönlich heutzutage noch echte Helden?

Es geht bei dem Titel um die alltäglichen Helden. Nimm einfach die Personen, die Andi im Text beschreibt. Das sind alles small-scale-heroes, Helden der kleinen Welt. Es geht um Menschen, die täglich um das Überleben kämpfen, die auf der Suche nach Essen für ihre Kinder oder nach einem Dach über dem Kopf sind. Oder folgende Situation: Einer alten Frau fallen die Einkäufe aus der Hand. Jetzt kann es dir einerseits egal sein und du ignorierst das. Oder du gehst hin und hilfst der Person. Das kostet dich nur ein paar Sekunden, aber du hast das Gefühl, etwas Besonderes geleistet zu haben und du hast einem Menschen geholfen, dem es vielleicht nicht so gut geht.






Gibt es auf dem Album einen Song, der dir ganz persönlich in irgend einer Art und Weise am Herzen liegt?

In dem Sinne eigentlich nicht. Ich finde eigentlich alles sehr gelungen, auch was die Texte angeht. Ich habe eigentlich noch nie aus einer unserer Platten einen Titel heraus gepickt. Jeder einzelne Song hat ja auch seine Historie, der ist vielleicht nicht einfach so auf das Album gekommen, sondern da steckt unter Umständen eine spannende Geschichte dahinter.


Dreißig Jahre HELLOWEEN. Immer noch dabei ist auch der Kürbis. Wer ist eigentlich damals auf dieses Maskottchen gekommen?

Es wundert mich immer wieder, dass ich danach gefragt werde. Augenscheinlicher geht es ja gar nicht mehr. Ich habe unser Logo damals entworfen und wir haben dann alles zu unserem Designer Kai Karczewski gebracht, der auch die Cover entworfen hat. Das war allerdings noch zu einer Zeit, als es noch kein Photoshop und so etwas gab. Darauf basiert der heutige Schriftzug. Es war damals gar nicht meine Absicht, alles in diesem Schriftzug perfekt anzuordnen, sondern einfach aus der Reihe tanzen. So ähnlich wie der Micky Maus Schriftzug, der ebenfalls aus verwackelten Buchstaben besteht.


Ihr seid wieder bei Nuclear Blast. Bei den Donzdorfern sind ja schon die Alben „The Dark Ride“ und „Rabbit Don’t Come Easy“ erschienen. War der Labelwechsel geplant und warum wieder Blast?

Das war eigentlich ein ganz normaler geschäftlicher Vorgang. Wir sind damals zu Sony gegangen, als es mit SPV nicht mehr weiterging. Nun lief dort unser Vertrag aus und Nuclear Blast zeigte Interesse an HELLOWEEN. Das war es im Prinzip schon. Wie gesagt, ein ganz normaler Vorgang.




Ihr spielt im Sommer ein paar Festivals. Ist auch eine Tour geplant?

Möglicherweise startet eine Tour im Februar 2016, es gibt darüber allerdings noch keine bestätigten Angaben. Aber wir spielen in Japan auf dem Loud Park Festival und anschließend sogar fünf Shows in Australien. Es sind ja „nur“ zehn Flugstunden von Japan bis Australien. Also wenn man schon mal in der Gegend ist...


Der Heavy Metal „Made in Germany“ an sich ist ja immer noch oder sogar mehr denn je ein Exportschlager, gerade in Asien und Südamerika. Wie erklärst du dir das?

Ich glaube, es liegt daran, dass es den Leuten hierzulande gelungen ist, einfach gute Bands erfolgreich auf die Beine zu stellen. Wir haben damals sehr frühzeitig schon beobachten können, wie GRAVE DIGGER beispielsweise vorgegangen sind. Das wurde behutsam aufgebaut, bevor es richtig losging. Was allerdings gar nicht so einfach ist, in einem solch spießigen Land wie diesem. Es war eigentlich damals schon nicht leicht, dich in der Szene erfolgreich zu etablieren. Das schaffst du eigentlich nur dann, wenn du etwas an dir hast, was auch international akzeptiert wird. Das ist ein verdammt hartes Business, nur wenn dein Bandkonzept stimmt, hast du international Erfolg. So einfach ist das eigentlich.


Damit wären wir bereits am Ende unseres Gespräches. Wie immer bei metalnews.de gehören die letzten Worte dem Musiker.

Grüße an alle, denen das, was mir so machen, bisher gefallen hat. Habt eine schöne Zeit und hört nicht so viel Hip Hop.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 04.06.2015 | 07:41 Uhr

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