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Interviewpartner: Michael

Die schwedischen Melodic Death Metaller ARCH ENEMY konnten sich schon längst als fester Bestandteil der modernen Metal-Szene etablieren, wobei sie ihren Ruhm zu einem beträchtlichen Teil dem beeindruckenden Gitarrenspiel der Gebrüder Michael und Christopher Amott zu verdanken haben. Mit „Chaos Legions“ hat die Truppe im vergangenen Frühjahr ein weiteres Mal ein überaus erfolgreiches Album vorgelegt, das nun natürlich auch ausgiebig betourt werden soll, weshalb die Damen und Herren nun Europa zusammen mit ihren Kollegen CHTHONIC und WARBRINGER verunsichern. Wir krallten uns Gitarrist und Chef-Songwriter Michael Amott vor ihrem Auftritt im Münchner „Backstage“ zum Interview.






Hallo Michael und vielen Dank, dass Du uns ein Wenig Deiner Zeit opferst! Wie ist die Tour bisher verlaufen?

Bisher ist alles sehr gut verlaufen. Wir haben unser erstes Konzert Anfang Dezember in London gespielt und uns seitdem quer durch Europa gearbeitet. Die Verkaufszahlen waren dabei überraschend gut – man muss dabei wissen, dass es zurzeit recht viel Konkurrenz gibt, da auch eine Menge anderer Metal-Touren gerade in Europa stattfinden. Aber es läuft für uns alles wie am Schnürchen: Viele coole Leute und tolle Atmosphäre während unserer Auftritte.


Kommt Euer neues Material gut an?

Ja, absolut! Mit vier neuen Songs haben wir recht viel vom aktuellen Album ins Programm genommen – manche Bands spielen ja leider immer nur ein oder zwei Songs von ihrer neuen Platte, aber wir wollen immer möglichst viel von unserem aktuellen Material spielen. Zum Glück gefällt den Fans unser neues Zeug auch, weil sie der Band nun mal folgen. Die neue Platte ist generell ziemlich gut angekommen.


Welche der Songs von „Khaos Legions“ haben es denn in Eure Setlist geschafft?

Wir variieren das gerne ein bisschen. Im Moment spielen wir hauptsächlich „Yesterday Is Dead And Gone“, „Bloodstained Cross“, „Under Black Flags We March“ und „No Gods, No Masters” ist ebenfalls mit dabei, wobei es sein könnte, dass wir den heute weglassen. Ein Song, den wir gerne noch ins Live-Programm aufnehmen würden, ist „Cruelty Without Beauty“, allerdings müssen wir den erst noch ein bisschen üben [lacht].


Mit WARBRINGER und CHTHONIC habt Ihr eine Menge Abwechslung in Eurem Tour-Package – wie stehst Du dazu?

Naja, mit CHTHONIC aus Taiwan haben wir eine Band dabei, die eher in die Black Metal-Richtung geht und das dann mit fernöstlichen Melodien und Instrumenten mischt. Wir sind schon ein paar Mal mit ihnen getourt, da wir sie öfter in den vereinigten Staaten und Kanada dabei hatten und sie sind inzwischen wirklich gute Freunde von uns, mit denen wir einfach gut auskommen. Und WARBRINGER spielen eben Old School-Thrash und ich glaube, etwas Abwechslung ist für eine Tour essentiell. Es wäre ziemlich langweilig, wenn wir zwei oder drei Bands mitbringen würden, die fast genauso wie ARCH ENEMY klingen.


Mit nur zwei regulären Vorgruppen seid Ihr in einem ziemlich übersichtlichen Tourtross unterwegs, wenn man bedenkt, dass es inzwischen Gang und Gebe ist, bis zu sieben Bands zusammen auf Reisen zu schicken. Wie beurteilst Du diese Mammut-Touren?

Es ist eben die Frage, ob mehr immer auch besser ist. Man kann das wahrscheinlich von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten, aber ich persönlich hätte keine Lust, mir so viele Bands an einem Abend anzugucken – mir sind ein oder zwei Vorbands lieber, weil ich dann den Headliner sehen will. Ich meine, als Musiker mussten wir auch schon mit lediglich 20 Minuten Spielzeit auskommen, insbesondere in unserer Anfangsphase haben wir natürlich sehr viel als Support gespielt. 2004 sind wir mit IRON MAIDEN um die ganze Welt getourt und da hatten wir immerhin 40 Minuten, aber ich erinnere mich, dass wir z.B. auf dem „Ozzfest“ nur 20 Minuten hatten. Als wir mit SLAYER oder auch MEGADETH getourt sind, haben wir natürlich auch nur Zeit für kürzere Sets gehabt, aber manchmal ist das auch gar nicht so schlecht, weil man so die Möglichkeit bekommt, sich dem Publikum einer anderen Band vorzustellen. Mittlerweile headlinen wir natürlich hauptsächlich.


Würdest Du sagen, dass sich Euer Publikum aus Fans unterschiedlicher Metal-Genres zusammensetzt?

Ja, das denke ich schon. Vor allem sieht man auf unseren Konzerten immer eine ganze Menge Mädels. Wir bringen in unserem Publikum sowohl Death- und Thrash Metal-Fans als auch Anhänger des traditionellen Metal sowie Power Metal-Fans zusammen. Ich finde, das ist etwas Gutes.


Lass uns ein bisschen über Euer neues Album sprechen. Wie würdest Du die Platte beschreiben?

[Überlegt kurz, starrt dabei auf das Album-Cover] Naja, die Farben sind hier ein bisschen anders [lacht]. Nein, im Ernst: Wir versuchen stets, die besten Songs zu schreiben, zu denen wir zum jeweiligen Zeitpunkt in der Lage sind. Für dieses Album hatten wir eine Menge Ideen, weil zwischen unseren letzten beiden Alben mit neuem Material dreieinhalb wenn nicht sogar vier Jahre vergangen sind. In dieser Zeit haben sich natürlich viele Ideen und halbfertige Songs angesammelt. Eigentlich hatten wir sogar ein bisschen zu viel Material. Natürlich war das für uns im Studio sehr angenehm, weil wir unter keinerlei Druck standen, noch mehr Songs zu schreiben, nachdem wir so viele rohe Songs hatten, die wir nur noch formen mussten, was unserem Selbstvertrauen sehr gut getan hat. Ich denke, dass „Khaos Legions“ der nächste logische Schritt für ARCH ENEMY ist, aber eigentlich denken wir über solche Dinge gar nicht so viel nach, da wir wie schon gesagt nur versuchen, unsere besten Songs zu schreiben.


Hat das erneute einspielen von älteren ARCH ENEMY-Songs für „The Root Of All Evil“ Euer Songwriting beeinflusst?

In gewisser Weise schon. Als wir all die alten Nummern durchgegangen sind und uns die ersten drei Alben angehört haben, um uns die ganzen Gitarrenparts wieder draufzuschaffen, sind uns manche Dinge aufgefallen, die wir richtig gut fanden und bei anderen Sachen waren wir rückblickend der Meinung, dass das gar nicht so gut klingt. Wir haben also in jedem Fall etwas daraus gelernt – nicht nur, Dinge auf eine bestimme Art zu arrangieren, sondern eben auch, manche Dinge zu vermeiden.


ARCH ENEM singen oft über Revolution und Anarchie und auch die Ästhetik Euere Musikvideos spielt oft mit dieser Thematik – was fasziniert Euch daran?

Angela [Gossow, Vocals, Anm. d. Red.] schreibt die meisten Texte. Wenn man sich in der Welt umguckt muss man sich ja nur mal ansehen, was gerade im mittleren Osten oder auch in Afrika los ist – das ist ja ständig in den Nachrichten – und dann ist der Gedanke an einen Umsturz gar nicht so abwegig. Wir haben diese Thematik mit Songs wie „Revolution Begins“ und „We Will Rise“ jetzt aber schon eine ganze Weile, das stimmt schon und dieses Mal wollten wir noch eine Schritt weiter gehen. Musik ist schließlich eine Form der Kunst und durch die Texte bietet sich die Möglichkeit, ihr noch etwas mehr Tiefgang zu verleihen und eine weitere Dimension hinzuzufügen. Letztendlich glaube ich, dass wir einfach über Dinge singen, die uns interessieren. Manche Bands singen über Geister und das Jenseits und die ganzen Power Metaller singen darüber, auf irgendwelchen Fantasy-Monstern herum zu fliegen oder solche Sachen [lacht]. Man sucht sich eben die Sachen, die einen interessieren und wir haben eben mehr Interesse an der Realität. Gut, das Cover sieht allerdings nicht besonders realistisch aus [lacht].


Wer hat es denn gezeichnet?

Das war ein Kerl aus den USA, der bereits einige Cover für Comicbücher entworfen hat. Er hat auch schon vorher Artworks für Metal-Alben gemalt, aber ich weiß im Moment nicht für wen. Ich mag seinen Stil allerdings sehr. Sein Name ist Brent Elliott White.


Stehst Du auf Comics?

Früher auf jeden Fall. Ich habe lange Zeit in einer Comic-Buchhandlung gearbeitet. Ich finde Comics immer noch cool, aber ich beschäftige mich schon seit langer Zeit nicht mehr allzu intensiv damit – irgendwie bin ich dem entwachsen.


Der Limited Edition Eures neuen Albums liegt die Bonus-CD „Kovered In Khaos“ bei – woher wisst Ihr, dass ein Song in Euren Sound passen würde?

Da muss man einfach rumprobieren. Diese Bonus-CD ergibt allerdings nicht besonders viel Sinn, weil sie nicht am Stück entstanden ist. Die enthaltenen Cover-Versionen sind zu verschiedenen Zeitpunkten entstanden und waren vorher Bestandteil von Alben, die in Japan erschienen sind und Limited Editions. Das DISCHARGE-Cover ist allerdings neu. Das DREAM EVIL-Cover haben wir beispielsweise vor ein paar Jahren aufgenommen, als unser Label einen Sampler veröffentlicht hat, auf dem Century Media-Bands andere Century Media-Bands gecovert haben. Der Kerl, der dieses Sampler produziert hat, spielt auch bei DREAM EVIL und hat uns gefragt, ob wir nicht seine Band covern wollen und so hat sich das dann ergeben. Normalerweise jammen wir einfach mit den Songs, um zu sehen, ob es machbar ist und in manchen Fällen geht es eben einfach nicht. Da ARCH ENEMY sehr aggressiven Gesang haben, kann man natürlich nichts wählen, was zu sehr von der Gesangsmelodie lebt bzw. müsste man es dann komplett umarrangieren. Es ist wichtig, die Essenz des Originals zu erhalten und es dabei dennoch zu einem ARCH ENEMY-Song zu machen.


Damit sind wir schon am Ende angekommen – vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 29.12.2011 | 00:42 Uhr

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