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Interviewpartner: Mikael Åkerfeldt



Es ist der Nachmittag des 10. Aprils 2008, als ich mich zum persönlichen OPETH-Interivew im Kölner Hilton Hotel einfinde. Um genauer zu sein: niemand geringerer als Meister Åkerfeldt himself erwartet mich auf seinem Hotelzimmer in einer der oberen Etagen. Hell ist es, das bescheiden eingerichtete Doppelzimmer mit Blick auf den Kölner Dom, und bestens ausgestattet mit Getränken und Knabbereien für die löchernde Presse. Der Protagonist selbst scheint zwar müde und angeschlagen, lässt sich jedoch nicht lumpen, uns in gewohnt ausgeglichener, freundlicher und ausführlicher Art jede unserer Fragen zu beantworten. Was „Watershed“ zu bieten hat, wie es mit anderen Projekten aussieht und warum in Gottes Namen Mikaels Frau eine faule Sau ist, erzählt uns der charismatische Frontmann bei Coke und Zigaretten in der Couchecke des Zimmers…




Hi Mikael, schön hast du’s hier. Wie geht’s dir?

[Auf Deutsch] Hallooo… alles gut, danke!
Ich und Fredrik [Gitarre] sind gerade auf dieser Pressetour und die andern sind alle zu Hause und relaxen ne Runde. Sie proben sicher ein wenig… oder sind einfach nur faul… wer weiß… [lacht].


Heute und morgen seid ihr beiden ja nun hier in Deutschland. Wie gefällt dir dieses Land eigentlich?

Ja, ich mag Deutschland wirklich sehr. Hier ist irgendwie alles schön. Ihr habt sehr nette Menschen hier, dann diese schöne Kathedrale [schaut aus dem Fenster und deutet auf den Kölner Dom]…


Gibt’s etwas, das du gar nicht magst?

An Deutschland? Hmmmm…. Was könnte das sein? Oh Ja! Ich kann Hauptbahnhöfe nicht ausstehen und davon habt ihr ja hier in Deutschland auch eine Menge. Ich meine… der hier in Köln ist echt angenehm, hier sind die Leute ganz OK. Aber es gibt da andere… oh Mann… in Frankfurt zum Beispiel, der ist wirklich ganz schlimm.


OK, kommen wir mal zu den wichtigen Dingen. „Watershed“ ist fertig, steht nun kurz vor der Veröffentlichung und jeder erwartet natürlich ein weiteres Meisterwerk. Was sollten wir wirklich erwarten?

Würde ich jetzt sagen dass dieses Album ein Meisterwerk ist, klänge das irgendwie sehr… hm… überheblich. Ich finde, ich habe dazu nicht das Recht. Ich sage so etwas gern über andere Musiker oder Alben, aber nicht über meinen Kram. Ich kann aber sagen, dass ich denke, dass es ein wirklich gutes Album geworden ist, in dem sehr viele Dinge enthalten sind, die den ein oder anderen sicherlich überraschen werden. Wenn die Leute die Alben unserer Vergangenheit mochten, werden sie sich über „Watershed“ sicherlich freuen. Ich habe ja auch schon mit ein paar Journalisten gesprochen und ich muss sagen, dass das Feedback zu diesem Album das Beste ist, was wir je zu einem Album bekommen haben.


Ich greife mal die „Überraschungen“ auf, über die du sprachst. Direkt im ersten Song erleben wir ja eine solche. Eine absolute Premiere für OPETH ist der Gastauftritt einer Sängerin. Wie kam es dazu und wer ist die junge Dame?

Oh, das war meine Idee. Ich hatte ca. die Hälfte des Songs fertig und ich wusste nicht so ganz, wie ich das weiter umsetzen sollte, aber ich mochte dieses kleine Bruchstück Musik und wollte etwas Spezielles dafür. Natalie heißt die Sängerin und sie ist die Freundin unseres Schlagzeugers. Die beiden haben auch ein kleines gemeinsames Akustik-Projekt. Ich kannte sie durch ihn ja nun schon eine Weile und ich wusste auch, dass sie eine Sängerin ist, aber ich hatte sie niemals gehört. Ich gab irgendwann eine kleine Party bei mir zu Hause und auch die beiden kamen vorbei. Sie brachten ein paar Aufnahmen mit. Was soll ich sagen, ich mochte ihren Gesang sofort. Sie hat eine tolle Stimme… man hört quasi ihre Passion darin. Und das, obwohl sie noch so jung ist.


Wie alt ist sie denn?

Sie ist 21. Ich fragte sie dann, ob sie noch mal vorbeikommen könne, damit wir für diesen Song mal eine Demo aufnehmen können. Sie war total begeistert und sagte nur: „Wow… klar… wow.“ Wir haben das dann aufgenommen und die Demo war einfach zauberhaft. Es war beinahe schon zu gut, um es später noch einmal aufzunehmen, aber wir haben es ja dann noch einmal fürs Album gemacht und es lief sogar noch besser. Beide Male brauchten wir nur einen einzigen Anlauf.
Das war allgemein auch etwas völlig Neues für OPETH… Gastsänger… und dann auch noch eine Frau. Ich war sowieso nie derjenige, der eine Fangemeinde von Bands die WITHIN TEMPTATION oder NIGHTWISH ansprechen wollte [lacht], aber dieser Song war einfach eine egoistische Sache von mir, weil ich den Song absolut toll fand und unsere beiden Stimmen darin wirklich toll harmonieren und es war einfach etwas absolut Bereicherndes für eine OPETH-Platte.


Wo wir gerade beim Egoismus sind. Bei den Aufnahmen der Platte hast du ja angegeben, dass es für dich als Kontrollfreak sehr hart war, dass ihr das Album an zwei verschiedenen Orten aufgenommen habt und du nicht an beiden gleichzeitig sein konntest. War das wirklich so hart? War es im Endeffekt eine Therapie für den Kontrollfreak in dir?

Ja, absolut! Ich meine… OK… jeder ist wohl irgendwo ein Kontrollfreak, sobald er etwas tut, wofür er so gesehen lebt und wofür er das Allerbeste will. Es waren nicht wirklich zwei verschiedene Studios, denn wir waren in nur einem, aber wir hatten eben Studio A und Studio B und das gleichzeitig. Als also die Drums fertig waren, haben alle anderen mit ihren Aufnahmen begonnen und wir nahmen hier die Gitarren auf und dort wiederum den Bass. Ich konnte einfach physisch nicht in beiden Räumen sein. Für mich war das eine neue, wenngleich auch sehr gute Erfahrung, denn eigentlich bin ich immer jemand, der jedem beim Spielen über die Schulter schaut. So nach dem Motto: „Hey, lass mich sehen, was spielst du da?“. Das lag aber auch immer mit daran, dass mich die Jungs in der Vergangenheit immer dabei haben WOLLTEN, also hat sich das so eingebrannt. Diesmal konnten die Jungs tun und lassen was sie wollten, aber im Endeffekt war ich ja derjenige, der am Ende eines Tages alles freigeben musste. Alles in allem war es eine sehr, sehr gute Erfahrung für mich und… ja… vielleicht wirklich eine kleine Therapie.


Man muss das Album ja nicht unbedingt oft durchgehört haben, um schnell festzustellen, dass viele Teile darauf eine große Verbeugung vor den großen Helden des Prog-Rocks der 70er sind. Was daran genau ist es, was euch dazu bringt, die 70er immer wieder in OPETH zu verbauen?

Hm, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich bleibe halt einfach nur immer am Ball und suche immer wieder nach neuen Bands und Einflüssen und dazu kaufe ich wirklich auch „shit loads“ an Platten [lacht]. Ehrlich gesagt war es diesmal irgendwie die psychedelische Welle der 60er, die mich für „Watershed“ am meisten beeinflusst hat. Ich ziehe mir extrem viel von diesem Kram rein. So was wie THE ZOMBIES zum Beispiel oder komplett obskure Bands… und natürlich immer wieder die BEATLES, die allgegenwärtig sind. Musik ist einfach zeitlos, du kannst immer wieder zurück und die guten Scheiben immer und immer wieder hören. Dabei fallen dir immer wieder neue Dinge auf, die dich inspirieren. Ich versuche einfach nur sehr open minded gegenüber der Musik zu bleiben und mit OPETH hatten wir von Beginn an den Willen, alles in unserer Musik zu verbauen, was eben gut ist und das einzige Limit ist unser eigener Geschmack. Das haben wir immer so gemacht und vor allem mit „Watershed“ haben wir irgendwann gedacht „fuck it!“ [lacht]… scheiß drauf, ob’s Funk oder sonst was ist. Wenn’s geil klingt, rein damit. Ich würde es nie wieder anders machen. Es ist absolut unumgänglich für eine Metal-Band, dass man sich außerhalb ein paar Eindrücke holt, um wirklich etwas Authentisches zu erschaffen und nicht die nächste IRON MAIDEN Kopie sein zu wollen. Wenn du klingen willst wie IRON MAIDEN, dann sollte man sich ihre Platten anhören, klar, aber wenn man etwas anderes, etwas neues will, dann sollte man sich auch anderweitig umsehen können.


Kommen wir mal zu den Lyrics auf „Watershed“. Es gibt ja bisher leider kein Booklet, so dass ich mich frage, wie zum Geier du darauf kommst, in „Hessian Peel“ über die Hessen zu singen?

[lacht laut] Haha ja, diese Frage habe ich nun schon sehr oft gestellt bekommen. Jemand sagte mir sogar, dass „Hessian“ so etwas wie eine Metal-Subkultur sein soll. Das habe ich aber noch nie gehört.


Wie, was? Hessen-Metal?

Ja, keine Ahnung, scheinbar. Jemand sagte mir, dass das eine sehr bekannte Unterkultur des Metal sein soll.


Egal wer das gewesen ist, aber ich tippe auf Drogen.

Ja, das denke ich auch. Ich weiß nicht, wie er auf diesen Trip gekommen ist, aber vielleicht erleuchtet uns ja mal jemand und sagt uns, was das bitte sein soll… [lacht]

Aber ernsthaft… wie ich auf das Wort „Hessian“ gekommen bin: Natürlich hat das nichts mit den deutschen Hessen zu tun. Ich bin ja nun ein wahnsinniger Plattensammler und in vielen Texten ist dieses Wort ein häufig verwendeter Begriff für eine leicht raue Stoffoberfläche. Außen sehr rau und innen sehr weich.


OK, danke für die Erleuchtung! Wir sind also fein raus.

Lass uns mal einen Blick auf das Cover werfen. Was sehen wir da eigentlich? Wir haben da schon die wildesten Phantasien entwickelt. Ein Massenmörder, der seinen nächsten Mord plant, ein Landlord, der auf sein Reich blickt, ein einfacher Schreiber? Erleuchte uns ein weiteres Mal…

[lacht] Ein Massenmörder? Okaaay….
Ich habe Travis gesagt, ich will, dass die gesamte Covergestaltung den Zustand der absoluten Isolation erfasst. Das Cover vorn war dafür schon mal ein sehr guter Einstieg, denn ich glaube, dass es nicht gerade die beste Laune fördert, wenn man es sich so anschaut. Es sieht eben nicht so aus, als wäre dieser Typ ein super glücklicher und berühmter Mensch. Und es gibt im Booklet eine Menge solcher Eindrücke… irgendwie eine grafische Darstellung von totaler Hoffnungslosigkeit. Vielleicht etwas strange, aber für mich ist es in gewisser Weise beinahe schon lustig, wenn du verstehst, was ich meine [lacht].
Eigentlich war das jetzige Frontmotiv nur eine Art Farbtest. Travis hatte es erstellt, um mir eine Farbgebung vorzuschlagen und ich war direkt total angetan davon. Das war ein fantastisches Bild und ich hab’s gleich behalten.


Das klingt irgendwie alles nach so genannten „First Try Shots“. Die Sängerin brauchte jeweils nur ein Take, das erste Bild kam als Farbversuch gleich als Covermotiv in die Schublade. Was ist mit dem Rest? Wie liefen denn die Arbeiten am Album allgemein?

Alles wirklich sehr geschmeidig. Vor allem bei Natalie. Für sie war es das allererste Mal in einem professionellen Studio und sie war so was von nervös, dass sie sogar ihren Daddy mitbringen musste. Es stellte sich heraus, dass er ein sehr großer Fan der Band ist, von daher ging das alles sehr geschmeidig und sie erledigte ihren Part dann in wenigen Stunden. Einfach alles lief sehr, sehr gut. Wir hatten vor allem diesmal sehr viele Gäste. Wir hatten eine Violinistin, einen Cellisten, jemanden, der eine Oboe spielte und dann noch ein Mädel, die ein englisches Horn spielte.


Ihr habt also darauf verzichtet, alles über Synths und Keyboards laufen zu lassen? Alles echt?

Jap, alles absolut echt. Natürlich haben wir, wie auch schon in der Vergangenheit, hier und da einige Samples benutzt, aber zugunsten der organischen Sache haben wir echte Instrumente genommen.


Sprechen wir mal übers LineUp. Du hast ja mal gesagt, dass du Besetzungswechsel sehr hasst, nun habt ihr aber zwei neue Musiker dabei. Wie läuft das so? Stimmt die Chemie und alles ist fein?

Nein, natürlich hassen wir uns alle wie die Pest!! OK ernsthaft… wir haben wirklich eine tolle Beziehung zueinander und sind alle sehr gute Freunde geworden. LineUp-Wechsel sind für mich wirklich eine verdammt ätzende Sache, aber sie passieren nun mal. Wir waren immer in der Lage, aus diesen Wechseln etwas sehr Gutes zu machen. Sogar, als solch wichtige Leute wie Peter und Lopez uns verlassen hatten. Ich bin nicht der Typ, der neue Leute in die Band bringt und dann in die Vergangenheit weint, wie toll wir doch gemeinsam waren oder so. Wir sind heute noch besser, weil wir uns neu aufeinander einstellen und nicht der Vergangenheit nachweinen, verstehst du? Ich spiele mit niemandem, um ihm zu sagen „Ach weißt du… Peter war schon irgendwie besser.“, sondern ich blicke grundsätzlich nach vorn und heute sehe ich zum Beispiel, dass die Zukunft für uns, die wir jetzt OPETH sind, super aussieht.


Wie geht’s Martin Lopez überhaupt nach seinen psychischen Problemen? Hast du noch einmal was von ihm gehört?

[springt beinahe auf] OH JA! Ich habe gerade erst mit ihm Telefoniert. Er rief mich an. Wir haben seit bestimmt zwei Jahren nicht mehr miteinander gesprochen, weil er im Rahmen seiner Erkrankung ja wieder nach Uruguay gezogen war. Er ist aber nun wieder in Schweden und hat sogar wieder ein paar Jungs gefunden, mit denen er nun angefangen hat, wieder Musik zu machen. Er klang wirklich verdammt glücklich und sehr ausgeglichen. Ich würde sogar sagen, dass er glücklicher als jemals zuvor klang und das freut mich sehr. Peter auch… er arbeitet, ihm geht’s sehr gut.


Wie schwer ist es eigentlich, mit Mikael Åkerfeldt an Songs zu arbeiten? Du bist ja nun mal sehr egoistisch, wie wir nun aus verschiedenen Bereichen wissen. Wie schwer ist die Arbeit mit dir?

Ach, so schwer ist das glaube ich gar nicht. Ich bin schon in gewisser Weise egoistisch, das stimmt schon, weil ich eben eine genaue Vision von dem habe, wo es hingehen soll. Im Grunde arbeite ich aber immer gern mit den Jungs zusammen und ich bin immer dankbar für Ideen der anderen und die gemeinsame Arbeit daran. Ich habe allerdings den Anspruch, Ideen als Ganzes zu hören. Wenn mir jemand einen Riff vorschlägt, dann will ich es mit Bass und Drums hören, sonst ist es irgendwie so ein Fähnchen im Wind, was vieles sein könnte, wenn du verstehst. Wenn ich die Umsetzung einer Idee im Ganzen höre und so die Vision dahinter vermittelt bekomme, dann ist es für mich in erster Linie viel einfacher, das alles nachvollziehen zu können und zweitens viel angenehmer, dort anzuknüpfen und dies ausbauen zu können.


Verstehen die andern denn auch deine Visionen oder werden die einfach so umgesetzt?

Nein, nein, sie verstehen es und wir arbeiten gemeinsam daran. Ich habe mit Fredrik zum Beispiel für „Watershed“ den Song „Porcellain Heart“ geschrieben bzw. den Opening-Riff mit ihm zusammen und als er heim ging, habe ich weiter daran geschrieben. Er kam wieder vorbei, wir hörten es an und dachten „Wow, geil, so muss das sein.“ Irgendwann, als er wieder weg war, hörte ich den Song noch einmal in Ruhe und mir fiel auf, dass das nicht OK war. Ich rief ihn an und sagte „Du, das passt so nicht, wir müssen da irgendwas streichen von dem, was du geschrieben hast, lass uns morgen noch einmal drübergehen.“ [lacht] Er kam dann auch wieder vorbei und wir arbeiteten weiter daran. Das Ergebnis gefiel uns zunächst, aber wir verwarfen es ein weiteres Mal. Erst die darauffolgende Version war die finale und die behielten wir dann auch für das Album bei.


AHA! Also doch nicht alles „First Try Shots“.

[lacht] Um Gottes Willen, nein. Das geht musikalisch beim Songwriting bei mir auch gar nicht. Ich habe zwar immer einen sehr genauen Eindruck von dem, wie ich es am Ende haben will, aber bis ich dort angelangt bin, muss eben viel getan und manchmal umgeworfen werden. Aber ich ruhe auch niemals, bevor es nicht auch soweit ist.


Vor 15 Jahren waren OPETH ja eigentlich nur so eine Art Geheimtipp und wenn man nach „Orchid“ fragte, bekam man meist nur ein fragendes Gesicht als Antwort. Heute sitzt du mit den Größen des Prog-Geschäfts beim Roadrunner-Plausch zusammen und unterhältst dich über das Business. So entstehen ja auch gewisse Ideen. Sorry, dass ich jetzt genau dort nachhake… Mike Portnoy, Steven Wilson und Mikael Åkerfeldt… da sollte ja mal was kommen… wie sieht’s aus? Was kommt da?

Nix.


[lacht] Nix?

Nix.

[lacht] Nein, mal ehrlich: dieses Projekt, über das wir iiiiiiirgendwann einmal sprachen… ich hoffe wirklich, dass wir das vielleicht irgendwann mal in Angriff nehmen werden, aber ehrlich gesagt würde ich damit gar nicht rechnen. Jeder ist verdammt beschäftigt und außerdem hasse ich diesen Hype um all das. Weißt du, wir haben EINMAL gesagt, dass wir VIELLEICHT mal IRGENDWANN was machen KÖNNTEN, dass das vielleicht mal ganz nett WÄRE…


Also kurz, wir sollen endlich unsere Fresse halten?

[lacht laut] GENAU das ist es! Haargenau!
Ich finde es ja gut, dass sich so viele Leute dafür interessieren, aber dieser furchtbare Hype darum nervt einfach. Wenn ich mir aussuchen könnte, wie das Ganze läuft, dann würde ich einfach niemandem davon erzählen, das Zeug einfach mit den Jungs aufnehmen, unter einem komplett unbekannten Namen rausbringen und einfach aus der Ferne beobachten, wie es ankommt.


OK, dann lassen wir das Thema einfach an dieser Stelle ein für allemal ruhen und kommen zu etwas völlig anderem…

Von Anfang an ist dein Gesang ja wirklich unverkennbar. Egal ob helle Screams, düstere Growls oder einfühlsame Cleanvocals, du hast da ja scheinbar deine ganz eigene Technik. Würdest du als Sänger Tipps loswerden können für Menschen, die einer solchen Performance nacheifern?

Hm nein, eigentlich nicht. Ich kann auch für mich nicht sagen, dass ich heute ein besserer Sänger bin, als ich vor nem Jahr noch war. Keine Ahnung. Ich übe ja noch nicht einmal. Ich renne durch die Gegend und singe was vor mich hin, aber ich setze mich nicht zu Hause hin und übe mich im Singen oder so was. Ich glaube, dass mindestens 80, wenn nicht sogar 90% des Gesangs das Selbstvertrauen ausmacht. Ich glaube, dass man das unumgänglich zu diesem Prozentsatz braucht, um ein guter Sänger sein zu können.


Wir haben ja eben schon einmal über dieses ab jetzt nie wieder anzusprechende Projekt gesprochen, was wir hiermit dann auch endgültig ruhen lassen, aber es gäbe da ja noch ein anderes namens BLOODBATH. Wie kam es dazu, dass du plötzlich dort wieder am Mikro zu finden warst?

Sie haben mich angerufen und gefragt, ob ich für die EP die Songs einsingen will, denn sie standen im Studio und waren gerade mit einem anderen Sänger zugange. Ich kann mich nicht mehr erinnern, warum das nun nicht funktioniert hat, aber es war wohl nicht das, was man sich vorstellte… keine Ahnung… sie hatten wohl Probleme mit ihm oder so.
Jedenfalls saßen meine Frau und ich gerade im Auto und waren auf dem Heimweg vom Sweden Rock Festival, als mein Handy klingelte und Jonas – mein bester Freund – am Telefon war. Er sagte: „OK, wir sind im Studio… der Typ bringt’s nicht.“ Und ich sagte: „Oh… das ist aber schade.“ Es war eine Zeit lang still, bis ich dann sagte: „Aaaalso? Willst du, dass ich rüberkomme und euch ein wenig aushelfe?“ Er sagte sofort: „JA! Kannst du sofort? Wir hängen hier komplett fest. Wir zahlen für das Studio und alles.“ Also fuhr ich schon am Folgetag runter zu ihnen und dann ging’s schon los. Ich nahm bis zum Nachmittag die Vocals auf und fuhr dann auch schon wieder nach Hause. Ich habe die Songs nicht einmal richtig gehört. Eben nur, als ich darüber den Gesang aufnahm. Dann bekam ich die EP und das war einfach nur der Hammer. Ich meine nicht nur meine eigene Leistung, sondern die Songs an sich. Sie sind so verdammt stark geworden. Sie sagten mir dann auch, dass sie in naher Zukunft wieder ein komplettes Album schreiben und aufnehmen würden und ob ich nicht – vor dem Hintergrund unserer gemeinsamen Vergangenheit – wieder mitmachen würde, aber das kann ich einfach nicht sagen. Ich muss schauen, wie es zeitlich dann bei mir aussieht und eines ist auch klar: BLOODBATH wird nie eine richtige Band sein und immer nur ein Projekt bleiben. Das geht ja nicht nur von meiner Seite aus, sondern alle andern sind ja auch in ihren andern Bands extrem beschäftigt. Ich habe ja auch noch OPETH und eine Familie mit zwei Kindern.


Das bringt uns aber schon zur nächsten Frage zum Thema BLOODBATH. Ihr werdet hier in Deutschland auf dem Party.San Festival das einzige Festival-Konzert geben. Wird es niemals so etwas wie eine Tour geben?

Nein, ich denke nicht. Aber das Party.San wird auch nicht das einzige Festival. Wir spielen mit BLOODBATH direkt einen Tag später noch auf einem finnischen Festival.


Wie sieht’s – um wieder zum Hauptthema zu kommen – mit OPETH aus in Sachen Tour in diesem Jahr?

Oh ja… ganz viele Touren [nickt eifrig].
Wir sind für dieses Jahr schon komplett ausgebucht und ein Teil von 2009 ist auch bereits komplett verplant.


Hier seid ihr ja meistens im Winter. Wann geht’s diesmal nach Deutschland?

Jetzt, wo du das sagst, merke ich das erst. Wir sind wirklich immer nur im Winter hier. Ich glaube, das ist sogar dieses Jahr wieder genau so. Ich glaube es wird im November in Deutschland ein paar Clubgigs geben. Wir sind aber auch noch beim Rock Am Ring und Rock Im Park vorher zu sehen.


Wie sieht es denn mit der „Roundhouse Tapes“ DVD aus? Die wurde ja kürzlich wieder in den Spätherbst verschoben…

Oh, ich würde nicht sagen VERschoben… eher vom Label GEschoben. Ich glaube, sie wollen das Ding einfach mit noch mehr Specials aufrüsten und den Inhalt wertiger machen. Außerdem würden sie es gern auf dem Höhepunkt unserer Bekanntheit nach diesem Album und der Tour rausbringen. Ich schätze, dass das halt einfach mehr Verkäufe einbringt. Das momentane Datum sagt jedenfalls September dieses Jahres. Es wird ein sehr cooles Package werden, soviel weiß ich schon.


Was ist eigentlich deine persönliche Meinung zur Plattenindustrie? Möglichkeit oder Sklaverei?

Sklaverei würde ich es jetzt nicht nennen. Es ist in gewisser Weise eine beidseitige Sache. Ich hätte auf der einen Seite nicht die Möglichkeit, wie es eben jetzt gerade ist, auf eine Promoreise zu gehen, andererseits ist auch das natürlich recht stressig und viel Arbeit. In der Vergangenheit lag das schon etwas näher. Wir haben eine Reihe Alben gemacht, haben von Labelseite aus kaum Feedback dazu bekommen, haben nur wenige Reviews eingefahren und kaum Gigs gespielt, weil sich niemand gekümmert hat. Wir haben auch nie etwas erhalten und immer nur unseren Vertrag in Form der Songs erfüllt. Heute sieht das alles anders aus. Wir sind in einer ganz anderen Situation. Wir bekommen die Möglichkeit, unseren Kram zu promoten, wir bereisen die ganze Welt mit unseren Touren. Das Musik-Business ist in gewisser Weise schon böse, aber man muss unterschiede machen. Oft sind es die kleinen Labels, die einstreichen, aber wenn man sich dazu mal Roadrunner anschaut, die sind trotz der Masse an geilen Bands und guten Verkäufen ein sehr cooles Label und sehr respektvoll gegenüber uns und unserer Musik. Das sind alles sehr coole Leute und sie lieben wirklich die Musik. Das ist gerade für mich verdammt wichtig. Ich unterhalte mich mit so vielen Menschen und ich komme absolut nicht klar mit Leuten, die mit Musik nichts am Hut haben. Aber hier sind alle erfüllt davon und das ist verdammt wichtig. Manchmal bin ich ein Schweinchen und teste die Leute auf Musikgeschmack und Ahnung. Ich versuche dann herauszufinden, was sie wissen, was sie mögen etc. und alle hier bei Roadrunner haben eine Wahnsinnsahnung von Musik und – meiner bescheidenen Meinung nach – auch einen sehr, sehr guten Geschmack.


Eine Frage, die wir immer gern stellen, weil wir glauben, es sollte dazu mehr öffentliche Meinungen geben: Was ist deine Meinung zu Politik innerhalb der Musik oder konkret nationalsozialistischem Black Metal, der in den letzten Jahren immer populärer wird?

Naja, im Grunde bin ich mit nichts, was diese Bands oder Black Metal Bands da tun, einverstanden. Bei Politik innerhalb der Musik kann man auch nicht direkt sagen, dass es absolut uninteressant ist, aber es kommt eben darauf an, was man zu sagen hat. Es lag eben nie in meinem Interesse, Politik in meine Musik einzubauen. Meine eigene politische Sicht ist jedenfalls eine ganz schlichte, schwedische Sicht. Ich bin ein Sozialdemokrat aus der Arbeiterklasse, wenn man so will, und ich habe es noch nie leiden können, wenn Menschen ihre politische Sichtweise auf andere Menschen zu projizieren versuchen. Um eine klare Aussage zu schaffen: Ich würde lieber aufhören, Musik zu hören, als so etwas zu unterstützen, was diese Black Metal Bands da als Gimmik einbauen. Es geht gegen so ziemlich alles, an das ich selbst glaube.


OK, wieder zu etwas erfreulicheren Themen. Du hast mal irgendwann gesagt, dass du ziemlich gern Bioshock zockst…

[unterbricht] JA! Verdammt gutes Spiel! Eh… wie war jetzt die Frage [lacht]?


Die kommt ja erst noch. Eigentlich wollten wir nur wissen, was du so zockst und auf welcher Plattform.

Am PC spiele ich gar nicht. Ich spiele XBOX 360 und PS2. Ich habe mir noch keine PS3 gekauft, aber das wird wohl auch bald passieren. Im Moment spiele ich Assassin’s Creed, was ich ziemlich mag. Bioshock war einsame Spitze, das muss ich noch mal sagen! Hmmm… und dann spiele ich momentan noch… dieses eine Shooter-Game… wie hieß das noch mal…


Call Of Duty 4 – Modern Warfare?

[Schnippst mit dem Finger] Guuuter Mann! Genau das mein ich. Super Spiel! Ich liebe es. Allgemein finde ich die Grand Theft Auto Reihe sehr geil. Die sind sehr speziell und in gewisser Weise extrem Du kannst darin ja irgendwie alles tun, wozu du Lust hast. Im Moment ist das alles aber irgendwie Scheiße. Ich habe überhaupt keine Zeit zum Zocken und wenn, dann eben nur nachts, wenn meine Kinder schlafen. Die wachen allerdings morgens um sechs Uhr schon wieder auf. Uiui, da gab es schon manche Situationen, sag ich dir. Stell dir vor… ich sitze da… meine Frau schläft… ich habe meine Kopfhörer auf dem Kopf, sitze dort komplett nackt bis auf die Unterhose und versuche diesen verfickten Typen zu killen. Meine Frau kommt ins Zimmer, schaut mich böse an, weil die Kinder schreien und ich nichts mitbekomme. Ich schaue sie von unten an, schwitze am ganzen Körper, weil ich ja hart kämpfen musste und sie hat diesen fiesen Blick drauf. Ich glaube, das wird irgendwann zu einer Scheidung führen [lacht laut].


Aha, daher wohl die Idee mit der totalen Isolation auf dem Albumcover, hm? Totale Isolation und Menschenjagd!

[lacht laut] Jaaa! Genau das wird’s sein!


Wer genau ist eigentlich Mikael Åkerfeldt? Was tust du, wenn du nichts mit Musik zu tun hast? Wer bist du als Mensch, Vater und Ehemann?

Ich bin wohl das, was wir Schweden einen „Svensson“ nennen. Ein komplett normaler Typ, Vater und Ehemann. Absolut harmlos, häuslich und eben zu Hause. Ich gehe mit meinen Kindern zum Spielplatz und während ich sie auf der Schaukel anstupse, rede ich mit anderen Eltern über das schöne Wetter oder die Kinderkrankheiten der Kleinen etc. Ich koche, ich putze das Haus, ich benutze den Staubsauger, mähe den Rasen, wasche das Auto, wechsle die Windeln der Kinder… alles irgendwie. Ich bin in gewisser Weise ein richtiger Hausmann. Die Sichtweise der 40er Jahre ist halt eben total veraltet, in der die Frau noch für alles zuständig war. Außerdem ist meine Frau - abgesehen davon, dass sie die Kids versorgt, wenn ich nicht da bin - in gewisser Weise ne total faule Sau [alle lachen laut]!


Du bist dir im Klaren darüber, dass wir das hier schreiben?

Ja, ja, mach nur, das ist kein Problem. Sie kann ja kein Deutsch [lacht laut]. Was meinst du, wieso ich so was niemals in einem schwedischen Interview sagen würde? Haha!
Ne, die ist wirklich manchmal wie so’n Messi. Schlimm, schlimm.
Aber davon abgesehen bin ich wirklich ein absolut normaler Typ. Meine Rolle in der Band ist übrigens absolut dieselbe. Wenn wir im Studio waren, bin ich immer der Depp, der aufräumen darf. Ich sag’ denen dann immer: „Ihr verdammten Schweine!“


Was denkt deine Frau eigentlich über BLOODBATH und OPETH?

Oh, sie ist ein absoluter Metalhead, sie liebt das! Wir haben uns auch im Rahmen des Interesses für Musik kennen gelernt. Ich habe sie öfter in einer Bar gesehen und dachte damals schon, dass sie rockt. Wir sind immer im selben Nachtbus nach Hause gefahren. Ich erfuhr irgendwann, dass sie Webdesignerin war und ich ging dann im Bus irgendwann zu ihr hin und sagte: „Heeeey Määädel… hast du nicht mal Bock, für meine Band ne Website zu basteln?“ Das ist jetzt 11 Jahre her. Sie meinte dann: „Klar, ich könnte mit zu dir kommen und dann schauen wir uns gemeinsam an, wie das umzusetzen wäre.“ Naja… das Ende vom Lied fand jedenfalls in meinem Bett statt [alle lachen].


Welche Band im Metal hat dich in den letzten Jahren am meisten überrascht und beeindruckt?

Hm, so richtig eigentlich keine. Ist KATATONIA als Metal-Band zu werten? Ich bin mir nicht sicher. Jedenfalls ist Jonas mein bester Freund und als ich ihn kennen lernte konnte er nicht mal richtig Gitarre spielen, so dass ich die ganzen Songs schreiben musste. Heute überrascht er mich immer wieder auf’s Neue und spielt richtig gute Sachen… und sogar geile Soli. Er überrascht mich also irgendwie immer. Dann wäre da noch Steve Wilson und PORCUPINE TREE, aber die haben ja nun wirklich nichts mit Metal zu tun.


Was hältst du von einer OPETH Unplugged DVD oder Tour? Oder sogar Album? Hast du darüber schon einmal nachgedacht?

Hmmm, nicht wirklich. Ist das nicht auch irgendwie total langweilig? Wir haben ja damals die Tour für „Damnation“ gespielt und dafür schon alles ein wenig runtergeschraubt, aber unplugged? Hmmm, nein.


OK Mikael, das waren eine Menge Fragen und eine verdammt lustige Zeit. Ich danke dir für all das, verabschiede mich schon mal und die letzten Worte sollen die deinen sein…

Danke, vielen Dank!
[auf Deutsch] Dankeschön… mein Schatz!


Hey… willst du mit mir in eine Bar und dann im Bus gemeinsam nach Hause fahren?

Ja bitte, das sollten wir sofort tun!

Border

Autor: Patrick Franken [Border] | 16.05.2008 | 00:50 Uhr

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