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Interviewpartner: Mike Hill

Nach der Compilation „Fear Is The Weapon“ veröffentlichen TOMBS aus Brooklyn, New York, am 24. Juni nun mit „Path Of Totality“ den äußerst gelungenen Nachfolger von „Winter Hours“. Sänger und Gitarrist Mike Hill steht im Interview Rede und Antwort zu „Path Of Totality“.




Hi Mike! „Path Of Totality“ wird in Kürze erscheinen. Wie sehen bislang die Rückmeldung zu den bereits vorgestellten Songs [„Vermillion“, „Silent World“ etc.] bzw. zum gesamten Album aus?

Das kann ich nicht sagen. Normalerweise kümmere ich mich nicht um die Rezensionen oder Kommentare. Ich glaube aber, dass die Leute die Scheibe zu mögen scheinen.


Inwiefern siehst Du Veränderungen zu „Winter Hours“? Ihr scheint noch vielseitiger und auch düsterer vorzugehen, unter anderem mit mehr Black-Metal-Einflüssen – das war zumindest mein erster Eindruck.

Ich finde, dass wir uns aufgrund der vielen Tourneen, die wir zwischen „Winter Hours“ und den Vorbereitungen für „Path Of Totality“ absolviert haben, ganz schön weiterentwickelt haben. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass das Songmaterial düsterer geworden ist. Black Metal war schon immer ein Einfluss für unser Schaffen. Wir haben uns nie selbst als „Black Metal“ betrachtet, aber die Einflüsse sind auf alle Fälle sehr deutlich vertreten.
Ich freue mich, dass Du die neuen Songs als Weiterentwicklung ansiehst. Wir haben hart daran gearbeitet, neue Ideen in unsere Songs einfließen zu lassen. Wir würden uns niemals einfach nur wiederholen wollen.


Wie geht Ihr beim Schreiben von neuen Stücken vor? Entsteht viel während der Proben?

Normalerweise schreibe und sammle ich alle Ideen für Songs in meinem eigenen Studio daheim. Das sind dann üblicherweise nur Ansammlungen von Riffs und Ideen ohne wirkliche Struktur. Sämtliche Arrangements werden dann während der Proben vorgenommen – vor allen Dingen von Andrew, unserem Schlagzeuger. Daraufhin nehmen wir dann ein Demo mit dem neuen Material auf, damit ich mit den Texten beginnen kann.
Ich schreibe auch alle Texte. Ich habe ein Notizbuch, in dem ich Ideen sammle. Das ist alles sehr fragmentarisch und ungeschliffen, aber letzten Endes ist dies das Sammelbecken, aus dem ich dann die Texte zusammenstelle.




Was kannst Du uns zu den Aufnahmen mit John Congleton in Dallas berichten? Nehmt Ihr viel Feinschliff im Studio vor? Und was hältst Du von solchen Hilfsmitteln wie Click Track oder auch Triggern?

Wir haben alles genauso aufgenommen, wie wir es eingeprobt haben. Während des Schreibprozesses haben wir mehrfach Demos des gesamten Materials aufgezeichnet. Somit konnten alle Ideen und Konzepte finalisiert werden, bevor wir dann ins Studio gegangen sind, sodass es dann nur unsere Aufgabe war, die Songs zu spielen und möglichst gut rüberzubringen.
Was die modernen Aufnahmetechniken anbelangt, so finde ich, dass es jedem freigestellt ist, die technischen Möglichkeiten zu nutzen, die man zur Verfügung hat. Studioaufnahmen und Konzerte sind zwei komplett verschiedene Angelegenheiten. Wir haben Click Tracks benutzt, um uns die Aufnahmen zu erleichtern. Die meisten Leute benutzen jedoch diese ganzen Begriffe, ohne überhaupt zu wissen, was sie damit sagen. Auf diesem Album haben wir keine Trigger eingesetzt, aber ich werde jetzt niemanden kritisieren, der sich für diese Techniken entscheidet.
Der Aufnahmeprozess ist eine komplett unnatürliche Erfahrung, es sei denn, Du nimmst eine Band wirklich ‚live’ auf. Ich habe aber kein Interesse daran, eine Live-Aufnahme von TOMBS zu machen und diese dann den Leuten als eine ‚legitime Produktion’ aufzudrücken. Wir sind einfach nicht so eine Art von Band.


Übrigens, da Ihr ja als Trio erscheint, der Sound aber ziemlich massiv und wuchtig ist, stellt sich da die Frage, ob Ihr über kurz oder lang einen zweiten Gitarristen aufnehmen werdet?

Oh ja, wir spielen oft mit einem zweiten Gitarristen. Wir werden auf der anstehenden Europatour übrigens als Quartett unterwegs sein.


Das Artwork von „Path Of Totality“ stammt von Thomas Hooper. Was kannst Du uns zu dessen Entstehung erzählen?

Thomas ist ein unglaublicher Künstler. Der Entstehungsprozess ist eine wirkliche Zusammenarbeit. Er geht die Texte durch und hört sich die Demo-Aufnahmen an, während wir viel Zeit damit verbringen, über die Gestaltung zu sprechen, ehe das Artwork dann finalisiert wird.


Was ist eigentlich dieser ‚Pfad der Totalität’, den Ihr im Albumtitel aufgreift?

Ein Pfad der Totalität ist der Mondschatten, der vom Mond während einer totalen Sonnenfinsternis geworfen wird. Vor einer Weile habe ich eine Kurzgeschichte von Mary Dillard über eine totale Sonnenfinsternis gelesen. Die Geschichte beschreibt die raue, ursprüngliche Angst, die die Charaktere spüren und erfahren, wenn diese riesige Säule aus Dunkelheit auf sie fällt. Das ist im Endeffekt der Pfad der Totalität. Das Album beschäftigt sich zu großen Teilen mit dem Thema Angst.


Womit befassen sich Deine Texte, deren Entstehung Du oben schon kurz erwähntest? Gibt es neben der Angst noch weitere große Themen? Worum drehen sich beispielsweise „Vermillion“, „Bloodletters“ und „Black Heaven“?

Tod und Furcht sind die wichtigsten Themen meiner Texte. Ich habe damit aufgehört, wortwörtlich gemeinte Texte zu verfassen. Ich versuche vielmehr, etwas bereitzustellen, das beim Hörer Emotionen auslöst. „Vermillion“ befasst sich damit, die unbekannte Leere des Todes zu betreten. In diesem Fall nutze ich eine weibliche Personifikation. Der Tod erwartet jeden von uns an seinem Lebensende. Es gibt da eine ursprüngliche, instinktive Angst vor dem Tod, die die Menschen aufgrund ihres Selbstbewusstseins haben. Wir sind uns unserer Leben und unserer Grenzen bewusst.
„Bloodletters“ und „Black Heaven“ thematisieren das Ende der Zeit und die Nachwirkungen. Ich glaube nicht an irgendeine geschriebene, religiöse Version der Apokalypse. Ich denke aber, dass jegliche religiös geprägte Dokumentation gute bildliche Darstellungen liefert, um Angst zu beschreiben. Alle Religionen basieren auf Furcht und Kontrolle.


Schicke Gatefold-Doppel-LP übrigens, die es von „Path Of Totality“ geben wird! Seid Ihr selbst Vinyl-Sammler oder ist es euch egal, d.h. ist das einfach der Bonus, bei Relapse Records unter Vertrag zu stehen?

Wir alle lieben Vinyl.


Wie wichtig ist musikalische Abwechslung für Dich? Was beeinflusst Dich? Auf der neuen Scheibe schlagt Ihr ja einen weiten Bogen von Black Metal über Sludge und Hardcore bis hin zu Post Punk?

Wir alle sind Fans vieler unterschiedlicher Musiksparten. Ich selbst tendiere eher zu den dunkleren Sachen wie Black Metal und Dark Wave sowie Bands wie SWANS, BLACK FLAG, JOY DIVISION und normalen Metal-Sachen. Es ist keine große Überraschung, dass sich diese ganzen Einflüsse in unsere Musik eingeschlichen haben.


Kürzlich wurde eine gemeinsame Europatour mit THE SECRET aus Italien angekündigt. Gibt es noch weitere Details?

Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. Wir werden nach Europa fliegen, zusammen mit THE SECRET in einem Kleinbus unterwegs sein und einen Batzen Konzerte gemeinsam spielen. Das wird das erste Mal sein, dass ich im Sommer in Europa bin.


Für „Winter Hours“ habt Ihr ein Video zu „Gossamer“ gefilmt. Gibt es schon Pläne, ein Stück von „Path Of Totality“ visuell umzusetzen? Wie würde dieses Video aussehen, wenn Dir unbeschränkte Geldmittel zur Verfügung stünden?

Momentan haben wir noch nicht über Pläne für ein weiteres Video gesprochen. Wenn mein Budget unbegrenzt wäre, dann würde ich einen richtig gut aussehenden, jungen Schauspieler verpflichten, der mich in einer 60-minütigen Adaption von Dantes ‚Inferno’ spielen würde.


Arbeitet Ihr, abgesehen von TOMBS, an weiteren Projekten? Was gibt es zum aktuellen Stand zu berichten?

Ich arbeite an einigen Nebenprojekten. Beide gehen aber eher in die Richtung, dass ich allein in meinem Studio mit Pro Tools und Synthesizern herumdoktere und Ideen ausprobiere. Ihr könnt mal auf meiner Soundcloud-Seite unter KRATTIA oder VASILEK nachschauen.


Bonusfrage: Wenn die Musik von TOMBS ein Film wäre, welcher Film oder welches Genre müsste das sein? Fällt Dir etwas spontan dazu ein?

Das wäre ein Horrorfilm mit Zombies, wunderschönen, schwarzgekleideten, dunkelhaarigen, hellhäutigen Frauen und Dämonen. Irgendwann würde dann noch eine Opferung oder so eine Art Blutritual stattfinden.


Besten Dank für das Interview und alles Gute!

Danke sehr. Wir freuen uns darauf, wieder in Europa unterwegs zu sein. Es ist jetzt schon fast zwei Jahre her – viel zu lange.

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 02.06.2011 | 14:12 Uhr

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