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Interviewpartner: Mike Gaspar

MOONSPELL haben mit "Night Eternal" den nächsten Haken ihre langjährigen Karriere geschlagen. Die Portugiesen schaffen es, niemals das abzuliefern, was man von ihnen erwartet und erleben trotzdem verdientermaßen gerade ihren zweiten Frühling. "Night Eternal" setzt zwar die härtere Linie vom Vorgänger "Memorial" fort, bietet aber ungleich mehr Abwechslung und überzeugt vor allem durch viel stärkere Songs. Auch Drummer Mike Gaspar ist sehr mit "Night Eternal" zufrieden, wie im Laufe des Gesprächs deutlich klar wird. Vorhang auf!




Ich muss zugeben, dass ich ein großer Fan der experimentellen MOONSPELL-Alben bin und gerade "Sin/Pecado" grandios finde. Demnach fand ich den krassen Rückschritt mit "Memorial" und "Under Satanae" [Neueinspielungen alter Demosongs] etwas enttäuschend. Obwohl das neue Album diese Tradition mehr oder weniger fortsetzt, finde ich die Scheibe grandios. Für mich die perfekte Mischung aus der Vergangenheit und Zukunft von MOONSPELL. Was war das heimliche Rezept für dieses Album? Oder basiert alles auf Zufall?

Ich denke nicht, dass das Album zufälligerweise so klingt, wie es klingt. In den letzten Jahren ist etwas in uns herangewachsen, ohne das wir es gemerkt haben. Wir sind seit langer Zeit offen für verschiedene Musikstile, aber wenn es um unsere Alben geht, sind wir in letzter Zeit immer härter, aggressiver und düsterer geworden, wie man vor allem an "Memorial" hören kann. Ich liebe das Album, aber für uns fühlte es sich an, als sei damit ein langer Zyklus zu ende gegangen. Sprich: Jetzt haben wir die komplette Freiheit wirklich das zu tun, was wir wollen und was in unseren Köpfen vorgeht. Ihr könnt jedenfalls noch sehr, sehr viel nach diesem Album von uns erwarten!


Ihr habt nach "Under Satanae" nochmals zusammen mit Tue Madsen als Produzenten gearbeitet. Wie groß war sein Einfluss auf das Album?

"Under Satanae" war perfekt, um einen neuen Produzenten auszuprobieren. So konnten wir sehen, wie er arbeitet und wir damit zufrieden sind. Das Ergebnis war unglaublich! Deswegen haben wir recht schnell beschlossen, mit Tue zu arbeiten. Auf das Songwriting oder die Songs hatte er keinen Einfluss, aber der Sound ist unglaublich. Er hat uns wirklich umgehauen. Je mehr Takes und Parts wir aufnehmen müssen, desto schlampiger werden wir. Aber Tue hat immer einen Weg gefunden, alle Instrumente, Effekte und Stimmen perfekt zusammenzufügen, so dass alles perfekt passt. Er ist einfach unglaublich!


Kannst du kurz umschreiben, wie der typische MOONSPELL-Songwriting Prozess abläuft?

Im Laufe der Jahre hat sich das ziemlich verändert. Inzwischen haben wir unser eigenes Studio, in dem wir natürlich viel arbeiten. Das vereinfacht auch den eigentlichen Aufnahmeprozess, weil wir inzwischen so daran gewöhnt sind. Ricardo und Pedro nehmen konstant Riffs auf, Fernando arbeitet unaufhörlich an den Lyrics und hat ständig Ideen. Ich spiele momentan sehr, sehr viel Schlagzeug. Wie früher, als ich noch jung war. Sobald die Musik frisch und aufregend klingt, setzen wir uns zusammen, hören uns alles an und reden darüber. Wenn wir nicht alle vier komplett hinter einem Song stehen, dann ist es nicht MOONSPELL!




Wie würdest du euren momentanen Sound in deinen eigenen Worten beschreiben? Und welchen MOONSPELL-Album würdest du "Night Eternal" am ehesten vergleichen?

Ich denke, dass "Night Eternal" sehr heavy ist, aber zu gleich sehr melodisch. Das Album ist auf jeden Fall etwas Neues für uns. Es schlägt die Brücke von Black Metal zu hartem Rock und zurück, ohne, dass du es überhaupt bemerkst. Magisch, wenn du mich fragst. Zum einen sind sehr moderne Parts darauf, die man mit Bands wie SLIPKNOT vergleichen könnte, aber gleichzeitig auch einen großen old school BATHORY-Vibe. Ich persönlich denke, dass das Album eine Mischung aus "Irreligious", "The Antidote" und "Memorial" ist. Aber wie unsere Fans wissen, haben wir uns noch nie wiederholt. Und das ist auch der Grund, warum wir schon so lange dabei sind.



Da wir alle wissen, dass man mit Metal nicht reichen werden kann, stellt sich die Frage, was euch nach so vielen Jahren noch antreibt auf Tour zu gehen, neue Alben aufzunehmen, etc.

Haha, nein, um Geld geht es definitiv nicht – auch wenn wir bis vor wenigen Jahren noch von dem Geld gelebt haben, dass unsere Eltern uns zur Verfügung stellen konnten. Meine Hauptantrieb ist immer noch die Leidenschaft. Und natürlich die Träume, die sich nach und nach erfüllen. Ich meine, wir haben kürzlich mit METALLICA vor über 50.000 Leuten gespielt. Besser geht es doch gar nicht! Aber trotzdem: Es fühlt sich nicht so an, als das reichen würde. Wir wollen alle noch mehr und das treibt uns an.
Außerdem liegt eine schwere Last auf unserem Schultern: Wir sind die einzige wirklich bekannte Metal-Band aus Portugal und müssen den mediterranen Lebensstil repräsentieren. Es ist wichtig, anderen zu zeigen, dass auch Bands aus "komischen" Ländern weltweit wahrgenommen werden können.


Ist es inzwischen schwieriger mit wirklich neuen und frischen Ideen anzukommen? Müsst ihr manchmal Parts oder Songs in den Tonne kloppen, weil sie zu sehr nach anderen MOONSPELL-Songs klingen?

Um ehrlich zu sein: Ja, das kam schon vor. Aber dieses Mal nicht. Wenn es an die Aufnahmen geht, sortieren wir sowieso schon genau aus. Nur die besten Songs werden aufgenommen. Dann entscheiden, welche Songs am Besten für das Album sind. Die übrigens Songs landen dann auf den Special Editions oder auch bei MySpace. Unsere Fans lieben es, von Non-Album Tracks überrascht zu werden. Aber ein wirkliches Inspirationsproblem hatten wir noch nie. Das ist auch etwas, dass ich an dieser Band liebe.


Hand auf's Herz: Wie werden MOONSPELL in zehn Jahren klingen?

Keine Ahnung, haha. Aber ganz sicher nach MOONSPELL.

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 01.08.2008 | 13:37 Uhr

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