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Band: Metalnews nach 'Devourment' durchsuchen Devourment
Interviewpartner: Mike Majewski

Vier Jahre nach „Unleash The Carnivore“ sowie nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Extrem-Label Relapse Records steht mit „Conceived In Sewage“ nun das vierte Studioalbum der US-Brutal-Deather DEVOURMENT in den Startlöchern. Ein Grund, um bei „Sänger“ Mike Majewski anzuklopfen und nach dem aktuellen Stand bei DEVOURMENT zu fragen.




Hi Mike! „Conceived In Sewage“ wird in knapp zwei Wochen erscheinen: Wie zufrieden bist Du mit dem Album und wie sehen die Reaktionen bislang aus?

Ich könnte mit dem neuen Album kaum zufriedener sein. Ich stehe zu 100 Prozent hinter dem Teil. Wir haben uns Zeit für das Schreiben und den Feinschliff gelassen, und viel Arbeit wurde in die Produktion gesteckt. Ich hoffe, dass die Fans dies zu schätzen wissen und das Endergebnis genießen. Die Rückmeldungen sehen bislang größtenteils positiv aus, aber einige Fans mögen nicht, dass das Album eine bessere Produktion hat. Einige Die-Hard-Fans denken auch, dass es nicht brutal genug ist, was mir lachhaft vorkommt, aber hey, das ist einfach ein weiterer Beweis dafür, dass man es nicht allen Recht machen kann. Ein Großteil der Reaktionen und auch einige frühe Rezensionen sind aber ziemlich klasse.


Inwiefern kannst Du Veränderungen zum Vorgänger „Unleash The Carnivore“ und zu Euren Frühwerken feststellen? Der Gesang ist beispielsweise variabler, d.h. nicht alles ist ultratiefes Gegrunze – hey, man kann sogar ein paar Worte verstehen! ;-)

Der größte Unterschied auf der neuen Scheibe ist die Produktion. Das ist das erste DEVOURMENT-Album, das nicht von Braxton Henry produziert wurde, sodass es eine viel breitere, klarere Produktion hat. Und was den Gesang betrifft: Ja, ich habe schon recht früh im Songwritingprozess beschlossen, dass der Gesang ein wenig mehr Abwechslung benötigt. Wenn ich dieselbe Herangehensweise wie bei „Unleash The Carnivore“ gewählt hätte, dann wäre das ziemlich redundant gewesen. Meiner Meinung nach sorgen die abwechslungsreicheren Vocals für viel mehr Dynamik in den Songs. Ich finde, dass das permanente ultratiefe, gutturale Gebell ausgereizt ist und hier ein wenig frischer Wind nötig ist.


Wenn man sich geschmackssichere Songtitel wie „Fucked With Rats“ oder „Legalize Homicide“ anschaut: Wolltet Ihr bewusst so abstoßend wie eh und je sein? Oder ist das einfach wie bei CANNIBAL CORPSE, die eben auch kein Interesse daran hatten, über etwas anderes als Horror-/Splatter-Filme/Geschichten zu schreiben, und das eben ein Markenzeichen wurde?

Ja, ich denke mal, dass das einfach unser Stil ist. Wir sind offen dafür, Dinge zu unserer Musik hinzuzufügen, aber wir werden nichts davon wegnehmen – wie zum Beispiel anstößige Texte bzw. Songtitel, groovende Breakdowns, Blast Beats und so weiter. Wir fügen etwas dazu, aber weggenommen wird nichts. Während der letzten zwei Alben haben wir uns auch mehr auf Themen aus dem Bereich Krieg und Apokalypse verlagert.




Hattet Ihr bislang irgendwann schon einmal Probleme mit dem Thema Zensur?

Nein, ich glaube, wir sind einfach zu sehr Underground, als dass die Leute das wirklich mitbekommen könnten. Daher hatten wir bislang noch nie Probleme. Wenn „Babykiller“ niemandem auffällt oder für Ärger sorgt, dann stehen wir meiner Meinung nach ganz gut da.


Was kannst Du uns zu „Fifty Ton War Machine“, „Today We Die, Tomorrow We Kill“ und „Parasitic Eruption“ erzählen?

„Fifty Ton War Machine“ war der erste Song, den Ruben [Rosas; Gitarre] und ich für das Album geschrieben haben. Ich fand, dass der Titel ziemlich cool klang und klasse zu dem Song passte. Die Texte sind von „Die zwei Türme“ inspiriert. Viel von dem Dialog, als die Armeen aufgebaut und erschaffen werden, hat die Texte für das Stück inspiriert. Fans von „Der Herr der Ringe“ werden das vielleicht bemerken.
„Today We Die, Tomorrow We Kill“ ist ein Titel, der von Ruben stammt. Ich mochte diesen zuerst nicht so sehr, sodass ich dachte, dass es wichtig wäre, ein cooles Konzept zu diesem Titel zu finden. Das sieht wie folgt aus: Eine untote Armee tötet alles, was sich in ihrem Weg befindet, und zwingt dann die Toten, sich ihr anzuschließen. Der Titel gefällt mir inzwischen deutlich besser, und ich finde, dass es einer der besseren Songs des Albums ist. Es macht auch jede Menge Spaß, den Refrain am Ende mitzusingen.
„Parasitic Eruption“ war tatsächlich der letzte Song, der für das Album geschrieben wurde. Wir standen kurz davor, ins Studio zu gehen, und wir hatten immer noch nicht das letzte Stück fertig, also musste Ruben das Teil im Alleingang schreiben und fertigstellen. Als ich das Resultat, d.h. mit Schlagzeug, hörte, hat mich das total umgehauen. Es ist höllisch brutal und wahrscheinlich mein Lieblingssong auf dem Album.


„Conceived In Sewage“ erscheint über Relapse Records, Eurem neuen Label. Wie zufrieden seid Ihr bislang mit Eurer Wahl?

Sie haben uns bislang einfach großartig behandelt, leisten jede Menge Unterstützung, sind sehr auf die Scheibe gespannt und bewerben sie enorm. Sie sind einfach klasse darin, eine Spannung und das richtige Maß an Hype aufzubauen, um die Leute heiß auf das Album zu machen. Es ist schon jetzt einfach zu erkennen, dass unsere Musik deutlich mehr Leute erreichen wird.


Was kannst Du uns zum Artwork von „Conceived In Sewage“ berichten – oder stammt es evtl. von Dir selbst?

Der Künstler ist Toshihiro Egawa, auch bekannt als Studio Sho, aus Japan. Er ist ein bekannter Death-Metal-Künstler und meiner Meinung nach auf jeden Fall einer der Abgefahrensten. Er hat übrigens über die letzten vier Jahre hinweg immer mal wieder an dem Cover gearbeitet. Er begann damit, kurz bevor „Unleash The Carnivore“ erschien. Ursprünglich war es als Cover für dieses Album gedacht, aber das hat sich dann anders ergeben. Da es aber bereits mit dem Artwork begonnen hatte, wollte ich, dass er damit weitermacht und wir es dann für dieses Album nehmen. Ich habe ihn mit dem Konzept versorgt, und was Ihr nun seht, stammt alles von ihm. Er hatte jede Menge Zeit, um daran zu feilen, also sagte ich ihm, er brauche sich nicht zu beeilen und könne dafür alles sehr detailliert und grausam gestalten.




Wenn man sich Deine zunehmenden Gastbeiträge auf anderen Alben, z.B. BENIGHTED oder CATTLE DECAPITATION, so betrachtet, wie empfindest Du die Wahrnehmung und den Respekt gegenüber sowohl Dir als Sänger als auch DEVOURMENT als Band?

Es ist eine große Ehre, wenn eine Band mich fragt, ob ich einige Gastbeiträge beisteuern möchte. Insbesondere, wenn das Bands sind, die ich respektiere und zu denen ich aufschaue. Aber es macht auch jede Menge Spaß, und Travis von CATTLE DECAPITATION hat sich revanchiert und ist dafür nun auf „Fucked With Rats“ zu hören.


Ihr habt diesmal mit Erik Rutan in den Mana Studios aufgenommen: Wie hast Du den Studioaufenthalt erlebt und inwiefern konnte Erik Euch helfen? Hattet Ihr auch über andere Produzenten nachgedacht?

Oh Mann, ich kann Dir sagen, es war großartig, mit ihm zusammenzuarbeiten. Und diese Erfahrung hat uns – als Band – auch wirklich besser gemacht. Er treibt einen einfach dazu an, Dein Bestes zu geben, aber nicht auf eine fiese Art und Weise, sondern eher so, dass Du ihn einfach nicht im Stich lassen kannst, weißt Du? Er hat so viel Erfahrung mit Musik sowie einen Platz in der Historie des Death Metal, und er weiß auch einfach, wie er Dich anstacheln muss. Er hat sich unglaublich reingekniet, um sicherzustellen, dass wir bei jedem Instrument den bestmöglichen Klang haben. Wir haben übrigens sofort an Erik gedacht und eigentlich nie andere Kandidaten in Erwägung gezogen.


Wenn Du Dir die europäische Death-Metal-Szene und auch Festivals wie z.B. das Mountains Of Death Open Air [R.I.P.] anschaust, wie nimmst Du die europäische Szene im Vergleich zur US-amerikanischen wahr? Und wo ist das Limit für diese Art von extremer Musik?

Die europäische Szene stellt deutlich mehr eine Art Lebensstil dar als in den Vereinigten Staaten. Die Szene ist in beiden Fällen großartig, aber ich finde, dass dies in den USA viel weiter verteilt ist, sodass es von Stadt zu Stadt kleiner erscheint. Und Fans in den USA sind deutlich weniger dazu bereit, für ein Konzert zu reisen. In Europa scheint es hingegen so zu sein, dass jemand sogar in ein anderes Land fahren würde, wenn er eine Band sehen möchte. Als wir in Europa auf Tour waren, gab es doch einige Fans, die der Tour durch mehrere Länder gefolgt sind.
Und was das Limit dieser Musik anbelangt: Ich glaube, dass dies in Sachen Geschwindigkeit und Brutalität nun erreicht ist. Es erscheint wirklich unmöglich, noch brutaler zu werden, als es schon der Fall ist – eine ganze Menge Bands hat diese Grenze bereits überschritten. Der Trick besteht darin, nun kreativer zu sein und als Songwriter besser zu werden. Das sind die Bands, die dann aus der Masse herausragen werden.




Wie sehen die Tourpläne bei DEVOURMENT momentan aus? Ihr werdet zwar auf dem kommenden Neurotic Deathfest auftreten, aber welche Pläne gibt es darüber hinaus?

Leider gibt es keine Tourpläne, da wir alle normalen Jobs nachgehen. Es stehen aber einige Festivals an – ein paar davon in den USA und dann natürlich das Neurotic Deathfest im Mai! Das Billing hierfür ist einfach der Hammer, sodass ich es kaum abwarten kann.


Bonusfrage 1: Wenn man die Musik von DEVOURMENT verfilmen würde, was für ein Streifen oder welches Genre würde das sein? Etwas in der Art von „Saw“ oder „Hostel“ vielleicht?

Ich würde dann aber bessere Filme als diese erwarten, haha. Aber stimmt schon, irgendetwas Krankes und Grausames. Wenn Peter Jackson wieder Horrorfilme machen würde, dann wäre es cool, dafür als Soundtrack zu fungieren. Vielleicht „Dead Alive 2“?


Bonusfrage 2: Welche Bands – sowohl alte als auch neue – magst Du unseren Lesen eventuell empfehlen? Welche Bands sind Dir kürzlich aufgefallen?

Okay, hier sind einige alte Bands, die für mich immer noch die besten darstellen: IMMOLATION, MORBID ANGEL, CANNIBAL CORPSE, DEICIDE, CARCASS, PESTILENCE, ENTOMBED, GORGUTS, CRYTOPSY, SUFFOCATION, INTERNAL BLEEDING, SCATTERED REMNANTS. Schaut im Endeffekt nach Death Metal der frühen Neunziger und zieht Euch das Zeug rein!
Neuere Sachen, die essentiell sind: GUTTURAL SECRETE, DEFEATED SANITY, DEHUMANIZED, CATTLE DECAPITATION!


Und damit sind wir am Schluss angelangt. Mike, besten Dank für das Interview!

Vielen Dank!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 08.02.2013 | 19:08 Uhr

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