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Interviewpartner: Mille Petrozza

Mit „Phantom Antichrist“ erscheint dieser Tage das nunmehr 13. Studioalbum der Essener Thrash Metal-Paten KREATOR, was innerhalb von nicht ganz 30 Jahren Bandgeschichte durchaus beachtlich ist – umso mehr, wenn man bedenkt, welch hohe Qualität sich die Herren um Frontmann Mille Petrozza in ihrem Schaffen stets bewahren konnten. An dieser Stelle sei erwähnt, dass besagtes Album das erste der Dreschflegel auf ihrem neuen Label Nuclear Blast ist, bei dem sie nach ihrem Abgang von SPV unterkamen. Außerdem hat man sich bei der Produktion von „Phantom Antichrist“ diesmal zu einem anderen Weg als beim über weite Strecken live eingespielten Vorgänger „Hordes Of Chaos“ entschieden, wobei der Sound von Meister Jens Bogren veredelt wurde, der auch schon für OPETH und SYMPHONY X die Regler schob. Weil all dies maßgebliche Änderungen, die allerhand Gesprächsstoff bieten, sind, setzten wir uns mit Herren Petrozza in Verbindung, damit er uns alles zum neuen Album erzählen kann.






Hallo Mille und vielen Dank für Deine Zeit! Euer letztes Album „Hordes Of Chaos“ liegt inzwischen gute drei Jahre zurück – was habt Ihr in dieser Zeit gemacht?

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der letzten Platte haben wir erstmal diverse Touren auf die Beine gestellt und in allen möglichen Ecken der Erde gespielt – wir waren etwa zwei Jahre durchgehen auf Tour. Anfang 2011 habe ich dann allmählich damit begonnen, das neue Album zu komponieren. Ich habe dann die Demos zusammengestellt und wir haben dann noch ein paar Festivals gespielt, bis wir Anfang 2012 ins Studio gegangen sind.


Nun konntet Ihr Euch ja auch einen Deal mit Nuclear Blast sichern. Wie kam das zustande?

Wir sind ganz einfach deshalb zu Nuclear Blast gegangen, weil unser altes Label SPV plötzlich pleite war – das heißt, die waren insolvent, aber das ist ja ziemlich ähnlich. Für uns war das natürlich ein Grund, das Label zu wechseln, weil wir schließlich eine Band sind, die weltweit agiert und auch die entsprechende Unterstützung benötigen. Da konnten wir so eine Insolvenz natürlich nicht gebrauchen, obwohl ich eigentlich ein ziemlich großer Fan von SPV bin und auch immer gut mit ihnen zusammengearbeitet habe. Ich habe dort viele Freunde und es hat mich sehr traurig gemacht, dass das alles dann irgendwann zu Ende ging. Andererseits muss ich in so einem Moment natürlich auch an meine Band und an meine Zukunft denken und so ist der Deal mit Nuclear Blast zustande gekommen. Wir sind natürlich auch mit den Leuten von Nuclear Blast gut befreundet und daher ist das eigentlich eine coole Sache, weil dort ja im Prinzip auch nur Metalfans arbeiten. Das ist das gute an diesem Label, denn so braucht man auch nicht viel zu erklären, wenn man mal was machen will.


Schreibst Du die Songs für Eure Alben alle alleine?

Ja, die schreibe ich im Alleingang. Natürlich treffen wir uns anschließend noch als Band und jeder hat beim Arrangieren die Möglichkeit, seine Ideen mit einzubringen, aber ich würde sagen, dass die Songs vorher bereits zu etwa 90 Prozent fertig sind. Aber dass es am Ende so klingt, wie Ihr es auf der CD hört, ist natürlich auch der Verdienst der Band – wenn ich das mit anderen Leuten einspielen würde, dann würde das auch ganz anders klingen. Es handelt sich bei KREATOR also schon um Teamwork. Ich nehme nicht diktatorisch irgendwelche Demotapes auf uns setze sie den anderen vor, sondern wir setzen uns in den Proberaum und arbeiten das aus. Dabei verändern sich die Songs auch noch ganz stark, weshalb ich es wichtig finde, dass dieser Prozess auch weiterhin Bestand hat. Ich kenne Bands, in denen der Gitarrist das ganze Demo fertig ausarbeitet und die anderen müssen das dann so einspielen, wie er es sich ausgedacht hat [lacht]. Wir machen das nicht so. Wir haben für das neue Album wirklich neun Monate lang jede Woche dreimal geprobt – ziemlich Old School – und haben die Songs so lange gemeinsam gespielt, bis sie gesessen haben.


Habt Ihr also alle Songs, die sich auf „Phantom Antichrist“ befinden, so parat, dass Ihr sie jederzeit live spielen könntet?

Naja, vielleicht nicht ganz [lacht]. Kurz, bevor wir uns für die Aufnahmen ins Studio begeben haben, war das sicher so, aber jetzt müssen wir wahrscheinlich noch ein paar Mal proben, bevor wir uns damit auf die Bühne wagen können. Es sind ja auch relative komplizierte Sachen dabei und wir fangen auch nicht immer sofort wieder an zu proben. Kurz vor Veröffentlichung des Albums fliegen wir für ein Festival nach Chile und werden dort auch einen der neuen Songs spielen – wir haben den gewählt, den wir auch am besten können, weil wir ihn auch für das Video genommen haben. Man kann das ja nicht mal eben so nebenbei machen, es sind schließlich ziemlich komplexe Nummern dabei.


“Hordes Of Chaos“ habt Ihr ja in Teilen live eingespielt – habt Ihr das diesmal erneut gemacht?

Ja, eigentlich sogar das ganze Album. Bei „Hordes Of Chaos“ war es allerdings so, dass wir recht wenige Overdubs gemacht haben. Man muss sich das so vorstellen: Wir stehen in dem Raum und spielen das Album ein und bei „Hordes Of Chaos“ haben wir alles, also Gitarren, Bass und Schlagzeug gleich behalten – nur Gesang und Sologitarren sind nachträglich dazu gekommen. Diesmal war es so, dass wir von diesen ursprünglichen Spuren nur Schlagzeug und Bass behalten haben und auch die Rhythmusgitarren als Overdub aufgenommen haben. Das ist einfach vom Klang her ganz anders, weil so ein weitaus brutalerer Gitarrensound zu erreichen ist, wenn man sie nachträglich einspielt. Allerdings haben wir auch da darauf geachtet, dass das so nah wie möglich an der Live-Situation ist. Wir wollten also nicht vier Gitarrenspuren pro Musiker haben, sondern wirklich jeweils nur eine. Auf der einen Seite hört man jetzt also Sami und auf der anderen mich – genau wie bei einem unserer Konzerte.




Warum gibst Du Live-Aufnahmen den Vorzug gegenüber dem einzelnen Einspielen der Spuren?

Ein Bandcharakter entsteht ja nicht dadurch, dass man perfekt ist. Der „Signature Sound“ einer Band ist ja nicht etwas, was man sich am Computer ausdenken kann – da muss man die Unsauberkeiten jedes einzelnen Musikers mit aufs Tape bekommen, damit es nicht mechanisch oder nach einem Roboter klingt. Wenn man sich CDs oder Alben aus den 80ern von IRON MAIDEN oder JUDAS PRIEST anhört – und das sind ja die Platten, mit denen wir aufgewachsen sind – dann hört man gerade bei IRON MAIDEN, dass das Schlagzeug vom Timing her nicht so perfekt ist, wie es eigentlich sein soll und wie das heutzutage richtigerweise alle Bands machen. Aber es klingt total nach IRON MAIDEN und genauso haben wir das auch beim neuen Album und schon bei „Hordes Of Chaos“ gemacht. Wir sind KREATOR und wir versuchen natürlich, das so präzise wie möglich einzuspielen und jeden einzelnen Part so brutal wie möglich klingen zu lassen und viele Emotionen, die wir zum Zeitpunkt der Aufnahme haben, in die Musik zu schicken. Alles was wir haben, geben wir, wenn wir im Studio sind und ich finde gerade deswegen eine Live-Aufnahme einfach spannender, weil sie einfach mehr mit uns zu tun hat. Wir haben das schon damals bei „Extreme Aggression“ und eigentlich seitdem immer gemacht. Nur bei zwei Alben, die wir in den 200ern aufgenommen haben, konnten wir das nicht, weil nicht alle Leute gleichzeitig im Studio waren. Aber das wollen wir jetzt nicht mehr.


Einen so sterilen Sound wie den von „Enemy Of God“ kann aber ja kaum durch Live-Aufnahme erreichen…

Genau, aber „Enemy Of God“ war ja damals auch anders. Da waren Ventor und ich im Studio und haben das Schlagzeug aufgenommen und danach haben wir Stück für Stück alles weitere eingespielt – so, wie man das nach heutigen Vorstellungen eben macht. Aber auch da hört man natürlich auch uns – es ist nicht so, als würden die Platten dann vollkommen mechanisch klingen, das zu behaupten wäre übertrieben. Aber durch „Hordes Of Chaos“ haben wir eben gemerkt, dass es einfach eine luxuriösere Situation ist, wenn die ganze Band gleichzeitig im Studio ist. Da wir bei den letzten beiden Alben mehr Geld in die Produktion gesteckt haben, weil wir einfach finden, dass es das wert ist, nehmen wir uns diesen Luxus jetzt eben raus. Das ist auch der Grund, warum wir dieses Muster jetzt weiterführen: Wir haben nur diese eine Band und auch immer nur diese eine Möglichkeit, ein neues Album zu machen, das alle wegbläst, also wollen wir es auch vernünftig machen.


Findest Du, dass ihr mit „Phantom Antichrist“ sehr anders klingt als auf „Hordes Of Chaos“?

Ja. Viele Songs sind länger und auch epischer – dieses Wort benutze ich in Bezug auf das Album in letzter Zeit sehr oft und auch gerne [lacht]. Viele denken da ja schnell an Bands wie RHAPSODY, aber so ist das ja hier nicht gemeint. Was auf einer KREATOR-Platte hört sind ja eigentlich nur wir Vier und bis auf einen Part, wo noch ein Perkussionist dabei ist, hört man eigentlich nur das, was wir auf unseren elektrischen und auch akustischen Gitarren spielen. Mit „Hordes Of Chaos“ wollten wir ein unglaubliches Statement machen und ein möglichst wildes und brutales Album abliefern. „Phantom Antichrist“ ist sicherlich immer noch wild und brutal, hat allerdings auch noch ein paar andere Facetten – die Songs, die brutal sind, sind unglaublich brutal, dann gibt es ein paar Nummern, die etwas sphärischer ausfallen und mit dem letzten Stück ist ja sogar fast schon eine Ballade drauf. Die Platte wächst auf jeden Fall und geht nicht sofort ins Ohr. Songs wie „Phantom Antichrist“, „Civilization Collapse“ oder auch „From Flood Into Fire“ bleiben sofort hängen, aber die übrigen muss man wohl ein bisschen öfter hören, bis sie sich erschließen.


Worum geht es in den Texten von „Phantom Antichrist“?

Das ist schwer zu beschreiben. Ich denke, dass es erneut um die gleichen Themen geht, die KREATOR immer anpacken, nämlich Ungerechtigkeiten aller Art. Mit „Phantom Antichrist“ hat man ja gleich einen Song, der typisch am Anfang eines KREATOR-Albums steht, denn in diesem Song passiert alles, was auch im Rest der Platte vorkommt. Da geht es um Medienmanipulation und darum, dass man als jemand, der Medien konsumiert, immer nur Zugriff auf Dinge hat, zu denen bestimmte Leute einem auch den Zugriff gewähren wollen. Als sie Osama bin Laden erwischt haben, wurde der Kerl ja sofort umgebracht und im Meer versenkt und nicht verhört und dann war es letztendlich so, als ob der Mann, der die letzten zehn Jahre die Medienlandschaft beherrscht hat und so eine Art Antichrist war, nie existiert hätte. So bin ich auf den Titel „Phantom Antichrist“ gekommen. Im Song selbst geht es allerdings nicht darum, sondern um einen zum Leben erweckten Antichristen, der auf die Erde kommt und dort alles zerstört, um ein neues Bewusstsein zu erschaffen – wie eine Art Schock, der zum Umdenken zwingt. „Civilization Collapse“ dreht sich um die Krise in Griechenland, „The Few, The Proud, The Broken“ ist vom arabischen Frühling inspiriert und „Until Our Paths Cross Again“ handelt vom Kreislauf von Leben und Tod. Letztendlich würde ich aber jedem empfehlen, die Texte zu lesen und selbst eine Interpretation zu finden.




Texte mit direktem Bezug zur Realität sind für Dich also essentiell?

Jein, denn bei „Phantom Antichrist“ ist ja nur der Titel aus etwas Realem entstanden. Der Songs selbst handelt ja von einem absoluten Fantasiegebilde. Ich finde es einfach doof, wenn man zu plakativ ist, weshalb ein Text meiner Meinung nach nicht unbedingt eine Geschichte erzählen muss, die auch so passiert ist. Als Künstler hat man schließlich die Freiheit, zu machen, was man will. Klar, wir haben auch Themen wie den arabischen Frühling, aber ich habe mir mit „Your Heaven In My Hell“ eine Geschichte über einen Messdiener in der katholischen Kirche ausgedacht, der von seinem Pfarrer missbraucht wird. Er wächst dann auf und wird älter und möchte alle Religionen ausrotten und das ist natürlich ziemlich naiv und albern, aber ich finde es immer ganz lustig, so was zu machen [lacht]. Es ist oft spannend, Charaktere zu entwickeln und sie dann in seinen Songs zum Leben zu erwecken. Das ganze darf aber auch gerne einen naiven Touch behalten – Metal ist ja auch Musik für Leute, die manchmal der Realität entfliehen wollen und auch die Leute, die die Musik spielen, sollten sich ihre kindliche Naivität erhalten. Wenn ich irgendwann erwachsen werden würde, dann müsste ich mit der Musik aufhören, aber da habe ich keinen Bock drauf. Die Tatsache, dass ich Metal spiele, stellt mich davon frei, je erwachsen werden zu müssen. Ich kann mir immer komische Geschichten über Phantom-Antichristen oder sonst was ausdenken und es gibt keine Regeln, die mich daran hindern [lacht]. Und ich glaube, dass die Leute, die solche Musik hören, sich auch gerne auf so eine Reise begeben und sich vom Alltag verabschieden. Ich finde das unterhaltsam und wenn es dann auch noch mit guter Musik unterlegt ist, dann ist das für mich die beste Freizeitbeschäftigung überhaupt. Es gibt nichts Besseres. Natürlich stecke ich viel Arbeit in die Songtexte und natürlich haben die auch oft etwas Sozialkritisches oder gar Politisches an sich – es wäre mir aber auch ziemlich langweilige, wenn ich in jedem Song etwas tiefgründig Politisches verbreite. Da käme ich ja rüber wie ein Prediger und ich will nicht predigen oder die Leute belehren, die Menschen sollen sich ihre eigene Meinung bilden. Man darf die Fantasie des Hörers nicht unterschätzen. Wenn ich jeden Text möglichst genau erklären müsste oder nichts Fantastisches mehr schreiben dürfte, dann würde ich sehr schnell an meine Grenzen stoßen und ich glaube auch, dass die Band KREATOR dann sehr schnell langweilig werden würde, weil nichts Neues mehr passiert. Musik und Text sollten eine Einheit bilden, die zusammen zum Leben erwacht.


KREATOR sind ja auch nur noch drei Jahre von ihrem 30. Geburtstag entfernt…

Das kommt drauf an, wo man ansetzt. Umbenannt in KREATOR haben wir uns 1985, aber davor gab es ja schon die Band TORMENTOR, in der die gleichen Musiker aktiv waren. Allerdings trenne ich das gerne, weil TORMENTOR ja eher eine Black Metal-Band waren und als wir mit KREATOR angefangen haben, hatten wir einen ganz anderen Ansatz. Für mich ist die Geburtsstunde von KREATOR das Jahr 1985.


Plant Ihr schon, wie ihr Euren Geburtstag feiern werdet?

Um ehrlich zu sein feiere ich nicht sehr gerne Jubiläen. Stimmt schon, zu unserem 25-jährigen haben wir irgendwas gemacht und sogar eine besondere Tour auf die Beine gestellt. Ich finde so was aber immer ein bisschen doof, weil ich eher in der Gegenwart lebe. Für mich wirk das immer so, als würde man sagen: “Ach guck mal, was wir alles schon gemacht haben und wie super wir die letzten 25 Jahre waren! Für mich ist es viel wichtiger, dass die Gegenwart super ist und dass die auch super bleibt. Das ist für mich viel wichtiger, als die Vergangenheit so zu zelebrieren, dass es schon fast langweilig wird. Ich bin mir natürlich schon darüber im Klaren, welchen Status wir haben und wir sind natürlich auch alle wahnsinnig froh darüber, dass die Fans uns immer noch unterstützen, weil das ja nach all der Zeit auch nicht selbstverständlich ist. Vielleicht werden wir uns ja auch irgendetwas für die Fans ausdenken, aber wir haben uns da noch keine wirklichen Gedanken drüber gemacht.


Worüber Ihr Euch aber wahrscheinlich schon Gedanken gemacht habt, sind Eure Tourpläne, also schieß los!

Ja, haben wir, aber da gibt es noch keine Infos [lacht]. Ich würde Euch gerne etwas dazu sagen, aber da ist noch nichts zu 100 Prozent bestätigt. Im September wird es erstmal eine U.S.-Tour zusammen mit ACCEPT geben. [mittlerweile wurde eine Co-Headlining-Tour mit MORBID ANGEL für November/Dezember 2012 bestätigt - Metalnews präsentiert. - Anm. d. Verf.]


Wollt Ihr das nicht einfach auch hier in Deutschland machen?

Das wäre geil, oder? Ja, ich hätte das auch furchtbar gerne auch hier gemacht, aber es ist nicht sicher, ob das auch klappen wird. Vermutlich werden wir etwas ähnlich starkes anleiern, aber leider gibt es dazu noch keine handfesten Infos.


Damit sind wir schon fertig – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Klar! Ich hoffe, dass wir alle Fans auf Tour sehen werden und dass allen KREATOR-Fans die Platte so gut gefällt wie uns! Wir sehen uns im November bzw. Dezember auf Tour!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 01.06.2012 | 00:48 Uhr

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