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Interviewpartner: Mille

Nun ist es also passiert. Nach vier Jahren erscheint ein neues KREATOR-Album. Und zwar mit einer solchen Wucht, dass es umgehend auf #1 der deutschen Album-Charts landet. Wir von metalnews.de berichteten ja bereits von der Listening Session, hier nun folgt das Interview, welches wir mit Oberkreator Mille Petrozza geführt haben.




Hallo Mille. Wie fühlt ihr euch in solch einem Moment, nachdem das neue Album zum ersten Mal präsentiert wurde? Ist da immer noch dieses Kribbeln, dass es endlich losgeht oder wird es alles zur Routine mit den Jahren?

Nein, Routine mit Sicherheit nicht. In dem Moment, wo das neue Album fertig ist, wird das vorherige, bis dahin also aktuelle Album, zum „alten“ Album. Eine neue Platte ist ja automatisch ein neuer Stempel in der Bandhistorie. Klar ist man da nervös, weil man wissen möchte, wie andere Menschen das Album finden. Ich bin ein Mensch, der selbst sein größter Kritiker ist, von daher kommen vor so einer Listeinig Session kaum Außenstehende dazu, die Sachen zu hören und zu kommentieren.


Hast du diesbezüglich denn persönlich jemanden, der dir Feedback gibt? Aus dem engeren Umfeld, Freunde oder Familie?

Nein. Wenn ich fünf meiner Freunde frage, wie sie das Album finden, dann bekomme ich womöglich fünf verschiedene Antworten, was mich nur verunsichert. Ich erstelle bei einem Freund im Studio Demos, der hört sich die Sachen natürlich an. Wenn es dann etwas weiter fortgeschritten ist, kommt erst die Band ins Spiel und wir gehen die Sachen gemeinsam an. Wir proben dann auch – ganz old-school – dreimal in der Woche.


Stichwort „altes“ Album. Vier Jahre sind seit „Phantom Antichrist“ vergangen. Ich persönlich bin der Meinung, das neue Werk stellt nochmal eine Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgänger dar.

Weiterentwicklung ist immer so ein schwieriges Wort, ich würde es irgendwie anders definieren. Wir haben den Sound am neuen Album verfeinert statt großartig verändert. Man darf die Sache nicht zu sehr „zerdenken“, sondern einfach machen. Am Ende des Tages muss es cool klingen, mann muss sich selbst vor die Leute stellen können und sagen: „Hey, genau das ist meine Auffassung von Heavy Metal, wie ich sie jetzt gerade habe“. Und das kann man eben nur, wenn man komplett von dem überzeugt ist, was man tut.


Also bist du ein Mensch, der sich nicht darüber den Kopf zerbricht, ob es nun immer old-school klingen muss oder es gilt, immer neuen Trends zu folgen. Du agierst mehr aus dem Bauch heraus?

Aus dem Bauch heraus, richtig. Und mit dem Herzen. So war es früher auch schon, obwohl man das eigentlich nicht vergleichen kann, da es sich um eine ganz andere Ära handelte. Aber jeder Musiker möchte ja die Vorgängerplatte übertreffen.


Die Messlatte habt ihr euch ja quasi selbst hoch gehängt. Ihr habt das zweite Mal mit Jens Bogren gearbeitet. Was ist das für ein Typ und wie ist das Arbeiten mit ihm?

Schließlich ziehen wir ja alle an einem Strang. Auch Jens wollte, dass es diesmal von Anfang an sehr locker wird. Dementsprechend hat er eine angenehme und lockere Atmosphäre im Studio erzeugt. Weißt du, Neunzig Prozent unserer Musik ist Gefühl und Jens wollte darauf auch den Fokus legen.






Nun aber zum neuen Album „Gods Of Violence“. Kannst du uns etwas zum Titel an sich sagen? Der Titelsong befasst sich mit der griechischen Mythologie, richtig?

So ist es. Dort gab es ja für jede menschliche Charaktereigenschaft einen eigenen Gott. Die daraus resultierende Verbindung zum Terror in der heutigen Zeit wollten wir damit etwas beleuchten. Das war übrigens der erste Song, den ich für das Album geschrieben habe. Der Titel klingt schon sehr monumental und es war eigentlich schnell klar, dass es auch der Albumtitel werden würde. Klar gibt es auch Stimmen, die sagen, das klingt ja wie „Enemy of God“ oder wie „Riot Of Violence“. Bei jedem neuen Titel, den ich mir ausdenke, muss ich ausblenden, dass ich schon vierzehn Alben gemacht habe. Und das metaphorische Vocabular im Heavy Metal ist nun mal ein wenig eingeschränkt. Wir arbeiten da ganz bewusst auch schon mit Klischees.


“Fallen Brother“ ist ein Song, der mir außerordentlich gut gefällt. Kann man da einen Bezug zu den aktuellen Kriegsgeschehen, besonders in Syrien, herleiten?

Im Prinzip kannst du da alles Mögliche herleiten. Dieser Song ist schon sehr allgemein gehalten, damit der eine oder andere sich dort auch wieder findet. Man verliert Menschen, die man mag. Der Tod an sich wird mit zunehmenden Alter immer mehr zu einer Realität, mit der wir uns auseinander setzen müssen. Was ja eigentlich nichts Schlimmes ist, das Leben ist nun mal endlich und ohne den Tod würde es kein Leben geben. Dennoch ist es immer schmerzlich für die nächsten Angehörigen und „Fallen Brother“ handelt von den Gefühlen, die aufkommen, wenn man jemanden auf diese Weise verliert. Es ging mir persönlich so, als jemand aus meiner Verwandschaft starb. Du verbindest eine Erinnerung, eine Geschichte mit der Person. Und das ist jetzt ein abgeschlossenes Kapitel, du weißt, du wirst eben diese Person nie wieder sehen.


Der nächste Titel auf meiner Liste heißt „Satan Is Real“, ein sehr einprägsamer Song, wie ich finde. So wie ich das heraus gehört habe, ist mit der Metapher „Satan Is Real“ nicht zwangsläufig das Thema Okkultismus gemeint?

Nein. Es geht allgemein um die Relevanz der Religionen in der heutigen Zeit. Ich hätte den Song auch „Jesus Is Real“ oder „Mohammed Is Real“ nennen können. Ich kann doch die Religion nicht so dermaßen ernst nehmen, dass wenn du mir sagst, wenn du nicht denselben Glauben hast wie ich, es für mich Grund wäre, dich umzubringen oder mich neben dir in die Luft zu sprengen. Darum habe ich diesen Titel gewählt und darum geht es in diesem Lied.






Was mir an dem Album noch positiv auffällt, ist die vielschichtige Gitarrenarbeit, die Sami und du da abliefert. War das alles so bis ins Detail geplant oder sind die vielen Ideen erst nach und nach dazu gekommen?

Wir haben uns da schon an die großen Klassiker orientiert, mit denen wir aufgewachsen sind. KK Downing / Glen Tipton von JUDAS PRIEST oder Adrian Smith / Dave Murray von IRON MAIDEN beispielsweise. Möglicherweise unbewusst, aber dennoch real, da kommt das wahre Metalherz durch.


Ich beobachte die ganzen Thrash Metal Bands der 80er Jahre, mit denen ich aufgewachsen bin, auch und gerade die Einheimischen. Die sind zum großen Teil nach all den Jahren immer noch – oder wieder – sehr erfolgreich. Wie erklärst du dir dieses „Phänomen“?

Ich hoffe, dass es einfach mit der Musik an sich zu tun hat und nicht mit irgendeinem Trend. Obwohl der Metal ja ohnehin kein Trend an sich ist, auch wenn es in der einen oder anderen Stilrichtung mal solche Wellen gibt. Einige Subgenres verschwinden und einige neue entstehen, das ist ganz normal. Und auch wenn es in den 90ern etwas ruhiger wurde, war der Thrash eigentlich nie verschwunden.


Ihr seid demnächst auf Tour mit SEPULTURA und SOILWORK. Ein starkes Paket, wie ich finde. Wie bereitet sich eine Band wie KREATOR heutzutage auf eine Tour vor?

Proben, ganz banal eigentlich. Allerdings in den zwei Wochen vor Tourbeginn ziemlich intensiv. Hinzu kommt noch die Bühnenshow, die vorbereitet werden muss. Da geht es hauptsächlich um die „visual effects“, die eingebaut werden müssen, zumal es dieses Mal ein etwas aufwendigeres Bühnenbild geben wird, im Vergleich zu den letzten Jahren. Viel läuft da auf organisatorischer Seite. Auf der persönlichen Seite halte ich mich einfach fit und wir versuchen, eine spannende Setlist zu erstellen. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung, vor jeder Tour.


Letzte Frage: Wenn du KREATOR mit wenigen Worten erklären müsstest, wofür steht die Band?

Naja, irgendwie für so etwas wie ein intensives Metal-Lebensgefühl, würde ich spontan sagen. Wir versuchen einfach, wir selbst zu bleiben.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 05.02.2017 | 14:21 Uhr

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