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Interviewpartner: Mitchell Luna

Die US-Grindcore-Truppe MARUTA meldet sich in Kürze mit ihrer zweiten Scheibe, „Forward Into Regression“, über Willowtip Records zurück und zeigt darauf, wie vielseitiger, experimentierfreudiger und intelligent gemachter Grindcore auszusehen hat. Sänger Mitchell Luna äußert sich im Interview zu MARUTA, „Forward Into Regression“ und den Zukunftsplänen der Band.




Hi Mitchell! Wie läuft’s bei MARUTA? „Forward Into Regression“ erscheint bei uns Anfang März. Erzähl uns doch mal bitte, wie der Songwritingprozess bei Euch aussieht.

Hier ist alles prima. Vielen Dank erst mal, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Interview nehmt. Um ganz ehrlich zu sein, war das Songwriting für diese Scheibe ziemlich breit aufgeteilt. Ich würde mal sagen, dass unser Gitarrist Eduardo gut die Hälfte des Albums geschrieben hat. Manchmal habe ich ihm dabei geholfen, indem ich herumsaß und Riffs vor mich hinsummte, da ich kaum ein Instrument spielen kann, haha. Unser neuer Bassist Mauro hat dann noch drei Stücke geschrieben, und dann gab es da einige Songs bzw. Parts von Liedern, die ganz spontan bei den Proben entstanden sind.


Und worin bestehen Deiner Meinung nach die Unterschiede zu Eurem Debüt, „In Narcosis“? Diesmal gibt es zum Beispiel kein Filmsample.

Hah! Nun ja, das Sample aus „Network“ auf „In Narcosis“ war dort nur aus einem ganz bestimmten Grund zu finden. Wenn man sich den Gitarrensound der ersten neun Stücke und dann der nachfolgenden Songs anhört, so klingt der komplett unterschiedlich. Das kommt daher, weil wir das Album in zwei völlig unterschiedlichen Sessions aufgenommen haben. Und daher war ein ziemlich langes Sample nötig, um so eine Art Überleitung einzuschieben und auch den Hörer von den Unterschieden/Abweichung in der Produktion abzulenken. Ich tippe mal, dass das wirklich funktioniert hat, denn niemand hat das jemals erwähnt oder sich darüber beklagt! Ich musste aber lachen und war auch ein bisschen genervt, als ich noch ein paar andere Bands hörte, die haargenau dasselbe Sample benutzten, beispielsweise MOUTH OF THE ARCHITECT [ziemlich coole Band übrigens] und noch einige andere.


Was verbindest Du mit dem Titel „Forward Into Regression“? Bezieht Ihr Euch auf die momentane politische/wissenschaftliche Situation in den USA oder geht es um ganze Aspekte?

Ich würde mal sagen, dass es eher allgemein um unsere Ansichten bezüglich der Gesellschaft und der Menschheit geht. Dies sind auf jeden Fall merkwürdige und schwierige Zeiten für alle Beteiligten… Gier und Engstirnigkeit sind nicht nur überall dort vorhanden, wo wir hinschauen, sondern es hat auch den Anschein, dass die negativen Seiten der Menschheit in Zeiten der wirtschaftlichen Frustration und Unruhe noch deutlich zugenommen haben.




Womit beschäftigt Ihr Euch genau? Gibt es so eine Art roten Faden? Ihr habt ja für Euren Bandnamen und seine Bedeutung [d.h. ein Codename für japanische Folterexperimente während des Zweiten Weltkriegs] bisweilen Ärger bekommen, wobei ich aufgrund Eurer Songtitel vielmehr das Gefühl habe, dass ihr eher sozialkritisch unterwegs seid. Oder?

Ich stimme darin überein, dass ein Großteil der Texte bei MARUTA sich auf gesellschaftliche Themen bezieht. Es gibt einige Songs auf dem neuen Album, deren Texte sehr persönlich sind, und einige andere Texte sind eher abstrakt gehalten. Ich selbst finde, dass man die Texte am besten zur Interpretation stellen sollte, da es den Spaß und auch die „Kunst“ reduziert, wenn ich einfach nur erkläre, was sie für mich wirklich bedeuten und was ich empfand, als ich sie verfasste. Was daran aber auch merkwürdig ist, ist, dass ich die Texte und deren Themen auch nie wirklich mit meinen Bandkollegen diskutiere. Aus irgendeinem schrägen Grund bin ich sehr verschlossen und reserviert, wenn es darum geht, und ich fühle mich nie wirklich wohl dabei, über das zu sprechen, was ich verfasst habe. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass normalerweise keiner in der Band überhaupt 75% der Songtitel kennt, bis wir im Studio sind und die Lieder aufnehmen. Wie auch immer, die anderen Jungs sind die meiste Zeit viel zu sehr damit beschäftigt, was alles musikalisch passiert, und haben damit mehr als genug zu tun, als sich noch Gedanken darüber zu machen, was ich wohl schreiben werde.


Zum ersten Mal in der Geschichte von MARUTA gibt es nun mit Mauro einen festen Bassisten in der Band. War dieser Schritt Deiner Meinung nach notwendig, vor allem bezüglich der Konzerte?

Ich würde nicht sagen, dass es ein absolut notwendiger Schritt war, aber es ist etwas, das wir immer schon wollten. Wir wurden jedoch bislang davon abgehalten, da wir keinen Menschen finden konnten, der sich sowohl musikalisch als auch persönlich auf derselben Wellenlänge wie wir befindet. Mauro ist ein klasse Typ, sodass wir kaum zufriedener sein könnten. Er ist sehr talentiert, ein spaßiger Kerl, und zudem teilt er unsere sehr „offene“ Herangehensweise, die wir in Sachen Songwriting haben. Er hat auf alle Fälle mehr „Energie“ in die Band gebracht, falls das irgendwie Sinn ergibt.


Außerdem habt Ihr mit Danny Morris einen neuen Schlagzeuger in Euren Reihen, der eine beeindruckende Vorstellung abliefert. Wie hat sich dies ergeben?

Wir hatten verdammt großes Glück, Danny zu finden… Er ist Mauros Mitbewohner, und die beiden ticken, was Musik betrifft, ziemlich ähnlich. Viele der Songs auf „Forward Into Regression“ wurden ursprünglich mit unserem alten Schlagzeuger Nick Augusto geschrieben, der die Band dann verließ, um sich bei TRIVIUM kommerziellerer Musik zu widmen… Danny musste dann einen Großteil umschreiben, behielt dabei aber einige alte Parts im Hinterkopf. Ich mag Dannys Stil sehr; es klingt für mich auf alle Fälle viel erbarmungsloser, und ich bin sehr froh, mit diesem Bastard arbeiten zu können. Das Schlagzeug auf der neuen Scheibe vermittelt eine andere Grundstimmung, und ich bin davon überzeugt, dass das einen Schritt in die richtige Richtung darstellt.


Ich finde übrigens auch den Einsatz einer siebensaitigen Gitarre für eine Grindcore-Band ziemlich ungewöhnlich?

Hah, das ist alles auf Eduardos Mist gewachsen. Er mag es, die Klampfe sehr tief zu stimmen; vor allem früher, als wir ja keinen Bass hatten und irgendwie kompensieren mussten, dass es an Tiefe fehlt. Wir mögen es einfach, schnell und heavy zu klingen!


Auffallend ist auch die von Dir schon erwähnte „offene Herangehensweise“, verschiedene Stile bei MARUTA zu kombinieren. Ist dies Deiner Meinung nach nötig, um den Grindcore frisch und lebendig zu halten?

Viele Leute diskutieren darüber, aber ich finde, dass wir immer schon eine Grindcore-Band waren und auch bleiben werden. Wir experimentieren sehr viel, streuen mal Riffs aus dem Death Metal ein oder lassen ab und an mal Doom-Einflüsse durchscheinen. Wir haben die Einstellung, dass es total schade wäre, ein Riff nicht zu nehmen, nur weil es nicht genug nach „Grind“ klingt, sondern eben ein bisschen mehr Death Metal, Hardcore oder wie auch immer hat. Wir hören uns alle möglichen verschiedenen Musikstile an, sodass wir meiner Ansicht nach einfach bescheuert wären, uns jeglichen Experimenten zu verschließen, nur um dann hübsch in eine bestimmte Schublade oder Form zu passen. Versteh mich aber bloß nicht falsch, denn wir alle lieben traditionellen Grindcore. Es gibt aber etliche Bands, die das Genre so fortführen und das besser machen, als wir jemals könnten.
Was die Zukunft des Grindcore oder von Musik an sich betrifft: Es ist überhaupt nicht notwendig, verschiedene Stile zu vermischen. Notwendig ist aber, dass die Musik mit Leidenschaft gespielt wird und die richtigen Beweggründe hat. Ich erwarte auch gar nicht, dass alle Leute, die Grindcore mögen, etwas mit MARUTA anfangen können, aber solange jemand unsere Musik hört oder uns live sieht und dann sagt „Also, diese Typen stehen voll hinter dem, was sie da machen. Die meinen das so.“ – wenn wir das vermitteln können, dann würde sich das für mich anfühlen, dass wir mit unserer Musik erfolgreich sind.


Was kannst Du uns zum Studioaufenthalt in den Mana Studios, die Erik Rutan [HATE ETERNAL] gehören, berichten? Wie hast Du die Zeit dort erlebt?

Der Studioaufenthalt war eine sehr angenehme Sache. Brian und Erik waren total cool und bodenständig und haben tonnenweise Witze gerissen. Außerdem gab es direkt um die Ecke einen Spirituosenladen. Wenn ich nicht gerade den Gesang aufgenommen habe, habe ich den Großteil der Zeit, mit Abhängen verbracht, Bier getrunken und Playstation gezockt. Das war also ziemlich entspannt, um das mal so zu sagen – zumindest für mich, haha. Wir haben dort den Gesang und die Drums direkt aufgenommen, während das Tracking von Gitarre und Bass erst einmal bei mir daheim bzw. in Mauros Bude erfolgte, ehe alles im Studio noch einmal nachbearbeitet wurde. Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit dem Resultat und auch mit dem ganzen Studioaufenthalt an sich.


Bist Du eigentlich ein großer Vinyl-Fan oder -Sammler? Auf Power It Up Records kommt ja eine limitierte Vinyl-Fassung von „Forward Into Regression“ heraus. Cool, oder?

Ich bin ein riesiger Vinyl-Nerd, und daher bin ich total begeistert davon, dass Power It Up eine Gatefold-Version der Scheibe machen werden. Normalerweise gebe ich viel schneller Geld für eine LP aus als für eine CD.




Auf welche Veröffentlichungen im Jahr 2011 freust Du Dich besonders – sowohl als Musiker als auch als Fan?

Hmm, ehrlich gesagt finde ich die neue NOISEAR total klasse! Diese Typen sind gute Freunde von uns, und ich war davon ganz schön beeindruckt. Die neue ULCERATE ist auch großartig. Ich selbst freue mich auf die „Space Grind“-Scheibe von PSUDOKU und dann auf neues Zeug von MALIGNANCY, CAPSULE, WORMROT, TODAY IS THE DAY [mein Kumpel Curran Reynolds aus New York spielt bei denen jetzt Schlagzeug, also bin ich ganz schön gespannt, wie das klingen wird] und GORGUTS. Von SULACO kommt auch eine neue Scheibe heraus [die ich schon gehört habe, also ist das ein bisschen Schummelei; aber das Teil ist klasse!], und unsere Freunde Henrik und Erik, die bei CROWPATH aktiv waren, haben nun eine neuen Band namens TELLUSIAN. Die müssten auch irgendwann etwas veröffentlichen, und darauf freue ich mich natürlich auch. Und ich könnte dann weiter hoffen, dass EYEHATEGOD dieses Jahr ihre neue Full Length eintüten. Meine Ohren wären jeweils sehr glücklich darüber.


Gibt es eigentlich Pläne, mit MARUTA bald bzw. irgendwann mal in Europa aufzutreten?

Ja! Wir haben tatsächlich Pläne, es diesen Sommer endlich nach Europa zu schaffen. Hierzu wird es bald Neuigkeiten geben!


Was wäre, wenn man die Musik von MARUTA verfilmen würde? Welcher Film wäre das wohl? Wer müsste Regie führen?

Hahahaha, gute Frage. Ich würde mal sagen, das wäre irgendwas Hektisches und visuell Stimulierendes wie „Tetsuo: The Iron Man“ oder irgendwas aus den späten 80ern oder frühren 90ern mit dieser bestimmten Visualisierung, wie die Zukunft aussehen würde. Irgendwas, was völlig Cyberpunk wäre, und Paul Verhoeven müsste Regie führen. Wir könnten aber auch völlig lächerlich werden und so was wie „Drumline“ oder „XXX: State Of The Union“ mit Ice Cube sein. Das wäre sicher spannend anzusehen. Wie auch immer, diese ganzen Optionen erscheinen mir sehr anstrengend und ganz sicher nicht für ein Date geeignet.


Und damit wären wir am Ende angelangt! Besten Dank für das Interview und alles Gute für MARUTA!

Danke für das Interview! Und ein Dankeschön an alle, die sich das hier durchgelesen oder unsere Musik angetestet haben. Wir wissen das sehr zu schätzen. Cheers and grind on!!!

Copyright Live-Foto: Scott Kinkade

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 15.02.2011 | 20:31 Uhr

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