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Band: Metalnews nach 'Another Diamond Recordings' durchsuchen Another Diamond Recordings
Interviewpartner: Nick & Aaron

Studios, die sich mit der Aufnahme und Produktion von Heavy Metal beschäftigen, gibt es in Deutschland wie den bekannten Sand am mehr, nicht wenige davon so etabliert wie die legendären „Twilight Hall Studios“, in denen nicht nur deren Inhaber BLIND GUARDIAN regelmäßig logieren, oder auch das „Stage One“-Studio von Genre-Urgestein Andy Classen. Doch was tun, wenn man zwar das Talent aber nicht den nötigen Kontostand mitbringt, um eine Produktion in derlei traditionsreichen Etablissements zu ermöglichen? Klar: Man muss sich an den Underground wenden, denn auch hier gibt es allerhand lohnenswerte Aufnahmemöglichkeiten, wenn man den weiß, wo sie zu finden sind. Ein Beispiel sind „Another Diamond Recordings“ aus München, die gerade dabei sind, sich in der lokalen wie landesweiten Szene einen Namen zu machen. Wir setzten uns mit den beiden Machern Nick und Aaron zusammen, um uns einen Einblick zu verschaffen, wie die Dinge bei einem aufstrebenden Nachwuchs-Studio so ablaufen.






Hallo Jungs und erstmal vielen Dank für Eure Zeit! „Another Diamond Recordings“ ist noch ein recht junges Studio, also erzählt uns doch mal ein bisschen von Euren Anfängen!

Aaron: So um 2010 oder vielleicht eher 2011 habe ich unter dem Namen „Diamond Recordings“ einfach zum Spaß ein paar Bands aufgenommen. Das lief aber nur hobbymäßig nebenbei, weshalb ich kleinere Bands für ziemlich wenig Geld [lacht] aufgenommen habe. Irgendwann im Laufe des letzten Jahres wollte der Nick dann mit seiner Band zu mir, allerdings wusste ich da noch gar nicht, dass auch er ein Studium zum Tontechniker macht. Wir haben dann zusammen gearbeitet und fanden das auch alles ganz cool, weshalb wir uns dann überlegt haben, uns zusammen zu tun, um das Ganze etwas größer aufzuziehen. Wir wollten das richtig professionell als Vollzeit-Job machen und damit durchstarten.



Ein Studio aufzubauen ist ja mit einer Firmengründung vergleichbar, was bedeutet, dass man auch ein gewisses Kapital dafür benötigt. Wie habt Ihr das gelöst?

Nick: Da mussten wir natürlich alle Kontakte ausnutzen, die wir hatten. Es hat ziemlich lange gedauert, diese Räume hier zu finden – wir waren davor in einem Container im Münchner Vorort Pasing, allerdings hatten wir da irgendwann einfach keinen Bock mehr drauf, weil das auf Dauer natürlich nicht der richtige Ort für ein Studio ist. Durch einen Freund von mir konnten wir uns allerdings hier niederlassen und auch mit dem Mietpreis haben wir hier ziemliches Glück gehabt. Viele der Elemente im Aufnahmeraum haben wir auch selbst gebaut – so z.B. die Absorber – und haben auch ansonsten alle Renovierungsarbeiten selbst erledigt und damit natürlich verdammt viel Geld gespart. Natürlich hat so alles etwas länger gedauert, aber es hat sich eben auch gelohnt.

Aaron: Zudem haben wir ja auch beide über die Jahre schon ziemlich viel Equipment angesammelt. Wir hatten beide schon vor drei oder vier Jahren die nötigen Boxen, Mikros und Kabel, weshalb es sich dann gelohnt hat, sich zusammen zu tun und seine Ressourcen zu kombinieren. Ich spiele z.B. Schlagzeug und Nick Gitarre, weshalb wir auch beide schon eine gewisse Erfahrung auf dem jeweiligen Gebiet mit in den Job bringen.


Was habt Ihr, nachdem das Studio einsatzbereit war, getan, um Aufträge an Land zu ziehen und Euer Unternehmen ins Rollen zu bringen?

Aaron: Wir kannten ja davor schon ziemlich viele Bands, mit denen wir schon in unserem kleinen Container-Studio gearbeitet haben. Allerdings wurde es dort dann immer mehr und wurde irgendwann zu viel, weshalb wir in diese neuen Räumlichkeiten umgezogen sind. Wir hatten uns also schon einen kleinen Namen gemacht und viele Kontakte. Als wir angefangen haben, das Studio zu bauen, hat sich das herumgesprochen und so hatten wir schon ganz zu Anfang das Glück, dass wir mehrere Bands aufnehmen konnten, weil die eben unser neues Studio testen wollten. Viel kommt auch durch unsere eigenen Bands: Ich spiele bei der Hardcore-Band PATHWAYS und habe so Kontakt zu Bands aus dem Genre, die dann bei uns aufnehmen möchten.

Nick: Ich singe bei INTO OBLIVION, das ist eine Death Metal-Band und wie gesagt: Dass wir in eigenen Bands spielen hilft sehr ein Studio aufzuziehen weil man vornehmlich Kontakte braucht und auch einen Draht zur lokalen Szene. Bands gehen vornehmlich erst zu Freunden, also ist es gut, viele Freunde zu haben. Allerdings sind wir jetzt an dem Punkt, wo wir unser Klientel etwas erweitern wollen. Wir nehmen inzwischen Bands aus ganz Deutschland auf – demnächst kommt zum Beispiel eine Formation aus Berlin zu uns, die heißt SECRETS OF A PSYCHOPATH.


Jedes Studio hat ja einen bestimmten Anspruch an die Leistungen, die angeboten werden. Was ist Eurer?

Nick: So banal es klingen mag: Wir stehen beide auf diesen typisch amerikanischen Sound. Wir finden, dass viele Studios in Deutschland das nicht so gut zustande bringen. Ich weiß auch gar nicht, warum das so ist, denn die haben eigentlich alle ziemlich geiles Equipment, das wir selbst sehr gerne hätten. Das Equipment ist aber auch nicht alles, es geht genauso darum, wie man arbeitet. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass wir beide Amerikaner sind – Aaron ganz und ich zum Teil.

Aaron: Ein weiterer Grund ist, dass wir selber ständig Musik schreiben und auch spielen und damit mehr Musiker als bloß irgendwelche technischen Dienstleister sind. Wir möchten nicht bloß aufnehmen, sondern uns mit den Bands zusammen setzen und ihre Musik im Studio kreieren. Wir sind da sehr an der Musik und nicht bloß der technischen Aufgabe des Aufnehmens orientiert. Natürlich kümmern wir uns um den technischen Aspekt, das muss ja auch sein, aber es geht uns in erster Linie darum, dass die Bands, die bei uns aufnehmen, den Sound bekommen, der zu ihnen passt und der auch mit anderen Produktionen mithalten kann. Wir streben einen konkurrenzfähigen Sound an, der mit anderen professionellen Produktionen mithalten kann.


Was ist der „amerikanische Sound“?

Nick: Der amerikanische Sound zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass alles extrem tight ist und das Klangbild fast keine Fehler enthält. Dabei ist der Prozess des Aufnehmens das Wichtigste, alles andere ist sekundär. Mischen und Mastern ist natürlich auch wichtig, aber es muss vor allem viel Zeit in die eigentliche Aufnahme investiert werden, damit das Grundgerüst so fett und geil wie möglich ist – dann fällt jeder weitere Schritt um ein Vielfaches leichter. Das beobachtet man meiner Meinung nach bei amerikanischen Produktionen häufiger als bei europäischen. Ganz richtig ist das allerdings auch nicht, denn aus Schweden kommt auch verdammt gutes Zeug.

Aaron: Es gibt Studios, da geht man hin, nimmt den Song auf und geht wieder, hat aber gar keine Effekte ausprobiert oder der Tontechniker hat einfach irgendwelche Effekte angewandt, die der Band vielleicht gar nicht gefallen. Dann war das Ganze eher eine Dienstleistung als ein kreativer Prozess. Wir möchten in unserem Studio mehr auf die Bands eingehen und nicht einfach immer den gleichen Sound liefern. Wir produzieren bei den Aufnahmen auch viel. Wenn eine Band mit ihrem Song zu uns kommt und uns fällt auf, dass da z.B. irgendein Übergang noch besser sein könnte, dann arbeiten wir so lange daran, bis jedes Element des Songs so gut ist, wie es eben geht.


Welche Leistungen bietet Ihr also an? Habt Ihr Präferenzen oder Einschränkungen, was die Stilrichtung angeht?

Aaron: Wir möchten Musik aufnehmen, die echte Instrumente beinhaltet. Es ist uns wichtig, Musik mit Gitarren und einem echten Drumkit aufzunehmen. Wir sind da eigentlich ziemlich offen, aber aus offensichtlichen Gründen geht es natürlich vornehmlich in Richtung Metal, Rock und Hardcore. Wir bieten alles an, was mit Aufnahmen zu tun hat, aber wie möchten gerne ein gesamtes Produkt anbieten, wo wir alles von den Aufnahmen bis hin zu Mix und Master machen - da bekommt man dann unseren „Aanother Diamond Recordings“-Sound. Natürlich bieten wir auch Einzelleistungen an, aber das möchten wir nicht so gerne machen, weil uns das nicht so viel bringt. Wir sind also hauptsächlich an gesamten Produktionen interessiert. Eigentlich ist auch alles, was man braucht, schon bei uns im Studio vorhanden. Wenn eine Band also nicht so viel Equipment hat oder nicht so viel transportieren kann, dann müssen die Musiker eigentlich nur ihre Gitarren mitnehmen [lacht].

Nick: Wir legen viel Wert darauf, dass die Sachen noch klassisch aufgenommen werden. Wir sind kein Homestudio, wo alles mit dem PC gemacht wird, sondern wir nehmen echte Drums auf – hier im Studio gibt es auch drei Schlagzeug-Sets und viele Becken – wir schicken die Gitarren noch durch echte Verstärker und haben auch viele Amps und Boxen zum kombinieren da. Wir möchten nicht, dass sich der Tonstudio-Markt zu 100% in die Homestudio-Richtung bewegt, aber leider ist das im Moment der Fall. Ich finde das schade, weil echte Amps und echte Drums immer noch besser klingen als Samples. Wir haben hier auch eine kleine Küche, einen Fernseher mit Spielkonsole und kostenloses Highspeed-WiFi, um den Bands, die von außerhalb anreisen und hier übernachten einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Wir bieten Pauschalpreise an, weil man nur ohne Stress und Zeitdruck kreativ arbeiten kann – wenn es also mal einen Tag länger dauert, ist das auch nicht so schlimm.


Wie hält man das Gleichgewicht zwischen dem Sound, der zu einer Band passt und dem Sound, der Euer Studio charakterisiert?

Aaron: Das hat auf jeden Fall viel mit den Instrumenten zu tun, die die Bands auswählen. Es ist aber so, dass der „Another Diamond Recordings“-Sound hauptsächlich von unserem großen Drum-Aufnahmeraum kommt. Dort bekommt man einen richtig fetten Drumsound hin und auch die Art, wie wir die Verstärker einstellen und abnehmen trägt natürlich unsere Handschrift. Ich finde auch, dass es ein großer Vorteil ist, dass wir viel zu zweit arbeiten. Auf diese Weise hören immer zwei Paar Ohren das Produkt und man muss sich nicht nur auf das Urteil einer Person verlassen.


Ihr habt zuvor hauptsächlich über Extremer Spielarten gesprochen, aber darauf wollt Ihr Euch nicht beschränken, richtig?

Aaron: Wir möchten alles aufnehmen, was verzerrte Gitarren umfasst und wo wenig elektronischen Elemente drin stecken. Jetzt gerade arbeiten wir beispielsweise an einem Projekt, das eher in die Pop Punk-Richtung geht. Wir haben auch schon Sachen aufgenommen, die eher in Richtung Indie oder Rock gehen und kein Gebrüll beinhalten, also sind wir da schon für alles offen. Techno oder Dubstep ist vielleicht nicht so sehr unser Metier [lacht]. Schlagzeug und Riffs sollte es schon geben.


Damit sind wir auch schon fertig! Möchtet Ihr gerne noch etwas hinzufügen?

Nick: Wir sind „Another Diamond Recordings“ und unser Studio ist in München im schönen Stadtteil Laim gelegen und damit auch sehr gut zu erreichen. Ihr könnt uns auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/anotherdiamondrecordings erreichen, wo Ihr Euch auch schon mal ein paar Bilder angucken und ein paar Songs, die wir produziert haben, anhören könnt. Alle weiteren Infos finden sich dort, also schreibt uns an, wenn Ihr für Eure Band einen fetten Sound wollt!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 07.11.2012 | 23:33 Uhr

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