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Interviewpartner: Nick Holmes

Auch wenn man es der Musik von PARADISE LOST nicht unbedingt anmerken würde, der berühmte, trockene, englische Humor ist auch bei Sänger Nick Holmes reichlich vorhanden. Das macht ein Gespräch mit ihm sehr unterhaltsam, auch wenn das genuschelte Englisch des Meisters nicht immer ganz einfach zu verstehen ist. Für ein Gespräch über die neue Platte, die Wortwahl, wenn man einen Thrash-Song schreiben will, und warum es anlässlich der 20-jährigen Produktivität der Band nichts zu feiern gibt, hat das gegenseitige Verständnis aber allemal gereicht.




Hey Nick, kommen wir gleich zur unvermeidlichsten Frage: Warum ist denn das neue Album so heavy ausgefallen?


Wir waren einfach an einem Punkt angelangt, an dem wir eben genau dieses Album machen wollten. Auf dem Vorgänger [„In Reqiuem“] gab es bereits ein paar Songs, die in diese Richtung gingen, und das wollten wir auf dieser Platte ausbauen.


War im Vorfeld bereits die Idee da, ein härteres Album aufzunehmen, oder kam das durch den Produzenten-Wechsel zu Jens Bogren [u.a. OPTEH]?

Das war nicht wirklich eine Entscheidung. Ich denke, dass uns bis jetzt jedes Album zum nächsten geführt hat. Die Produktion von „In Reqiuem“ war bereits ähnlich, musikalisch mit dem Sprung von „Icon“ zu „Draconian Times“ zu vergleichen. Die Lieder waren aber bereits geschrieben, bevor wir das Studio betraten.


Weil du gerade die Aufnahmen von „Draconian Times“ erwähnst. Damals habt ihr das auf einem englischen Landsitz aufgenommen, jetzt, 14 Jahre später, mitten im Nirgendwo im verschneiten Schweden. Wie siehst du die Unterschiede zu damals?

Um ehrlich zu sein, wenn man aufnimmt, ist egal, wo man ist. Solange man konzentriert arbeitet, spielt das keine Rolle. Wenn man viel Geld für Studio-Zeit bezahlt, will man diese so effektiv wie möglich nützen.



Ihr habt ja sogar einige Death Metal-Riffs auf der neuen Platte untergebracht. Hast du dir überlegt, auch ein bisschen zu growlen?

Nein. Das hab ich in den späten 80ern gemacht… eigentlich bin ich nicht so der wirkliche Fan von diesem Stil. Bei manchen Bands klingt das ok, aber bei vielen funktioniert das auch nicht wirklich. Ohne allzu negativ zu klingen, aber das ist manchmal einfach ein bisschen billig… es hängt aber natürlich auch von den Riffs ab, ich habe ja nichts dagegen, etwas brutaler zu singen.


Hab ihr darüber diskutiert?

Nicht wirklich, denn es ist meine Stimme. Ich kann nur machen, was ich machen kann! Wenn also wer in der Band ultra brutale Death Metal-Vocals haben will, dann soll er das selber machen. Greg wollte das haben, also kann er das das nächste Mal machen! [lacht]


Ihr habt wieder einmal einen neuen Drummer. Diesmal handelt es sich um Adrian Erlandsson, der mit seinen vorherigen Bands [u.a. AT THE GATES, THE HAUNTED und CRADLE OF FILTH] ja auf den ersten Blick nicht wirklich zu euch passt. Wie kam es denn zu der Wahl?

Er kam einfach zu einer der Auditions, die wir anlässlich unserer Drummer-Suche hielten. Er ist ein netter Kerl, mit dem wir sofort gut auskamen. Es hat einfach sofort funktioniert.


Aber er ist noch nicht auf den Aufnahmen zu hören…

Stimmt, das war alles nach den Aufnahmen. Im Studio hat die Drums ein schwedischer Session-Schlagzeuger namens Peter Damin übernommen. Er hat wirklich fabelhafte Arbeit geleistet. Wir sind sehr glücklich damit.


Für die letzten drei Alben waren eure Artworks sehr Photoshop-basierend, wohingegen ihr für „Faith Divides Us – Death Unites Us“ dieses mittelalterliche Gemälde gewählt habt. Wolltet ihr bewusst die Optik an die düsterere Grundstimmung des Albums anpassen?

Das Bild gab es bereits; es handelt sich um einen echten Holzschnitt aus dem Mittelalter. Als wir einmal zufällig darauf gestoßen sind, wussten wir, dass wir es irgendwann verwenden werden. Diesmal hat es halt wirklich gut mit dem Titel harmoniert, aber eigentlich mochten wir schlicht und einfach dieses Bild – so einfach war das.


Wie würdest du diese Darstellung interpretieren?

Ich würde sagen, es ist ein Geistlicher, der zu Tode kommt durch… naja, den Tod! Er scheint aber ziemlich dagegen zu protestieren, seine Bibel hochhaltend. So würde ich das sehen.


Kürzlich hat euer neuestes Video zum Titeltrack Premiere gefeiert. Anlässlich dazu habe ich mir einige eurer alten Videos angeschaut. Welches ist denn deiner Meinung nach das schlechteste?

Also für mich ist es das Video zu „The Last Time“. Ich weiß nicht warum, aber ich mag es einfach nicht. Ich konnte es schon beim Dreh nicht leiden! [lacht]


Zuviel 80er?

Ja, keine Ahnung. Ich mag Videos, die eine kleine Geschichte oder so erzählen, aber meistens hat man für sowas kein Geld und keine Zeit. Mein Lieblingsvideo von uns ist „Forever Failure“.


Hm, da bist ja nur du zu sehen. Zufall?

Wirklich? Nein, bei den Videos zu „Host“ bin meistens nur ich zu sehen… bei „Forever Failure“ gibt’s da noch einen Typen, der im Hintergrund herumläuft. Aber am liebsten sind uns sowieso Videos, in denen die Band nicht vorkommt… mir inklusive! [lacht] Am besten wäre ein Kurzfilm mit professionellen Schauspielern, zu dem wir den Soundtrack liefern – das wäre das perfekte Video.


Im Vorfeld zu den Aufnahmen hast du angekündigt: „…wir wollen das ultimative, moderne Gothic Metal Album machen und das hat für mich nichts mit „Romantik“ und „Rosen“ zu tun.“. Stört es dich manchmal – als jemand, der quasi den Gothic-Metal erfunden hat –, was man heutzutage unter diesem Etikett versteht?

Nicht wirklich, weil es unterm Strich keine Rolle spielt. Gothic Metal hat sich ziemlich verändert, denn heutzutage ist das fast schon ein Synonym für Bands mit einer Sängerin. Früher hatte weiblicher Gesang dort einen weit kleineren Stellenwert. Aber eigentlich ist es mir egal, ich höre sowieso nur die Musik, die ich mag. Wir sind zwar damals mit dem Titel „Gothic“ angekommen und ich würde sagen, dass wir nach wie vor Gothic Metal machen, aber… wir haben immer noch keine Sängerin! [lacht]


Du hast im Laufe deiner Karriere wirklich verdammt viele Texte geschrieben. Dabei bietet PARADISE LOST ja doch nur einen recht engen Rahmen an Themen, über die du schreiben kannst. Wird es da mit den Jahren schwerer oder einfacher neue Texte zu verfassen?

Es macht keinen Unterschied, denn wenn ich einen Text zu einem Lied schreibe, ist es mir egal, ob ich diese oder jene Phrase bereits einmal verwendet habe. Ich würde jetzt keine ganzen Sätze kopieren, aber es geht für mich in erster Linie darum, dass die Wörter zu dem jeweiligen Lied passen. Es muss da nicht einmal einen großen Sinn ergeben oder grammatikalisch richtig sein, es soll nur richtig klingen. Für mich ist der Gesang einfach eine weitere Komponente, die sich zur Musik einfügt. Texte müssen für mich keine Geschichten erzählen, sondern nur eine weitere Ebene zum Lied darstellen.


Du schreibst also nach wie vor Lieder, indem du zuerst die Gesangsmelodie machst und dann erst den Text dazu schreibst?

Ja, ganz genau. Einer der Vorteile, wenn man harte Musik macht, ist, dass man die Texte mehr ausspeit [O:…you spit out the lyrics more], dadurch kann man längere Worte verwenden, Wörter mit mehr Silben. Man kann aggressivere Wörter einbauen, SLAYER sind da ein gutes Beispiel dafür. Aber wenn die Musik relaxter ist, dann muss man diese mit mehr Bedacht wählen.


Du hast einmal in einem Interview gesagt, dass „One Second“ ein Lied ist, wie man es nur einmal im Leben schreiben kann. Denkst du immer noch so darüber?

Ich weiß nicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, das einmal gesagt zu haben, aber ich bin sicher, dass ich es in dem Moment auch so gemeint habe. Vielleicht, vielleicht auch nicht, keine Ahnung. Das Lied ist ja die ganze [Spiel-]Zeit mehr oder weniger gleich, trotzdem mag ich es immer noch. Es erinnert mich von der Struktur etwas an „One“ von U2. Wobei das irgendwie ein bisschen erfolgreicher war… [lacht]


Nächstes Jahr wird es 20 Jahre her sein, dass ihr euer erstes Album rausgebracht habt. Irgendwelche Festivitäten geplant?

Naja, vielleicht gibt es einen Kuchen oder so… wir machen nach 20 Jahren immer noch dasselbe und fühlen uns auch gleich wie damals. Natürlich haben sich unsere Persönlichkeiten verändert und wir haben Kinder, aber trotzdem sind wir immer noch dieselben. Deshalb denke ich nie daran, das speziell zu feiern, weil ja alles gleich geblieben ist. Das klingt jetzt etwas pessimistisch, aber… [lacht] wahrscheinlich ist jeder um uns herum enthusiastischer über so etwas als wir selbst.


Gäbe es einen Ratschlag, den du dem jungen Nick Holmes geben würdest?

Ach, lebe deine Träume, dann klappt das schon alles…


Danke fürs Gespräch.

Ammosarier

Autor: Amadeus Mader [Ammosarier] | 27.09.2009 | 12:48 Uhr

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