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Reviews von Fuck Your Shadow From Behind
CD Review: Fuck Your Shadow From Behind - Freigeist

Fuck Your Shadow From Behind
Freigeist


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Band: Metalnews nach 'Fuck Your Shadow From Behind' durchsuchen Fuck Your Shadow From Behind
Interviewpartner: Nikita Kamprad

Als eine der momentan heißesten Massenbeweger Deutschlands sind FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND dieser Tage drauf und dran, so richtig durchzustarten. Einen ziemlich guten Grund liefern sie mit „Freigeist“, ihrem 40-minütigen Einstand, der ab 26. Februar die Lager spalten wird. Nikita, seines Zeichens Axtschwinger bei den Würzbürgern, erklärte sich bereit, mir dabei zu helfen, heraus zu finden, warum seine Mannschaft so absurd geile Lieder macht.




Servus nach Würzburg! Wie fühlt es sich an, ein derart erfrischend lebendiges Debüt wie eures in einen Markt zu schießen, in dem Absatzzahlen und Diskussionen darüber, wie man seinen Endkunden mit möglichst viel unnötigen Krimskrams überhäufen will, eher eine Rolle spielen als die Musik selbst? Macht ihr euch über solche Themen überhaupt einen Kopf oder lasst ihr stattdessen die Erfolge in Sachen ziemlich angewachsener Fan-Basis sowie diverse Live-Highlights für euch sprechen?

Hallo Micha! Wir sind einfach überglücklich, ein Album aufgenommen zu haben, das man auf der ganzen Welt erwerben und anhören kann und das sich wirklich auf das Wesentliche beschränkt: die Musik. Und da hast du leider Recht, dass diese doch allzu oft in den Hintergrund gedrängt wird und das Hauptaugenmerk auf anderen Dingen liegt.


Jeder, mit dem ich bislang über euch und eure Musik reden konnte, kannte zwar euren Namen, aber weniger eure Songs. Seht ihr das eher als Fluch oder Segen an, wie seid ihr überhaupt auf diesen Eyecatcher von einer Überschrift für euer Schaffen gekommen, inwieweit reflektiert er die Band-Chemie sowie die Arbeit, die in ihr in diese Truppe steckt? Wie steht ihr dazu, dass dieser Tage Tausende von jungen Combos mit ähnlich konstruierten Viertel- oder Halbsätzen versuchen, ihr Werk an den Mann zu bringen?

Auf der einen Seite ist es traurig [wenn ein Stück weit auch verständlich – das geben wir zu], wenn viele Leute über unseren Namen und auch über die gesamte Band lachen, ohne sich ein Bild über unser musikalisches Schaffen gemacht zu haben. Vor allem in Verbindung mit dem Stempel „Deathcore“ verlieren wir damit eben auf den ersten Blick an Glaubwürdigkeit. Auf der anderen Seite ist unser Name natürlich, wie du sagst, ein großartiger Eyecatcher. Er spiegelt insofern die Band wieder, da das ganze Projekt eher aus Spaß gestartet wurde und der Name erst einmal zweitrangig war. Wie sich die einhundertfünfundneunzigtausendste Core-Band, die sich heute morgen um 10:39 Uhr gegründet hat, nennt, ist [uns] egal. Auf die Musik kommt es an und wenn die scheiße und belanglos ist, dann kann man eben auch nichts machen.


Wie sieht euer musikalischer Hintergrund aus, in welchen früheren Kappellen habt ihr euch eure Fähigkeiten aneignen können? Hattet ihr eine professionelle Ausbildung oder wuchs euer Talent nach dem DIY-Prinzip? Habt ihr eventuell Nebenprojekte am Laufen?

Wir alle hatten eigentlich nur wenig bis keine musikalische Ausbildung. Anfangs hat man daheim im Zimmer Songs von den Vorbildern nachgespielt, später hat man sich an eigenem Songwriting versucht, naja und was nützt dies ohne eine Band? Damit hat man eben angefangen, allmählich mit anderen Gleichgesinnten Musik zu machen und man entwickelte sich weiter. Bevor FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND gegründet wurde, hatte eigentlich jeder von uns schon in anderen Bands mitgewirkt und Erfahrungen gesammelt. An Nebenprojekten wären zu nennen: DER WEG EINER FREIHEIT und LOS APPARATUS IN HUMITAS REX, wobei letzteres nicht wirklich „am Laufen“ ist und eher als Spaßprojekt [wenn überhaupt] verstanden werden sollte. Mit DER WEG EINER FREIHEIT geht es ein bisschen ernster zu und es soll Mitte diesen Jahres das Re-Release des ausverkauften Debüts über Viva Hate Records kommen. Wer also interessiert ist, sollte es unbedingt anchecken!


Was treibt euch überhaupt an, Musik zu machen? Worin siehst du die Quintessenz dessen, was diese Truppe ausmacht? Zwischen welchen beiden Extremen namens "Wir machen Musik nur für uns selbst" und "Wir machen Musik auch, damit sie anderen gefällt" würde sich die Band einordnen wollen?

An erster Stelle steht wohl der Spaß. Musikmachen soll Spaß bringen und einen mit Glück erfüllen. Wir versuchen, innerhalb der Band die verschiedensten Ideen und Stile einfließen zu lassen, sodass ein Stück von jedem von uns zu hören ist. Ich für meinen Teil schreibe Songs, die mir selbst gut gefallen und die ich auch 100-mal nacheinander hören kann und immer noch gut finde. Daher liegt das Gewicht wohl eher auf dem „für sich selbst Musik machen“, wobei man natürlich doch immer das Bedürfnis hat, sich anderen durch sein Schaffen mitzuteilen. Wenn dabei die eigene Musik auf positive Resonanz stößt, ist das ein vergleichbar gutes Gefühl, daher sollte man das auch nicht vernachlässigen. Jeder von uns versucht, sich auf seine eigene Art in dieser Band zu verwirklichen und wenn das alles Anklang bei den Zuhörern findet, ist das die schönste Bestätigung für unsere "Arbeit" und ein großer Antrieb, um weiterhin neue Hörer zu begeistern.




Soweit ich das beurteilen kann, verfügt ihr über ein sehr stabiles Line-Up. Welche Gründe stecken dahinter, dass ihr euch so gut versteht? Daran anknüpfend: Wie sieht deine Meinung zu Horden aus, die das Bandkarussell mehr oder weniger gerne des Öfteren drehen lassen? Wo siehst du das Gleichgewicht zwischen so Zuständen und Zitaten wie "Frisches Blut ist immer gut" und "Stabilität ist das A und O einer funktionierenden Mannschaft", welche praktische Bedeutung hat das auf FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND bezogen?

Man könnte natürlich sagen, „never change a winning team“. Wenn die Atmosphäre innerhalb der Band gut ist und es immer rund läuft, dann bleibt das Line-Up auch zusammen, solange man nicht durch äußere Einflüsse dazu gezwungen ist, die Truppe zu verlassen. Wir haben alle ein und dieselbe Leidenschaft – die Musik. Wir haben alle in etwa die gleichen Ziele, die wir mit der Band verfolgen wollen und stehen mit der gleichen Begeisterung hinter unserer Musik und unserem Schaffen. Für uns ist es wichtig, dass zwischen den Mitgliedern eine Freundschaft besteht und diese nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch privat gelebt wird. Wenn man seine Bandkollegen gut kennt, kann man auch ihre Ideen besser verstehen, Texte und Musik besser fühlen und nachvollziehen. Dieses Gefühl überträgt sich live auch viel schneller auf den Zuhörer, wenn dieser merkt, dass wir eine Einheit sind. Bei Bands die halbjährlich ihre Leute raushauen, stimmt einfach – offensichtlich – etwas nicht und ich denke, ein stabiles Line-Up trägt sehr zum Erfolg und zumindest für mich auch zur Glaubwürdigkeit der Band bei. Klar kann man mit neuen Mitgliedern mehr experimentieren und durch andere Einflüsse andere Sachen ausprobieren, aber irgendwann sollte man auch seinen eigenen Stil finden und das geht meiner Meinung nach nur mit einem soliden Kern.


Euer erstes Lebenszeichen habt ihr in Form eines Demos 2007 abgegeben, welches bis heute bei euch gratis zum Herunterladen ist. Welchen Eindruck haben die Aufnahmen damals auf euch heute noch, welche Songs sind so stark, dass sie noch einige Zeit im Live-Set verbleiben werden? Wie haben die Massen auf euer Material bis jetzt reagiert, konntet ihr sogar eine Art Lieblingsstück von ihnen ausmachen? Welche Songs sind für euch am aussagekräftigsten, haben den größten Eindruck hinterlassen und/oder den weiteren Weg dieser Band mitbestimmt?

Ganz ehrlich hängen uns die Demo-Songs mittlerweile ziemlich zum Hals raus, da wir sie doch recht lange im Set hatten und sie schon ca. eine halbe Million mal gespielt haben. „Ein ekelhafter Leibestrieb“ jedoch wird oft immer noch als Zugabe gespielt, da dieser wohl der bekannteste oder „beliebteste“ Song der Demo ist und das Publikum darauf immer gut reagiert. Die komplette Demo spielen wir übrigens auf unserer CD-Release-Show am 19. Februar in Würzburg ein allerletztes Mal! Ein Grund mehr, sich diese Sause auf keinen Fall entgehen zu lassen!


Ihr seid nach der Veröffentlichung des Demos stetig durch die Decke geschossen, ihr seid ja sogar auf dem Schreibtisch von Mr. Slagel persönlich als potenzielle Signing-Kandidaten gelandet. Kann man als unmittelbar an dieser Truppe Beteiligter überhaupt diese Flut an Ereignissen in geordnete Gedanken verpacken? Was war für euch der ultimative Höhepunkt in FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND?

Es war natürlich für uns alle ein gutes Gefühl, dass es so bergauf ging. Das ganze Vorhaben war ja doch eher als Spaßprojekt gedacht und dass wir vorerst regional, aber dann auch überregional Erfolg hatten, hätten wir eigentlich nicht gedacht. Ein Höhepunkt war auf jeden Fall der Auftritt [bzw. die Auftritte] beim Summer-Breeze 2008, noch nicht einmal ein Jahr nach offizieller Gründung der Band. Mit so etwas in dieser Größenordung hätten wir niemals gerechnet und wir sind gespannt, was die Zukunft noch bringt. Ein weiteres Highlight war natürlich auch unser erster Plattenvertrag bei Bastardized. Das gibt noch mal einiges an Motivation und erleichtert natürlich auch vielerlei Dinge. An sich ist aber für uns jeder einzelne gespielte Gig eine wahre Freude und Bereicherung und somit ein eigener Höhepunkt für sich.


Nun zu eurem Einstand, den ihr über Bastardized Recordings erscheinen lässt. Wie seid ihr überhaupt mit dem verein in Kontakt getreten? Kommt er euren Vorstellungen bezüglich Business und kreativer Offenheit nahe? Habt ihr ein Kommentar für die anderen Releases eures vorläufigen Zuhauses übrig? Welcher Art von Bands würdet ihr empfehlen oder eher davon abraten, ein Teil des Labels zu werden? Wie viel von deren Arbeitseinstellung habt ihr bislang mitbekommen?

Bastardized hatten schon im Frühjahr 2008 Interesse an einem Signing gezeigt, jedoch war uns das noch etwas zu früh und wir mussten das ganze erst mal überdenken. Das Team dort ist sehr nett und persönlich, auch unserer Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt. Sie mischen sich nur dann ein, wenn es darum geht, die Band zu „pushen“ und uns Tipps zu geben. Bands, die denken, sie bekommen sofort einen Tourbus mit Airbrush-Logo und auch sonst alles vor die Füße geworfen, sind bei Bastardized definitiv falsch – und das ist auch gut so. Das Label arbeitet MIT den Bands und will auch nicht die „Vater-Rolle“ spielen.


Das Album trägt den Titel "Freigeist". Warum? Inwieweit reflektiert oder fasst er alle zehn Songs zusammen?

Jeder unserer Songs hat eine positive Aussage. Freiheit spielt immer eine große Rolle in der Thematik und auch unsere Musik, ja sogar unser umstrittener Bandname, sprechen für Freiheit. Das sollten Mensch, Meinung, Musik und Lyrik ja auch sein.


Ich bin zwar beileibe kein Deathcore-Spezialist, aber so ziemlich alle Vertreter dieses Genres, die ich bislang hören durfte, bewegen sich ständig zwischen stockschwulen und saugeilen Ideen, wobei die meisten eher in Richtung Regenbogen abdriften. Ihr dagegen haut einen ja immer wieder in dem Moment um, in dem man gerade wieder auf seinen Beinen steht. Wie sind diese zehn Brecher - wenn ihr den gesamten Prozess zusammenfassen könnt - zuerst auf Papier gekommen und dann im Studio zum Leben erwacht? Was zeichnet dieses Album aus, inwieweit hebt es sich vom Demo ab? Wie sehr ist "Freigeist" noch von eurer Vorstellung vom "Perfekten Band-Sound" entfernt?

Dass die Deathcore-Szene immer mehr in Verruf gerät, ist uns natürlich aufgefallen und auf Grund der Flut von Bands, die – freilich mit Ausnahmen – im Endeffekt doch alle nur gleich klingen, ist das auch verständlich. Daher haben wir versucht, mit „Freigeist“ vielleicht ein etwas anderes Album in die Runde zu werfen. Wir haben vor allem großen Wert auf Abwechslung gelegt. Der älteste Song ist schon wieder gut zwei Jahre alt, der jüngste wurde erst kurz vor den Aufnahmen im August 2009 fertiggestellt. Daher kann man als Hörer sogar durchaus eine musikalische Entwicklung innerhalb des Albums feststellen. Allgemein läuft bei uns das Songwriting sehr demokratisch ab. Meistens wird ein fertiger Song der Band im Proberaum mittels Laptop und GuitarPro vorgespielt und dann darf jeder sagen, was ihm gefällt und was nicht. Wir konnten uns bis jetzt immer gut einigen und somit steckt in den Songs etwas von jedem von uns. Im Studio wurde nicht mehr viel experimentiert, geschweige denn Songstrukturen umgeschmissen, da wir mit einem sehr klaren Bild an die Aufnahmen herangegangen sind. Von der alten Demo hebt sich das Album vor allem durch die schon erwähnte Abwechslung ab. Bei zehn Songs und ca. 40 Minuten Spielzeit sollte dem Hörer ja auch nicht langweilig werden.


Das Album ist teilweise im Little Big Ears Studio in Hamburg sowie in eurem eigenen "Moldroom" entstanden. Warum war es nötig, das Album gleich an zwei Orten aufzunehmen? Welche Atmosphäre herrschte bei den Sessions zu "Freigeist" vor, was habt ihr von diesen Aufnahmen für das nächste Mal mitnehmen können?

Von vornherein war uns klar, dass wir den Großteil der CD selbst aufnehmen werden, um Geld zu sparen, das wir sowieso nicht hatten. Da aber besonders die Schlagzeug-Aufnahmen immer so eine Sache sind, haben wir beschlossen, zumindest das in einem professionellen Studio zu machen, den Rest aber selbst im Proberaum [RIP] aufzunehmen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat das auch super geklappt und wir sind sehr zufrieden. Gemischt wurde das ganze dann noch von Jens Ballaschke und um das Mastering hat sich Simon Hawemann gekümmert. Allgemein war es doch eine recht entspannte Atmosphäre während der Aufnahmen. Was wir jedoch für die nächsten Sessions auf jeden Fall mitgenommen haben - und das würde ich auch jeder anderen Band raten- ist, die Songs vor den Aufnahmen ausgiebig zu proben und einzustudieren, damit im Studio wirklich alles sitzt und man sich nur noch um Details kümmern muss.


Welche Nummern haben am schnellsten, welche am langsamsten zu ihrer heute hörbaren Form gefunden? "Wollte" dieses Album aufgenommen werden?

Das ist ganz unterschiedlich. Wie schon geschrieben, kommt meistens einer von uns mit einem fertigen Song in den Proberaum und es gibt eben mal mehr und mal weniger von den Anderen daran auszusetzen. Ich kann mich aber daran erinnern, dass vor allem aufwendigere Songs wie „Zwielicht“, „Ein Tagwerk“ oder „Tristesse“ etwas längere Zeit brauchten, um zu reifen und wirklich jeden zufrieden zu stellen.


Würdet ihr euer Debüt als bloße Liedersammlung betrachten oder sind alle Stücke thematisch/musikalisch miteinander irgendwie verbunden? Habt ihr überhaupt so etwas wie Lieblingsstücke, die für euch am meisten bedeuten oder einfach das beste Live-Potenzial haben oder werden in FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND alle Werke gleich hoch geschätzt?

Textlich gesehen zieht sich wie gesagt auf jeden Fall ein klarer roter Faden durch „Freigeist“. Auf musikalischer Ebene ist das eigentlich anders, da wurde eher drauflosgeschrieben, wie es einem eben gerade in den Sinn kommt und gefällt. Dadurch, dass die Texte nach der musikalischen Vorlage geschrieben wurden, ist durchaus erkennbar, dass Songs wie z.B. „Der Wahrheit zweites Gesicht“, der ja etwas schneller und mehr auf die Zwölf ist, auch mit einem etwas „derberen“ Text versehen wurden. Da in unserem Live-Set nur wenige der auf der Platte vorhandenen Songs den Leuten [durch Myspace z.B.] bekannt sind, können wir natürlich gerade bei diesen eine etwas stärkere Reaktion seitens des Publikums beobachten. Wir sind natürlich sehr gespannt, wie das ganze aussieht, wenn das Album nun draußen ist und die Leute die restlichen Songs kennen lernen. Wir selbst spielen jedes Stück mit Freude, wobei natürlich länger existierende Songs auf Dauer doch etwas langweiliger werden.


Besonders fasziniert hat mich, dass trotz aller Komplexität des Materials es sich nie überfrachtet, sondern sehr konzentriert und abwechslungsreich klingt. Vor allem die beiden längeren Stücke "Zwielicht" sowie "Ein Tagwerk" beweisen mir, wie bedeutsame Melodieführung, die nötige Portion Arschtritt und genug Sperrigkeit um der Langlebigkeit Willen gekonnt zueinander geführt werden können. Doch wie seht ihr das? Wie würdet ihr die dynamischen Kräfte von "Freigeist" für jemanden beschreiben, der das Album bislang noch nicht gehört hat? Wenn ihr wollt, könnt ihr jeden Song oder einzelne Songs kurz anreißen, um euren Standpunkt zu manifestieren.

Die von dir erwähnte Abwechslung ist das Stichwort. Hört man z.B. den Anfang von einem Lied, ist man am Ende vielleicht eher überrascht über dessen Entwicklung und Schluss und das macht den Song interessant. Wir haben natürlich auch immer versucht, die gewisse Portion Melodie und Wiedererkennungswert im Auge zu behalten. Während [nach unseren Einschätzungen] Songs wie „Das Erlöschen der Qual“, „Der Wahrheit zweites Gesicht“, „Verse der Freiheit“, „Die Abkehr“ und „Auf Reise“ eher in unsere „traditionelle“ Ecke gehen, sind die restlichen Stücke „Wandel und Replik“, „Es war die Zeit“, „Zwielicht“, „Tristesse“ und „Ein Tagwerk“ eher experimenteller angehaucht. Das ganze hält sich ganz gut die Waage und es sollte doch für jeden Fan der extremeren Musik etwas dabei sein!


Was macht für euch darüber hinaus das Wesen dieses Albums aus? Was empfindet ihr, wenn die Scheibe [falls dem so ist] in eurer Anlage rennt?

Unser Album ist ehrlich und birgt viele erfrischende Überraschungen für den Hörer. Wir hören uns das Album selbst immer noch sehr gerne an, auch wenn wir die Songs während des Aufnahme-Prozesses doch schon etliche Male tothören mussten.


Das Artwork erinnert stark an John Baizley. Wer zeichnet dafür verantwortlich, was symbolisiert es für euch? und inwieweit fasst es den Inhalt des Albums zusammen?

Das Artwork stammt von Moritz Moser, einem Freund, der für Blacknight Design arbeitet.
Da er auch ein begnadeter Texter und Sänger ist, dufte er zu „Ein Tagwerk“ den Text beisteuern und sich den Gesang mit uns teilen. Für uns symbolisieren die Hände all das Böse und all die Barrikaden des Lebens, während die Körper, an denen sie zerren, schon leblos sind und aus den Mündern die Seelen in Form von weißen Vögeln gen Freiheit fliegen. Treffender hätte man es bildlich nicht umsetzen können. Wir sind sehr zufrieden!


Ihr werdet in den kommenden Wochen einige Shows spielen? Was können zahlende Kunden von euch auf der Bühne erwarten, mit wem werdet ihr die Bühne teilen? Rührt ein wenig die Werbetrommel für die kommende Tour!

Am 19. Februar findet unsere CD-Release-Show in der Posthalle Würzburg statt, bei der befreundete Bands mit dabei sind. Neben ANIMA aus Nordhausen spielen MORTAL AGONY aus Bayreuth und THE AUGUST aus Aschaffenburg. Sollte man unbedingt mal reinhören! Ansonsten spielen wir z.B. in Ilsenburg, Oberhausen, Karlsruhe, Zwickau und in vielen anderen Städten. Auf unserer Myspace-Seite kann man sich alle anstehenden Shows ansehen.


Wie sieht, abgesehen von den Auftritten, die bereits geplante Zukunft für FUCK YOUR SHADOW FROM BEHIND aus?

Wir wollen natürlich mit unserem Album im Gepäck so viele Shows wie möglich spielen und unsere Musik weiter an den Mann und die Frau bringen. Wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen zu unserem Debüt und wie sich alles weiterentwickelt und dann sehen wir einfach mal!


Besten Dank für eure Zeit und alles Gute mit eurer Band! Falls ihr noch ein wenig Propaganda los werden wollt, seid ihr dazu herzlich eingeladen.

Wir danken auch sehr für deine Unterstützung und die Zeit, die du dir für uns genommen hast! Außerdem würden wir die Gunst der Stunde gerne nutzen, um uns noch einmal bei allen treuen Fans, bei Chris und dem Rest von Bastardized und natürlich bei den Lesern dieser Zeilen zu bedanken!

Micha

Autor: Michael Bambas [Micha] | 13.02.2010 | 09:35 Uhr

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