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Interviewpartner: Olaf Zissel

Erbarme! Die Hesse komme!
Keine Angst, nicht die Rodgau Monotones, sondern die Frankfurter Ur-Thrasher Tankard hat euer Onkel Air dieser Tage zum gemütlichen Plausch geladen. Bei Äbbelwoi und Bier äußerte sich Olaf Zissel, Drummer der hessischen Großmeister, zum neuen Album „Beast Of Bourbon“ und zu allerlei anderen interessanten Dingen des Lebens.

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Album. Ein wirklich hammergeiles Brett. Wie waren denn eure Erwartungen vorab?

Olaf Zissel: Nun, wir waren eigentlich sehr skeptisch im Vorfeld. Wir hatten einen sehr kurzfristig anberaumten Studiotermin. Deshalb blieb uns nicht sehr viel Zeit, das neue Material auszuarbeiten, welches sich im Laufe der Zeit angesammelt hatte. Wir proben zwar nicht sehr oft, schneiden aber alles auf Tape mit. Davon wird dann im Endeffekt etwa zehn Prozent verwendet. Diesmal jedoch geschah alles irgendwie auf den letzten Drücker... Letztendlich sind wir mit dem Resultat aber vollauf zufrieden.

Dazu habt ihr auch allen Grund. Ebenso wie beim letzten Mal habt ihr wieder Andy Classen als Produzent verpflichtet. Was war der Anlass, nicht mehr wie früher Harris Johns zu engagieren?
Ganz ehrlich? Wir waren wohl einfach zu faul, nach Berlin zu fahren! (lacht) Außerdem wollten wir einfach mal etwas neues ausprobieren. Die Produktion von „B-Day“ hat uns zufriedengestellt und Andy Classen ist selbst ein professioneller Musiker. Das ist zwar kein Kriterium, aber ich finde, Andy hat unserem Sound ein paar interessante Noten hinzugefügt.

Sebastian Krüger ist ebenfalls mit an Bord...
Ja! Wir haben ihn einfach gefragt, ob er nicht Lust hätte, mal wieder ein Tankard-Cover zu zeichnen. Obwohl er zur Zeit stark ausgelastet ist, hat er zugesagt. Was hältst du von unserem aktuellen Cover?

Es bringt die Sache auf den Punkt. Ihr habt auch diesmal wieder politische Lyrics mit eingebracht, ähnlich wie auf dem „Two Faced“-Album?
Du meinst „Under Friendly Fire“? Wir haben eine Reportage im TV gesehen, in der sich US Militärs dazu geäußert haben, daß man Kampfpiloten im Irak-Konflikt Drogen verabreicht habe, um sie moralisch zu destabilisieren; das heißt, sie auf ihre Mission vorzubereiten. Da kann es dann halt schon mal vorkommen, daß man ein paar britische Truppen niederballert. Das stört ja die Statistik im Nachhinein wenig...
Wir bringen ab und zu diese politischen Lyrics mit ein, weil uns die Leute ansonsten für eine reine Fun-Kapelle halten würden. Aber das sind wir ja streng genommen auch.

„Die With A Beer In Your Hand“ ist wohl als eine Art Persiflage auf diverse Powermetalbands zu sehen?
Das kann man durchaus so stehen lassen. Diese ganzen Bands mit ihren schwülstigen Metalklischees...

Andererseits kommt ihr ja auch aus dem klassischen Metal. So habt ihr beispielsweise die titelgebende Bandhymne von Iron Maiden gecovert. Ist denn gelegentlich auch mal die Aufnahme dieses Stückes in euer Liveset geplant?
Wir haben so viele Covers eingespielt. Da sollte man sich live schon auf die Lieder beschränken, die von den Fans auch gewünscht werden. Unser Backprogramm ist dermaßen umfangreich, daß die Auswahl oft schwerfällt. Aber das geht wohl allen Bands in unserem Alter so! (lacht)

Sicher. Aber nochmal zurück zum klassischen Metal. Es gibt ja eine Geschichte bezüglich des Titels „Kings Of Beer“. Könnte es nicht sein, daß sich hier Parallelen zu gewissen schwertschwingenden, biervernichtenden Tunichtguten aus dem Wilden Westen eröffnen?
Klar. Wie du sicher weißt, waren wir in Japan auf Tour. Dort gab es irgendwo eine Kneipe namens Tankard. Über der Theke hing eine Flagge der „Kings Of Metal“. Wirklich witzig jedoch war die Tatsache, daß die besagte Kneipe höchstens vier Quadratmeter groß war.

Und das bei eurer Körperfülle?
(lacht) Ja. Wir konnten kaum zu zweit nebeneinander sitzen. Das heißt, wir mußten uns abwechseln. Während jeweils zwei von uns auf den Barhockern saßen, wartete der Rest draußen, und umgekehrt. Es hat an jenem Abend sehr lange gedauert, bis wir unser Limit erreicht hatten, das kann ich dir sagen.

Auf „Beast Of Bourbon“ ist ja auch eine sehr romantische und einfühlsame Ballade mit dem Titel „Fistful Of Love“ vertreten. Nur ein Zitat zum Text: „Into your poop-shoot, into your ass“
Haha, natürlich! Dieses Lied wurde von gewissen aktuellen Anlässen inspiriert, die mit dem Konsum bestimmter Filmchen im Tourbus einhergehen. Ich möchte mich dazu aber ohne die Rücksprache mit einem gewissen Herrn Gerre nicht äußern...

Auf der limitierten Erstauflage gibt es ja noch ein sehr cooles Sahnehäubchen...Das Cocksparrer-Cover „We’re Coming Back“! Heute Mittag zum Beispiel hättest du sehen sollen, wie ein verzückter bzw. durchgeknallter Onkel Air im Ska-Rythmus durchs Zimmer hüpft.
Du findest das Lied cool? Gerre hat auf dieser „Fußballhymne“ bestanden. Sie paßt natürlich sehr gut auf das Album. Vielleicht gibt es bei Gelegenheit noch eine Überraschung in diesem Zusammenhang...

Nun zu etwas anderem. Nach einer Phase der kreativen Stagnation gegen Ende der Neunziger Jahre habt ihr mit den letzten beiden Alben ordentliche Briketts nachgelegt. Was hat sich geändert, damit es zu diesem Nachschub an kreativer Energie kommen konnte?
Ich meine, diese Frage wurde warscheinlich schon sehr oft gestellt, aber könnte das etwas mit dem vielgerühmten Thrashrevival zu tun haben? Euren Kollegen von Sodom, Kreator und Destruction ging es ja nicht unähnlich.

Ja, da ist wohl was dran. Es hat sicherlich nicht den Songwriting-Prozeß beeinflusst; hier steckt also kein System dahinter. Die Songs kommen von ganz alleine. Aber wir werden wieder viel häufiger gebucht und können uns auch über den Zulauf von Fans nicht beschweren. Ich denke, wir haben uns neue Schichten erobert und inzwischen kommen ganz viele hübsche Mädels zu unseren Konzerten! Uns interessiert das aber nicht. Wir mögen da lieber andere Dinge von flüssiger Natur.

Gute Antwort! Das sehe ich genauso. Zu eurem 20-jährigen Jubiläum habt ihr der Erstauflage des Albums „B-Day“ eine limitierte CD mit alten Demotracks beigelegt. Wer kam auf diese glorreiche Idee?
Das war Gerres Einfall. Höllisch allerdings war das Auffinden der alten Mastertapes. Da hat uns Olli Klemm vom Rock Hard sehr geholfen. Ohne ihn hätten wir kaum eine Möglichkeit gehabt, das ganze Zeugs nochmal zu veröffentlichen. Diese Demos waren in erster Linie als Dankeschön an die Fans gedacht, die uns so lange unterstützt haben.

Das ist doch schön. Erzähl doch mal was über deine eigenen Anfangstage als Musiker. Welche Bands haben dich persönlich beeinflußt?
Okay, ich höre eigentlich alles im Metal- und Punkbereich. Meine größten Helden sind nach wie vor die Ramones.

Also eher Punk?
Ja, zum Teil. Ich habe mal bei einer Band namens Autopsia gespielt, die haben aber lediglich ein Demo veröffentlicht. Dann kamen Killray, eine Punkband. Da gibt es eine coole Geschichte.

Wir sind gespannt...
Ich war mit Killray drei Wochen auf Tour, dann nochmal mit Tankard die selbe Zeit. Und das am Stück. Anschließend brachte ich über hundert Kilo auf die Waage!

In Anbetracht eures Lebensstils nur schwer nachvollziehbar. Ihr seid jetzt schon wieder eine geraume Zeit am Touren. Steht ihr bei irgendwelchen Sommerfestivals auf dem Billing?
Ja, das kann sein. Auf jeden Fall hatten wir erst kürzlich ein interessantes Tourerlebnis. Wir wollten auf dem Piorno Rockfestival in Spanien spielen. Es war im Nachhinein auch Klasse. Die Fans waren großartig. 3.000 Mann, die fast das Festivalzelt zerlegt haben. Die Anreise jedoch gestaltete sich komplizierter als geplant. Zunächst sollten wir von Frankfurt aus über Mallorca nach Mallaga fliegen. Dort würde uns ein Bus um 12 Uhr Mittags abholen und nach Piorno fahren. Tatsächlich warteten wir aber bis 19.30 Uhr Abends. Natürlich haben wir die Zeit gut rumgekriegt. Spanien ist ja ein Land voller kultureller Attraktionen. Wir haben also die ganze Zeit am Flughafen gesoffen und sind dann mit dem Shuttle-Bus in den Stadtkern von Mallaga gefahren. Dort haben wir schließlich zusammen mit den Jungs von Rebellion so richtig einen draufgemacht.

Natürlich ohne dabei Alkohol zu trinken. Apropos, Abschlußfrage. Bezüglich des aktuellen Albumtitels, was trinkt ihr lieber. Whiskey oder Bier?
Ich persönlich mag keinen Whiskey, sondern bevorzuge Bier. Das ist gesünder. Aber der Rest der Band spricht wohl beidem zu. Außer Andy (Gutjahr/ Gitarrist, d. Vfs.). Der lebt streng christlich und trinkt in der Passionszeit keinen Alkohol.

Tatsächlich? Na dann wünsche ich euch weiterhin alles Gute. Haltet die Ohren steif und so weiter!

AirRaids

Autor: Michael Quien [AirRaids] | 27.03.2004 | 00:17 Uhr

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