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Interviewpartner: Paolo & Francesco

Mit „Oracles“ liefern die italienischen Deather FLESHGOD APOCALYPSE demnächst auf Willowtip Records ihren Einstand ab und bieten darauf eine gut funktionierende Mischung aus brutalem Death Metal sowie neoklassischen und melodischen Komponenten. Sänger und Gitarrist Francesco Paoli, auch bekannt von HOUR OF PENANCE, und Bassist Paolo Rossi stellten sich den Metalnews-Fragen zu „Oracles“




Hallo Paolo und Francesco! Könntet Ihr uns bitte flugs einen Überblick über FLESHGOD APOCALYPSE und den bisherigen Werdegang geben? Kürzlich gab es zudem einige Wechsel im Line-Up, oder?

Paolo: Hallo zusammen. FLESHGOD APOCALYPSE wurden im Sommer 2007 als Nebenprojekt einiger Mitglieder von HOUR OF PENANCE, PROMAETHEUS UNBOUND und T.E.R. gegründet. In der ursprünglichen Besetzung haben wir eine Promo aufgenommen, die es uns ermöglichte, dann die ersten Konzerte zu spielen und ein Label zu finden. Es gab Anfang 2008 einen ersten Besetzungswechsel, als unser ehemaliger Schlagzeuger aufgrund seiner beruflichen Situation aussteigen musste. Wir haben dann „Oracles“ zusammen mit Mauro Mercurio von HOUR OF PENANCE als Session-Schlagzeuger eingespielt, und er hat sämtliche Parts, die wir für die Scheibe geschrieben hatten, perfekt umgesetzt! Kurz nach den Aufnahmen ist unser erster Drummer, Francesco Struglia, wieder zur Band gestoßen; mit ihm spielten wir einige Konzerte und Festivals. Zwischenzeitlich erlebten wir einen Label-Wechsel, sodass „Oracles“, dessen Veröffentlichung eigentlich für den Herbst 2008 geplant war, auf das Frühjahr 2009 verschoben werden musste. Zu dieser Zeit, wenn man sich den unsicheren Veröffentlichungstermin betrachtet, bliebt uns nichts anderes übrig, als so viele Konzerte wie möglich zu spielen. Francesco Struglia hatte immer noch Probleme mit seinem Job, sodass wir ihn erneut gehen ließen. Wir haben nun seit einiger Zeit ergebnislos nach einem neuen Drummer gesucht. Das einzig Smarte war daher, eine Lösung direkt im Line-Up zu finden. Das ist der Grund dafür, warum ich jetzt für den Gesang zuständig bin und Francesco Paoli nun Schlagzeug spielt. Es ist für uns nicht wichtig, welches Instrument wir spielen, sondern es geht darum, weiterzumachen und stets unabhängiger zu werden. Was die Gitarrenparts betrifft, die Francesco bisher während der Konzerte übernahm, so haben wir nun Tommaso Riccardi, einen guten Freund von uns und ein großer Fan von FLESHGOD APOCALYPSE, angeheuert.


„Oracles“ ist wie schon erwähnt Euer Debüt, das jedoch bereits vor einer Weile aufgenommen wurde. Wie beurteilt Ihr die Aufnahmen mit diesem Abstand?

Francesco: Wir sind zufrieden, da die Labels, die mit der Veröffentlichung betraut sind, großartig sind. Leider musste diese mehrfach verschoben werden, jedoch war dies nicht unsere Schuld, und die neuen Plattenfirmen haben sich sehr darum bemüht, für ein baldiges Erscheinen des Albums zu sorgen.




Wie verlief der Label-Wechsel? Zuerst wart Ihr ja bei Neurotic Records, während das Album nun über Willowtip Records bzw. Candelight in Europa erhältlich sein wird?

Paolo: Wir reden nicht so gerne über die Dinge, die in der Vergangenheit geschehen sind; vor allem, wenn die Probleme bereits auf die bestmögliche Weise gelöst werden konnten. Sagen wir’s mal so: Manchmal ist die Dynamik zwischen einer Band und einem Label ziemlich kompliziert, und wir sind nun weiter gezogen, um eins auszusuchen, das uns auf bestem Wege bei unserer Arbeit helfen konnte.


Die beiden Songs, die bereits auf der Promo und auch der „Da Vinci Death Code“-Split zu finden waren, sind nun auch auf „Oracles“ vertreten. Habt Ihr die Lieder eigentlich noch mal überarbeitet, und wie waren die Reaktionen auf das erste Material?

Paolo: Oh ja, das haben wir. Als wir „Embodied Deception“ und „Infection Of The White Throne“ zuerst aufnahmen, hatten wir nicht genügend Zeit im Studio, um die Arrangements so auszuarbeiten, wie wir das gerne gehabt hätten. Die Strukturen sind natürlich die gleichen, aber für die Full Length hatten wir deutlich mehr Zeit, um uns in aller Ruhe auf jedes einzelne Element zu konzentrieren. Und diese neuen Versionen wurden übrigens sehr wohlwollend aufgenommen.


Welcher ist Dein favorisierter Song auf „Oracles“, und warum?

Paolo: Das ist wahrscheinlich „As Tyrants Fall“. Das liegt daran, dass das Lied den Sound und die Art von Songwriting, in dessen Richtung wir uns bewegen, repräsentiert. Es ist ausgefeilt und direkt zur gleichen Zeit; es ist brutal, aber nicht zu eingängig.

Francesco: Genau, die richtige Ausgewogenheit unserer ganzen Einflüsse!


„Requiem In SJ Minore“ sticht meiner Meinung nach heraus, da es sehr abwechslungsreich und im Vergleich zu den anderen Songs nicht ganz so schnell ist. Ist das auch eine Richtung, in die Ihr Euch bewegen werdet?

Francesco: Hm, ich glaube, dass wir immer noch nicht sagen können, ob es in der Zukunft ähnliche Songs geben wird. Eigentlich ist es immer schwierig, irgendwie vorauszusagen, was während des Songwritings geschehen wird, da man einfach mit einer Grundidee dessen, was man machen möchte, beginnt, aber es kann dann viel Unterschiedliches passieren. Das bedeutet nicht, dass man nicht die komplette Kontrolle darüber hat, aber viele gute Ideen entstehen oftmals, während das Album Form annimmt. Wir können also nicht wirklich sagen, ob etwas Ähnliches im Zusammenhang mit einem kompletten Album okay sein würde.


Was möchtet Ihr mit dem Artwork vermitteln? Inwiefern steht dieses mit den Texten des Albums in Verbindung und worin besteht die „Nachricht/Prophezeiung“ dieses Orakels?

Paolo: Das Cover ist auf jeden Fall mit den Texten verbunden, und ja, wir hatten im Hinterkopf, was wir mit diesem Bild ausdrücken wollen. Die beiden Statuen der Orakel repräsentieren jede Glaubensrichtung, jedes Dogma, und daher stehen sie für alles, was wir angeblich glauben sollen. Sie wurden dazu erschaffen, um uns davon abzuhalten, die einzige Wahrheit zu erkennen, die ganz simpel und für jeden zu jeder Zeit erkennbar ist, nämlich die Realität. Obwohl der Weg zu Befreiung unseres Verstandes kein einfacher ist, müssen wir nach vorne blicken, um diese ganzen leeren Worte hinter uns lassen zu können. Dies ist augenscheinlich nicht nur eine Art von Ermunterung, sondern auch ein Mittel, sich gegen jegliche Form der Tyrannei – sowohl religiös als auch nicht religiös bedingt – auszusprechen, die Schmerz und Leid erschafft und unseren Verstand in die Irre führte, führt und führen wird.


Bis zu welchem Grad übt es einen Einfluss auf FLESHGOD APOCALYPSE aus, dass Ihr teilweise auch noch bei HOUR OF PENANCE, PROMAETHEUS UNBOUND und T.E.R. aktiv seid? Seht Ihr gewisse Parallelen zwischen den Bands – und wie sieht der aktuelle Stand bei diesen aus?

Francesco: Es ist natürlich nicht immer ganz einfach, alles richtig auf die Reihe zu bekommen. Oft haben wir die Wahl zwischen zwei Veranstaltungen, aber da Respekt die Basis unserer Zusammenarbeit ist, gab es aus diesem Grund nie wirkliche Meinungsverschiedenheiten. Was die Gemeinsamkeiten betrifft, so ist es normal, dass jeder seinen eigenen Stil bezüglich Songwriting und Auftreten hat, sodass man einige Parallelen zwischen den Bands erkennen kann, aber gleichzeitig denke ich, dass es wesentlich mehr Unterscheide als Gemeinsamkeiten gibt. Und auch wenn wir uns manchmal auf eine bestimmte Band konzentrieren müssen, so geht die Arbeit mit den anderen Bands stets weiter. HOUR OF PENANCE schreiben gerade am Material für das neue Album, das im Sommer aufgenommen werden soll, und PROMAETHEUS UNBOUND arbeiten auch an neuen Liedern. Die Arbeit hört nie auf…


Es scheint eine sehr deutliche Affinität zur klassischen Musik bei FLESHGOD APOCALYPSE zu bestehen? Dies reicht von Euren Bandfotos über die neoklassischen Gitarrenmelodien bis zu den Orchester-Samples auf der CD. Wie empfindet Ihr diese Art von Verbindung, und denkt Ihr, dass es eine Rolle spielt, dass Ihr aus Italien kommt? Gibt es Eurer Meinung nach eine Verbindung zwischen klassischer Musik und dem Death Metal?

Francesco: Ja, es gibt diese Verbindung mit der klassischen Musik. Auf eine moderne Art und Weise versuchen wir, die Atmosphäre des Klassizismus bis zur späten Romantik wieder zurückzubringen, aber dabei vergessen wir niemals, dass wir Death Metal spielen. Oftmals wird dieses melodische Element als etwas betrachtet, das zum Verlust der Brachialität führen kann, aber wir sind der Meinung, dass dies sehr davon abhängt, wie es durch die Arrangements eingesetzt wird. Während der späten Romantik, sowohl in Italien als auch in vielen anderen Teilen Europas, war die Wut eines der wichtigeren Merkmale vieler Werke. Dies lag sowohl an den rhythmischen als auch an den melodischen Bestandteilen. Wir versuchen nun, durch diese harmonischen und melodischen Elemente die Wut zu erzeugen, die stets im Death-Metal-Sound enthalten ist.


Wie beurteilt Ihr denn die Situation der italienischen Szene für extreme Musik? Welche Bands spielen Eurer Meinung nach eine Rolle?

Paolo: Nun ja, in den letzten Jahren hat sich die Extrem-Metal-Szene in Italien sicherlich weiterentwickelt und etliche gute Namen wären zu erwähnen. HOUR OF PENANCE, BLASPHEMER, ILLOGICIST, PUTRIDITY, SEPTYCAL GORGE, um nur einige wenige zu nennen, sind der lebende Beweis dafür, dass sich etwas in unserem Land tut. Ich denke außerdem, dass die Death-Metal-Szene vermutlich durch einige Vorurteile aufgrund des weit verbreiteten Melodic-Metal-Trends in Italien in den neunziger Jahren zurückgehalten wurde. Vielleicht ist genau das der Grund dafür, dass viele Leute davon überrascht werden, dass es gute Extrem-Bands in unserem Land gibt.


Was wird in Sachen Tour geschehen? Wann können wir Euch mal live auf der Bühne erleben? Auf dem Neurotic Deathfest habt Ihr ja zum Beispiel schon mal gespielt.

Paolo: Wir planen auf alle Fälle, für „Oracles“ in Europa und hoffentlich auch in den USA auf Tour zu gehen. Das Neurotic Deathfest war eine großartige Sache für uns! Das war unser erstes Festival, wo wir die Gelegenheit hatten, mit vielen wichtigen Bands die Bühne zu teilen. Es wird bei den Touren auch keine Probleme mit unseren anderen Bands geben. Wir sind in jeglicher Hinsicht eine gänzlich aktive Band, also keine Sorge!


Prima, das klingt doch nach einem guten Schlusswort! Dann bedanke ich mich für Eure Antworten und wünsche Euch gutes Gelingen mit „Oracles“.

Francesco: Vielen Dank an Metalnews für das Interesse und die Unterstützung. Wir danken ebenfalls allen Leuten, die sich tagtäglich für den Death Metal einsetzen. Wir sehen uns auf Tour!

Paolo: Besten Dank!


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 05.05.2009 | 19:27 Uhr

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