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Interviewpartner: Patrick Hagmann

FEAR MY THOUGHTS haben mit "Isolation" ein gleichermaßen grandioses wie mutiges Album aufgenommen. Die Band löst sich geschickt aus ihrer Metalcore/Melodic Death Metal-Vergangenheit und fabriziert Eigenständigkeit in Vollendung. Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung ist der neue Sänger Martin Fischer, der mit seinem vielseitigem Organ punkten kann. In dieser Form sind FEAR MY THOUGHTS jedenfalls zu einer der interessantesten und spannendsten Bands Deutschlands aufgestiegen. Gitarrist Patrick Hagmann gibt bereitwillig über den Entwicklungsprozess Auskunft, der FEAR MY THOUGHTS seit letztes Jahr ereilt hat.




Wo habt ihr euren neuen Sänger Martin Fischer denn gefunden und wie kam es zu der ganzen Geschichte?

Eigentlich war das ganz simpel. Unser alter Sänger Mathias eröffnete uns eines Tages im April 2007, dass er FEAR MY THOUGHTS verlassen würde, da er nicht mehr alles unter einen Hut bekommt. Studium, Vaterfreuden, Heirat und Band - das war ihm zu viel des Guten. Zudem hatte er Bedenken bezüglich unserer ersten neuen Songideen, die ihm nicht wirklich zusagten. Noch am selben Tag setzte sich der Rest der Band zusammen, um zu sehen, wie es weitergehen könne. Wir überlegten, ob wir jemanden suchen sollten, der genauso klang wie Mathias, aber irgendwie dachte jeder das Gleiche und jemand sprach es dann aus: Lasst uns Martin fragen! Er ist schon lange ein enger Freund der Band, war schon wochenlang mit uns als Merchandiser und Ersatzbassist auf Tour. Er ist ein großartiger Gitarrist, Klavierspieler und eben auch Sänger. Außerdem ein ziemlich umgänglicher Typ. Am selben Tag haben wir ihn gefragt und er hat zugesagt.


Würde "Isolation" auch mit eurem alten Sänger ähnlich klingen oder war Martin wirklich der ausschlaggebende Punkt, um einen Schritt in die neue Richtung zu wagen?

Der ausschlaggebende Punkt war schon, als wir nach "Vulcanus" mit dem Songwriting begannen. Es kamen einfach ganz andere Sachen raus, als wir und alle anderen erwartet hatten. Wir versuchten oder zwangen uns Lieder im alten Stil zu schreiben. Aber nichts gefiel uns, und die Versuche waren nur halbherzig und eigentlich nicht das, was wir wollten. Dann war uns klar, dass wir einfach das machen mussten, was wir wollten und was aus uns heraus kam. Alles andere wäre nicht ehrlich gewesen. Wir mögen "Vulcanus" immer noch, und spielen die Songs auch sehr gerne live. Aber wir hatten das Gefühl, in diesem Bereich alles gesagt zu haben.




Für die Außenwelt mag das neue Album wie ein Schnitt erscheinen. Wirkt es auf euch auch wie ein Schnitt oder eher wie eine Entwicklung bzw. wie lange seid ihr schon mit dem Gedanken schwanger gegangen, etwas an eurem Sound zu ändern?

Für uns fühlt es sich wie eine natürliche Entwicklung an. Und eigentlich hat "Isolation" sehr viel mit unseren ersten zwei unbekannten Alben „23“ und „Vitriol“ gemein.


Was gibt es über die Aufnahmen zu berichten? Standen die Songs schon vor dem Aufnahmeprozess oder habt ihr noch viel im Studio an den Sachen gewerkelt?

Alle Songs standen eigentlich zu 95%. Wir haben nur noch an Details gefeilt.


Wie lief das Songwriting für "Isolation" im Allgemeinen ab und wie sehr unterschied sich das Procedere von den vorherigen Alben?

Eigentlich lief das Songwriting ab wie früher. Ok, wir haben ein wenig öfter ellenlange, psychedelische Jamsessions abgehalten, haha. Der Unterschied ist: Früher haben wir auch immer solche 15-20-minütigen Aufwärmjams gemacht und da sind sehr geile Sachen bei rausgekommen. Wir haben uns dann aber immer gesagt: „Das können wir für FEAR MY THOUGHTS nicht verwenden, das war nur zum Aufwärmen, jetzt lasst uns an die Arbeit gehen und Metalsongs schreiben“. Diesmal haben wir vielmehr auf unser Bauchgefühl gehört und die geilen Ideen aus den Jams verwendet.


Was muss der gemeine Metalfan über "Isolation" eurer Meinung nach wissen?

Es ist ein sehr ehrliches Album mit sehr viel Herzblut.



Hat Martin auch die Lyrics zum neuen Album geschrieben? Falls ja, haben sich die Themen verändert?

Martin hat alle Lyrics geschrieben. Im Gegensatz zu früher sind sie sehr metaphorisch und kryptisch gehalten. Der Sinn erschließt sich nicht direkt, haha.


Wenn sich eine Band so radikal verändert, sind die Nörgler natürlich schon vorprogrammiert. Was entgegnet ihr euren "alten" Fans, die den Schritt nicht nachvollziehen können?

Was sollen wir ihnen sagen? Uns war klar, dass sich viele alte Fans abwenden würden. Aber was sollten wir tun? Deswegen den alten Stil beibehalten, auf den wir keine Lust mehr hatten? Das wäre eigentlich der „Ausverkauf“ gewesen, den uns viele jetzt vorwerfen. Um des Erfolges Willen und um Erwartungen zu erfüllen, Musik zu spielen, auf die man eigentlich gar keine Lust mehr hat? Das war noch nie unser Ding.


Was passiert mit den alten Songs im Liveset? Spielt ihr die immer noch unverändert oder werdet ihr die Teile etwas anpassen? Oder überhaupt spielen?

Wir spielen viele alte Songs und Martin kann auch ziemlich aggressiv growlen. Wir spielen die Songs immer noch sehr gerne live. Es ist ja nicht so, dass wir keinen Bock mehr auf extremen Metal haben. Es ist nur so, dass wir keine interessanten Ideen mehr hatten. Alte Ideen immer und immer wieder aufwärmen ist der Tod der Kreativität. Das dürfen nur AC/DC, IRON MAIDEN und MOTÖRHEAD, haha.


Seht ihr "Isolation" als Neuanfang oder als das nächste Kapitel?

Eigentlich lediglich als das nächste Kapitel.


Habt ihr euch zwischenzeitlich überlegt, euch umzubenennen?

Die Idee stand im Raum, aber im Endeffekt ist es doch nur ein Name, wir sind zu vier Fünfteln die gleichen Leute, und es hat eh jeder mitbekommen, dass sich etwas verändert hat. Von daher..




Was gibt es zum Cover und Artwork zu berichten?

Für das Artwork ist unser Gitarrist Markus [Ruf - d. Verf] verantwortlich. Es unterstreicht perfekt die düstere Atmosphäre der Platte. Die meisten dieser alten Porträts stammen übrigens aus dem Familienfundus meiner niederländischen Frau.


Gab es bandtechnisch irgendwelche besonderen Einflüsse für "Isolation"?

Kann man so nicht sagen. Unser Musikgeschmack ist immer noch so breit gefächert wie früher auch, nur haben wir diesmal andere Bands, die wir aber schon lange verehren, einfließen lassen. Bands wie NEUROSIS, KING CRIMSON, CLUTCH, LED ZEPPELIN, PINK FLOYD, MESHUGGAH, RADIOHEAD oder PORCUPINE TREE.


Auch wenn es sicherlich noch zu früh ist, diese Frage zu stellen: Wie wird das nächste FEAR MY THOUGHTS-Album klingen? Werdet ihr den "neuen" Stil beibehalten, weiterentwicklen oder wieder etwas völlig Neues ausprobieren? Glaubt ihr, dass ihr euren Stil gefunden habt?

Puh, das ist echt noch zu früh, um darauf eine Antwort zu finden. Es existieren schon ein paar lose Ideen, aber eine Tendenz ist nicht abzusehen. Eigentlich ist alles möglich.


Wollt ihr sonst noch etwas loswerden?

Kommt zu unseren Shows. Wir rocken, haha!

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 11.08.2008 | 00:04 Uhr

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