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Interviewpartner: Peavy, Lucky, Marcos

Es ist eine Menge passiert im Hause RAGE. Die Besetzung Wagner/Smolski/Hilgers war plötzlich [oder weniger plötzlich] Geschichte. Victor Smolski widmet sich fortan seinem neuen Projekt ALMANAC und RAGE-Urgestein Peavy Wagner schart neue Leute um sich. Im Juni 2016 erscheint in der Besetzung Peter Wagner [Bass & Vocals], Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos [Drums] und Marcos Rodriguez [Gitarren] das neue Album „The Devil Strikes Back“. Aufgenommen wurde das Ganze im Megafon Studio in Burscheid bei Köln. Hier fand auch die Pre-Listening Session statt und wir konnten mit den drei Herren ein Interview führen.




Hallo ihr drei. Beschreibt mal eure momentane Stimmung, jetzt wo ihr das Album den Journalisten präsentieren konntet. Kann man sagen, dass die starke Anspannung weg ist?

Peavy: Ich hatte zwar nicht wirklich die Befürchtung, dass die Platte keiner mögen würde, aber es ist dennoch schön zu hören, wenn ein neues Album so gut ankommt.

Marcos: Ich bin ziemlich überwältigt. Es war enorm schwierig, so lange still zu halten. Ich wollte die Neuigkeiten über das Album schon lange herausschreien, musste aber eben bis jetzt warten.


Bekommt man mit den Jahren eine Routine für diesen Promo-Job oder ist speziell diese Platte eine neue Herausforderung?

Peavy: Routine gibt es eigentlich nicht. Zumal es für RAGE in dieser Konstellation die erste Scheibe überhaupt ist. Daher kam von Anfang an nie das Gefühl von Routine auf. Denn ich bin schon gespannt, ob den Leuten das gefällt, was wir jetzt machen.

Lucky: Bislang waren die Reaktionen sehr positiv. Ich habe vorhin bis jetzt überwiegend fröhliche Gesichter gesehen, diese positive Bestätigung ist natürlich sehr schön.





Vorab gab es bereits die Single „My Way“ zu hören. Wie sieht dieser Weg aus? Kann man das als Motto für die „neuen“ RAGE sehen?

Peavy: Im Prinzip ja, dieser Song an sich und der Text dazu sind schon ein deutliches Statement. Da wird eigentlich schon das ausgedrückt, was gerade an Veränderungen innerhalb der Band in den letzten eineinhalb Jahren vor sich geht. Es lief viel aus dem Ruder und die Energie, die RAGE einst ausmachten, war nicht mehr in dem Maße vorhanden, wie es hätte sein können. Stilistisch hat sich die Band immer weiter von ihrem Ursprung entfernt und ich musste mir jetzt überlegen, wie und mit welcher Besetzung ich weitermache. All das spiegelt sich in diesem Song bereits wieder. Ich glaube, ich habe eine gute Wahl getroffen. Habe mir viele Gedanken gemacht, mit welchen Leuten ich arbeiten möchte. Wichtig war dabei, dass ich Freunde in der Band habe und nicht nur Profis, mit denen man einfach „nur“ zusammen arbeitet. Das hat am Ende keinen Spaß mehr gemacht und ich hab mich in meiner eigenen Band fast schon als Fremder gefühlt.


Klingt ein wenig frustriert...

Peavy: Ja, das sind vielleicht harte Worte. Ich will es hier allerdings auf gar keinen Fall so aussehen lassen, als möchte ich irgend jemanden dafür verantwortlich machen, dass er sich mit dem Namen RAGE profilieren will. Das ist ja auch völlig legitim, steht jedem zu und ist völlig in Ordnung. Da spricht überhaupt nichts dagegen. Aber wenn du als Band miteinander zu tun hast, auch auf längeren Tourneen, dann ist es für mich persönlich eben sehr wichtig, dass es auch auf der persönlichen Ebene passen muss.


Also geht es mit RAGE wieder zurück zu den Wurzeln?

Peavy: In gewisser Weise ja. Es mag Zufall gewesen sein, dass ich mich mit Manni und Chris getroffen habe und wir einfach mal die REFUGE-Sache angefangen haben. Das war auf jeden Fall so etwas wie ein Eye-Opener für mich. Jetzt habe ich zwei Leute dabei, mit denen ich mich super verstehe und die RAGE von der Pike auf kennen, denn sie waren als Teenager schon Fans der Band. Die Beiden haben quasi die Essenz der Band gefrühstückt und verstehen genau, worauf es mir ankommt und können das Konzept auch umsetzen. Das sind für mich die wichtigsten Dinge zur neuen Bandkonstellation. Ich denke, mit einer anderen Besetzung wäre diese Platte in dieser Form nie entstanden.


Ihr habt das Album hier in Burscheid aufgenommen, quasi im hauseigenem Studio. Inwieweit ist das ein Vorteil? Anders gefragt, was ist der Unterschied zwischen dieser, ich sag mal im weitesten Sinne familiären Umgebung und der gewissen Distanz bei einem gebuchten Studio sowie einem auswärtigen Produzenten?

Lucky: Ich möchte das mal so beantworten: Was uns gut tut, ist die hauseigene Infrastruktur. Wir haben hier so etwas wie eine Basis errichtet, das eigentliche Studio ist nur ein Teil dessen. Ganzheitlich betrachtet könnte man sagen, wir sitzen jetzt in unserem Wohnzimmer . Es ist wie „nach Hause kommen“, hier treffen wir uns zum Proben und können einfach wir selbst sein. Alles hier ist ein Teil von dir, daher lässt es sich hier völlig losgelöst und kreativ arbeiten. Wenn du in ein fremdes Studio gehst, hast du oftmals Zeitdruck oder solche Dinge wie eben die Distanz, hier jedoch hatten wir alle Flexibilität, die wir brauchten und die nötig war, um genau diese Vibes gewissermaßen zu atmen.






Kommen wir jetzt endlich zum neuen Album, was wir gerade eben hören durften. Wenn ich mir so die Tracklist durchlese, kommt es mir so vor, als klinge das alles sehr düster. Kann da etwas dran sein? Auf jeden Fall stimmen mich Titel wie „Time Of Darkness“ oder „Dark Side Of The Sun“ ziemlich nachdenklich.

Peavy: Da gibt es eigentlich keine gravierende Neuerung, sondern das ist einfach meine Art, wie ich an die Texte heran gehe und schon immer heran gegangen bin.

Lucky: Ich will mal ein Wort aufgreifen, dass du gerade gesagt hast, nämlich den Begriff nachdenklich. In diesen Texten steckt sehr viel Substanz drin, wie schon immer bei Herrn Wagner. Ich betrachte es so und, wie ich dich verstanden habe, geht es dir genau so, dass in diesen Lyrics viel Reflexion und viel Wahrnehmung steckt. Da werden nicht irgendwelche Geschichten erzählt, sondern tatsächlich gefühlte Wahrnehmungen dargelegt.


Musikalisch gesehen finden sich, was mir einige Kollegen bestätigt haben, diverse Thrash-Metal Einflüsse auf dem Werk. Mein persönlicher Favorit ist der letzte Track „Dark Side Of The Sun“. Wie verlief überhaupt das Songwriting zu „The Devil Strikes Back“?

Peavy: Dazu muss ich erst einmal weiter ausholen. Als es mit der neuen RAGE-Besetzung losgehen sollte, hatte ich zunächst den Marcos als ein neues Bandmitglied auserkoren. Lucky war ja bis dato gar nicht als Drummer auf dem Plan, er ist ja eigentlich „nur“ unser Manager. Marcos und ich hatten bereits angefangen, an neuem Material zu arbeiten, als Lucky noch damit beschäftigt war, für RAGE einen Drummer zu suchen. Dass er selbst dann unser Trommler wurde, resultiert eher aus einem Zufall. Als wir bei Marcos Geburtstagsfeier eine Jam spielen wollten und wir wussten, dass er vor Jahren mal Schlagzeug spielte, haben wir ihn einfach dazu gebeten. Obwohl er seit langer Zeit nicht mehr gespielt hatte, war die Sache für mich plötzlich ganz einfach und ich wollte ihn in der Band haben. Nach reiflicher Überlegung, er musste ja erst einmal wieder mächtig trainieren, sagte er dann zu. Da er aber merkte, wie gut Marcos und ich bereits zusammen gearbeitet haben, mischte er sich gar nicht ins Songwriting ein. Sicher haben wir im Nachhinein mit Lucky einige Parts umgestellt, aber im Prinzip haben Marcos und ich das Album zu etwa 90% erstellt. Und zwar in Rekordzeit, ich glaube, wir haben knapp eine Woche gebraucht. Marcos besitzt ja in Belgien sein eigenes Studio. Ich bin da rüber gefahren, wir haben die Tür abgeschlossen und einen Song nach dem anderen aus dem Boden gestampft, hahaha. Jeder hatte seinen Sack voller Ideen mit eingebracht, da ist es jetzt schwer auseinander zu halten, wer von uns nun exakt was geschrieben hat. Wir machen es so wie die BEATLES. Dort steht bei jedem Song „Lennon/McCartney“ drunter, da lief es im Prinzip wohl ähnlich. Solange wir beiden zusammen arbeiten, wird halt alles „Wagner/Rodriguez“ sein. Da Marcos seit seiner frühen Jugend bekennender RAGE-Fan ist, hat ihn meine Art, Harmonien zu schreiben, bereits von Anfang an beeinflusst. Daher ist seine Art zu komponieren absolut kompatibel zu meinem Stil.






Wie sind die bisherigen Reaktionen von der Fanbase ausgefallen, beziehungsweise welche Reaktionen erwartet ihr von den RAGE-Fans nach all den Geschichten der letzten zwei Jahre?

Peavy: Bislang kennen die Leute ja nur „My Way“, weil der Song als Single bereits erhältlich ist. Zudem haben wir ja bereits zwei Touren in der Besetzung gespielt, da gab es bereits unheimlich viele positive Statements. Ich hoffe natürlich, dass es so weitergeht, wenn das Album auf den Markt kommt.

Lucky: Bemerkenswert finde ich, dass Marcos und ich als neue Bandmitglieder sowohl von den alteingesessenen Fans als auch von den jungen Leuten angenommen werden. Wir als Band werden wahrgenommen und überall herzlich empfangen, das konnte man vorher ja auch nicht wirklich einschätzen, ich bin da positiv überrascht.


Stichwort Tour. Ihr wart zuletzt mit HELLOWEEN unterwegs. Wie war es, mit den alten Hasen durch die Lande zu ziehen?

Peavy: Nun ja, HELLOWEEN sind meine alten Kumpel, bin ja nicht das erste Mal mit den Jungs unterwegs.


Dann gebe ich die Frage mal an die jüngere Generation weiter...

Marcos: HELLOWEEN ist natürlich auch einer meiner Top-Favoriten, mit denen ich in den Achtzigern aufgewachsen bin. Für mich persönlich sind mehrere Träume in Erfüllung gegangen. In einer meiner absoluten Lieblingsband zu spielen und eine andere absolute Lieblingsband damit zu supporten. Alles hat wunderbar geklappt, von der Band HELLOWEEN selbst, die sich gern unsere Shows angesehen haben, bis hin zur Crew. Und dann die Fans. Es war erstaunlich, wie viele junge Leute zwischen achtzehn und fünfundzwanzig wir begeistert haben, die vielleicht noch nie vorher von RAGE gehört haben. Die drei Wochen vergingen rasend schnell, ich hatte das Gefühl, wir waren nur zwei Stunden unterwegs.


Was steht denn in diesem Jahr noch an Bühnenaktivität an? Sind weitere Tourneen geplant?

Lucky: Das Album erscheint am 10. Juni, wir beginnen die Festivalsaison aber bereits im Mai. Wir spielen einige interessante Festivals quer durch Europa, das zieht sich dann in etwa bis Ende September hin. Es folgen ein paar Wochen Ruhe vor dem Sturm, von November 2016 bis Januar 2017 gehen wir auf Welttournee. Wir werden uns mit diesem Album tatsächlich überall vorstellen. Südamerika, Japan, Australien, Europa. Soweit die Jahresvorplanung. Was danach kommt, ist momentan noch nicht abzuschätzen.






Da knüpfe ich mal meine letzte Frage an. Peavy, du hast in Sachen Metal-meets-Klassik jetzt sicherlich erst einmal genug, schätze ich. Kannst du dir vorstellen, das Thema dennoch im Rahmen der Band RAGE irgendwann mal wieder aufzugreifen?

Peavy: Auf jeden Fall, denn dieser Aspekt gehört seit 1996 zum Gesamterscheinungsbild der Band dazu. Das ist für mich immer so etwas wie ein i-Tüpfelchen, dass man immer mal wieder drauf setzen kann, allerdings nicht durchgängig wie zum Beispiel bei den komplett mit Orchester durchsetzten Alben. Im Moment jedoch konzentrieren wir uns voll und ganz erst einmal auf die harte Seite von RAGE. Aber das Thema Orchester ist quasi auf Stand-by. Wir werden den richtigen Zeitpunkt dafür abwarten, Ideen dafür liegen bereits in der Schublade.


Das hört sich gut an. Hier machen wir auch Schluss, ich bedanke mich ganz herzlich für das Gespräch hier im Studio Burscheid. Falls es noch was zu sagen gibt, könnt ihr es jetzt tun.

Marcos: Achtung, das ist eine wichtige Mitteilung für unsere Fans. Bevor ihr euch dieses Album anhört, wärmt euch die Nackenmuskulatur auf. Denn wenn ihr mit kalter Muskulatur zu diesem Album headbangt, werdet ihr euch den Nacken ausrenken. Versprochen, hahaha.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 03.06.2016 | 15:51 Uhr

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