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Band: The Haunted Homepage Metalnews nach 'The Haunted' durchsuchen The Haunted
Interviewpartner: Per Möller Jensen

Mit ihrem neuen Album „Unseen“ haben die Göteborger THE HAUNTED auf voller Linie punkte können. Wir haben mit Drummer Per über Ausverkaufs-Vorwürfe, den Anspruch der Band an sich selbst und Aggressionen erwachsener Männer gesprochen. Und der sprüht nur so vor Begeisterung zum neuen Album, dass jede Antwort aus ihm hervorsprudelt als habe er sein Leben lang darauf gewartet und man ihm für die Fragen sogar ab und zu ins Wort fallen muss.




Mein erster Eindruck von „Unseen“ war: Wow, das klingt aber anders. Ich meine, überall im Netz hat man schon gelesen, dass es anders sein soll. Aber als ich es dann angehört hatte, war ich schon sehr überrascht. Wusstet ihr schon als ihr mit dem Songwriting angefangen habt, wohin die Reise geht oder entwickelte sich das beim Schreiben?


Wir wussten schon ziemlich genau, wohin wir gehen wollen. Als wir mit dem Schreiben angefangen haben, stand die Ausrichtung eigentlich schon fest. Wir hatten das lange durchgesprochen und wollten endlich damit beginnen. Wenn man einprägsame Songs schreiben möchte, kommt es auf starke Refrains und Hooklines an. Das Songwriting basiert also auf den Vocals und so hat es auch bei den meisten Songs angefangen. Im Zentrum steht eine Idee für eine Gesangslinie oder einen Refrain und darum haben wir dann die Gitarrenparts geschrieben. Und wenn man so arbeitet, also von den Vocals ausgeht, legt man mehr Aufmerksamkeit darauf, weniger Noten zu spielen, mehr Freiräume zu lassen. Wie man sieht, ändert sich dadurch der ganze Songwritingprozess. Denn um den Gesang so nach vorne zu bringen, heißt das natürlich, dass man manche anderen Instrumente zurückfahren muss. Mann kann nicht mehr wie ein Wahnsinniger drauf los riffen. Das würde einfach nicht passen. Wir haben zwar schon so ähnliche Songs geschrieben, aber diese Scheibe zeigt einfach, wo wir uns im Moment befinden. Was wir tun wollen. Wir wollen einprägsame Songs schreiben. Und dadurch ist die Herangehensweise schon ähnlich, wie wenn man einen Pop-Song oder so schreiben würde. Also in unserem Fall wäre das, zu versuchen, einen wirklich starken, groovigen Beat zu finden. Im Endeffekt ein Pop-Song performt von einer verdammten Heavy Metal Band. Aber der wirklich große Unterschied zur großen Masse an Metal-Releases im Moment ist die Art der Melodien. Wir haben bewusst auf auf generische Melodien verzichtet. Wir spielen nicht die Melodien, die andere Metalbands schon verwendet haben. Also haben wir auch auf andere Genres zurückgegriffen. Zum Beispiel hört sich Dolving [Peter, Vocals] keine alten Heavy Metal Alben an, um neue Ideen zu sammeln. Daraus würde dann nur ein Aufguss aus bereits Bekanntem entstehen. Das Ergebnis sind also Melodien, Fusionen verschiedener Genres, wie man es im Metal bisher vielleicht noch nicht gehört hat. Vielleicht schon, vielleicht aber auch nicht. Aber ich glaube, das wird die Leute nicht verschrecken, denn es ist immer noch melodisch und es ist immer noch Heavy Metal. Aber nun kommen manche Melodien eben aus anderen Richtungen und nicht von einem IRON MAIDEN Album oder so etwas in der Art.


Das Album ist sehr auf Peters Gesang fokussiert und er sing viel häufiger clean. Hat er erst in den letzten Jahren gelernt, seine Stimme so zu kontrollieren, so variabel zu singen oder hat es bisher einfach nicht zu den Songs gepasst?

Nun, er war schon immer ein richtiger Sänger, er hat dieses Talent. Er hat schon gesungen, bevor er das erste Mal zur Band kam. Und weil er eben ein Sänger ist und auch die Techniken kann, ich meine, er benutzt Bauchatmung und all das, war er in der Lage so zu „screamen“. Und das nicht nur beim Einspielen der neuen Alben sondern auch jeden Tag, wenn es drauf ankam. Also auf den Touren zum Beispiel. Seine Stimme war nie kaputt nach den Auftritten und er war auch nicht heißer, wie viele andere Sänger. Wie gesagt, er war immer ein richtiger Sänger. Und wenn man zu den Melodien kommt...ähm...lass mich das anders formulieren. Die Zwillinge (Jonas und Anders Björler) kommen von AT THE GATES. Und abgesehen von den Vocals, wie schwer ist es dort Melodien zu finden? Gar nicht. Sie sind überall. Da gibt es nur Melodien. Also verstehe ich nicht ganz, wie irgendjemand nach 15 Jahren immer noch überrascht sein kann, dass da Melodien in unserer Musik sind. Die waren immer da. Selbst wenn man die alten Alben anschaut, wie z.B. die „Made Me Do It“, die vielleicht die härteste Scheibe ist, die wir gemacht haben. Und viele Leute finden die Platte noch immer die beste, was ich absolut respektiere. Aber Songs wie „Hollow Ground“ oder so, da steckt es schon drin. Das sind die Anfänge von dem wo wir uns heute mit „Unseen“ befinden. Es hat diesen Refrain, es steckt voller Melodien. Also wie gesagt, es war immer da. Vielleicht etwas weniger auf „One Kill Wonder“, aber selbst auf dem ersten Album. „In Vein“ zum Beispiel. Da ist es nur weniger offensichtlich, nicht so dominant, es führt nicht die Songs. Trotzdem glaube ich, das das neue Album in etwa das gleiche macht. Nur, dass sich das Schlagzeug etwas zurück nimmt, weniger Noten spielt. Und stellenweise auch die Gitarren. Und das mag jetzt vielleicht seltsam klingen, aber ich behaupte: Dieses Album ist mindestens genauso roh, genauso brutal wie jedes andere THE HAUNTED Album. Wenn nicht sogar mehr.


Also für mich ist „Unseen“ auf der einen Seite zwar weniger aggressiv, aber auf der anderen Seite wesentlich düsterer...

...nun, für mich zeigt das Album eben uns als Menschen. Die Aggressionen die wir heute haben, sind offensichtlich nicht mehr die gleichen, die man in sich herum trägt wenn man 20 Jahre alt ist oder so. Das ist eher eine passive Aggression. Also man setzt sich mit verschränkten Armen hin. Man verharrt in seiner Aggression. Man hüpft nicht wie wild durch die Gegend. Man ist auf eine andere Art wütend. Das ist vielleicht ein etwas anderes Gefühl, aber nach dem wir da so viele Jahre draußen waren, reicht es eben nicht mehr einfach auf die Fresse zu hauen. Und darum geht es. Verstehst du was ich meine? Vielleicht sind wir eben ein bisschen älter geworden.


„Unseen“ ist also ein Werk einer reiferen Band THE HAUNTED?

Naja, „reif“. Mit diesem Wort muss man aufpassen. Der ein oder andere fühlt sich davon vielleicht beleidigt. Aber wenn ich die Leute höre: „Wo ist die Aggression? Da gibt es absolut keine Aggression mehr!“ Das verstehe ich nicht. Man muss nicht wie ein Bescheuerter rumschreien und wild rumhüpfen, um aggressiv zu sein. Es gibt viele Wege die Botschaft zu vermitteln. Dieses Album ist mindestens genau so hart, so aggressiv wie jedes andere auch. Es dreht sich nicht mehr nur um die Geschwindigkeit. Es ist roh. Es packt dich an den Eiern. Und es vermittelt eine Menge Gefühle und das ist, was ich als Musiker tun will. Ich möchte die Leute berühren. Ich möchte nicht nur ihre aggressive Natur befriedigen. Und ich denke darauf kommt es an und es ist natürlich. Ich möchte auch andere Emotionen erzeugen. Nicht nur Aggression.


Da sprichst du schon ein anderes Thema an. Die Reaktionen bisher. „No Ghost“ wurde ja schon im Voraus als Live-Clip veröffentlicht. Wie kommt das neue Material an?

Also aus den Medien gab es bisher nur sehr wenig Rückmeldung. Ein paar Reviews sind schon online und natürlich rede ich im Moment den ganzen Tag mit Journalisten. Von denen sind die Reaktionen bisher sehr positiv. Bei den Reviews hingegen gibt es ein paar extrem schlechte, aber damit haben wir ja auch gerechnet. Diese Reviews wird es immer geben und die Schreiber werden natürlich sehr emotional. Das ist eben der Weg den wir als Band gewählt haben und dabei können wir nicht jeden berücksichtigen, nicht jeden zufrieden stellen.


Dann kann ich dir ja an dieser Stelle offen gestehen, dass ich von dem Album begeistert bin und mir fast sicher bin, dass es in den Soundchecks oft ganz oben dabei stehen wird. Es hat das Zeug dazu.

Das freut mich natürlich total das zu hören. Denn wenn du mich fragst, auf „Unseen“ holen wir zum ersten Mal alles heraus aus dem Potenzial der Band. Jahrelang schlummerte in der Band ein unglaubliches Potenzial und für mich hat es sich immer angefühlt, als würden wir nur einen Teil davon nutzen. Bis zu einem gewissen Grad haben wir zwar viele unserer Fähigkeiten eingesetzt. Aber dieses Mal haben wir wirklich alles gegeben und das volle Können an die Oberfläche kommen lassen. Das worauf es ankommt. Man kann einfach nicht die Qualität verleugnen. Und ich liebe die Art wie die Scheibe entstanden ist. Das ist das Ergebnis von Musikern die einfach Musik machen wollen. Wir haben über Jahre zusammen in der Band gespielt, Dekaden. Das ist eine reife Band, die Musik macht. Jeder spielt für die Band, für den Song. Keiner steht oder sitzt da und versucht sich selbst zu profilieren. Wir sind einen langen Weg gegangen um hier anzukommen. Es hat Jahre gedauert und es war viel Arbeit. Und uns war klar, es wird auch viele schlechte Reviews geben. Das ist nur nachvollziehbar, wenn man soviel probiert. Ein andere Journalist hat heute gesagt, wir sind einfach die Band von der man genau das erwartet. Bei der man nicht weiß, was man jetzt schon wieder bekommt. Und das ist einfach so. Alles ändert sich und wir ändern uns. Wir verharren nicht. Und das tun leider wenige Bands. Also liegt es vielleicht an uns, weiter zu denken, Neues auszuprobieren. Wir strecken unser Kinn nach vorne und manchmal haut man uns eben drauf. Aber so lange wir eine Scheibe machen, mit der wir absolut zufrieden sind, kann mich der Rest mal. Wenn die schlechten Reviews kommen, was soll's. Ich weiß wie verdammt gut das Album ist. Also ist mir scheißegal, was alle anderen denken.


Und trotz aller möglichen Kritikpunkte, Sell-Out-Vorwürfen und sonstigem, das Album klingt für mich immer noch hundertprozentig nach THE HAUNTED.

Genau. Es ist so verdammt einfach die Band darin zu erkennen. Es springt einem doch ins Gesicht. Es braucht nur ein paar Sekunden beim ersten Song und man weiß wer da spielt. Es zeigt nur eine andere Seite. So in der Art: „Hey, das können wir auch. Warum denn auch nicht? Wir können das. Also warum zur Hölle nicht?“. Wir sind nicht hier um scheißreich zu werden. Falls irgendjemand ernsthaft glaubt, dass wir viel Geld verdienen oder dass wir mehr Geld verdienen, weil wir jetzt so spielen, dann wäre das einfach nur bizarr. Ich bin hier, ich weiß wie die Realität aussieht. Und wer denkt, dass ich mehr Geld verdiene, nur weil ich keine SLAYER-Beats spiele, hat einfach keine Ahnung. Wir machen Musik, weil wir es wollen, weil es uns Spaß macht. Und wir schreiben die Songs, die wir schreiben wollen. Und abgesehen davon sind die Sell-Out-Vorwürfe aus meiner Sicht totaler Bullshit. Der größte Ausverkauf für uns wäre, wenn wir genau das Album produzieren, dass die Leute von uns erwarten. Das heißt, wir wüssten genau, wer unsere Platten kauft und hätten einen sicheren Deal. Genau das wäre Sell-Out oder nicht?


Sicherlich. Diese Vorwürfe gab....

Stattdessen probieren wir aus, wagen etwas Neues, von dem wir wissen, dass es die Leute verwirrt. Dass es manche lieben werden und andere hassen.


Wie ich eben sagen wollte, diese Vorwürfe gab es ja bei auch schon „The Dead Eye“.

Ganz genau. So war es bei „The Dead Eye“. Die selben Vorwürfe. Sofort die gleichen Anschuldigungen. Aber die haben meiner Meinung nach nichts mit Realität zu tun.


Aber zurück zu den Fragen. Aufgenommen habt ihr wieder bei Tue Madsen...

Ja, Tue war wirklich gut drauf dieses Mal. Eine extrem entspannte Atmosphäre. Wir haben alles in seinem Studio aufgenommen. Er hat neue Aufnahmeräume, auch für die Drums.


Ja, ich habe Bilder gesehen von dem Swimming-Pool. Wie wirkt sich das auf den Sound aus?

Das ist echt Wahnsinn. Ein großartiger Raum für die Schlagzeugaufnahmen. Sehr viel Wärme. Das würde man nicht erwarten, dass so ein Sound in einem Swimming-Pool entsteht. Man denkt da eher an etwas sehr Lautes, Schepperndes und Höhenlastiges. Aber stattdessen war es wirklich warm und schwer. Super Akustik da drin. Und das ist für uns extrem wichtig. Weil wenn wir Alben aufnehmen verzichten wir auf Hilfsmittel wie Trigger. Und dafür braucht man eben einen guten Raum mit optimaler Akustik.


Wie gesagt, das Album klingt für mich wieder absolut nach THE HAUNTED. Ist das vielleicht auch Tue Madsens Verdienst, dass THE HAUNTED immer nach THE HAUNTED klingt?

[wartet] Hmmm...das ist schwer zu beantworten. Wenn du mich fragst und ich ganz ehrlich bin würde ich sagen: Nein. Die Band als solche ist so sicher, bei dem was sie will.


Ok, lass es mich anders formulieren: Wenn ihr in ein anderes Studio gehen würdet, wäre es schwer den selben Sound hinzubekommen?

Oh ja, da bin ich mir sicher. Also im Studio, wenn es darum geht den richtigen Klang, den richtigen Stil zu treffen, dann ist Tue ein großer, großer Teil davon. Wir arbeiten mit ihm, weil wir ihn lieben und wir mögen es mit ihm zu arbeiten. Es gibt da gar keinen Zweifel mehr. Der Typ ist extrem musikalisch. Er ist selbst großartiger Musiker. Er hat ein sehr gutes Gehör. Es ist einfach genial mit ihm zu arbeiten. Da wird gar nicht mehr über Alternativen nachgedacht, wenn wir ihn buchen. Als wir ihm das neue Material vorgespielt haben, mussten wir nicht einmal darüber reden, wie wir da herangehen wollen. Er ist ein Typ, der die Musik hört und sofort versteht, was wir wollen. Er war sofort mit uns auf einer Wellenlänge und wusste ganz genau wohin es geht. Er ist einfach ideal.


Also kommt ihr auch in Zukunft bei jedem neuen Album zu ihm zurück?

Haha, also ich kann jetzt nicht versprechen, dass wir für immer und ewig zu Tue gehen. Aber wenn man mit jemandem so zufrieden ist, dann ist es schon ziemlich riskant wenn man mal etwas anderes ausprobiert. Und wir wissen, wenn wir zu ihm gehen, ist es immer sehr entspannt, weil es einfach seine Art ist und weil wir auch schon so lange mit ihm zusammen arbeiten. Diese wirklich entspannte Atmosphäre hilft demjenigen, der gerade performen muss unglaublich. Wie gesagt, er ist ideal. Und er kann es stundenlang tun. Manche andere fangen nach drei Stunden oder so an auf ihrem Stuhl herum zu rutschen. Er hat ein beeindruckendes Durchhaltevermögen. Wie man so arbeiten kann, versteh ich nicht. Das gilt im Allgemeinen für Produzenten und Toningenieure. Die Sitzen da Stunde um Stunde und die Ohren funktionieren immer noch. Diese kleinen Details, die den Unterschied machen, hören die selbst nach sechs Stunden noch. Das beeindruckt mich wirklich. Und zwar Tag um Tag um Tag. Tue ist ein großartiger Typ.


Ok, dann lass uns noch etwas über den Titel und die Lyrics reden. Was genau ist „Unseen“? Was sehen wir nicht?

Das lässt sich auf ein paar verschiedene Dinge anwenden. Hauptsächlich geht es aber um die Welt, darum wie Leute leben. All die kleinen Lügen, die wir leben. Und all die Dinge, die wir nicht sehen wollen. Alles wovon wir weg schauen, dem wir den Rücken zu drehen, um es nicht sehen zu müssen. Direkt vor unserer Nase passieren Dinge, von denen wir nichts wissen wollen, die wir einfach ignorieren. Das kann etwas Globales sein oder etwas Soziales. Aber genauso gut kann es etwas Persönliches sein. Wie Leute sich selbst ein Leben lang anlügen, sich selbst ausnützen. Man hat die Instrumente und die Antworten, man hat alles was man braucht, um die Situation zu ändern, um dieser persönlichen Hölle zu entkommen.


Hat Peter auch dieses Mal alle Texte alleine geschrieben?

Ja, er ist derjenige, der die Lyrics schreibt, denn er ist auch derjenige, der nachher Emotionen damit rüber bringt. Mit Peter haben wir einen der besten Texter in der ganzen Szene. Mir fällt wirklich keiner ein, der ähnlich gut ist. Er ist wirklich ein Künstler.




Mit der neuen Platte im Rücken geht es natürlich wieder auf Tour. Gibt es Orte an die ihr dieses Mal geht, die ihr noch nie zuvor betourt habt? Worauf freut ihr euch am meisten?

Also auf Länder wie Australien, Japan oder den Fernen Osten freue ich mich immer besonders. Für mich persönlich ist das Highlight Japan. Ich liebe diese Land. Aber auch Australien ist immer wahnsinnig gut. Außerdem werden wir dieses Mal vielleicht in Indien spielen, wo wir bisher noch nie waren. Los geht’s aber natürlich in Europa. Wir sind für Gigs in Skandinavien, Deutschland, Holland und so weiter gebucht. Danach geht es dann nach Asien und dann im Sommer auf die Festivals. So eine richtige „Tourbus-Tour“ wird es vermutlich erst wieder im Herbst geben.


Ok, dann noch eine letzte Frage. Mal schauen, wie gut du Promotion machen kannst. Los geht’s: Warum wird jeder THE HAUNTED Fan „Unseen“ lieben? Und warum müssen die, die THE HAUNTED bisher noch nicht kennen unbedingt in „Unseen“ reinhören?

Also wenn ich das jetzt so beantworte, wie ich es möchte, werden sich vielleicht manche Leute auf die Füße getreten fühlen. Aber wirklich, wenn jeder wahre THE HAUNTED Fan mit offenem Herzen und offenen Ohren an „Unseen“ heran geht, wird er hören, wie intensiv und wie „fucking true“ diese Scheibe ist. Egal was ein noch so ignoranter Journalist oder Fan dir sagt, hör' dir das Album an und gib ihm eine Chance. Denn es ist verdammt noch mal ein extrem gutes Album geworden und es wird jeden THE HAUNTED Fan zufrieden stellen, so lange er es mit offenen Ohren hört. Lass dich nicht von der Aggression oder der Härte irritieren. Hör es dir einfach an!

Und Leuten, die THE HAUNTED noch nicht kennen...und das sage ich jetzt nicht, weil ich ein arrogantes Arschloch oder so bin...aber diesen Leuten kann ich nur sagen: Hört euch das Album an und dann erkennt ihr schon die hohe Qualität. Denn die lässt sich einfach nicht verleugnen. Vielleicht mag man unsere Musik im Allgemeinen nicht, aber die Qualität kann man nicht abstreiten. Also hört es euch einfach an!

Das Wichtigste ist wirklich, dass man ohne Vorurteile und spezielle Erwartung an „Unseen“ herangeht. Denn darum ging es uns schon immer. Uns weiterzuentwickeln, nach vorne zu schauen. Wir bewegen uns. Wir verändern uns. Wir sind hier um Musik zu machen, die Bedeutung hat. Wir wollen nicht altes Zeug neu aufwärmen. Wir leben nicht in der Vergangenheit. Wir wollen nach vorne gehen an Orte, an denen wir noch nie waren. Und wenn wir das nicht mehr schaffen, ist der Punkt bekommen, an dem wir diese Band beerdigen. Nicht vorher, nur weil wir vielleicht ein Album gemacht haben, das sonst keine mag. Wir entscheiden, wenn diese Reise vorüber ist. Und sie ist vorüber, wenn es keine Orte mehr gibt, an die wir gehen können – musikalisch.

Sammy

Autor: Samuel Stelzer [Sammy] | 28.04.2011 | 18:18 Uhr
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