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Interviewpartner: Peter Tägtgren

Peter Tägtgren ist wieder da. Der HYPOCRISY-Mastermind und LINDEMANNs bessere Hälfte hat uns wieder ein neues Paket geschnürt. 2016 sind PAIN mal wieder an der Reihe und mit „Coming Home“ serviert uns Nuclear Blast den aktuellen Longplayer einer seiner schwedischen Bands. Wir baten um ein Gespräch und führten selbiges am Telefon mit einem gut aufgelegten Peter Tägtgren, der an diesem Tag zwecks Promotion und Fotoshooting in Berlin weilte.




Hallo Peter. Wie geht es dir? Bist du noch fit für ein weiteres Interview am heutigen Tag?

Es ist alles sehr entspannt. So viele Interviews gebe ich heute gar nicht. Eigentlich sind wir hier in Berlin, um Fotos für das neue Album, für Magazine etc. zu machen. Das Wetter ist super, der Sommer fängt genau jetzt an. Passt exakt zu meinem Urlaubsbeginn, also alles wunderbar. Easy going.


2016 ist wieder mal ein PAIN-Jahr. Erzähl mir doch mal kurz, wie lange du am neuen Album gearbeitet hast. Vom Songwriting bis hin zum fertigen Produkt.

Ach herrje. Ich glaube, ich habe bereits 2013 angefangen, die ersten Songs zu schreiben. Dann habe ich die Ideen erst einmal beiseite gelegt. Der Grund dafür war, dass wir begannen, an dem LINDEMANN Projekt zu arbeiten. Ich nahm den Prozess im September 2015 wieder auf. Also kann man sagen, wir haben fast ein Jahr für „Coming Home“ gebraucht. Aber auch das nicht durchgehend, weil ich zwischendurch mit vielen anderen Produktionen zu tun hatte, dem neuen SABATON-Album zum Beispiel.


Ich werfe zunächst mal einen Blick auf das Albumcover von „Coming Home“. Man sieht dich in einem Raumanzug. Gibt es dazu eine bestimmte Story, einen Zusammenhang zur aktuellen Musik oder wie seid ihr darauf gekommen?

Ich mag generell Coverillustrationen, die verschiedene Themen beinhalten und unterschiedliche Aussagen haben. So verhält es sich auch mit diesem Albumtitel. Jeder mag sich seine eigene Meinung dazu bilden. Ich halte das bewusst immer sehr offen und überlasse es den Fans, was sie daraus erkennen. Für mich ist es in erster Linie eine Form von Kunst.





Dennoch möchte ich mit dir über einige Songs und deren Hintergründe sprechen. Dazu bieten sich deine Songtitel schlicht und einfach an. „Natural Born Idiot“ zum Beispiel, für mich so etwas wie die Albumhymne. Auch wenn du es vermutlich jedem Kollegen erzählen musst, wovon oder von wem handelt der Song?

Die Lyrics handeln von einer Person, die jeder kennt. Jeder von uns kennt irgend jemanden, dem er gern aus dem Weg gehen möchte. Wenn du diesen Menschen triffst, in einer Bar zum Beispiel, dann möchtest du dich am liebsten ganz schnell verstecken, damit er dich nicht sieht. Dieser Typ labert dich voll, weiß alles besser und will dir erzählen, was du wie zu machen hast. Eigentlich eine typische Geschichte, die jedem passieren kann. Dabei ist es egal, ob es Männlein oder Weiblein ist, es geht einfach um die Leute, die immer alles besser wissen.


Ein weiterer Song, der sofort auffällt, ist „Call Me“. Zunächst ein schwerer Riff, dann verstärkt klassische Elemente oben drauf gesetzt und dann auch noch Joakim Brodens [SABATON] Stimme. Generell lässt sich sagen, dass „Coming Home“ wieder mit vielen unterschiedlichen Elementen durchsetzt ist. Ich würde mal sagen, das Album enthält viele Farben. Kann man das so sagen?

Ja, im Prinzip schon. In diesem Lied geht es um einen Gigolo. Er wird von Frauen angerufen, nach dem Motte: Ich habe das Geld für dich, dann hast du Zeit für mich. Dann zeigt dieser Callboy den Mädchen halt, was ihre Typen nicht schaffen, hahaha. Es ist eine richtig komische Story über einen Kerl, von dem man nicht weiß, ob es ihm um das Geld oder um Sex geht. Ich denke ja, es geht um beides und das treibt ihn an.


Und Joakim singt bei diesem Song. Das passt ja eigentlich...oder nicht?

Das gab ihm die Gelegenheit, mal über etwas anderes zu singen als über den Krieg, hahaha. Nein, im Ernst. Das passte wirklich gut. Als wir das SABATON-Album „The Last Stand“ aufnahmen, habe ich ihn gefragt, ob er etwas für das neue PAIN-Album einsingen kann. Ich hatte seinerzeit bei der „Carolus Rex“-Platte etwas beigesteuert, nun konnte er sich revanchieren.


Der nächste, etwas ungewöhnliche Track ist der Opener „Designed To Piss You Off“. Als ich die CD startete, dachte ich im ersten Moment, das sei gar nicht PAIN...

Haha. Ich liebe es, die Leute gewissermaßen zu schocken und ihnen Dinge vorzusetzen, die sie nicht erwarten. Ich fand es cool, mal so etwas wie dieses Funky-Country-Seltsam-Zeug zu machen. Warum auch nicht? Die Musik ist wie ein offenes Buch, du hast soviele Möglichkeiten, deiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Der Text handelt übrigens von mir, als ich noch ein kleiner Junge war. Ich war als Kind ein echter Bastard. Für meine Eltern definitiv ein Full-Time-Job. Sie mussten ständig auf der Hut sein, dass ich nicht irgend etwas abfackel oder sonstwie zerstöre.


Höre ich bei „Absynthe Phoenix Rising“ deine Vorliebe für die BEATLES heraus? Immerhin hast du ja bereits „Eleonor Rigby“ gecovert?

Viele Leute haben bereits gesagt, der Song würde sehr britisch klingen. Ich denke mir dann, es ist ok, schließlich mag ich britische Musik. Es war jetzt nicht so, dass ich beim Schreiben der Songs bewusst drauf geachtet habe, aber ich bin mit der Musik aufgewachsen, auch mit den BEATLES. Ich habe die BEATLES bereits gehört, bevor ich laufen konnte. Die Band war einfach genial, was die damals für die moderne Musik getan haben, war einfach unglaublich. Wenn die Leute diese Einflüsse heraus hören, dann nehme ich das sogar als Kompliment. Weißt du, mein Gehirn ist so etwas wie eine Mülltonne. Es wird alles mögliche hinein geworfen und irgendwann kommt etwas wieder heraus und keiner weiß, was es eigentlich mal war, hahaha.





Wie würdest du „Coming Home“ beschreiben? Speziell im Vergleich zu den anderen PAIN-Alben?

Schwer zu sagen. Ich glaube, es ist ein wenig instrumentaler geworden. Einige Leute vergleichen die Platte mit dem „Nothing Remains The Same“-Album. Vielleicht wegen den wieder vermehrt eingesetzten Industrialsound und den Klassikparts. Zudem sind die Lyrics wieder viel humorvoller geworden. Und ich habe versucht, richtig zu singen anstatt nur zu shouten. Damit wird auch die Aussprache klarer. Ich möchte die Texte so klar rüber bringen wie möglich, damit alle Leute sie verstehen.


Nun mal ein paar Worte zum LINDEMANN-Projekt. Wie war es für einen Menschen wie dich, der in seinem Leben ziemlich extreme Musik macht, in solch einer Mainstream-Show wie der ECHO-Verleihung zu sitzen?

Wir waren nur wegen dem kostenlosen Alkohol da, hahaha. Till und ich hatten uns vorher eine Weile nicht gesehen. Wir haben die Gelegenheit des Zusammentreffens einfach genutzt, um den Spaß an der Sache zu geniessen. Keiner von uns hatte erwartet, dass wir dort einen Preis gewinnen, obwohl es natürlich eine Ehre ist, dort nominiert zu sein.


Immerhin wart ihr an der Spitze der Albumcharts in Deutschland...

Unglaublich, nicht wahr? Soweit ich weiß, hat das Album mittlerweile Gold-Status.


Würdest du sagen, die Zusammenarbeit mit RAMMSTEIN-Sänger Till Lindemann hat dich auf ein neues Level gebracht oder war es lediglich eine weitere Episode in deiner Karriere?

Nein, so sehe ich das nicht. Wir haben viel voneinander gelernt. Er brachte seine fünfundzwanzig Jahre Business Erfahrung ein und ich meine. So haben wir LINDEMANN gemeinsam gestaltet. Wir vestehen uns seit Jahren sehr gut. Man könnte es schon fast als Blutsbrüderschaft bezeichnen.


Besteht die Chance, dass wir in Zukunft noch mehr von LINDEMANN zu hören bekommen?

Das kann sein. Wir haben noch eine Menge Zeug, das wir veröffentlichen können. Warum also nicht? Allerdings ist eine Sache klar, RAMMSTEIN hat natürlich absolute Priorität, was Till angeht. Ich bin mir aber sicher, wenn die Zeit dafür reif ist wird es ein neues LINDEMANN Album geben.




Der Name Peter Tägtgren steht für Arbeit, Arbeit und nochmal Arbeit. Wie motivierst du dich täglich aufs Neue, um deinen Job zu schaffen, den du ja ganz offensichtlich liebst?

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, der niemals aufgibt. Das ist manchmal ganz schön hart, aber wenn du an dich selbst glaubst und an das, was du tust, dann ist wirklich alles möglich. Niemals aufgeben lautet die Devise. Gerade wenn du wir wir in einem Musikgenre unterwegs bist, welches nicht immer „hip“ ist, musst du stets besser sein und immer alles geben. Das ist das Ziel in meinem Leben. Ich habe meine Firma jetzt über zwanzig Jahre und es ist alles andere als ein Picknick. Es war und ist immer harte Arbeit. Ich habe so viele Stunden in meine Musikkarriere gesteckt. Wenn ich das auf einen Stundenlohn umrechnen würde, kämen da etwa zwanzig Cent oder so heraus, hahaha.


Deinen beruflichen Lebenswandel würde ich also salopp mal als „Restless & Wild“ bezeichnen. Was aber bedeutet „Coming Home“ für den Privatmenschen Peter Tägtgren?

Ach, ganz einfach. „Coming Home“ ist einfach das echte nach-Hause-kommen, Pizza bestellen, Fernsehen schauen, Bier trinken, Sex haben. Ich versuche schon, mein Leben auch zu geniessen. Viel mehr als ich es früher getan habe. Es ist wichtig, sich um seine Familie und seine Freunde zu kümmern.


Damit sind wir auch schon am Ende angelangt. Die letzten Worte gehören dir.

Ok, danke dir. Leute, checkt die Tourdaten und auch das Album. Ich hoffe, euch gefällt beides.


Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 10.09.2016 | 16:48 Uhr

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