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Interviewpartner: Peter Tägtgren

Die Frequenz, in der manche Musiker wie Peter Tägtgren Alben veröffentlichen, lässt einen manchmal vergessen, dass es doch schon wieder vier Jahre seit dem letzten Studiorelease sind. In diesem Fall steht das neue HYPOCRISY-Alben “End of Disclosure” vor der Tür und wir unterhalten uns mit einem wie immer gut gelaunten und überaus höflichen Peter Tägtgren darüber, wie es mit seinen musikalischen Ambitionen abseits der Elektrogefilde seiner anderen Band PAIN so aussieht.




Peter, sieht so aus, als wären die Aliens wieder da. Und sie sind ziemlich angepisst…

Ja, genau das werden wir herausfinden.


Das neue Album erinnert den Hörer nicht nur wegen des Coverartworks sehr an die früheren HYPOCRISY-Alben “Abducted” und “The Arrival”. Würdest du dem zustimmen?

Für mich fasst das Album eher die letzten zehn Jahre von HYPOCRISY zusammen. Es ist in auch eine Rückkehr zu dem eher atmosphärischen und eingängigen Stil von HYPOCRISY. Es ist wieder weniger technisch, mehr auf den Punkt gebracht und leichter nachzuvollziehen.


Das Album wurde schon ein paar Mal auch mit “The Fourth Dimension” verglichen. Was hältst du davon? Ich würde der Analogie nicht zustimmen, finde sie aber interessant.

Nein, ich stimme dem auch nicht zu.


Wenn wir gerade dabei sind: Welches ist denn dein liebstes HYPOCRISY-Album?

Gerade ist es das neue, weil es noch am unverbrauchtesten ist. Ich muss es auch erst noch verarbeiten. Aber alle Songs auf dem Album sind sehr stark.


Was denkst du denn heute über einige der älteren Alben wie “The Fourth Dimension”? Ich persönlich mag sie sehr gerne, aber besonders die Produktion ist schon sehr ‘old school’?

Diese alten Alben sind das Schlimmste. Ich kann sie mir echt nicht anhören. Ich liebe die Songs, aber auch die Performance ist nicht besonders gut.
Es wäre cool, diese Songs live zu spielen, um zu zeigen, wie sie klingen können.


Gibt es schon etwas, was du zu der kommenden Tour sagen möchtest?

Ja, wir werden so vier bis fünf neue Songs spielen. Und dann auch einige neue alte Songs, also solche, die wir bisher noch nicht oder nur selten live gespielt haben. Es wird Zeit, dass wir die Setlist etwas überarbeiten. Es gibt aber natürlich ein paar Songs, die wir immer spielen müssen wie “Roswell 47” oder “Fractured”.


Das letzte HYPOCRISY-Album “A Taste of Extreme Divinity” erschien 2009. Habt ihr die vier Jahre über kontinuierlich an neuen Songs gearbeitet oder gab es eine komprimierte Songwrittingsession? Wie lief der kreative Prozess für dieses Album ab?

Hauptsächlich ich habe das Album geschrieben. Als das letzte Album rauskam, waren wir danach ein Jahr auf Tour. Dann kann das nächste PAIN-Album, dafür haben wir auch live gespielt. Das PAIN-Album war dann der Auslöser für mich, über das neue HYPOCRISY-Album nachzudenken. Wie sollte es klingen, in welche Richtung sollten wir gehen. Ich habe dieses Mal etwas anders an dem Material gearbeitet. Ich hatte schon einen Plan, bevor ich überhaupt den ersten Riff geschrieben hatte. Es war viel einfacher, so zu arbeiten.
Ich hatte nach dem letzten Album schon den Plan, beim nächsten Album einfacheres Riffing und leichter zu verstehendes Material zu verwenden. Dafür aber mit mehr Anspielungen und mehr Atmosphäre.
Es war also dann viel einfacher, das Material zu schreiben. Das Album zu schreiben hat etwa dreizehn Monate gedauert. Also, ich habe nicht dreizehn Monate ausschließlich daran gearbeitet, ich habe vor dreizehn Monaten angefangen, daran zu arbeiten.
Ich habe einen Song geschrieben, dann einen Monat Pause gemacht, dann wieder zwei oder drei geschrieben. Ich wollte nicht, dass die Songs sich gegenseitig beeinflussen, deshalb musste ich sie irgendwie voneinander trennen.
Also ich dann das Gefühl hatte, dass ich genug Material für ein Album zusammen habe, haben die Aufnahmen noch mal zwei Monate gedauert. Es hätte schneller gehen können, aber besonders beim Gesang bin ich wirklich an mein Limit gegangen.
Am wichtigsten war mir die Betonung der einzelnen Worte, damit man möglichst immer versteht, was ich da singe. Das hat ziemlich lange gedauert.


Ja, es gibt sehr wenig Death Metal-Sänger, die das können oder darauf achten.

Ja, das stimmt. Ich habe es das erste Mal bei BLOODBATH hinbekommen. Ich habe bei diesem Album auch bei fast jeder Verszeile verschiedene Gesangsstile ausprobiert. Mal gegrowlt, mal mehr Black Metal …bis ich das Gefühl hatte, es passt und es passt gut.


Hast du an den Texten auch so hart gearbeitet? HYPOCRISY-Texte sind ja oft eher ernst und nicht der übliche Death Metal-Nonsense.

Ja, schon. Was ich zwischen den beiden Alben auch gemacht hatte, war eine Menge Dokumentationen über alle möglichen Geheimprojekte und ‘Was wäre, wenn …’-Fälle anzusehen. Verschwörungen und so. Ich wusste auch schon sehr früh, dass ich bestimmte Geschichten auf dem Album haben wollte. Das half mir auch sehr, denn jeder Song hat seine eigene Verschwörungsgeschichte. Und das Album heißt ja auch “End of Disclosure”. [Etwa: “Ende der Enthüllung”, Anm. d. Red.]


HYPOCRISY und auch PAIN sind für mich zwei der wenigen Metalbands, von denen einem auch einmal Textzeilen im Gedächtnis bleiben. Meistens hört man sich ja, wenn man Musik hört, nicht die Lyrics von Anfang bis Ende an, sondern hört auf die Musik und zwischendurch auf einzelne Textzeilen. Das spannende bei HYPOCRISY ist ja, dass einem viele solche Zeilen im Gedächtnis bleiben. Ich finde es gut, dass du auch in diesen Aspekt so viel investierst.


Ja, ich habe auch immer das Gefühl, mich immer wieder selbst übertreffen zu müssen. Vor allem natürlich als Musiker, aber ich kann mich auch nicht einfach hinstellen und irgendwas erzählen. Das könnte ich mit mir selbst nicht vereinbaren. Ich will halt nicht einfach ein Album rausbringen, nur um ein neues Album rauszubringen. Ich will keinen Scheiß hinterlassen. Schon alleine, weil man dann immer damit leben muss.


Überarbeitest du dann auch alles mehrfach? Ich arbeite so an Texten. Man schreibt etwas, lässt es liegen, schaut noch mal drüber, ändert etwas und dann das ganze noch mal bis es irgendwann passt.

Ja, ich mache das auch so. Mit Musik und auch mit Texten. Das Problem bei mir ist, dass ich das eine Million mal mache und oft noch immer nicht zufrieden bin. Ich denke z.B., dass man auch beim neuen Album im Hinblick auf die Produktion noch hier und da etwas hätte besser machen können. Aber wenn man so hart und lange an den Sachen gearbeitet hat, dann kann man wenigstens gut schlafen.
Das ist aber auch oft nur die persönliche Einschätzung. Jemand anders hätte wahrscheinlich gar nichts daran auszusetzen.


Was denkst du denn so über die aktuelle Metalszene. Momentan sind ja diese Retrobands ziemlich angesagt. Hörst du dir das noch an?

Ach ja, wieso nicht? Es war doch immer so. Du meinst GRAVEYARD und so, oder? Man kann die Trends halt nie einschätzen. Meistens schaffen sie sich ja auch selbst wieder ab, wenn sie zu groß werden. Und dann kommt etwas neues, oder auch etwas altes kommt zurück. Alles kommt und geht im Kreis. Das war mit Death Metal seit den 80ern so, mit Power Metal, einfach alles. Irgendwann kommt es zurück. Es gibt ja auch immer neue Generationen von Fans. Das ist alles natürlich.


Du hast ja auch mit AMORPHIS an ihrem neuen Album gearbeitet. Wie war das so?

Das war etwas besonders, weil wir an vierzehn verschiedenen Songs gearbeitet haben; manche davon ziemlich lang. Am Ende hatten wir fast zwei Stunden Musik. Es dauert natürlich ziemlich lange, das alles aufzunehmen und zu produzieren.
Ich glaube, das Ergebnis ist ganz gut geworden. Wir hatten eine Listeningsession vor ein paar Wochen und die Reaktionen waren sehr positiv.


Okay, das war’s schon von meiner Seite, hast du noch etwas, das du gerne loswerden möchtest.

Ja, also wir sind nächsten Monat auf Tour und spielen auch fünf oder sechs Konzerte in Deutschland. Wir spielen auch nach den Festivals noch eine Tour in Europa und es gibt seit langem mal wieder eine UK-Tour. Das ist immer etwas schwierig, weil man so viel investieren muss und man dort nicht die gleichen Standards wie im Rest von Europa vorfindet.
Und ich hoffe, dass jeder Spaß hat mit dem neuen Album!

Nicolas

Autor: Nicolas Freund [Nicki] | 22.03.2013 | 17:22 Uhr

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