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Band: Metalnews nach 'Iron Savior' durchsuchen Iron Savior
Interviewpartner: Piet

Die Hamburger Power Metaller IRON SAVIOR gehören seit 20 Jahren fest zur internationalen Metal-Szene. Das liegt in erster Linie an ihrem Bandkopf Piet Sielck, der sich neben seiner Tätigkeit als Frontmann der Hanseaten auch einen Namen als Produzent gemacht hat und die Truppe seit ihrer Gründung unbeirrbar auf Kurs hält. Nachdem es einige Zeit still war um IRON SAVIOR befreite Herr Sielck seine Band vor fünf Jahren mit ihrem Comeback-Album „The Landing“ aus der Vergessenheit und seither stehen die Zeichen für die Band auf Sturm. Nach einiger Enthaltsamkeit veröffentlichen IRON SAVIOR wieder mit schöner Regelmäßigkeit neue und überaus gelungene Alben, weshalb wir uns mit dem Bandchef kurzschlossen, damit er uns alles zu seiner neuesten Platte „Titancraft“ erzählt.






Hallo Piet und zunächst vielen Dank für Deine Zeit! Euer neues Album „Titancraft“ ist ziemlich genau zwei Jahre nach Eurer letzten Platte „Rise Of The Hero“ erschienen. Was habt Ihr in dieser Zeit getrieben?

Naja, neben dem Songwriting haben wir uns ja auch um das Remake von „Megatropolis“ und unsere kleine Live-DVD gekümmert – das waren also ziemlich aktive Zeiten für uns. Für unsere sonstigen Verhältnisse waren wir geradezu hyperaktiv [lacht].


Beginnen wir am Anfang: Was hat dich dazu bewegt, „Megatropolis“ neu aufzulegen?

Das war eigentlich ziemlich spontan. Um das zu erläutern, müssen wir allerdings besser hinten anfangen: Die Idee war, dass wir diese DVD zwischen „Rise Of The Hero“ und der nächsten Platte einschieben, damit ich etwas mehr Zeit für das Songwriting habe. Eine Live-DVD von IRON SAVIOR war sowieso lange überfällig und ich fand diesen Plan sehr gut. Ein paar Wochen bevor es mit der DVD losging riefen mich allerdings AFM an und sagten, dass sie keine Exemplare von „Megatropolis“ mehr haben und gerne neue pressen würden, ob ich denn nicht noch irgendwelches Bonusmaterial in einer Schublade liegen habe. Im Allgemeinen habe ich sowas leider nicht, weil ich ohnehin nur Songs aufhebe, die ich für gut genug für ein Album halte, weshalb ich da nichts anbieten konnte. Ich war mit „Megatropolis“ aber nie zu 100% zufrieden und sah in den Neupressungen nun eine Gelegenheit, das, was mir an dem Album immer gefehlt hat, endlich hinzuzufügen. Ich habe das Album gemacht, als ich auch noch bei SAVAGE CIRCUS aktiv war und um die beiden Bands etwas unterscheidbarer zu machen, habe ich ausgerechnet bei diesem IRON SAVIOR-Album auf ein paar unserer Markenzeichen – ich meine z.B. Chöre oder Mehrstimmigkeiten – verzichtet und die Platte damit sehr basisch gehalten. Ich fand das damals ziemlich cool, allerdings hat es mir ein Jahr später schon nicht mehr so gut gefallen und nochmal etwas später hat es mich sogar ziemlich genervt. An sich finde ich, dass „Megatropolis“ ein gutes Album ist und auch die Songs finde ich nach wie vor stark – selbst die Produktion geht in Ordnung – es fehlten aber eben ein paar Sachen. Ich habe dann ein paar Spuren neu aufgenommen, hier und da ein Gitarrenarrangement ausgebessert und Chöre hinzugefügt und letztendlich alles neu gemischt. Jetzt bin ich mit dem Ergebnis auch voll zufrieden und ich finde, so gehört eine IRON SAVIOR-Scheibe. Für mich spielt sie jetzt endlich in der gleichen Liga wie die anderen Sachen, die wir gemacht haben.


Wie bereits angesprochen habt Ihr mit „Live At The Final Frontier“ eine lange überfällige Live-DVD gemacht. Wieso kommt die eigentlich jetzt erst?

Man muss natürlich sehen, dass es vor zehn Jahren noch ziemlich schwierig war, eine DVD zu machen, weil das noch deutlich teurer war als heutzutage. Wir waren ja lange Zeit bei Noise Records und hinterher dann bei Dockyard1 und beide Labels haben eigentlich nie so wirklich an eine DVD für die Band geglaubt. Ich finde aber auch, dass ein Live-Mitschnitt für IRON SAVIOR mehr als überfällig war und bei AFM sah man das glücklicherweise genauso. Ich bin auch total happy mit dem Ergebnis, weil es einfach absolut authentisch ist – so sind wir auf der Bühne eben. Ich kann auch reinen Gewissens sagen, dass das Audiomaterial, dass Ihr hört, zu 90 Prozent original ist. Klar, hier und da habe ich mal den Text vergessen und das habe ich dann hinterher im Studio schon ausgebessert, aber ansonsten kann man wirklich sagen, dass der Gott des Metal uns an diesem Abend wohlgesonnen war und uns nur mit ganz wenigen Verspielern gestraft hat [lacht].






Schön auch, dass die Setlist sehr viel neues IRON SAVIOR-Material beinhaltet...

Man kann ja schon sagen, dass „The Landing“ eine Art Comeback für uns war. Bei unseren Auftritten versuchen wir natürlich stets, auch die alten Gassenhauer im Set unterzubringen, denn es gibt wie bei jeder Band natürlich auch bei IRON SAVIOR eine Handvoll Songs, die wir einfach spielen müssen. Aber natürlich entwickeln wir uns weiter und wollen auch unsere neuen Songs spielen.


Mit „Titancraft“ habt Ihr erst vor Kurzem Euer neuestes Album herausgebracht – was möchtest Du uns darüber erzählen?

Wir sind natürlich alle superstolz darauf, dass wir es mit „Titancraft“ auf Platz #62 der deutschen Albumcharts geschafft haben. Das ist für uns natürlich ein Riesenerfolg, nicht zuletzt auch deswegen, weil es sich dabei um die bisher höchste Chart-Platzierung der Bandgeschichte handelt. Mit der „Rise Of The Hero“ hatten wir es ja immerhin auf Platz #76 geschafft und mit „Unification“ waren wir damals auf Platz #78. Aber diesmal sind wir ja sogar in der Schweiz auf Platz #92 eingestiegen, es läuft also gerade nicht schlecht für uns [lacht]. Darum möchte ich jetzt auch die Gelegenheit nutzen und mich im Namen der gesamten Band bei den Fans bedanken, denn ohne die Fans, die die Platte schließlich kaufen, wären wir nie in die Charts gekommen. Darauf haben wir auch absolut keinen Einfluss – das ist rein das Werk der Fans und dafür an dieser Stelle ein dickes, fettes Danke!


Nicht nur das Songwriting sondern auch die Produktion von „Titancraft“ unterscheidet sich stark von den Vorgängern. Wie kommt das?

Es gibt im Hinblick auf die Produktion von Alben natürlich Dinge, die sich über die Jahre immer wieder bewährt haben und die wir darum auch beibehalten. Dazu gehört z.B. mein Gitarrensound, aber ich bin mit dem Sound, denn ich vor fünf Jahren auf „The Landing“ verwendet habe, nicht verheiratet und muss daher auch nicht unbedingt bis ich ins Grab falle damit arbeiten. Dafür interessiert es mich auch einfach zu sehr, was sonst noch so auf dem Markt passiert. Vor etwa anderthalb Jahren haben ich – motiviert durch die anstehende DVD und den „Megatropolis“-Rerelease – mein System, das immerhin schon zehn Jahre alt war, etwas aufgemotzt und das führte auch dazu, dass die Sachen nun eben geiler klingen. Ich finde, der Sound von „Titancraft“ verfügt über eine unglaubliche Transparenz, Druck und Deutlichkeit die ich mit meinem alten Equipment so nicht hinbekommen hätte. Beim Schlagzeug haben wir diesmal auch etwas anders gemacht: Natürlich sind die Drums live eingespielt – dazu wird es auch noch ein kleines Video geben – allerdings haben wir diesmal anstelle von Audio MIDI-Signale aufgenommen. Der Drumsound ist also aus der umfassenden Bibliothek unserer Drumtools zusammengestellt und ich muss ehrlich sagen, dass ich da keinen Unterschied mehr hören kann. Wir haben das vorher auch ausgecheckt, ob man da einen Unterschied wahrnimmt weder Thomas [Nack, Schlagzeug, Anm. d. Red.] noch ich konnten da irgendetwas feststellen. Es klingt dann halt einfach so, als hätte man es supergeil aufgenommen, was ja letztendlich auch der Fall ist – die Macher solcher Drum-Bibliotheken sitzen da jahrelang und samplen sich den besten Drumsound zusammen. Das hat dann auch im Schlagzeug-Bereich für enormen Druck gesorgt und ich würde das auch jederzeit wieder so machen.


Vermutlich würden nur die wenigsten Musiker zugeben, dass auf ihrem Album kein echtes Schlagzeug zu hören ist...

Da bin ich inzwischen relativ schmerzfrei. Es spricht absolut nichts dagegen, ein echtes Kit aufzunehmen – haben wir auf „The Landing“ und „Rise Of The Hero“ ja auch so gemacht, also liegt es durchaus auch in unseren Möglichkeiten, ein normales Schlagzeug so zu mikrofonieren, dass es hinterher gut klingt. Aber wenn sich die Welt weiterdreht und sich die Möglichkeiten erweitern, dann wäre es ja auch irgendwie blöd, das nicht zu nutzen. Ich glaube, viele Leute halten es für ein riesiges Problem, wenn kein echtes Schlagzeug verwendet wird – wobei das ja so auch nicht stimmt, wie man in dem Video dann sehen wird, hat Thomas ein reales Schlagzeug gespielt. Für uns war das eine supergeile Arbeitsweise, weil es den Vorteil brachte, dass wir auch ganz entspannt aufnehmen konnten, weil wir kein teures Studio anmieten mussten, wo wir unter Zeitdruck standen. Wir konnten alles schön Schritt für Schritt machen, bis es gepasst hat. Der Hauptgesichtspunkt war allerdings letztendlich der Sound und der hat mich so überzeugt, dass es da keine Diskussion mehr gab. Und wenn jetzt einer rumjammert, dass das kein echtes Drumkit ist, dann kann ich es auch nicht ändern. Man muss auch der Wahrheit die Ehre geben: Die sog. „echten“ Drums, die man hört, sind auch gesamplet. Da liegt unter jedem Kessel mindestens ein Sample und das wird alles zurechtgerückt und Beat detected bis der Arzt kommt.


Würdest Du zustimmen, dass sich „Titancraft“ vor allem im Hinblick auf das Songwriting stark von seinen beiden Vorgängern abhebt?

Absolut und das war auch der Plan bei diesem Album. Man muss jedoch auch sehen, dass man solche Dinge zwar in gewisser Weise planen kann, aber ob es dann auch passiert, ist nicht immer garantiert. Ich habe diesmal einfach ein bisschen mehr von meinen musikalischen Spinnereien zugelassen – wenn man will, kann man das vielleicht auch als „Prog-Elemente“ bezeichnen. Das hatte dann hier und da eben etwas mehr Einfluss auf das Songwriting, als es bei früheren Platten der Fall war. Diesmal ist der SAVAGE CIRCUS-Einfluss vielleicht einen Tick höher als auf den beiden vorigen Alben. Ich habe das diesmal auch bewusst zugelassen, weil ich eben nicht das dritte Album in Reihe schreiben wollte, das auch wieder eher auf gradlinigen Songs basiert. Ich wollte nicht den Vorwurf hören, dass wir sowieso immer nur das Gleiche machen und unsere alten Riffs recyclen. Darum befinden sich auf dem neuen Album nun elaboriertere Songs wie „Titancraft“, „Beyond The Horizon“, „Brother In Arms“ oder auch die Ballade „I Surrender“.


Ihr habt vorher nie wirklich Balladen geschrieben, richtig?

Eigentlich nicht, nein. Wenn, dann waren das immer solche Halb-Balladen, die dann doch eher düster gehalten waren. Ein echtes Liebeslied hatten wir vorher noch nicht [lacht].


Tatsächlich braucht „Titancraft“ ein paar mehr Durchläufe, bis es sich voll erschließt...

Ja, das ist vollkommen richtig. Auch in meinem Freundeskreis lautete das Fazit zunächst immer, dass die Platte zwar gut sei, aber die „Rise Of The Hero“ den Meisten besser gefällt. Das hat sich dann aber meistens nach einer Woche gegeben. Gerade solche Songs wie „Beyond The Horizon“ brauchen etwas mehr Zeit, um sich voll zu entfalten, weil sie eben mit mehr musikalischen Informationen angefüllt sind, falls man das so sagen kann. Es ist natürlich nichts gegen eingängige Kracher wie z.B. „Heavy Metal Never Dies“ einzuwenden – der ist so simpel und straight, den findet man auch in zehn Jahren noch geil. Aber „Way Of The Blade“ ist z.B. ein Song, den findet man im ersten Moment richtig super, aber wenn man das Album dann ein bisschen gehört hat, dann ist das zwar immer noch ein guter Song, aber dann kommen andere Nummern, die ihn überholen. Sowas steigert aber auch die Halbwertszeit eines Albums.






Seit IRON SAVIOR vor fünf Jahren mit „The Landing“ zurückgekehrt sind, scheint es, als hättet Ihr Super getankt. Was sorgt für diesen konstanten Auftrieb?

Im Augenblick stimmen eben so viele Rahmenbedingungen, die vorher im Argen waren. Das fängt schon mit dem Label an, denn AFM unterstützen und wirklich wo sie nur können und das trägt schon sehr zur Motivation bei. Als „The Landing“ rauskam, waren wir in der Band obendrein alle überwältigt, was das für positive Reaktionen hervorgerufen hat – damit hatten wir gar nicht gerechnet. Auf dieser Welle reiten wir immer noch. Seit Jan [Eckert, Bass, Anm. d. Red.] wieder eingestiegen ist, haben wir bei IRON SAVIOR zudem ein tolles Team. Vorher mit Yenz [Leonhardt, Bass, Anm. d. Red.] war es natürlich auch gut und Yenz ist auch ein toller Mensch, aber mit Jan ist jetzt das alte Team, das sich schon seit 20 Jahren kennt, auf der Bühne wieder am Start und das wirkt sich natürlich auch positiv aus. Ich mache zwar 90 Prozent der Arbeit, aber wenn man so will sind die Anderen immer im Geiste dabei und unterstützen mich. Wir haben endlich wieder ein klares Ziel vor Augen, es macht Spaß und die Leute finden es cool. Wir haben die Möglichkeit, Alben und DVDs zu veröffentlichen und werden damit zwar nicht reich, aber es macht einfach Spaß und das ist ein riesiger Motivationsfaktor.


Wie sieht es denn eigentlich mit Euren Tourplänen aus?

Ihr habt in Eurer Kritik ja schon angeregt, dass wir mal mit PARAGON touren sollten... Die Idee finde ich sogar ziemlich gut und wir haben selbst in der Vergangenheit schon mehrfach darüber nachgedacht, das mal auf die Beine zu stellen. Allerdings haben wir jetzt gerade schon einige Gigs beisammen: Es geht nach Norwegen, Schweden und Italien und wir sind dieses Jahr sogar in Japan und Russland unterwegs. In Deutschland spielen wir natürlich auch ein paar Konzerte. Unser Booking-Situation ist im Moment also ganz passabel [lacht] – es könnte aber auch noch etwas dazukommen.


Damit sind wir auch schon am Ende angekommen. Möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Man könnte vielleicht noch erwähnen, dass wir als einen der Bonustracks auf der Limited Edition von „Titancraft“ eine neue Version von „Protector“ draufgepackt haben. Das hat den Hintergrund, dass wir es prinzipiell cooler finden, eigene alte Sachen zu „covern“. Der zweite Grund ist, dass wir mit den alten Songs überhaupt kein Geld mehr verdienen, weil die Rechte in den Schubladen irgendwelcher Major Labes rumliegen, die nichts damit machen. Da die Songs an sich aber gut sind, haben wir uns entschieden, dass die auf dieses Weise noch ein paar Talerchen einfahren werden. Noise haben jetzt zwar angefangen, ihren ganzen Backkatalog wieder zu veröffentlichen, aber bis es da zu IRON SAVIOR kommt, wird wohl noch etwas Wasser die Elbe runterfließen. Wir haben es wenigstens geschafft, die Sachen wieder auf iTunes erhältlich zu machen, aber einen physischen Tonträger gibt es einfach nicht. Das wird auch in naher Zukunft nicht passieren, da muss ich mich selber auch drauf einstellen. Aber selbst wenn: Als ich mich von Noise getrennt habe, war damals so ein riesiges Minus auf meinem Lizenz-Konto – auch durch die Touren von damals – dass da auch erstmal einige Alben verkauft werden müssen, bevor ich da irgendwas von sehe.


Wir romantisieren das jetzt mal ein wenig und sagen, dass es da mehr um die Musik geht als um die Knete...

Das stimmt natürlich. Die Knete ist ein gewisser Nebeneffekt und dagegen haben wir sicher auch nichts, aber mal ehrlich: Ob wir jetzt „Protector“ als Bonustrack aufnehmen oder irgendeinen Song von einer anderen Band macht unterm Strich kam einen Unterschied. Der Vater des Gedankens ist, dass wir diese Songs nach wie vor mögen - „Protector“ etwa haben wir ja lange Jahre live gespielt – und die haben sich durch die Live-Arrangements natürlich auch verändert. So ist es eben auch ganz interessant, zu hören, wie das in der aktualisierten Version klingt. Die Songs sind natürlich noch immer die gleichen, aber ein bisschen was Neues ist schon dazugekommen.


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 15.06.2016 | 23:52 Uhr

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