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Interviewpartner: Roine Stolt

Nach einer siebenjährigen Abstinenz hat sich im vergangenen Frühjahr die größte Progressive Rock-Supergroup der letzten Dekade endlich wieder zusammengerauft. TRANSATLANTIC, die Zusammenkunft des ehemaligen SPOCK’S BEARD-Frontmannes Neal Morse mit DREAM THEATER-Drummer Mike Portnoy, MARILLION-Bassist Pete Trewavas und FLOWER KINGS-Mastermind Roine Stolt, haben mit dem aus einem einzigen - knapp 78 Minuten langen - Song bestehenden Album „The Whirlwind“ auch recht schnell nach Bekanntwerden der Reunion ihren dritten Longplayer veröffentlicht und konnten die hohen Erwartungen daran nicht nur erfüllen, sondern sogar übertreffen. Grund genug, um Roine Stolt zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band auf den Zahn zu fühlen.




Roine, kannst du uns zunächst einmal verraten, wo du dich im Moment aufhältst?

Ich befinde mich gerade zu Hause in Uppsala, Schweden und mache Interviews. Zudem schreibe ich neue Musik und kümmere mich um andere wichtige Angelegenheiten.


Für mich als großen Fan eurer beiden ersten Scheiben „SMPTe“ und „Bridge Across Forever“ war es eine große Überraschung, von eurem Comeback zu lesen. Vor sieben Jahren brach die Gruppe auseinander, weil Neal nach eigener Aussage von Gott den Auftrag bekam, die Band zu verlassen. Kannst du erklären, was ihn dazu brachte, seinen Entschluss zu überdenken und die anderen TRANSATLANTIC-Jungs wieder zusammenzutrommeln?

Neal schrieb ein paar neue Songs und nachdem es im August 2008 zu einer einmaligen Live-Reunion von Neal, Mike und mir kam, scheint ihm klar geworden zu sein, dass ihm die TRANSATLANTIC-Gemeinschaft und möglicherweise auch ein wenig der Erfolg gefehlt hat und dass seine neue Musik vom Input der drei anderen Bandmitglieder profitieren könnte. Wir haben uns nie wirklich über unsere Auflösung seinerzeit und die Gründe dafür unterhalten, wir anderen haben es einfach akzeptiert und respektiert, dass Neal die Band verlassen wollte. Seitdem hat er mich des öfteren gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mal wieder mit ihm auf der Bühne zu stehen, aber ich sah die Zeit dafür noch nicht gekommen. Da ich zuletzt eine Auszeit von THE FLOWER KINGS genommen habe, passte es dann dieses mal einfach. Jetzt scheint die TRANSATLANTIC-Legende weiterzugehen, denn obwohl der Markt derzeit mit Neuheiten aus dem Prog-Bereich regelrecht überflutet ist, gibt es doch nur wenige Bands, die sich über einen längeren Zeitraum halten können und es sieht so aus, als verfügten wir über all jene Elemente, die es braucht, um eine größere Masse an Zuschauern ansprechen und beeindrucken zu können.


Wann genau habt ihr eigentlich den Entschluss gefasst, eine weitere Platte zu veröffentlichen und wer von euch war derjenige, der den ersten Schritt gemacht hat?

Nun, der Rest von uns hat gegenüber Neal immer wieder betont, dass wir bereit sind, ein neues Album aufzunehmen, sobald er jemals seine Meinung ändern würde. Ich denke wir haben alle gegen Ende des letzten Jahres eine Mail von Neal bekommen, insofern war er derjenige, der die Sache wieder ins Rollen gebracht hat, allerdings hatte er es auch immer in der Hand, ob wir überhaupt noch mal etwas zusammen machen und wenn ja, wann. Wir drei hätten die Scheibe nämlich schon seit Jahren gerne gemacht.


Natürlich lässt sich so etwas nur schlecht planen, da man nie weiß, was passiert, aber wollt ihr dieses mal länger zusammen bleiben? Oder war die Angelegenheit von Beginn an als einmalige Sache geplant?

Naja, darüber haben wir uns bislang noch nicht so wirklich unterhalten, deshalb denke ich da erstmal nur von Tag zu Tag, da die Entscheidung ohnehin nicht von mir alleine abhängt. Ich persönlich würde sehr gerne noch mehrere Platten aufnehmen und intensiv touren, aber schließlich mache ich nur ein Viertel der Band aus.


A propos „touren“: sieht man sich eure bisherige Diskographie so an [bei der den beiden ersten Studioalben je eine Livescheibe von einem anderen Kontinenten folgte], kann man fast davon ausgehen, dass eure nächste Veröffentlichung ein Livealbum wird, welches entweder in Asien, Afrika oder Australien aufgenommen wurde. Gibt es bereits Pläne, die in diese Richtung gehen?

Also es gibt keine Pläne, in Afrika oder Australien zu spielen, aber es gibt Pläne, im nächsten Frühjahr auf Tour zu gehen und ich denke, davon wird es auch wieder eine Live-CD und –DVD geben.


Wann können eure deutschen Fans denn damit rechnen, euch mal wieder hierzulande auf der Bühne zu sehen?

Hoffentlich im Mai 2010. Aber auch da befindet sich alles noch in der Planung und Dinge können sich ja schnell ändern. Ich persönlich würde mich freuen, wenn es dazu kommt und je früher, desto besser. Deutschland ist ein großer Markt für uns.




Ihr habt ja bereits bei „SMPTe“ und „Bridge Across Forever“ einige sehr lange Songs aufgenommen, mit „The Whirlwind“ habt ihr euch jetzt aber in der Beziehung noch mal selbst übertroffen. Habt ihr denn vor, den ganzen „Song“ in einem Stück auf der Bühne zu präsentieren?

Auch darüber gibt es bislang keine genaueren Absprachen, aber ich denke, dass wir den kompletten Song, oder zumindest den größten Teil davon, live spielen werden. Wir werden sehen, ob wir uns dann an das ganze Stück erinnern können, haha. Wir haben uns aber bereits im Vorfeld der Aufnahmen zu „The Whirlwind“ darüber unterhalten, die gesamte Musik nicht in einzelne Teile zu zerlegen, sondern es als ein großes Stück anzulegen und ehrlich gesagt war ich dagegen, weil ich es für ziemlich vorhersehbar hielt, das TRANSATLANTIC genau so etwas tun würden. Allerdings haben die anderen Jungs mich davon überzeugt, dass es ein tolles Comeback wäre, eine Rückkehr mit einem Knall – ein Monster von Song mit 77 Minuten Spielzeit! Auf der Bühne werden wir für diesen „Fehler“ aber noch bezahlen müssen, hahaha.


Auf der Promo-CD von „The Whirlwind“ haben Neal, Mike und Pete die „Voice-Overs“ gesprochen, was eine sehr witzige Idee war. Du warst zwar der Einzige von euch, der daran nicht teilgenommen hat, machst dafür aber jetzt dieses Interview mit mir. Ist das eure Form der Arbeitsteilung bei TRANSATLANTIC?

Ich denke auch, dass die Sache mit den „Voice-Overs“ eine tolle Idee war und wenn ich mich recht entsinne, war ich sogar derjenige, der das Ganze vorgeschlagen hat. Damit wollten wir die Leute daran hindern, unser Album im Internet hochzuladen, bzw. zumindest die Leute sabotieren, die denken, es sei in Ordnung unsere Musik zu stehlen. Der Grund, warum ich auf den Promos nicht zu hören bin, ist einfach der, dass ich zu jenem Zeitpunkt sehr beschäftigt damit war, die Tour für AGENTS OF MERCY vorzubereiten und selbige dann auch durchzuführen. Was die Interviews angeht, die mache ich gerne, da ich mit dem Album und der Art, wie es produziert wurde, sehr glücklich bin. Wir alle haben uns viel Mühe damit gegeben und es steckt so viel von jedem Einzelnen in dieser Platte, sodass es sich dieses mal nicht nur wie ein Projekt angefühlt hat, sondern wie eine richtige Band. Ich könnte stundenlang positive Dinge über das Album erzählen und daher bin ich wirklich froh, die Interviews machen zu dürfen.


Ihr Vier seid ja nun auch schon alle lange im Geschäft und habt eine Menge gesehen und gehört. Gibt es da eigentlich noch irgendwelche neueren Acts, die du – oder einer von euch – mag und für empfehlenswert erachtet?

Ich persönlich versuche immer die Augen nach neuen, interessanten Bands offen zu halten, muss aber gestehen, dass ich nicht von vielen neuen Prog-Bands wirklich angetan bin. Ich habe allerdings mehrere Gruppen gefunden, die den Prog-Bereich streifen und die mir sehr gut gefallen, wie z.B. MUSE, KEANE, OPETH, SPIRALING oder RITUAL. Diese Bands befinden sich zwar alle an unterschiedlichen Enden des Spektrums, sind aber durchweg sehr gut. Von Mike weiß ich noch, dass er total verrückt nach BIGELF ist, einer amerikanischen Band mit ausgeprägtem Retrosound, die sich wie ein Mix aus DEEP PURPLE, BLACK SABBATH, BEATLES und ein wenig URIAH HEEP anhören. Er nahm sie deshalb sogar mit auf die „Progressive Nation“-Tour [unter diesem Namen liefen die letzten DREAM THEATER-Tourneen in Nordamerika und Europa, BIGELF waren diesseits wie jenseits des Atlantiks als Vorband mit von der Partie; Anm. d. Verf.].


Zum Abschluss würde ich noch gerne von dir wissen, was sich gerade bei deiner Hauptband abspielt? Kannst du uns schon verraten, wann es ein neues Album von THE FLOWER KINGS geben wird?

Damit kann man jederzeit rechnen, obwohl ich nicht versprechen kann, dass es sehr bald passieren wird. Wir müssen zunächst in die richtige Stimmung kommen und angemessenes neues Material schreiben und hoffentlich können wir sowohl in puncto Produktion, als auch Songwriting eine kleine neue Wendung vornehmen. Ich persönlich hatte zuletzt das Gefühl, dass wir ein wenig ins Schlingern gerieten, nachdem alles ein wenig „größer“ wurde. Wenn du von der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen wirst, muss jedes Bandmitglied Verantwortung gegenüber dem Projekt übernehmen, der eine oder andere war aber aufgrund anderer Interessen oder der Karriere nicht so ganz bei der Sache. „Sum Of No Evil“ [die letzte Studioplatte von THE FLOWER KINGS aus dem Jahre 2007; Anm. d. Verf.] war für mich eine tolle Erfahrung mit viel guter Energie und einer tollen Kameradschaft. Ich habe sogar für die Jungs gekocht, als wir im Studio waren und wir haben uns kaputt gelacht, als wir uns zusammen „Borat“ angesehen haben und wir hatten einfach eine gute Zeit. Auch die Verkäufe waren gut – besser als die von „Paradox Hotel“ – aber aus irgend einem merkwürdigen Grund haben die Presse und das Internet alle negativen Energien gegen THE FLOWER KINGS gebündelt, um die ganze Welt davon zu überzeugen, was für ein wertloses Stück Scheiße wir waren, bzw. sind. Meiner Meinung nach war das sehr unfair! Allerdings ist es auch nicht so wild, da wir ja gerade ohnehin eine Pause eingelegt haben, aber wenn wir uns dazu entscheiden, eine neue Platte zu machen, dann bin ich überaus motiviert, ein Album abzuliefern, das als Leuchtfeuer in einer sonst stagnierenden und überbevölkerten Neo Prog-Szene gelten wird. THE FLOWER KINGS besitzen eine äußerst ernstzunehmende Kraft und ich denke, ich kann diese vorhandene Energie kanalisieren und niemand wird vom Ergebnis enttäuscht sein, da wir 101%-ige Leistung abliefern werden. Ich habe aber auch noch mein neues Projekt AGENTS OF MERCY am Start, mit dem wir im letzten Frühjahr das Album "The Fading Ghosts Of Twilight" veröffentlicht haben. Im nächsten Monat werden wir bereits mit den Aufnahmen zum Nachfolger beginnen, nachdem wir gerade erst eine Europa- und eine US-Tour hinter uns gebracht haben. Bei unseren Gigs in Amerika spielte Nick D’Virgilio [SPOCK’S BEARD] Schlagzeug und es war einfach großartig. Anhand der überwältigenden Reaktionen seitens des Publikums konnten wir auch deutlich sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.


Roine, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und alles Gute für alle deine Projekte in der Zukunft.

kaamos

Autor: Timo Beisel [kaamos] | 07.12.2009 | 23:33 Uhr

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