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Interviewpartner: Rolf Kasparek

Die Hamburger Heavy Metal-Urgesteine RUNNING WILD stehen bereits seit etlichen Jahren unter der alleinigen Führung von Frontmann Rolf Kasparek. 2005 erschien mit „Rogues En Vogue“ das vorerst letzte und leider schwächste Album der Hanseaten, weshalb es kaum überraschte, dass sich Chef-Freibeuter Rock 'n' Rolf mit einer dicken Abschieds-Show auf dem „Wacken Open Air“ in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. Unerwartet kam hingegen im vergangen Jahr die Rückkehr des Herren auf die Brücke von RUNNING WILD. Seit dem Comeback in Form von „Shadowmaker“ scheint der Mann seine Kreativität kaum zügeln zu können und so erscheint nach einem kurzen Gastspiel bei GIANT X mit „Resilient“ bereits das nächste Album der wieder erstarkten Piraten. Wir setzten uns mit Rolf Kasparek zusammen, damit er uns alles zu den jüngten Entwicklungen im Hause RUNNING WILD erzählt.






Hallo Rolf und vielen Dank für dieses Interview! Es ist ungefähr anderthalb Jahre her, dass mit „Shadowmaker“ das aktuellste RUNNING WILD-Album erschienen ist. Was hast Du seither getrieben?

Ich habe ja mit GIANT X an einem neuen Projekt mitgewirkt und das lag ziemlich genau zwischen „Shadowmaker“ und „Resilient“. PJ, der ja auch bei RUNNING WILD Gitarre spielt, war ebenfalls dabei, aber musikalisch war das ein vollkommen andere Nummer. Das ging viel mehr in die Blues- und Hard Rock-Ecke. Ich fand es auch sehr interessant, mal etwas anderes zu machen, zumal ich bei GIANT X ja nicht der Produzent, sondern wirklich nur Musiker war: Ich habe gesungen, die Texte geschrieben und ein paar Songs beigesteuert, aber ansonsten hat Peter Jordan die Produktion übernommen. Dass ich nicht immer alles gleichzeitig im Auge haben musste, war natürlich auch mal ganz entspannt. GIANT X hat die Zeit auch ziemlich gut angefüllt – ich denke mit Promotion war das etwa im Februar erledigt. Danach habe ich gleich wieder angefangen, für RUNNING WILD zu schreiben – ich habe also praktisch ununterbrochen an Musik gearbeitet.


Peter Jordan wirkt ja auch bei RUNNING WILD mit. Wie war es so, für GIANT X „die Hüte zu tauschen“ und nicht mehr die Zügel in der Hand zu halten?

Och, das war gar kein Problem. Wir beide verstehen uns ja sehr gut und es war auch mal ganz interessant, zu sehen, wie er an eine Produktion herangeht. Natürlich ist es so, dass er sich auch bei RUNNING WILD in die Produktion einbringt oder ich mal etwas bei GIANT X sage und auf diese Weise ergänzen wir uns dann ziemlich gut. Das ist aber auch normal, denn wenn man so lange im Business ist, hat man natürlich auch seine Sichtweise zu gewissen Dingen. Das war auf jeden Fall eine gute Zusammenarbeit, die uns auch musikalisch bereichert hat, weil wir da einige Dinge ausprobieren konnten.


Zurück zu RUNNING WILD: Wie kam „Shadowmaker“ an, als es erschienen ist?

Eigentlich sehr gut. Es war natürlich von vornherein klar, dass „Shadowmaker“ nicht dieses absolut typische RUNNING WILD-Album werden würde. Das wäre auch aufgrund der Tatsache, dass ich RUNNING WILD beendet hatte, gar nicht gegangen. Dafür gab es ja auch Gründe. Insofern war es klar, dass einige Leute angesichts der Comeback-Platte die Augenbrauen nach oben ziehen würden. Es war aber auch klar, dass das neue Album jetzt kein „Shadowmaker II“ werden würde, weil ich mich grundsätzlich nicht wiederholen möchte. Ein Album wird immer von der eigenen Gemütslage und dem Umfeld zum Zeitpunkt seiner Entstehung beeinflusst.


Wie war denn das Umfeld beim Songwriting zu „Resilient“?

Sehr entspannt. Ich hatte RUNNING WILD ja beendet, weil es mir nicht mehr leicht viel, zu schreiben – die Arbeit am Material zu „Rugues En Vogue“ war ein sehr mühseliger Prozess. Dieses Mal kam es genauso schnell wie bei „Shadowmaker“. Ich habe im März mit der Arbeit an einem neuen Album begonnen – da gab es schon das Grundgerüst zu zwei oder drei Songs – und während ich an einer Nummer gearbeitet habe, hatte ich plötzlich die Idee zu „Soldiers Of Fortune“. Innerhalb von zwei Tagen folgten dem dann noch „The Drift“, „Bloody Island“ und „Run Riot“ - ich konnte die Sachen gar nicht schnell genug aufnehmen, wie die Ideen für die Songs kamen. „Soldiers Of Fortune“ habe ich glaube ich in fünf Minuten geschrieben. Natürlich dauert es dann immer noch ein paar Tage, ein Demo aufzunehmen und alles auszuarbeiten, aber die Grundidee stand in kürzester Zeit. Insofern war das alles sehr entspannt. Das war für mich natürlich eine super Sache, weil es genauso ablief wie bei „Shadowmaker“ oder auch bei TOXIC TASTE und GIANT X. Sogar in der Produktion zu „Resilient“ musste ich nochmal weitere vier Ideen aufnehmen!


“Resilient“ klingt deutlich mehr nach klassischen RUNNING WILD als sein Vorgänger. Woher denkst Du kommt das?

Das ist immer schwer zu sagen. Wenn ich für ein Album schreibe, dann versuche ich nie, zu steuern, wo das jetzt hingeht. Ich glaube auch, dass das dem Schreibprozess nicht gut tun würde, weil man sich dann selbst kopieren oder zumindest verkrampfen würde. Zumindest stand der Titel „Resilient“ für mich schon sehr früh fest – das war auch einer der ersten Songs, die ich geschrieben habe – und da war mir auch schon klar, dass Adrian wieder auf das Cover muss. Adrian ist das Symbol von RUNNING WILD und „Resilient“ bedeutet übersetzt so etwas wie „unverwüstlich“ und für mich bildeten diese beiden Begriffe eine Einheit.


Würdest Du denn zustimmen, dass „Resilient“ RUNNING WILD wieder näher zu den Wurzeln führt?

Ja, natürlich. In dem Album steckt auf jeden Fall mehr klassisches RUNNING WILD-Material als in „Shadowmaker“. Aber wie gesagt war das kein von meiner Seite aus gesteuerter Prozess, sondern ist einfach passiert. „Shadowmaker“ war eine Platte, die ich selber nicht erwartet habe [lacht], aber für „Resilient“ habe ich mich von vornherein wieder mehr mit dem Thema RUNNING WILD auseinander gesetzt. Das Comeback-Album hat sich daraus entwickelt, dass ich ursprünglich ein paar neue Songs für den Re-Release einer alten RUNNING WILD-Platte geschrieben hatte. Für „Resilient“ habe ich hingegen von der ersten Minute an für ein Album gearbeitet und das macht natürlich einen Unterschied aus.


Glaubst Du, dass dich Deine Arbeit mit GIANT X beim Songwriting zu „Resilient“ beeinflusst hat?

Nein, das glaube ich eigentlich nicht. Ich habe für GIANT X ja eher die Songs geschrieben, die ganz weit weg sind von RUNNING WILD. Wenn Ihr Euch auf dem Album die Nummern anhört, die an RUNNING WILD erinnern, dann stammen die alle von PJ [lacht]. Ich habe ja die ganzen Blues- und Rock 'n' Roll-Sachen beigesteuert und das auch mit voller Absicht. Hätte ich versucht, für GIANT X einen Metal-Song zu schreiben, dann wäre da sowieso eine RUNNING WILD-Nummer draus geworden. Das Projekt sollte aber ja sehr viele verschiedene stilistische Ecken abdecken, weshalb ich die Ideen verwendet habe, die so weit wie möglich von RUNNING WILD entfernt sind. PJ kommt ja auch ursprünglich aus dem Blues und ist ein großartiger Slide Guitar-Spieler und das wollten wir uns natürlich auch zunutze machen.


Ist von GIANT X noch ein weiteres Album zu erwarten?

Wir haben da während wir den Zeitplan für „Resilient“ besprochen haben kurz drüber geredet, aber wir sind noch zu keiner Entscheidung gekommen. Es liegt aber im Rahmen des Möglichen.


Worum drehen sich die Texte auf „Resilient“?

Es gibt da ganz typische Songs wie „Soldiers Of Fortune“, die keinen tieferen Inhalt haben. Dabei handelt es sich dann mehr um „Imagepflege“ - damit meine ich, dass die Nummer mit dieser Piraten-Geschichte zu tun hat. „Bloody Island“ geht auf den ersten Blick in eine ähnlich Richtung, aber wenn man ein bisschen tiefer gräbt, geht es in dem Song um Gier und was sie aus dem Menschen macht. Es gibt auch noch ganz andere Songs wie z.B. „Crystal Gold“: An diesem Song habe ich gerade musikalisch gearbeitet, als in den Nachrichten ein Bericht über die Privatisierung der Trinkwasserversorgung kam. Das hat aus meiner Sicht nicht nur mit finanziellem Interesse sondern auch mit dem Streben nach Kontrolle über Ressourcen und Menschen zu tun. Daraus ist dann der Text zu diesem Song entstanden. Ich habe nie das Bedürfnis, eine Platte nur über ein Thema zu schreiben – das würde ja auch wieder bedeuten, sich musikalisch zu limitieren – und so gibt es auf „Resilient“ Songs mit ganz unterschiedlichen Inhalten.


“Resilient“ klingt auch von Sound her ganz anders als sein Vorgänger. Wie habt Ihr diesmal aufgenommen?

Wir haben in drei verschiedenen Studios gearbeitet, wobei eines davon das von PJ war. In meinem eigenen Studio habe ich meinen Gesang aufgenommen und die ganzen Overdubs für die Gitarren etc. gemacht. Wir konnten auf diese Weise ganz gut parallel arbeiten: PJ hat seine Leadgitarren aufgenommen, während ich noch mit dem Gesang beschäftigt war usw. Währenddessen konnte bei den fertigen Songs dann bereits der Mix erledigt werden. Das war eine sehr entspannte Arbeitsweise, durch die wir auch sehr viel Zeit sparen konnten. Es war ja auch schon die zweite Platte, die wir als Team gemacht haben, weshalb jeder die Arbeitsweise des anderen bereits kannte.


Bei unserem letzten Gespräch sagtest Du, Du hast mit SPV einen Vertrag über zwei Alben abgeschlossen. Der ist ja nun erfüllt. Wie geht es jetzt weiter?

Das weiß ich noch nicht genau. Natürlich haben SPV schon ihr Interesse bekundet, weiter mit mir zu arbeiten und da werden wir uns auch sicher drüber unterhalten, wenn es soweit ist. Aber im Moment bin ich natürlich mit der Promotion zu „Resilient“ beschäftigt und es gibt natürlich auch ein paar andere Plattenfirmen, die an RUNNING WILD interessiert sind. Da habe ich also noch keine Entscheidung getroffen.


Die Frage war eher: Bleiben RUNNING WILD jetzt da?

Ja, natürlich! Die Band besteht ja eigentlich nur noch aus mir. Im Endeffekt ist RUNNING WILD ja schon seit '92 oder '93 mein Solo-Projekt. Damals gab es zwar noch die Besetzung aus Jörg Michael, Thilo Hermann und Bodo Smuszynski und das war nach außen hin auch immer noch eine Band – wir haben ja auch die Shows zusammen gespielt. Aber die Idee, dieses Angestelltenverhältnis zu haben und pro Platte und Show bezahlt zu werden, kam ja von den Musikern und nicht von mir. Es hat sich dann immer weiter dazu entwickelt und als Thilo als letzter dieser Besetzung weg war, wurden RUNNIG WILD natürlich endgültig zu einem Solo-Projekt.


Wie sieht es mit Deinen Tourplänen zu „Resilient“ aus?

Also Touren wird es definitiv nicht mehr geben, aber wenn ich die Promotion für dieses Album fertig habe, werde ich mich hinsetzen und durch die ganzen Angebote gehen, die ich von Festivals bekommen habe. Ich habe weltweit eigentlich von allen Festivals, die sich um Metal und Hard Rock drehen, Anfragen bekommen. Ich werde mich mit den entsprechenden Leuten zusammen setzen und das durch kalkulieren und dann gucken wir, was wir machen können und was nicht. Eigentlich war das ja schon für dieses Jahr geplant, aber durch GIANT X war RUNNING WILD so weit nach hinten verschoben, das wir zur Zeit der Festivals mitten in der Produktion waren. Eine Band wie SAXON kann auch übermorgen problemlos auf einem Festival spielen, aber RUNNING WILD brauchen etwa ein halbes Jahr, bis die Musiker die ganzen Sachen wieder drauf haben.


Und damit sind wir am Ende. Möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Mir hat die Arbeit an „Resilient“ sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass den Fans das Album genauso gut gefällt wie mir.


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 29.09.2013 | 21:23 Uhr

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