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Interviewpartner: Ross Dolan

Gut drei Jahre haben sich die US-amerikanischen Death-Metal-Veteranen IMMOLATION für den Full-Length-Nachfolger von „Majesty And Decay“ Zeit gelassen. Sänger und Bassist Ross Dolan äußert sich im Interview ausführlich und gewohnt bodenständig zu „Kingdom Of Conspiracy“, dem brandneuen Studioalbum von IMMOLATION.




Hi Ross! Wie geht’s Dir? „Kingdom Of Conspiracy“ erscheint in knapp zwei Wochen: Was kannst Du uns zur Entstehung des Albums berichten? Wie viel hat jedes Bandmitglied einbringen können?

Hi, wie läuft's? Hier bei uns ist gerade alles großartig. Wir bereiten uns momentan auf die Veröffentlichung der Scheibe und auf die gemeinsame Tour mit CANNIBAL CORPSE und NAPALM DEATH in den Vereinigten Staaten vor. Wir haben letztes Jahr im April mit dem Schreibprozess für das neue Album begonnen. Bob hat zu diesem Zeitpunkt angefangen, Riffs zu schreiben und die Dinge dann zusammenzufügen. Bis Juni hatte er ungefähr die Hälfte der CD im Kasten, als wir uns auf eine kurze Tour durch Südamerika begaben. Dort waren wir dann knapp zwei Wochen unterwegs; Bob hat in der freien Zeit im Rahmen der Tour fast den kompletten Rest geschrieben. Das war auch das erste Mal, dass Bob es geschafft hat, neues Material auf Tour zu schreiben. Als wir aus Südamerika zurückkehrten, blieben uns einige Wochen Zeit, um an den Arrangements zu feilen und alles einzuproben, ehe wir ins Studio gegangen sind. In dieser Phase haben Bob und ich sehr eng zusammen an den Arrangements gebastelt und danach alles an unseren Schlagzeuger Steve, der in Ohio lebt, geschickt. Er nahm dann die Demo-Tracks mit den provisorischen Schlagzeugspuren, die von Bob stammen, und nutzte diese als Grundlage, um die unterschiedlichen Tempi und Rhythmen in den Songs nachvollziehen zu können. Daraufhin steuerte Steve dann seine eigenen Beats und Fills bei, die dafür sorgen, dass die Stücke erst so richtig zum Leben erwachen. Während des Schreibprozesses sind wir alle mehr oder weniger involviert, und alle nehmen daran teil.


Welche Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten kannst Du im Vergleich zu „Majesty And Decay“ feststellen? Die Produktion geht z.B. in eine ähnliche Richtung – war Euch diese Transparenz auch für „Kingdom Of Conspiracy“ wichtig, während beide Alben natürlich ziemlich düster, wenn auch unterschiedlich sind?

Ich finde, dass die neue Scheibe viel intensiver und direkter ist als sein Vorgänger. Meiner Meinung nach haben wir die besten Elemente von „Majesty And Decay“ und der „Providence“-EP kombiniert, um das Resultat zu erhalten, das wir uns vorstellten. „Kingdom Of Conspiracy“ ist unsere mit Abstand dunkelste und brutalste Veröffentlichung bislang. Dabei sind auch Elemente unserer alten Alben eingeflossen, und die Ausführung sorgt dafür, dass jeder Song auf diesem Album im Ohr hängen bleibt und jeden Aspekt beinhaltet, den ein Fan von IMMOLATION in unseren Liedern erwartet. Wir haben erneut sowohl mit Paul Orofino als auch mit Zack Ohren zusammengearbeitet, um eine Produktion zu erhalten, die gleichermaßen transparent und sehr wuchtig klingt. Die Fähigkeiten von Zack beim Mischen und Mastern haben dafür gesorgt, dass unsere letzten paar Veröffentlichungen in Sachen Produktion am besten waren. Wir waren mit seiner Arbeit für die letzten beiden Alben sehr zufrieden, sodass es für uns vollkommen klar war, ihn weiterhin einzubinden und als Teil des IMMOLATION-Teams zu betrachten. Und ja, ich stimme Dir zu, dass die neue CD eine ganz andere Grundstimmung als unsere letzte Full Length hat.




Wie würdest Du das Thema/Konzept von „Kingdom Of Conspiracy“ umschreiben? Um welches „Königreich“ handelt es sich hierbei – und wer ist dessen Herrscher?

Das textliche Konzept befasst sich mit unserer heutigen Welt. Wir haben einen sehr kritischen Blick auf alles geworfen, was sich derzeit auf der Welt abspielt, und auf die Richtung, die dies alles nimmt. Dann haben wir das Ganze noch von sehr düsterer Warte aus betrachtet. Jeder Song auf dem Album beschäftigt sich mit einem anderen Element oder Symptom der allgemeinen Probleme, denen wir uns gegenübersehen. Dies ist auch unser erster absichtlicher Versuch, ein Konzeptalbum zu erschaffen. Wir sprechen über die menschlichen Aspekte all dessen und auch über die kollektive Rolle dabei, unsere Welt bis an diesen Punkt gebracht zu haben. Das Album basiert auf einem stark von George Orwell inspirierten, düsteren Blick auf unsere gar nicht mal so ferne Zukunft und thematisiert die unterschiedlichen Arten, wie wir unsere Art des Menschseins verloren haben. Die Verschwörungen, die wir hierbei ansprechen, sind die Korruption und die negativen Kräfte, die uns davon abhalten, als Menschen vorwärts zu schreiten – und das Königreich ist somit die Welt an sich. Leider gibt es immer Leute, die sich miteinander verschwören, um furchtbare Dinge im Namen von Gier und Macht zu verüben, und letzten Endes richtet dieses Album den Fokus auf die Dinge, die wir aufgrund der ganzen Ablenkungen in unseren alltäglichen Leben verpassen.


Gehen wir mal ins Detail: Was kannst Du uns zu „The Great Sleep“, „Keep The Silence“, A Spectacle Of Lies“ und God Complex“ berichten? Vermutlich ist auch das Thema Religion wieder ein Aspekt?

Um ehrlich zu sein, haben wir auf diesem Album nur einen einzigen Song, der sich mit der Religion befasst, und das ist „Serving Divinity“; wobei das Thema hier von einem gänzlich anderen Blickwinkel angegangen wird. Es fasst Religion als etwas auf, das die Menschen auseinander bringt, wie dies heutzutage bei so vielen Sachen der Fall ist, z.B. Politik, Hauptfarbe, Klassenzugehörigkeit und Nationalismus.
Das Stück „The Great Sleep“ ist musikalisch betrachtet der langsamste und wuchtigste Song auf dem Album und befasst sich thematisch mit den vielen Ablenkungen, die die breite Masse auf Dinge fokussieren soll, die nicht wirklich wichtig sind, während die wirklich wichtigen, unterschwelligen Themen dann übersehen werden. Diese Massenhypnose zieht uns durch das Leben und lässt uns gegenüber den Manipulationen von denjenigen, die die Kontrolle haben, erblinden.
„Keep The Silence“ ist ein weiterer schleppender und wuchtiger Song, dessen Intensität sich mit zunehmendem Verlauf steigert und dann in einige sehr schnelle Abschnitte sowie einige abgefahrene Passagen ausufert. Textlich befassen wir uns mit der zögerlichen Haltung der Leute, die Dinge, die heutzutage geschehen, wahrzunehmen und anzusprechen. Das ist diese kognitive Dissonanz, die es den Menschen ermöglicht, ein Problem direkt vor Augen zu haben und es dennoch nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen.
„A Spectacle Of Lies“ ist musikalisch betrachtet ein Kraftbrocken mit vielen schnellen Passagen und sehr viel schöner Dynamik im Songverlauf. In den Texten sprechen wir die umfangreiche Propagandamaschinerie an, die unsere Medien heute darstellt, und wie sie den Dialog und die Informationen, die wir erhalten, beeinflusst.
Und dann wäre da noch „God Complex“, ein sehr dunkles Lied, das den Leser von Anfang bis Ende mit jede Menge Geschwindigkeit und einem prima Abschnitt in der Mitte zuballert; dazwischen gibt es noch einige großartige Soli. Dieser Song befasst sich mit der Besessenheit der Menschen, die Welt mittels der Wissenschaft kontrollieren zu wollen und dabei solche Dinge wie Bio- und Geowissenschaften einzusetzen, um unsere Nahrung und unser Klima zu kontrollieren.


Du erwähntest vorhin schon kurz die Zusammenarbeit für die Studioaufnahmen. Da Ihr erneut mit Paul Orofino gearbeitet habt, stellte sich vermutlich zu keinem Zeitpunkt die Option, einen anderen Produzenten zu verpflichten?

Der Studioaufenthalt war wieder einmal eine sehr angenehme Erfahrung. Wir haben uns erneut dafür entschieden, bei Paul Orofino in den Millbrook Sound Studios im Bundesstaat New York aufzunehmen. Paul gehört zur IMMOLATION-Familie, und wir schätzen es sehr aufgrund seiner Geduld, seinem großen Wissen und der Tatsache, dass wir uns immer entspannt und stressfrei fühlen, wenn wir in seinem Studio sind, mit ihm zusammenzuarbeiten. Es ist eine sehr angenehme Umgebung für uns, um dort aufzunehmen, und das ist auch der Schlüssel, da wir jeweils ziemlich hektische Leben aufgrund unserer Jobs und der Verpflichtungen mit der Band haben. In einem anderen Studio aufzunehmen, stellt für uns momentan keine Option dar. Wir haben ein wunderbares Arbeitsverhältnis mit Paul und betrachten ihn als guten Freund und Teil unserer Familie, und da wir nun auch Zack Ohren für den Mix am Start haben, fühlt es sich für uns wie ein Gewinnerteam an.




Wenn man sich das Artwork so ansieht, war übrigens auch Orwell das Erste, was mir durch den Kopf ging, zumal das Gebäude etwas von einer Art „Ministry Of Speech“ oder so hat. Was meinst Du?

Ja, das Cover hat ziemlich viel von Orwell, und das war auch völlige Absicht. Wir haben uns erneut dazu entschieden, Pär Olofsson für das Artwork zu verpflichten, da er bei unseren letzten beiden Scheiben solch phänomenale Arbeit abgeliefert hat. Es gelingt ihm einfach gut, unsere Ideen zum Leben zu erwecken, und wir hatten den Eindruck, dass dies im jetzigen Fall eine Herausforderung sein würde. Die Gestalten auf dem Cover sind alle aneinander gekettet, während ihre Augen und Münder zugenäht sind, was die totalitäre Ausrichtung dieser zukünftigen Welt à la Orwell aufzeigt. Wenn man sich das Gebäude dahinter genauer ansieht, kann man erkennen, dass es eigentlich aus Menschen besteht. Dies steht symbolisch dafür, wie wir genau diese Systeme erschaffen, die allmählich versagen und die Welt in die Knie zwingen, und deren Teil geworden sind. Insgesamt finden wir, dass Pär großartige Arbeit geleistet hat, diese sehr düstere Vision umzusetzen.


Zwischen „Majesty And Decay“ und „Kingdom Of Conspiracy“ habt Ihr noch die „Providence“-EP über Scion veröffentlicht – auf den ersten Blick eine etwas ungewöhnliche Zusammenarbeit. Wie siehst Du im Nachhinein die Möglichkeit eines kostenlosen Downloads? Ist diese Kollaboration evtl. für die Zukunft richtungweisend?

Die „Providence“-EP war eine einzigartige Gelegenheit für uns, unseren Fans umsonst neue Musik bieten zu können. Wir hatten schon vor der EP einige Male mit Scion zusammengearbeitet, sodass wir der Meinung waren, dass es sich um etwas wirklich Spezielles handelt, als sie uns darauf ansprachen. Scion stellten uns die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die fünf Songs, die wir exklusiv für diese Veröffentlichung geschrieben hatten, aufzunehmen; hinzu kamen dann noch die Finanzen für das Video zu „Illumination“ und ein dreiwöchiger Support für die US-Tour, die wir im Rahmen der EP gespielt haben. Wir sind sehr zufrieden damit, dass wir mit Scion arbeiten durften, um diese Veröffentlichung zu realisieren. Die fünf Lieder darauf sind sehr speziell und wurden nur für die EP erschaffen. Zudem war es eine wichtige Überbrückung zwischen dem Vorgänger und dem neuen Album, und es hat uns ermöglicht, den Fans für ihre jahrelange Unterstützung etwas zurückgeben zu können. Das wohl einzigartigste Stück dieses ganze Puzzle-Spiels bestand jedoch darin, dass Scion von uns keinerlei Rückzahlung der Mittel verlangten, was uns wiederum ermöglichte, den Fans das Teil kostenlos zur Verfügung zu stellen. Es gab nämlich keinerlei Druck, Alben zu verkaufen, um etwaige Gelder, die uns als Budget geliehen wurden, wieder reinzuholen und zurückzuzahlen. Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis ausgesprochen zufrieden. Wir finden, dass die EP auf alle Fälle für sich selbst stehen kann und in Sachen Musik sowie Produktion keinen Vergleich mit unseren älteren Veröffentlichungen zu scheuen braucht.


Wie sehen Eure momentanen Tourpläne aus? Wie wäre es, das US-Tourpaket mit NAPALM DEATH und CANNIBAL CORPSE auch nach Europa zu bringen, auch wenn Ihr ja schon für die letzte Scheibe mit NAPALM DEATH hier unterwegs wart?

Derzeit sieht es aus, als würden wir im Januar 2014 in Europa unterwegs sein. Wir spielen aber schon Anfang Mai 2013 auf dem Neurotic Deathfest, fliegen dann aber direkt nach Hause, um hier in den Vereinigten Staaten die Decibel Tour zu spielen. Es wäre eine großartige Sache, dieses Paket auch nach Europa zu bringen, aber ich bin mir nicht sicher, ob sich das gerade auch realisieren lässt. Wir haben vor, für das neue Album als Headliner unterwegs zu sein, wenn wir bei Euch im Januar unterwegs sind, und darauf freuen wir uns gerade sehr. Obwohl wir schon in der Vergangenheit sowohl mit NAPALM DEATH als auch mit CANNIBAL CORPSE getourt sind, freuen wir uns aber dennoch sehr auf die Decibel Tour, da wir mit beiden Bands seit fast 25 Jahren sehr eng befreundet sind. Wir respektieren sie sehr als Musiker und Kollegen, schätzen sie alle als gute Freunde und gehen davon aus, dass es nicht nur ein starkes US-Tourpaket ist, sondern für alle Beteiligten auch jede Menge Spaß bedeuten wird.




Du hast gerade schon von 25 Jahren gesprochen, die Ihr aktiv seid: Gibt es eigentlich Pläne, ein spezielles Set für dieses Jubiläum auf die Beine zu stellen, z.B. das komplette „Dawn Of Possession“ zu spielen? Oder haben inzwischen schon zu viele Bands etwas Ähnliches gemacht, sodass dieses Vorgehen seinen Reiz verloren hat?

Wir wurden schon zahlreiche Male angefragt, „Dawn Of Possession“ komplett zu spielen Dies ist aber etwas, was wir immer abgelehnt haben, weil wir nicht das Gefühl haben, eine Band zu sein, die sich auf ihren alten Glanztaten auszuruhen braucht, um weiter voranzukommen. Ich verstehe, dass es eine Sache des Nostalgiefaktors für die Fans ist, aber wir versuchen immer, Songs von allen älteren Veröffentlichungen in unser Live-Set zu integrieren, insofern es die Spielzeit erlaubt. Wir sind eine Band, die stets nach vorne und niemals zurück blickt, und wir haben auch das Gefühl, dass unser aktuelles Material mit zum aggressivsten und stärksten gehört, was wir je geschrieben haben. Daher ist es auch das neuere Material, auf dessen Live-Umsetzung wir uns am meisten freuen.


Wie nimmst Du die derzeitige Death-Metal-Szene wahr – mit solch wahnsinnig technischen Bands wie ORIGIN, BRAIN DRILL oder auch WORMED oder auch Projekten, die die Grenzen des Genres ausloten, wie z.B. ULCERATE? Kümmerst Du Dich um aktuelle Entwicklungen?

Ich finde, dass sich die Szene ständig weiterentwickelt, und in allen Bereichen gibt es immer wieder neue Bands – ob das nun die hypertechnischen Sachen sind oder der eher einfach gehaltene Oldschool-Death Metal. Ich persönlich denke, dass es genug Platz für alle gibt, und ich mag alle Arten von extremer Musik. Wir waren zum Beispiel mit den Jungs von ORIGIN schon auf Tour und betrachten sie als gute Freunde. Das sind alles überragende Musiker und auch echt nette Leute, und was sie musikalisch so vom Stapel lassen, bringt diese Art von Musik wirklich bis ans Limit.


Gibt es eventuell einige neue Bands, die Dir in letzter Zeit aufgefallen sind? Und wie hat sich eigentlich die gesamte Herangehensweise an Musik an sich während all der Jahre des Bestehens von IMMOLATION geändert?

Wir haben während des letzten Jahres mit vielen neuen und angesagten Bands zusammengespielt. Ich habe soeben die neue CD einer Band namens MORGENGRAU aus Texas erhalten, die eine schöne Oldschool-Death-Atmosphäre hat, und dann noch die neue Scheibe unserer guten Freunde von BIRTH A.D. Die machen Oldschool-Thrash, und zwar genau so, wie er auch klingen soll. Das sind die beiden aktuellsten Veröffentlichungen von neueren Bands, die ich sehr mag. Wie ich vorhin schon kurz angedeutete, so hat sich die Szene seit unseren Anfängen vor über 25 Jahren sehr weiterentwickelt, und während dieser Zeit gab es etliche großartige Bands, die neue Ansätze ausprobiert haben, um diese Musik in neue Richtungen vorwärts zu bringen, und auch die Grenzen des Extremen über den Anschlag hinaus ausgelotet haben. Als wir ganz am Anfang standen, wurde keine sonderlich große Betonung auf Geschwindigkeit oder technischen Anspruch gelegt; es ging eher um das Gefühl, und das ist die Schule, aus der IMMOLATION stammen. Ich habe uns noch nie als technische Band betrachtet oder als eine Band, die sich einfach auf Geschwindigkeit um ihrer selbst willen verlassen hat. Wir versuchen einfach nur, Musik zu erschaffen, die dunkel, eindringlich und voller Emotionen ist.


Bonusfrage: Wenn man die Musik von IMMOLATION verfilmen würde, welcher Film oder welches bestimmte Genre müsste dies? Vielleicht etwas à la „1984“ oder auch „Equilibrium“, d.h. etwas dystopisch Angehauchtes?

Wow, das ist eine harte Nuss. Ich finde, dass etwas wie „1984“, aber noch deutlich epischer, sehr gut zum neuen Album passen würde. Es müsste auf alle Fälle etwas Düsteres und Erhabenes sein – das würde passen.


Dann danke ich Dir hiermit für das ausführliche Interview und wünsche Dir alles Gute!

Vielen Dank für das Interview und ebenfalls alles Gute!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 25.04.2013 | 22:43 Uhr

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