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Band: Metalnews nach 'Chevelle' durchsuchen Chevelle
Interviewpartner: Sam Loeffler

Mit ihrem letzten Album "The North Corridor" konnten die US Alternative-Rocker von CHEVELLE wiedereinmal überzeugen. Und zumindest in den Staaten wurde dies durch eine entsprechende Chartplatzierung gewürdigt. Hierzulande kennen CHEVELLE noch nicht so viele Fans, was sich aber mit Sicherheit bald ändern wird. Wir sprachen mit Schlagzeuger Sam Loeffler über das neue Album, kommende Touren und das Leben an sich.




Hi Sam, nett mal mit dir zu sprechen. Zunächst möchte ich dir zu eurem aktuellen Album "The North Corridor" gratulieren. Die Scheibe ist mal wieder ein feines Stück moderner Metal oder Alternative Rock mit einem Hang zur Melancholie. Ich muss aber auch sagen, dass ihr euch mit jeder Scheibe weiterentwickelt!


Danke für die Blumen. Es ist natürlich auch unser Ziel, nicht auf der Stelle zu treten sondern zu versuchen, uns immer weiterzuentwickeln.


Eure Alben haben eigentlich immer ein paar gewisse Trademarks, auf der anderen Seite gibt es auch immer etwas neues zu entdecken.

Nun, es ist eine Art Intention von uns, nicht immer wieder die gleichen Songs zu schreiben. Das wäre auch furchtbar langweilig. Wenn man dann noch ständig auf Tour ist, kann das sehr belastend sein. So versuchen wir eben immer, alles rauszuholen und Songs zu schreiben, die wir auch gerne spielen und hören würden. Wir sind mit dem Album auch sehr zufrieden und die Richtung, die wir eingeschlagen haben, liegt uns sehr.


Auf euren Album herrscht aber auch häufig eine düstere Atmosphäre, ihr seid definitiv keine Partyband. Möchtet ihr die Leute in erster Linie anregen, die Texte von Pete zu analysieren oder möchtet ihr eher unterhalten?

Also uns ist schon wichtig, dass die Leute die Stücke interpretieren, das ist zum Teil sehr interessant für uns. Pete schreibt deshalb auch immer Texte, die viel Platz für Interpretationen lassen. In der Regel handeln die Texte auch von globalen Themen aus der Welt, den USA oder eben von unseren Erlebnissen. Unbedingt ne Spaßnummer zu schreiben ist nicht so unser Ding mit CHEVELLE.


Wenn man sich ein Album von euch anhört findet man auch immer etwas zu entdecken oder man bekommt eine Wendung um die Ohren gehauen, die man so nicht erwartet hätte. Dann wiederum klingt es im Umkehrschluss wieder nach CHEVELLE. Das macht die Sache natürlich auch sehr spannend für den Hörer. Ist das so beabsichtigt oder eher ein Zufall?

... Ich denke, das hat einfach so zu sein. Es müssen immer auch ruhigere Elemente bei den Songs sein und dann kann man in der nächste Sekunde mit dem Headbangen anfangen, weil es heftig weitergeht. So funktioniert es für uns am besten, verstehst du?


Klar, und ich bin sicher, dass eure Fans das auch zu schätzen wissen. Man kann ein Album von euch z.B. 20 mal hören und dennoch immer wieder überrascht werden.

Vielen Dank, dann haben wir ja was richtig gemacht. (lacht) Natürlich wollen wir die Kiste nicht zu kompliziert machen, sodass uns die Fans nicht mehr folgen können... und wir uns auch nicht.


Ihr seid ja auch keine Progressive Metal-Band!

Korrekt! Das ist auch gar nicht unsere Zielrichtung. Es gibt zwar sehr geile Progressive Rock-Bands da draußen, aber dahin werden wir uns nicht entwickeln.


Den Vorgänger von "The North Corridor", "La Gargola", habe ich seinerzeit auch rezensiert. Die Platte hatte ja auch haufenweise geiler Songs wie meinen Liebling "Jawbreaker" oder "Take Out The Gunman" als Beispiel. Gerade "Jawbreaker" hat diese wahnsinnig melancholische Atmosphäre, die auch von KILLING JOKE hätte stammen können. Ich hatte meine Bedenken, dass ihr die Scheibe nicht übertreffen könntet. Habt ihr euch da selbst auch Druck gemacht?

Ich denke, einen gewissen Druck hast du immer, wenn du an einem Album arbeitest, das bleibt gar nicht aus. Und jedes Album ist schwieriger zu machen, als der Vorgänger. Es geht dabei allerdings nicht darum, ein besseres oder erfolgreicheres Album zu machen sondern eher darum, Songs zu schreiben, die man vorher nocht nicht geschrieben hat und die interessant sind.


Was verbirgt sich denn hinter dem Titel "The North Corridor"? Ist der Titel prägend für den Inhalt der Songs?

Der Titel beschreibt eigentlich das Gefühl, Songs oder ein Album in unserer Ecke in Chicago zu kreieren. Wir nennen unsere Gegend "The North Corridor". Als wir die Stücke schrieben war es sehr kalt und in Chicago ist es häufig sehr windig, die Tage waren zudem sehr grau, das Wetter mies. Daher haben wir uns für diesen Titel entschieden, es war so eine Art Arbeitstitel wenn man so will. Diese Umstände haben sich mit Sicherheit in den Songs eingeschlichen, wonach der Titel also schon irgendwie in den Stücken enthalten ist.


In den Staaten seid ihr mit CHEVELLE ja auch kommerziell ziemlich erfolgreich. Die meisten eurer Alben schlugen ziemlich hoch in den Charts ein. Hier in Deutschland oder Europa müsst ihr noch um eure Anerkennung bzw. den großen Durchbruch kämpfen. Was meinst du ist der Grund dafür? Sind die Musikfans hier noch nicht bereit für euch?

Das könnte schon der Fall sein. Nun muss man ja auch sagen, dass wir keine Rockband sind, die man universal einsetzen kann. Es gibt ja Gruppen, die mit ihrer Mucke sofort die Massen begeistern können. Viele davon sind natürlich auch wesentlich kommerzieller als wir. Aber das ist auch gar nicht schlimm. Wir führen unsere Fans bzw. die, die es noch werden, eben langsam an uns heran. Und das ist mit Sicherheit auch nachhaltiger, als wenn wir sofort einen großen Wurf landen. Chartpositionen sind für uns jetzt nicht so wichtig. Schöner ist es, wenn wir auf Tour mit den Leuten sprechen und sie von unserer Musik überzeugen können.


Im Februar seid ihr ja u.a. mit DISTURBED und AVENGED SEVENFOLD hier drüben unterwegs. Das wird euch eine Gelegenheit bieten, den anderen Bands in den Arsch zu treten und euch zu behaupten.

Ja, das hoffen wir auch. Wir waren schon ein paar Mal auf Tour in Deutschland und ich muss sagen, dass uns die Fans dort sehr gefallen. Es sind total nette Leute und der Rock hat bei euch einen ganz anderen Stellenwert.


Das wird für euch mit Sicherheit ein Erfolg werden. Und eine große Chance ist es natürlich auch. Wo wir schon bei Deutschland sind. Es ist zwar ein wenig Off Topic, aber euer Nachname Loeffler, ist hierzulande schon ab und zu vertreten. Habt ihr deutsche Vorfahren?

Unser Ur-Großvater kam aus Deutschland. Ich habe ihn aber leider nicht mehr kennen gelernt.




Okay. Um noch mal auf das Album zu kommen: Ihr habt als Produzenten ja wieder Joe Barresi ausgewählt, der schon eure letzten Alben produziert hat und auch schon mit Gruppen wie CLUTCH, TOOL oder BAD RELIGION arbeitete. Never change a winning team?

Es war unsere dritte Arbeit mit Joe und es klappt zwischen uns einfach sehr gut. Er hat auch einfach das Gefühl dafür, den Sound einer Band einzufangen und auch das Möglichste aus ihr herauszuholen. Seine Arbeit mit anderen Gruppen ist für uns ja auch von Vorteil. So bekommt er auch andere Musik zu hören und entwickelt sich ebenfalls weiter.


Was ich gesehen habe ist, dass zwei verschiedene Cover-Artworks von "The North Corridor" existieren. Hat das einen besonderen Grund?

Das Cover mit dem Jungen im Korridor ist von BLACK SABBATH inspiriert, vom Album "The Witch". Dieses Cover haben wir für die limitierte Edition gewählt.


Einer eurer Übersongs, "The Clincher", um mal ein wenig in die Vergangenheit zu reisen, war bein Videospiel "NFL 2005" vertreten. Für mich als Zocker ist es immer klasse, solche Nummern beim Spiel hören zu können. Für dich als Musiker: Ist es eher Business oder Promotion, bei sowas wie einem Videospiel dabei zu sein oder war das eher explizit gewollt?

Nein, wir wollten schon sehr gerne ein Teil davon sein. Auch wenn ich durch die Band, Familie usw. nicht mehr sehr häufig dazu komme, Videospiele zu zocken...


Willkommen im Club! (lacht)

... Stimmt doch, oder?


Auf jeden Fall.

Na ja, wir haben auf jeden Fall mächtig Spaß daran, bei solchen Sachen gefeatured zu sein. Gerade bei Spielen. Schade ist nur, dass gerade in diesem Bereich solch eine Schnelllebigkeit stattfindet und die Titel schnell alt sind.


Für viele Bands sind solche Teilnahmen eher Geschäft. Auch um eben ganz neue Zielgruppen zu erreichen.

Das ist definitiv so.


Wenn man sich im Internet auf die Suche nach euch macht, kommt man gar nicht an dem Auto Chevrolet Chevelle vorbei. Warum habt ihr euch damals für diesen Bandnamen entschieden?

Wir haben natürlich lange überlegt, wie die Band heißen soll. Gerade Pete hat sich Ewigkeiten einen Kopf darum gemacht. In der heutigen Zeit sind ja auch sehr viele Bands am Start und egal, was man sich aussucht, es gibt schon eine andere Gruppe mit dem Namen. Pete wollte irgendwas generisches haben und irgendwann sprang dann dieser Name heraus. Das Auto wird ja auch schon länger nicht gebaut. Ob der Name jetzt eine gute oder schlechte Wahl war...


Er lässt mit Sicherheit Platz für Interpretationen. Wenn ich mit meinem Shirt von euch unterwegs bin, schauen die Leute hin und wieder zwar auf den Namen, ein Auto vermuten sie aber vermutlich nicht.

Das kenne ich!


CHEVELLE ist ja noch immer eine Familienband. Da seid ihr zwei Brüder, Sam und Pete und euer Schwager Dean Bernardini. Für viele Gruppen ist es schon schwer genug, länger auf Tour zusammen zu sein. Danach kann man sich aber auch wieder aus dem Weg gehen. Wie kommt man damit als Familienmitglieder klar? Könnt ihr euch nach einer Tour oder dem Studioaufenthalt noch riechen?

Nee, das ist schon ok. Auch nach Touren etc. hängen wir oft zusammen ab. Aber klar, ein wenig Abstand nach einer längeren Zusammenarbeit kommt schon mal vor. Aber insgesamt klappt das sehr gut.




Euch gibt es jetzt ja schon seit 21 Jahren. Was war für dich denn das absolute Highlight mit CHEVELLE?

Ich denke, der Zustand, dass wir weitermachen können mit der Band. Wir können Touren, Alben aufnehmen... das ist alles ein Highlight für mich. Wir haben wirklich große Shows mit einer Menge Zuschauern gespielt, waren auf der ganzen Welt unterwegs... was will man mehr?


Gab es denn auch eher unschöne Erlebnisse?

Ja, zu unserem ersten Album, bevor wir mit Epic einen Vertrag geschlossen haben. Das Business war nicht so schön und unsere damalige Plattenfirma hätte uns fast dazu gebracht, die Instrumente an den Nagel zu hängen. Die wollten nur die schnelle Mark machen und setzte nur auf sehr kommerzielle Gruppen. Wenn der Erfolg nicht kam, wurde man sofort rausgeschmissen.


Okay Sam, vielen Dank für das Interview. Hast du noch ein paar obligatorische letzten Worte?

(lacht) Nein, nicht wirklich. Wir freuen uns jedenfalls auf die Shows bei euch in Deutschland. Das werden fünf oder sechs ganz große Abende für uns und wir hoffen, dass wir euch gefallen werden.

Pinhead

Autor: Ingo Nentwig [Pinhead] | 30.11.2016 | 19:59 Uhr

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