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Interviewpartner: Sami Yli-Sirniö

Wenn es nur wenige Bands geben sollte, die den Titel „Live-Macht“ für sich verbuchen dürfen, dann zählen KREATOR ohne Zweifel dazu. Nach zehn Jahren stellt ihre aktuelle DVD/Blu-ray „Dying Alive“ endlich wieder mit Hilfe von Bewegtbildern unter Beweis, was es heißt, die Essener auf einer ausgedehnten Tour zu erleben: totale Aggression und absolute Zerstörung. „Dying Alive“ wurde im Rahmen einer mehr als sieben Wochen dauernden Europa-Tournee während des letzten Stops in der Oberhausener Turbinenhalle aufgenommen und präsentiert die Band in absoluter Höchstform. KREATOR-Klampfer und Frohnatur Sami Yli-Sirniö über die Gefahr, mit amerikanischen Bands auf Tour zu sein, die Beharrlichkeit weißrussischer Fans und seine ersten musikalischen Erfahrungen (inklusive Türsteher-Diskussionen). Sami gibt außerdem Einblicke in den Touralltag und verrät einige bisher kaum bekannte Details zur Entstehung von „Dying Alive“.





Sami, ich begrüße dich. Schön, dass du Zeit gefunden hast für ein Interview mit Metalnews.de. Wo bist du gerade? Was machst du so?


Guten Tag. Ich bin jetzt in Helsinki und nächste Woche Donnerstag ist dann unsere Premiere für die DVD in Essen, in der „Lichtburg“ und davor ist nichts mit KREATOR los. Wir haben nur eine Show in Belgien am Samstag nach der DVD-Premiere, wir spielen in Torhout beim „Masters At Rock Festival“. Aber ich hab jetzt eine freie Woche.


Eure neue DVD „Dying Alive“ erscheint sehr bald, nämlich am 30.8. Abgesehen von dem Re-Release „Live In East Berlin“ von 1990, was ja 2008 erschienen ist, ist das die erste KREATOR-Live-DVD seit zehn Jahren. Bei der letzten DVD „Live Kreation – Revisioned Glory“ waren die enthaltenen Songs aus mehreren Konzerten zusammengeschnitten. Bei „Dying Alive“ wurde ein komplettes Konzert gefilmt. Das ist doch eigentlich auch viel besser oder wie siehst du das?

Ja, ich finde das besser und die neue DVD ist sowieso interessanter. Das war eine Tour letzten Dezember zusammen mit MORBID ANGEL, NILE und FUELED BY FIRE. „Phantom Antichrist“, die letzte Platte, das lief ganz gut für uns und wir haben gesehen, dass wir unterwegs eine größere Produktion mitnehmen können. Da war so ein Stage-Setup, das hatte was zu tun mit dem Album-Cover und wir hatten so einen Videoeinspieler am Anfang von der Show. Wir haben viele neue Songs gespielt, also sechs Songs von der neuen Platte, und wir dachten, das wäre eine gute Gelegenheit, so eine Show aufzunehmen, auch als Erinnerung für uns selber. Matthias Kollek, das ist ein Kumpel von uns aus Essen, der hat uns auch dieses Video für den Song „Civilization Collapse“ gemacht und der hatte diese Idee, wir sollten das auf sehr viele Kameras aufnehmen, 24, um ganz genau zu sein. Da war so eine Krankamera, dann viele Kameras auf der Bühne, an den Gitarrengurten und auch im Publikum, im Moshpit. Das war natürlich sehr viel zu schneiden. Ich glaub, der Mille hatte auch was zu tun mit dem Schnitt. Es gibt auch Extras auf der DVD: Hinter den Kulissen und die letzten drei Videos in besserer Qualität als bei Youtube natürlich. Ich glaube, das ist die ultimative DVD von KREATOR.


Wann kam es denn genau zu der Idee, überhaupt wieder eine Live-DVD zu machen? War das während oder vor der Tour? Oder habt ihr irgendwann gemerkt, „Das ist es! Das müssen wir festhalten!“? Und warum habt ihr euch für Oberhausen entschieden?

Ich glaube, das war kurz vor der Tour, als wir gesehen haben, dass die Produktion größer ist als früher. Oberhausen war der letzte Gig. Wenn man zwei Monate fast jeden Abend spielt, dann ist die Band musikalisch in guter Kondition. Oberhausen ist auch so eine Art Heimat – „Home Audience“ –, also jetzt nicht vielleicht für mich aber für die anderen auf jeden Fall. Essen ist nur 30 Minuten weg von Oberhausen, da waren natürlich sehr viele Bekannte und Freunde im Publikum, so viele, dass wir dachten, wir können alle gar nicht in den Backstage-Bereich lassen, weil es zu hektisch geworden wäre. Wir hatten das Gefühl, das wird bestimmt eine gute Show, viele Tickets waren schon sehr früh weg. Auf der letzten DVD war es nur ein Festival-Gig aber das ist cooler, wenn es eine eigene Clubshow ist.


Ich selbst war letztes Jahr bei eurem Gig in Leipzig dabei, was ja noch ein recht früher Zeitpunkt auf eurer Tour war. Oberhausen war der letzte Termin und wenn man sich „Dying Alive“ anschaut, hat man den Eindruck, ihr wärt überhaupt noch nicht erschöpft. Du hast ja eben gesagt, gerade bei dem letzten Konzert ist man in einer guten Kondition. Immerhin wart ihr 52 Tage lang unterwegs und habt in dieser Zeit 45 Shows gespielt. Wie fühlt man sich nach solch einer ausgedehnten Tour? Und wie schafft man es, auch in der letzten Show noch so fit und motiviert zu sein?

Naja, wenn so viele Kameras da sind und das ist alles schon länger geplant, dann kann es passieren, dass man sogar ein bisschen nervös ist. Aber hoffentlich sieht man das nicht. [lacht] Und dann konzentriert man sich auch mehr auf sein Spiel. Aber wie gesagt, nach zwei Monaten ist die Band spieltechnisch in sehr guter Kondition. Man kann nicht sagen, das kommt fast von alleine, aber man kennt die Songs dann schon sehr gut und auch die Sets. Wir haben nicht die gleichen, aber fast die gleichen Sets gespielt in den zwei Monaten, das fließt dann sehr gut nach so einer langen Tour. Gerade im Winter können zwei Monate im Tourbus schon sehr anstrengend sein, aber wir waren auch gut drauf und wenn die Tour gerade zu Ende ist und das wird noch gefilmt, da war dann schon eine euphorische Stimmung dabei.




Ihr wart mit FUELED BY FIRE, NILE und MORBID ANGEL unterwegs. Hattet ihr abseits der Bühne viel mit den Leuten von diesen Bands zu tun oder gab es eher wenig Gelegenheit dazu?

Wir kamen mit allen eigentlich sehr gut klar. Das waren drei Ami-Bands, das kann nichts Gutes heißen. Du weißt ja, wie die Amerikaner sind. [Lacht] Nein nein, die waren alle total cool. Mille kannte David Vincent und ein paar von den MORBID ANGEL-Leuten schon von früher, also ich jetzt nicht, aber das waren total coole Leute. Mit NILE haben wir auch irgendwann mal im Amiland getourt, 2005 oder 2006. Die hatten damals ein etwas anderes Lineup aber im Prinzip waren das fast die gleichen Leute. Und FUELED BY FIRE, das waren halt so... Kinder... Mexies. [lacht] Aber die waren gut drauf. Junge Leute bringen auch neue Energie in so eine Tourgruppe.


Gibt es generell überhaupt so etwas wie Freizeit auf einer mehr als siebenwöchigen Tour? Kommst du zum Beispiel dazu, Gitarre zu üben? Oder hast du „nur“ Gitarre gespielt, wenn du auf der Bühne standest?

Wir haben sogar im Backstage noch vor der Show gespielt, nicht jeden Abend, aber meistens. Mille hat so ein Elektro-Schlagzeug-Kit gekauft für Backstage, dass es nicht so laut ist und wir hatten solche kleinen Verstärker. Wir haben uns immer ein bisschen warm gespielt und viel Quatsch gespielt wie KISS oder irgend so einen Mist [lacht] und einfach nur gejammt. Das macht man normalerweise immer eine halbe Stunde vor der Show, damit das erste Lied gut fließt. Nicht immer, aber wir versuchen das immer. Ja, Freizeit auf so einer Tour... meistens kommt man Mittags in der Stadt an, wo man spielt. Vielleicht hat man Zeit, ein bisschen in der Stadt rumzurennen aber nicht immer. Da gab es bei der Tour auch Schwierigkeiten. Wir mussten den Auftritt in der Türkei canceln, weil die uns einfach nicht durch die Grenze gelassen haben. Wir wissen immer noch nicht warum, das war total Scheiße. Wir haben auch gespielt in Weißrussland, in Minsk und neun Stunden haben die uns an der Grenze warten lassen. Ich weiß auch nicht für was, wahrscheinlich für Geld. Die wollen 200 Euro haben und keiner traut sich zu fragen, aber die wollten das haben. Wir waren dann sehr spät in Minsk und haben erst um vier Uhr Morgens gespielt. Die haben die Leute erst in den Club reingelassen und dann wieder rausgeschmissen, weil die dachten, wir spielen gar nicht, wenn das zu spät wird. Und die Leute haben echt gewartet, auch draußen, ein unglaubliches Publikum. Aber dann, vier Uhr Morgens ging es los. Ein unglaubliches Erlebnis.


Gerade Finnland hat extrem begnadete Gitarristen hervorgebracht, zum Beispiel Timo Tolkki, Alexi Laiho oder Roope Latvala und natürlich auch dich. Was hat dich in deinem Instrumentalspiel am meisten geprägt? War es eher der Gitarrenunterricht? Hattest du bestimmte Lehrer, die dich so richtig vorangebracht haben? Oder hatte das aktive Musizieren in verschiedenen Bands den größten Einfluss auf deine Entwicklung?

Roope Latvala kenne ich übrigens sehr gut. Ich habe früher bei der Band WALTARI gespielt und als ich da aufgehört hab, war er mein Nachfolger und danach hat er bei CHILDREN OF BODOM angefangen. Ich hab angefangen mit Gitarre, ich war 13 Jahre alt oder 14, erst mit akustischer und klassischer Gitarre, hab am Kuratorium in Helsinki klassische Musik und Musiktheorie gelernt und dann mit 16 oder 17 mit meinen ersten Bands angefangen. Das war mit WALTARI damals, ich war 17. Wir haben schon angefangen, Gigs zu spielen und Clubshows und so. Das Problem war damals, die wollten mich gar nicht in die Clubs reinlassen, weil ich noch nicht 18 war. Hier in Finnland ist das so, dass die Türsteher sagen „Du darfst gar nicht rein.“ – „Aber hier ist der Contract. Ich muss spielen!“ [lacht] Aber das war damals, heutzutage hat man solche Probleme nicht mehr, ich bin jetzt 41. Ich hab auch an einem Jazz- und Pop-Konservatorium in Helsinki Musik studiert. Dann hab ich damit aufgehört, ich war 20 oder so. Ich hatte keine Zeit mehr, aber vielleicht mach ich das irgendwann mal wieder.



[© by Mathias Haslauer]

Auch abseits deiner größeren Musikprojekte kennt man dich als sehr fleißigen und vielbeschäftigten Musiker. Du hattest bei einigen Alben, zum Beispiel von NIGHTWISH oder TIAMAT, Gastauftritte mit der Sitar. Außerdem hast du sogar in der Finnischen Nationaloper gespielt. Wie kommt es zu solchen Projekten?

Du weißt sehr viel. Die Frau von meinem Cousin hat mir in den 90er Jahren eine Sitar aus Indien mitgebracht und auch ein Buch dazu über die Musiktheorie. Die haben ja diese Mikrointervalle, was man in der westlichen Musik nicht hört. Ich war sehr interessiert damals und hab es mir selbst beigebracht, Sitar zu spielen. Es gibt nicht so viele Leute hier in Finnland, die Sitar spielen, außer vielleicht Tomi Koivusaari von AMORPHIS. Als ich in Deutschland gelebt habe in den 90ern, da hatte ich die Sitar dabei aus irgendeinem Grund. Da hab ich erst für TIAMAT gespielt im Woodhouse Studio in Hagen. Und die Leute sind so, immer, wenn irgendjemand eine Sitar braucht, haben die mich angerufen. Bei NIGHTWISH kam es einfach so, weil ich den Tuomas Holopainen kenne, aus irgendeinem Grund kenne ich den, ich weiß auch nicht warum, und der hat einfach gefragt. Ich versuche immer, mit möglichst vielen verschiedenen Leuten zusammen Musik zu machen und zusammen zu jammen, weil ich denke, man kann viele Inspirationen von anderen Leuten mitnehmen. Deswegen hab ich auch so eine Prog Death Metal-Band, BARREN EARTH heißt die, das haben wir in der letzten Zeit ein bisschen gemacht. Ich finde es einfach interessant, mit neuen Leuten zu spielen, ich fand das immer wichtig. Seit ich 18 bin, bin ich immer bei drei oder vier Bands am Start. Meist sind natürlich nicht alle aktiv und KREATOR nimmt auch die meiste Zeit ein und das ist meine Priorität, aber ich finde, Abwechslung ist sehr wichtig in Musik.


Du bist schon seit über zehn Jahren KREATOR-Mitglied und hast bis heute bei vier Studioalben mitgewirkt. Kanntest du die Musik von KREATOR schon lange, bevor du dort eingestiegen bist?

Ich kannte die Musik schon in den 80ern, als ich ein Kind war. Meine allererste Band hieß BRAINWASH, das war so eine Thrash oder Speed Metal-Band. Der Schlagzeuger dieser Band hat mir damals „Extreme Aggression“ vorgespielt und das war cool. Ich war in den 90er Jahren auch kurz als Ersatzmann mit KREATOR unterwegs, als der Tommy Vetterli damals seine Hand gebrochen hatte. Und ich dachte „Ja geil, das ist eine gute Möglichkeit“. Ich hab mich sehr gefreut, als die dann 2001 gefragt haben, ob ich das in einer regulären Basis machen kann. Ich sagte dann „Ja klar, natürlich, sehr cool!“. Ich kannte die Band schon als Kind.

Wie würdest du den Wandel beschreiben, der sich durch deinen Einstieg bei KREATOR ergeben hat? Wie ist das Songwriting bei KREATOR aufgeteilt? Welchen Anteil hast du daran?

Bei „Violent Revolution“ bin ich direkt ins Studio gegangen, das war die erste Platte, die ich mit ihnen gemacht hab. Ich hab das mehr oder weniger einfach „dekoriert“. Aber dann später für „Enemy Of God“, „Hordes Of Chaos“ und „Phantom Antichrist“ sind wir immer zusammen in den Proberaum gegangen und haben alle zusammen Ideen gesammelt und arrangiert, wie eine Band das so macht, in the Old-School-Way. Mille ist der Hauptsongwriter und der schreibt auch alle Texte, aber wir arrangieren das alle zusammen und jeder bringt auch seine Ideen dazu. Mille muss auch Kritik hören von uns allen. [lacht]


Du hattest ja schon erwähnt, dass KREATOR deine Hauptpriorität ist. Deshalb hast du mit KREATOR sicher einen recht gefüllten Terminkalender. Wie schaffst du es trotzdem, Zeit für deine anderen Bands BARREN EARTH und WALTARI zu finden? Bist du dafür sehr oft in Finnland?

Ja, immer wenn wir keine Shows haben, bin ich in Finnland. Mit WALTARI hab ich dieses Jahr gar nicht so viele Shows gemacht. Ich hab so einen Kumpel, Kimmo Korhonen, ein sehr guter Gitarrist, der hat die Festival-Shows jetzt diesen Sommer gemacht. Und das ist auch in Ordnung so, denn ich will nicht derjenige sein, der immer nein sagt, weißt du? [lacht] Mit BARREN EARTH ist es viel einfacher, weil zum Beispiel der Schlagzeuger bei MOONSORROW spielt und die haben viele Shows die ganze Zeit. Wenn das nicht geht, dann geht das halt nicht und Ende aus. Der Plan mit BARREN EARTH war sowieso am Anfang nur, eine Platte zu machen aber dann plötzlich haben wir uns auf einer Amerika-Tournee gefunden, das war alles ein Zufall. [lacht]



[© by Heilemania]

KREATOR hat innerhalb Deutschlands sicher die größten Fans im Ruhrpott, wofür die „Dying Alive“ DVD Beweis genug ist. Wie würdest du es weltweit einschätzen? Gibt es deiner Meinung nach ein Land, in dem es auffällig viele oder besonders KREATOR-besessene Fans gibt?

Naja, für uns ist zum Beispiel Griechenland sehr gut oder Südamerika. In Brasilien hatten wir auch immer sehr gute Shows. Deswegen haben wir dort auch 2003 eine Live-DVD aufgenommen, weil wir ziemlich sicher waren, dass die Show sehr gut wird. Mit KREATOR sind wir in so einer glücklichen Position. In vielen Ländern kommen Leute zu unseren Shows, ein Underground-Status ist schon da. Das ist natürlich keine Mainstream-Chart-Position oder so, aber wir sind in der glücklichen Position, dass wir überall auf der Welt Fans haben. Deswegen können wir auch viel touren und das ist geil.


Man erlebt es auf jeder Kreator-Liveshow, bei „Dying Alive“ ist es noch stärker zu merken. Ich spreche von der besonderen Beliebtheit von „Pleasure To Kill“. Ist der Song DER Klassiker, den ihr auf keiner Show auslassen dürft? Wie stehst du persönlich zu dem Song und was würde passieren, wenn ihr ihn einfach mal auf einem Konzert nicht spielen würdet?

[lacht] Das ist schon mal passiert, dass wir das auf einem Konzert nicht gespielt haben. Und für eine Zeit lang machten wir auch mal eine kürzere Version davon, weißt du. Manchmal gibt es Songs, wo man denkt, das sind wichtige Live-Songs, aber die will man nicht immer zu jeder Show spielen, weil das auch für die Band mal irgendwann ein bisschen langweilig wird. Also Songs wie „Extreme Aggression“ oder „People Of The Lie“ haben wir auf unserer Show in Oberhausen gespielt aber wir machen das nicht immer zu jeder Show. Manchmal wird sogar „Flag Of Hate“ rausgelassen. [lacht] Aber die Leute erwarten das ein bisschen. Ich spiele das auch gerne, kein Problem, aber nach „Phantom Antichrist“ spielen wir sechs Songs von der neuen Platte und ich finde das gut. Es ist immer wichtig, die Sache frisch zu halten, sodass auch neue Songs da sind. Es gibt auch bei Facebook oder auf unserer Webseite immer jemanden, der meckert, dass wir zum Beispiel „Terrible Certainty“ nicht gespielt haben. Aber es gibt nicht so viel Zeit und gerade bei Festivals ist es so, die anderen Bands müssen ja auch mal spielen. [lacht] Diesen Sommer hatten wir meistens 80 Minuten bei Festivals und da ist ganz viel Zeit, alles Mögliche zu machen, alt und neu. Aber wir haben uns jetzt auf die neuen Sachen konzentriert.


Ich danke dir, es hat viel Spaß gemacht und du hast einige sehr spannende Einblicke nicht nur in die Welt von KREATOR, sondern auch in deine eigene gegeben. Viel Erfolg und Spaß am Metal weiterhin! Noch eine kurze Frage zum Abschluss: Was stehen denn als nächstes für Projekte an?

Oooh, jetzt ist ganz viel Touren angesagt mit KREATOR. Wir machen so eine Ami-Tour mit OVERKILL und davor ein paar Shows in Europa und danach in Südamerika. Das wird zwei Monate dauern, das ist jetzt die Hauptpriorität. Im Herbst geht’s los. Danke für dein Interesse und bis nächstes Mal in Leipzig, oder?!

Peisestratos

Autor: Steffen Peise [Peisestratos] | 22.08.2013 | 18:31 Uhr

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