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Band: Metalnews nach 'Lost Society' durchsuchen Lost Society
Interviewpartner: Samy

Noch nicht mal Volljährig und schon ein Vertrag mit Nuclear Blast: Die finnischen Thrash Metal-Jungspunde LOST SOCIETY haben mal eben sämtliche unbedeutenden Stufen auf der Karriereleiter übersprungen und fangen direkt bei einem der traditionsreichsten Labels überhaupt an. Hört man sich ihr programmatisch „Fast Loud Death“ betiteltes Debüt an, so scheint das gar nicht mehr so ungerechtfertigt, denn hier zeigen sich die Jungspunde aus dem Land der tausend Seen ebenso technisch versiert wie stilistisch einzigartig. Wir hatten das Vergnügen, uns mit Bandkopf Samy unterhalten zu können, der uns alles Wissenswerte über die finnischen Dreschflegel erzählte.






Hallo Samy! Hier in Deutschland wissen die meisten Metalfans noch nicht so viel über Euch. Was muss man über LOST SOCIETY wissen?

LOST SOCIETY wurden 2010 von mir und Freunden aus der Schule gegründet – wir wollten einfach eine Band gründen, weil uns Musik wirklich wichtig ist. Wir haben also angefangen, zusammen zu spielen und uns hier in einem Jugendzentrum einen Proberaum organisiert. Seither haben wir so ziemlich nichts anderes gemacht außer zu proben und neue Songs zu schreiben. Wir haben das ein paar Monate gemeinsam durchgezogen, aber dann ist mein Kumpel ausgestiegen. An diesem Punkt habe ich die anderen Jungs zusammen gesucht und im Sommer 2011 war die aktuelle Besetzung dann komplett. Wir haben in unsrem Proberaum dann zwei Demos aufgenommen und sind bei ein paar Wettbewerben angetreten – der größte davon war der internationale „Battle Of The Bands“ und den haben wir hier in Finnland zum Glück gewonnen. So konnten wir unseren Namen einigermaßen bekannt machen und im Oktober 2012 haben wir einen Vertrag mit Nuclear Blast unterschrieben. Inzwischen haben wir auch unser Debüt-Album „Fast Loud Death“ in den „Sonic Pump“-Studios in Helsinki aufgenommen.



Wie ist das so, wenn man plötzlich bei einem der größten Metal-Labels der Welt unter Vertrag ist?

Der ganze Weg dort hin war schon völlig irre! Wenn wir uns die Liste der Bands, die da sonst noch unter Vertrag sind, ansehen, dann sind da so ziemlich alle unsere größten Vorbilder dabei. Zudem läuft die Zusammenarbeit mit Nuclear Blast wirklich gut und ich glaube auch, dass wir wirklich ein gutes Album gemacht haben.


Wie würdest Du „Fast Loud Death“ beschreiben?

Der Name sagt eigentlich schon alles! Es sind 14 kompromisslose Songs und ein Cover – sie sind schnell und sie sind laut [lacht]. Es ist eigentlich sehr traditioneller Thrash Metal, aber es stecken schon auch ein paar Crossover-Elemente drin. Es gibt da also auch Einflüsse aus dem klassischen Heavy Metal. Insgesamt ist das Album ziemlich aggressiv geworden und ich finde, dass wir unsere Energie auf der Platte sehr gut eingefangen haben. Es ist ein sehr frisches und positives Album geworden, das man sich mit einem Grinsen anhöre kann.


Welche Bands und Stilrichtungen haben Euch auf „Fast Loud Death“ am meisten beeinflusst?

Die beiden Thrash Metal-Bands, die uns am meisten inspirieren, sind ANTHRAX und MEGADETH. Diese beiden Bands haben die Grundlage für unser Songwriting geschaffen und als wir dann angefangen haben, mehr Thrash zu hören, haben wir KREATOR, SODOM, TESTAMENT und all diese Bands für uns entdeckt. Wenig später kamen dann noch all diese Crossover-Sachen dazu, die eher punkig klingen. Und dann gibt es da natürlich noch die andere Seite an uns, die eher auf groovende Riffs steht und ganz offensichtlich von PANTERA beeinflusst wird. Es stimmt also absolut, dass auf „Fast Loud Death“ eine sehr breite Palette an Thrash-Elementen zusammen kommt.



Könnte man Euch als Mischung aus wirklich frühen METALLICA, MUNICIPAL WASTE und PANTERA bezeichnen?

Ja! Diese drei Bands sagen wirklich eine Menge über uns aus [lacht]!






Für Euer Album konntet Ihr ja auch ein Artwork von Mr. Ed Repka bekommen, was wohl dem heiligen Gral in Sachen Thrash Metal gleichkommt. Wie kam das?

Nachdem wir das Album aufgenommen hatten haben wir uns mit den Jungs von Nuclear Blast unterhalten und sie haben uns dann erzählt, dass Mr. Repka das Artwork entwerfen würde. Wir waren dann natürlich total geplättet, weil wir uns somit sicher sein konnten, dass es ein wirklich cooles Cover sein würde. Wir haben unsere Idee eingebracht, dass wir mit dem Tourbus aus dieser zerstörten Stadt kommen und er hat das dann in seinem einzigartigen Stil umgesetzt. Ich finde, dass das Artwork wirklich gut geworden ist – vor allem, weil es sich von anderen abhebt und das ist wirklich wichtig. Es repräsentiert das Album sehr schön.


Welchen Song habt Ihr für „Fast Loud Death“ gecovert?

Das ist „I Stole Your Love“ von KISS.


Das ist ja nicht unbedingt ein Thrash Metal-Song…

Nein [lacht]! Wir haben diesen Song schon unzähligen Male live und bei der Probe gespielt – wir alle stehen total auf KISS und wollten ihnen auf unserem Album Tribut zollen. Was eignet sich da besser, als eine Cover aufzunehmen? Wir haben unsere eigene Version von der Nummer aufgenommen, weshalb sie jetzt viel schneller ist und auch mehr Soli drin vorkommen [lacht].


Wie funktioniert das Songwriting bei Euch?

Wir sind jede Woche vier bis fünf Tage in unserem Proberaum. Meistens geht es damit los, dass einer von uns ein Riff oder eine Songidee mitbringt und sie den anderen zeigt. Wir jammen dann damit und dann entstehen recht schnell neue Riffs und Melodien und dann dauert es nicht mehr lange, bis der Song fertig ist.


Wo habt Ihr die Platte aufgenommen und mit welchem Produzenten habt Ihr gearbeitet?

Das war in der finnischen Hauptstadt Helsinki, genauer in den „Sonic Pump“-Studios. Unser Produzent war Mr. Nino Laurenne.


Fidest Du, dass Songtexte im Thrash Metal wichtig sind?

Ja, auf jeden Fall. Meiner Meinung nach gibt es zwei verschiedene Arten von Texten. Einerseits gibt es den eher traditionellen Kram, der allerhand Probleme anspricht und auf eine Art soziales gewissen abzielt. Auf der anderen Seite gibt es die eher entspannten Texte, die nicht wirklich über wichtige Themen geschrieben werden – vieles davon ist auch als Parodie auf irgendetwas gedacht. Ich denke also schon, dass Texte etwas sehr wichtiges sind, aber man muss nicht unbedingt auch eine wichtige Botschaft damit transportieren. Man muss dabei darauf achten, was am besten zum jeweiligen Song passt.


Geht es in Eurem Song „Toxic Avenger“ um den Song aus den 80ern?

Ja [lacht]! Wir haben uns den Film angeguckt und waren uns sofort einig, dass wir einen Song darüber schreiben müssen. Ich weiß gar nicht, ob sich der Text wirklich um den Film dreht, aber der Song ist definitiv davon inspiriert. Wir haben dann noch den typisch dämlichen Humor von LOST SOCIETY dazu gepackt und Ergebnis könnt Ihr in „Toxic Avenger“ hören.


Stichtwort Film: Ihr habt ein Video zu „KILL [Those Who Oppose Me]“ gemacht, dass ja auch einen starken 80er-Vibe hat…

Ja, das war uns wichtig! Wir haben dabei mit Maurice Swinkels von LEGION OF THE DAMNED zusammen gearbeitet, der als Regisseur tätig war und ich finde, dass das Ergebnis sehr gut gelungen ist. Wir wollten unbedingt ein Video machen, das Persönlichkeit hat und viel über uns aussagt. Es wurde sogar in unserem Proberaum, der sich mittlerweile im Keller des Hauses von unserem Drummer befinden, gefilmt. Zudem ist es ja auch ziemlich witzig, und das passt auch sehr gut zu uns.






Gibt es in Finnland eine sehr aktive Thrash Metal-Szene?

Die Mehrheit der bekannten Bands aus Finnland mach natürlich keinen Thrash Metal, sondern eher Melodic Death Metal und wie all diese Sub-Genres eben heißen. Die Thrash-Szene hier ist wirklich nicht besonders groß, aber ich würde sagen, dass sie im Kommen ist – insbesondere hier in Jyväsklä, wo es auch noch etliche andere wirklich geile Thrash Metal-Bands gibt. Auch in Helsinki wird die Szene immer stärker, was ich ziemlich cool finde.


Wie betrachtest Du den nach wie vor anhaltenden Retro-Trend in der jüngeren Thrash Metal-Szene?

Ich finde es wirklich cool, dass es immer mehr Bands gibt, die diese Musik spielen. Ich stelle mir gerne vor, dass all diese Bands auftauchen, weil sie tatsächlich auf Thrash Metal stehen und die Musik nicht nur spielen, weil sie gerade angesagt ist. Sein wir doch mal ehrlich: Die beste Musik wurde in den 80ern und frühen 90ern geschrieben, also ist diese ganze Old School-Geschichte doch nur zu begrüßen.


Wie sieht es mit Eurem anstehenden Tourplan aus? Werden wir Euch bald in Deutschland sehen?

Auf jeden Fall! Die Tourdaten sollten um die Veröffentlichung von „Fast Loud Death“ bekannt gegeben werden. Wir befinden uns noch in der Planung, weshalb ich noch nichts Genaues sagen kann, aber in Deutschland werden wir auf jeden Fall auf dem „Beastival“ in Geiselwind spielen.


Damit sind wir schon am Ende – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich möchte mich an dieser Stelle für all die Unterstützung bedanken! Kommt zu unseren Konzerten und hört Euch die Platte an!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 16.03.2013 | 09:13 Uhr

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