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Interviewpartner: Schmier

Auf ihrem neuen Album „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N“ vereinigen Deutschlands Ur-Thrasher DESTRUCTION zwei absolut gegensätzliche Gefühle: Freude und Ärger. Freude, da sie mit ihrem neusten Werk ihren 25. Geburtstag standesgemäß begehen und im Kreise der befreundeten Musiker-Prominenz abfeiern. Ärger, weil sich die neue Platte thematisch um den moralischen Verfall der Gesellschaft dreht. Chef-Abrissunternehmer Schmier stand uns trotz Fußballspiels und Erkältung für unsere Fragen zur Verfügung.




Hi Schmier! Wie geht’s?

Gut, aber ich kämpfe seit zwei Wochen mit diesem scheiß Grippeinfekt, der ging nicht weg und ich hab jetzt Probleme mit dem Ohr, das ist halt Scheiße… Aber das wird schon besser werden.


Du guckst gerade Fußball?

Ja, logisch! Qualifikation Deutschland gegen Finnland.


Dann wollen wir uns gar nicht lange aufhalten. Wie fühlt man sich denn so, wenn die eigene Band 25 wird?

Wunderbar eigentlich. Ich denke, es ist nicht vielen Bands vergönnt geblieben, so lange dabei zu sein und die Zeit vergeht ja auch wie im Fluge, wenn man Spaß an der Sache hat. Es kommt einem gar nicht wie 25 Jahre vor. Wenn ich so richtig zurück denke an unsere ersten Tage, dann ist das zwar schon ziemlich weit weg, aber die Zeit vergeht trotzdem schnell.


Würdest Du die aktuelle Platte dann auch als Euer „Jubiläums-Album“ bezeichnen oder ist das „nur“ eine weitere DESTRUCTION-CD?

Das ist schon unser Jubiläums-Album. Wir wollten dieses Mal auch Einiges anders und besser machen und haben uns mit gewissen Geschichten mehr Mühe gegeben. Wir sind Alles ein bisschen anders angegangen: Zum Beispiel haben wir unseren Produzenten gewechselt. Auch beim Konzept haben wir diesmal mehr gemacht, zum Beispiel, dass die Anfangsbuchstaben der Songnamen den Titel ergeben und auch beim Artwork haben wir uns mehr Mühe gegeben. Es sollte eben Alles richtig gut sein. Beim Songwriting haben wir uns ebenfalls etwas mehr Zeit gelassen und haben versucht, das etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Das sollte diesmal ruhig alles ein bisschen progressiv sein und auch Heavy-Parts sowie eine düstere Atmosphäre enthalten. Ich denke auch, dass die Auftritte der Gastmusiker dieses Mal echt cool waren. Wir haben ein Paar der geilsten Gitarristen eingeladen, die natürlich auch noch Freunde sind – das war echt eine tolle Sache und da können wir dann auch, wenn wir die Platte in ein paar Jahren hören, noch sagen:“Ach, das hat doch echt Spaß gemacht!“ War auch eine geile Geschichte, im Studio mit Jakob Hansen zu arbeiten.




Was ist denn Deiner Meinung nach der größte Unterschied zum vorangegangenen Album?

Direkt davor war ja die Best-Of-Scheibe, aber im Vergleich zum „Inventor Of Evil“-Studioalbum ist das Songwriting diesmal vielleicht tiefgängiger und mehr ausgearbeitet. Wir haben auch versucht, die Tempi der Songs zu variieren: Wir haben extra immer ein bisschen darauf geguckt, wo das Metronom steht damit wir nicht drei oder vier Songs schreiben, die in ähnlichem Tempo sind, um ein bisschen mehr Abwechslung rein zu bringen. Das und dass die Platte etwas düsterer ausgefallen ist sind wohl die größten Unterschiede im Vergleich zum letzten Album.


Seit ich über die Konstruktion des Titels bescheid weiß, habe ich mich gefragt, ob denn nun der Plattentitel oder die Namen der einzelnen Songs zuerst feststanden.

Das war schon so, dass ich erst überlegt habe, wie dieser Titel am Besten funktionieren könnte. Das zweite Problem ist nämlich, dass Du damit auch die Reigenfolge der Songs festlegst. Das war eigentlich das größte Problem. Den Titel zu finden war eigentlich nicht so schwierig, aber die einzelnen Songs mussten ja auch zünden. Wir wollten schon, dass die ersten drei Songs Knaller sind und da musste ich dann schon auch ein bisschen tricksen. Wir hatten z.B. zwei Songs, die als Titelsong in Frage kamen und da mussten wir dann in letzter Minute noch Hand anlegen. Aber es hat sich gelohnt und es ist ja auch eine Sache, die man nicht jeden Tag macht.


Das neue HEADHUNTER-Album und die aktuelle DESTRUCTION-Platte liegen nun ja zeitlich nicht so wie auseinander. Meinst Du, dass die HEADHUNTER-Reunion auch einen gewissen Einfluss auf DESTRUCTION hatte?

Nicht wirklich, denke ich. Es ist ja so, dass wir mit ganz anderen Leuten arbeiten und dass da ein ganz anderes Prinzip dahinter steckt: Mehr Aggression und auch „Tightness“ usw. – HEADHUNTER ist schon viel mehr Rock ‚n’ Roll und Spontaneität. Es stehen ja auch ganz andere Gitarristen und Co-Songrwriter mit auf dem Plan. Die HEADHUNTER-Geschichte hat mir allerdings gezeigt, dass der Gesang ein bisschen mehr Platz braucht und das haben wir jetzt auch bei DESTRUCTION so gemacht. Wir haben darauf geachtet, dass wir den Vocals etwas mehr Platz lassen und auch die Harmonien etwas mehr auflösen. Das hat sich ja auch gelohnt, denn es bleibt trotz der Progressivität ein bisschen mehr hängen.


Wie auch bei den vorherigen Alben ist bereits im Vorfeld bekannt geworden, dass die neue CD wieder sehr sozialkritisch werden würde. Ich habe das Gefühl, dass diese sozialkritische Komponente diesmal noch weiter im Vordergrund steht, weshalb es mich interessieren würde, was Ihr eigentlich für Themen ansprecht.

Eigentlich dreht sich die gesamte Platte um die Degeneration der Menschen, sprich wir werden zwar moderner und Alles wird im Rahmen von „High Tech“ immer ausgefeilter, aber wir verlieren gleichzeitig unsere Wurzeln und benehmen uns auch immer schlechter. Obwohl wir uns weiterentwickeln findet eine totale Verrohung der Gesellschaft statt und darum geht es eigentlich in allen Texten – egal, ob das jetzt Themen sind, die beispielsweise von Enttäuschungen im privaten bereich handeln oder ob das jetzt Sachen sind, die direkt mit Politik zu tun haben. Es ist ein bisschen schwierig, dass jetzt Alles über einen Kamm zu scheren, denn das Album hat irgendwo auch in Konzept; auf jeden Fall haben alle Texte mit diesem De-Evolutions-Thema zu tun. Das sieht man ja auch im täglichen Leben ständig, wenn man die Ellbogen-Gesellschaft betrachtet. Der zentrale Song auf der Platte ist für mich auf jeden Fall „Urge [The Greed Of Gain]“, wo Alles zusammenfindet. Für mich ist es eine klare Aussage des Songs, wie die Gier von Menschen, die den Hals nicht voll kriegen, ihr gesamtes Umfeld und letztendlich auch ihr ganzes Leben kaputt macht.


Der Songs scheint mir auch das musikalische Herzstück des Albums zu sein, nachdem sich dort ja mit Gary Holt[EXODUS] und Jeff Waters[ANNIHILATOR] auch die hochkarätigsten Gastmusiker die Ehre geben.

Ja, das hat sich so gut ergeben. Wir wussten schon, wo wir die Gastmusiker hin stecken wollen und der Song hat sich mit der Zeit eben zu einem Highlight entwickelt. Nachdem dann auch der Gesang drauf war wussten wir, dass das einer der besten Songs des Albums ist und waren dann auch froh, dass die Gastmusiker auch für diesen Song ausgewählt wurden weil wir ja Gary Holt oder Jeff Waters auch keine Nummer schicken wollten, die dann vielleicht nicht ganz so geil ist.


Wie hat sich die Zusammenarbeit mit den Gastmusikern denn ergeben?

Ach, das hat sich ganz spontan ergeben. Man sieht sich ja ständig, z.B. auf Tour. Wir waren z.B. in Japan und da hat Waters schon gesagt, dass er mal mit uns jammen oder spielen möchte und als es dann an die 25 Jahre ging, hab ich noch mal nachgefragt, wie es zeitlich so aussieht und sie hatten Alle Zeit und so hat sich das dann ziemlich spontan ergeben. Man hat ja mit dem Internet heutzutage auch die Möglichkeit, Alles einfacher zu gestalten. Früher war das ein ziemlicher Aufwand, heute ist das schon ziemlich easy, mal schnell ein Solo einzuspielen.


Also habt Ihr ihm den Song dann einfach per Mail zugeschickt und er hat das entsprechende Solo dazu eingespielt?

Ja, wir haben aus dem Studio die kompletten Files geschickt und ihm einen Vorschlag gemacht, wo das Solo hinkommen könnte. Er hat dann das Solo gespielt und uns seine Version geschickt und es war dann eigentlich von Anfang an Alles super und es gab da nicht groß was zu mäkeln. Das ist schon das Gute an den neuen Technologien. Früher hätte das einen Hin- und Rückflug gekostet, inklusive Hotel usw. – da ist das so schon ganz cool.



In der Tat. Wie sieht es denn für dieses oder kommendes Jahr mit Tourplänen aus?

Die Tour ist für Ende des Jahres schon komplett gebucht und nächstes Jahr geht es noch weiter. Die Tage fangen wir dann schon in Südamerika an, im November und Dezember geht es dann nach Europa und Anfang nächsten Jahres folgt dann wahrscheinlich die Russland Tour und dann geht es in die USA.


Weißt Du schon, mit wem Ihr touren werdet?

In Deutschland? Da haben wir eine recht unbekannte Vorgruppe, die heißen SCARED TO DEATH und kommen irgendwo aus dem Bayerischen. DEBAUCHERY sind auch noch dabei.

Da seid Ihr dann ja auch mit einer Death Metal-Band unterwegs…

Ja, wir haben keine Thrash-Bands gefunden. Wir waren ja über Earache an zwei Thrash-Bands dran, die haben uns dann aber auf den letzten Drücker hängen lassen und dann mussten wir eben weitersuchen. DEBAUCHERY sind ja auch auf dem gleichen Label wie wir und es passt ja auch ganz gut. Ich hätte natürlich gerne zwei Thrash-Bands gehabt, weil wir ja 25 Jahre DESTRUCTION und damit auch 25 Jahre Thrash Metal haben, aber so passt das schon auch ganz gut. Es ist gar nicht so einfach, gute Bands zu finden, die mit auf Tour kommen wollen, denn viele Bands wollen selber touren oder nur noch auf diesen Packages spielen. Wir haben jetzt auch ziemlich lange Zeit damit verschwendet, eine gute Vorgruppe zu finden, man merkt also schon, dass die Zeiten da schwieriger geworden sind.


Mit den Frage sind wir jetzt eigentlich schon durch, weshalb ich mich an dieser Stelle schon mal sehr für Deine Zeit bedanke! Möchtest du noch etwas hinzufügen?

Ich freu mich sehr auf die Tour in Deutschland. Es haben uns jetzt schon Einige gefragt, wieso diesmal keine Show im Norden dabei ist, aber das werden wir auf jeden Fall nachholen. Wir werden dieses Jahr auch zum ersten Mal in Saarbrücken spielen und in ein paar anderen Städten, in denen wir schon lange nicht mehr waren. Und wie gesagt, dem Norden verspreche ich, dass wir im nächsten Jahr hinkommen werden.


Dann vielen Dank und gute Besserung!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 05.10.2008 | 22:07 Uhr

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