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Interviewpartner: Schmier

Besser spät als nie: 2007 begingen die deutschen Ur-Thrasher DESTRUCTION auf dem allseits bekannten Wacken Open Air ihren 25. Geburtstag und luden dazu sämtliche ehemaligen sowie die damals anwesende Metal-Prominenz ein, mit ihnen auf der Bühne zu feiern. Dieses Jahr erschien das umjubelte Konzert in Form von „A Savage Symphony“ auf DVD, die obendrein noch die umfassende Band-Dokumentation „The History Of Annihilation“ enthält – Grund genug, Frontmann Schmier auf den Zahn zu fühlen, weshalb wir den Mann jüngst zum Interview luden.




Hallo Schmier! Wie geht es Dir und wo bist Du gerade?

Ich bin gerade zuhause, in der Nähe von Freiburg und es geht mir bestens. Jetzt, wo die DVD veröffentlicht ist, haben wir ein paar Tage Zeit. Gerade musste ich auch noch ein paar Sachen bezüglich des Line-Ups regeln, weil wir demnächst einen neuen Drummer haben werden...


Da schneidest Du ja gleich zu Beginn ein brisantes Thema an. Was hat es damit auf sich?

Naja, wir werden bald einen neuen Drummer haben, der nicht mit mir über die Beats diskutiert, sondern einfach spielt, so wie ich es haben will. Wir haben einfach gemerkt, dass das so nicht mehr funktioniert. Bei DESTRUCTION ist es so, dass Mike und ich den Ton angeben und wenn der Dritte mal nicht mitzieht, gibt es Probleme. Marc ist ein super guter Schlagzeuger, keine Frage, aber wir haben gemerkt, dass er sich das alles anders vorstellt und ich möchte mit dem Schlagzeuger einfach nicht darüber diskutieren, ob er nun Thrash spielen will oder nicht. Wir sind eine Thrash-Band und da gibt es auf die Glocke und wenn der Schlagzeuger das infrage stellt, ist er nicht mehr der richtige für die Band. Marc ist ein sehr facettenreicher Schlagzeuger, der mit seinen Fähigkeiten sicher in tollen anderen Bands spielen kann, aber für DESTRUCTION ist er einfach nicht mehr der richtige. Er ist da einfach raus gewachsen – Mike und ich machen das seit Anfang unserer Tage und lieben den Scheiß und Marc hatte eine tolle Zeit mit uns, aber jetzt ist der Moment gekommen, wo er sich etwas anderes vorstellt und er vielleicht etwas rockiger spielen möchte, was ja auch vollkommen in Ordnung ist. Da haben wir entschieden, dass wir uns trennen, bevor wir uns irgendwie in die Haare bekommen und die DVD ist ja für ihn auch ein toller Abschluss.


Das auf der DVD festgehaltene Konzert fand ja schon 2007 statt – wieso ist der entsprechende Mittschnitt erst jetzt erschienen?

Ja, das hat alles ein bisschen gedauert, weil wir da ursprünglich eine Doppel-DVD draus machen wollten und es mit diversen Aufnahmen, die darauf auftauchen sollten, nicht geklappt hat. Eigentlich wollten wir die Wacken-Shows von 2004 und 2007 – die eine ist eine Show bei Tageslicht und die andere bei Nacht – nehmen, allerdings war das Konzert von 2004 komplett verschwunden.


Wie kann denn so etwas passieren?

Wacken hatten damals mit den Aufnahmen eine Produktionsfirma beauftragt, mit der sich das Management allerdings zerstritten hat. Teilweise waren die Aufnahmen von 2004 auch noch da, nur unsere waren komplett weg, dabei hatten wir sie sogar schon bezahlt. Weil die nicht ans Tageslicht kamen, hat uns das dann das gesamte Konzept gekostet. Wir mussten die DVD dann verschieben und haben dafür auch ein ganz neues Konzept ausgearbeitet, wobei wir uns dafür entschieden haben, uns ganz auf diese History-Sache zu konzentrieren, wofür wir dann ja auch die Doku gedreht haben. Das sollte endlich mal wirklich nur die nackte Wahrheit werden. Bis alle Interviews gemacht sind und das dann auch noch alles geschnitten ist, dauert das aber natürlich auch noch mal mindestens ein Jahr. Das war ein ziemlich aufwändiges Projekt, aber ich finde, dass es sich auch gelohnt hat, denn so was macht man ja schließlich auch nur einmal im Leben.


Eigentlich war das Konzert von 2007 ja auch besonders genug, warum war Euch die zweite Show denn so wichtig?

Naja, es wäre natürlich schon geiler gewesen, wenn wir beide Shows gehabt hätten, die eine bei Tag und die andere bei Nacht – da kann dann auch keiner meckern. Ich habe jetzt schon mal die ersten Kritiken gelesen und da schrieben dann Manche, dass sie es schade finden, dass das Konzert bei Tageslicht statt gefunden hat, weil DESTRUCTION bei Nacht oder im Club um einiges cooler wäre. Für sich genommen ist das Konzert von 2007 natürlich eine legendäre Show gewesen und wir wurden in der Gesamten Bandgeschichte noch nie so oft gefragt, wann der Mitschnitt endlich auf DVD erscheinen wird. Danach ist ja auch noch ein bisschen Zeit verstrichen, in der wir das neue Album gemacht haben, aber die Leute haben nie aufgehört zu fragen.


Was kannst Du uns denn über die Umstände dieses Konzerts erzählen – wie habt Ihr es z.B. geschafft, alle ehemaligen Bandmitglieder zu versammeln?

Mit den Ehemaligen sind wir ja seit Jahren schon wieder gut befreundet und treffen uns auch regelmäßig mit ihnen. Die ganzen Probleme, die wir miteinander hatten, sind ja nun schon lange aus der Welt geschafft. Ich hab dann die Idee vorgebracht, dass wir alle zusammen noch mal in Wacken spielen, was dann bei den Übrigen natürlich erstmal ziemlich grotesk rüber kam. Die haben dann gesagt:“Wie jetzt? Was sollen wir denn noch mit Euch auf der Bühne? Ihr seid Profis und wir alle schon seit Jahren nicht mehr dabei…“ Nach einer netten Runde und einem guten Gespräch haben die das dann aber alle ganz interessant gefunden und es ist ja auch eine fette Ehre, vor dem Wacken-Publikum aufzutreten und sicher auch ein ordentlicher Nervenkitzel. Die Planung war natürlich ziemlich straff. Ich selbst bin kein großer Fan von Überraschungen und wir hatten ja jede Menge Pyros auf der Bühne – schon beim ersten Song habe ich mich fast verbrannt. Man hört das auch auf der DVD, da sage ich ja “Fuck You!“ und meine damit unseren Lichtmann, der die Pyros gezündet hat. Ich hatte auf der Bühne auch einen gehörigen Hangover, denn wir sind mit den ganzen ehemaligen Leuten in zwei Nightlinern rauf gefahren und haben schon auf der Fahrt nach Wacken ordentlich gefeiert. Bis zu unserem Auftritt waren wir dann entsprechend verkatert und natürlich auch ein bisschen nervös. Hat aber ja dann alles super geklappt, weil alle ganz professionell an einem Strang gezogen haben.


Und beim Dokumentarfilm waren auch von Anfang an alle mit an Bord?

Ja, das fanden alle von vornherein super, so was haben wir ja auch noch nie gemacht. Ich bin ja der, der immer die ganzen Interviews geben muss und wahrscheinlich können die Leute meinen Quatsch langsam schon nicht mehr hören, weil ich das ja immer alles alleine mache. Ich fand die Idee natürlich sofort sehr gut, weil ich sie selber hatte [lacht], aber auch, weil ich einfach gerne mal die Anderen hören will, die haben ja schließlich auch was zu sagen, halten sich aber immer sehr aus dem Rampenlicht raus. Gerade Mike ist jemand, der gar nicht so gerne Interviews gibt, aber wenn er denn mal lustig redet, lacht man sich tot, weil er einfach eine witzige Art hat. Natürlich hat es einige Zeit gedauert, das zeitlich alles zu arrangieren und die Zeit noch mal Revue passieren zu lassen. Man muss ja auch die ganzen Fotos erst rauskramen und was sonst alles noch auf dem Dachstuhl oder sonst wo herum liegt. Es gab von damals einfach nicht genug Material. Filme hatten wir z.B. gar keine, weil wir dafür alle nicht die Kohle hatten und ich selbst habe auch gar keine Fotos gemacht sondern immer nur welche von anderen geschnorrt. Der einzige, der ein bisschen was da hatte, war Tommy und ich habe ein bisschen was wiederbekommen von Leuten, die ich gekannt habe. Wir mussten dann erstmal das Fotoarchiv aufstocken. Da steckt mehr Arbeit dahinter, als man denkt.


Was war es denn für ein Gefühl, so detailliert in der Mottenkiste zu wühlen?

Ich fand das eigentlich ganz cool. Ich selbst habe über Themen wie meinen Ausstieg ja schon seit ein paar Jahren so oft gesprochen, dass ich da nicht so viel neues zu erzählen konnte, ich war viel mehr gespannt, was die Anderen so zu sagen haben. Wir habe die Interviews ja auch so gemacht, dass keiner wusste, was der Andere gesagt hat, bis alles fertig war. Nicht mal ich war da richtig involviert. Das war für mich der eigentlich interessante Teil davon. Dass alles so rund geworden ist, hat mich selbst verblüfft, weil ja selbst die Chemie der Ex-Leute so gut ist, dass alle an einem Strang ziehen. Da sind zwar immer wieder kritische Worte dabei, die dann aber auch immer wieder Selbstkritik beinhalten, was ich schon sehr cool fand. Ich habe dabei auch selbst Sachen aus der Split-Phase erfahren, die ich nicht über die Band wusste, weshalb das auch für mich sehr interessant war.


Die DVD ist ja auch mit einer Bonus-CD erschienen, wobei es etwas verwunderlich ist, dass darauf nicht die Audio-Spur des Wacken-Konzertes zu finden ist, sondern es sich dabei viel mehr um eine kondensierte Version Eurer Live-CD „Live In Agony“ handelt. Wessen Einfall war denn das?

Das liegt daran, dass die Plattenfirma mehr Songs haben wollte, als auf der Wacken-DVD drauf sind. Die Frage war, ob wir die Wacken-Show 1:1 übernehmen oder ob wir den Leute eine Mischung aus Wacken und der Doppel-Live-Scheibe bieten sollten. Die Plattenfirma meinte dann, wir sollten den Leuten mehr geben, als die Wacken-Show. Ich bin jetzt auch ein bisschen überfragt, weil ich mich mit solchen Sachen nicht so wirklich auskenne, aber mir persönlich wäre nur die Wacken-Show auch ein bisschen zu wenig gewesen.


Vor einiger Zeit habt Ihr auf dem Chris Witchhunter-Tribute-Konzert gespielt. Was hast Du für einen Eindruck davon bekommen?

Das Konzert war genial. Das Theater davor war natürlich ein völliger Witz, weil wir unseren Auftritt ja auch nie abgesagt haben. Als wir endlich angekommen sind, waren so viele geile Leute da, die man auch nicht alle Tage sieht und in der Halle war so gute Stimmung, dass das schon eine phänomenale Geschichte war. Es war auch schön, die Familie von Chris zu treffen. Witchhunter hat ja ’86 auch eine Tour mit DESTRUCTION gespielt. Wir waren jetzt nicht so gut befreundet, dass wir uns jeden Tag angerufen hätten, aber wenn wir im Ruhrgebiet gespielt haben, war er immer da und ich fand es schon immer hart, zu sehen, dass er so abgebaut hat. Umso schöner war es, zu sehen, dass die Szene ihm ein derart gebührendes Fest bereitet hat. Da wäre er sicher auch selber stolz gewesen, denke ich.


Habt Ihr das Set auch an der Tour, die Ihr mit Chris gespielt habt, ausgerichtet, oder war das einfach eine DESTRUCTION-Show?

Das war schon eine Best-Of-Show. Wir haben versucht, nicht zu viel neues Zeug zu spielen, was einen guten Querschnitt aus der Ära, als Chris mit dabei war, ergeben hat. Man hat ja auf einem Festival auch nie so viel Zeit, weshalb dann die Klassiker sein müssen. Wir haben auch von Leuten gehört, dass wir ein „Infernal Overkill“-Set spielen sollten, aber wenn man das macht, dann kommen die ganzen jungen Fans und fragen nach „Thrash Till Death“ oder „Nailed To The Cross“ und solchen Sachen. Es war aber schon wichtig, dass die Setlist ein Best-Of bietet und auch die Songs beinhaltet, die wir mit Chris gespielt haben und ich denke, das haben wir auch erreicht.


Nachdem Ihr in Sachen Veröffentlichungen nun vermehrt den Live-Sektor in Angriff genommen habt, liegt die Frage nahe, wann denn wieder ein neues Studioalbum von Euch zu erwarten ist…

Wir sind gerade richtig fleißig dabei, Songs zu schreiben und wir haben uns für das neue Material die Vorgabe gemacht, dass wieder alles etwas kompakter und mehr auf die Fresse werden soll. Im Nachhinein haben mir auf der letzten Platte ein paar schnelle Songs gefehlt und jetzt wollen wir wieder ein bisschen mehr Gas geben. Es soll auch wieder ein bisschen mehr „Back To The Roots“ werden und einfach wieder mehr nach Thrash Metal klingen. Bei den ersten beiden Songs, die wir kürzlich geschrieben haben, hat das auch schon ganz gut funktioniert. Das Songwriting verlief sehr schnell und wir haben uns da sehr gut ergänzt. Ich stelle mir vor, dass das wieder mehr in die Richtung von „The Antichrist“ gehen soll.


Damit sind wir auch schon fertig, möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Klar, ich freue mich auf die neue Scheibe und hoffe, dass wir Ende dieses Jahres eine richtig gute Thrash-Tour hinbekommen.


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 26.02.2010 | 22:23 Uhr

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