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Interviewpartner: Schmier

Drei Jahre sind vergangen, seit die deutschen Thrash Metal-Veteranen DESTRUCTION zuletzt ein Studioalbum vom Stapel ließen – allerdings war die Truppe in dieser Zeit keineswegs untätig und bescherte der Metal-Gemeinde seit ihrer Geburtags-Platte noch ein Doppel-Live-Album sowie die DVD vom Wacken-Auftritt 2007. Letztes Jahr war es wieder soweit und die Herren um Frontmann Schmier haben sich erneut ins Studio gewagt – herausgekommen ist „Day Of Reckoning“, das mit kompromisslosen Thrash-Attacken an die Glanztage des teutonischen Thrash Metal erinnert und Erinnerungen an solch glorreiche Alben wie „Eternal Devastation“ wachruft. Obendrein hat die Truppe sich von ihrem bisherigen Drummer Marc Reign getrennt und den Schlagzeugposten mit dem Polen Vaaver neu besetzt. Aus gegebenem Anlass baten wir bei Herrn Schmier um Audienz, die uns auch prompt gewährt werden sollte…






Hallo Schmier und vielen Dank für das Interview! Das Spannendste gleich zu Anfang: Bei Euch hat es einen Line-Up-Wechsel gegeben. Was kannst Du uns dazu sagen?

Naja, wenn man sich nicht mehr versteht, dann muss man sich eben trennen und das lag bei uns jetzt schon länger in der Luft. Wir waren kein Team mehr, allerdings arbeiten Mike und ich nach wie vor sehr gut zusammen und der neue Mann passt da auch sehr gut rein. Wir haben uns den ganzen Sommer Zeit gelassen, um den richtigen Mann zu finden – das war natürlich auch für uns unangenehm, weshalb wir es vielleicht auch so lange rausgezögert haben und die Fans verstehen es ja immer am allerwenigsten, warum jemand gehen muss, der so lange dabei war. Aber nach einer gewissen Zeit kommt eben die Lethargie und das ist nicht gut.


Und wer ist der neue?

Der neue kommt aus Warschau und hat in Kanada Schlagzeug studiert. Er spielt in Warschau im Symphonie-Orchester und ist ausgebildeter Musiker. Er kam über die Connection zu VADER zu uns rüber – wir sind mit VADER diverse Male getourt und haben auch einige Roadies, die aus Polen kommen. Mit den Leuten verstehen wir uns wirklich gut und wir haben damals immer schon gesagt, dass ein Pole auch gut passen könnte, weil die Leute eine gute Mentalität und Arbeitseinstellung haben, saufen können und alles sehr professionell sind. Außerdem haben die Polen eine Ahnung von extremem Metal-Drumming, seit VADER das damals angefangen haben. Mit uns hat dann alles gepasst und er passt gut ins Gesamtbild. Es war für uns auch wichtig, jemanden zu finden, der sowohl gut genug ist als auch ein umgänglicher Typ ist und bei ihm kam eben alles so auf den Punkt zusammen, dass es gepasst hat. Ich denke, dass wir jetzt einen Schlagzeuger gefunden haben, der bis zum Ende unserer Karriere zu uns hält.


Ihr seid ja mit Nuclear Blast auch zu einem Label zurückgekehrt, mit dem Ihr schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet habt – wie kam es dazu?

Ich denke, dass wir nie so wirklich weg waren. Wir sind stets in Kontakt geblieben und haben auch immer mit Blast zusammen gearbeitet – selbst, wenn es nur um den Mailorder ging. Ich habe dort auch noch viele Freunde und die Entscheidung, zu gehen, war nicht unbedingt unsere, sondern die unseres damaligen Managements. Da ging es eben um Business. Als der Vertrag mit AFM ausgelaufen ist, war uns sofort klar, dass wir zu Nuclear Blast zurück wollen, wenn sie uns denn nehmen würden. Nach diversen Gesprächen war dann auch Interesse da und ich bin einfach froh, wieder bei Blast zu sein – die sind einfach das optimale Metal-Label und als Band, die lange genug dabei ist und bei vielen verschiedenen Plattenfirmen war, sind Nuclear Blast das beste Label. Das ist eine perfekt arbeitende Maschine mit Leuten, die sich für das interessieren, was man macht – richtige Metalheads eben und das ist nicht bei jeder Plattenfirma so. Das ist genauso wie mit unserem neuen Trommler: Ich möchte eigentlich bis zum Ende meiner Karriere bei Nuclear Blast bleiben, wenn das geht [lacht].


So, Ihr habt ein neues Album fertig – wie würdest Du den Sound von „Day Of Reckoning“ beschreiben?

Wir haben diesmal versucht, nach der Maxime „weniger ist mehr“ zu arbeiten, also nicht unbedingt die neueste Studiotechnik zu nutzen. Es sind z.B. nur zwei Gitarren drauf zu hören und die Leadgitarren oben drüber – in den letzten Jahren haben wir immer mit vier oder fünf Rhythmusgitarren aufgenommen und diesmal wollten wir alles etwas einfacher lassen. Auch das Schlagzeug sollte möglichst echt klingen, weshalb wir die Original-Sounds, die wir aufgenommen haben, benutzt haben. Genauso haben wir es beim Gesang gemacht und uns bemüht, den möglichst effektfrei zu halten. Die Platte sollte eben so echt wie möglich, aber auch so druckvoll wie möglich klingen – up to date, aber auch mit der Herangehensweise, eine Thrash Metal-Platte zu machen. Die Gitarren z.B. haben komplett keine Effekte, wir haben sie einfach in den Amp eingesteckt und losgelegt – da ist kein Verzerrer, kein Delay und nichts drauf. Trotz neuer Aufnahmetechnik sind wir also sehr „back to the roots“ gegangen.


“D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ war mit all den Gastmusikern ja ein sehr ambitioniertes Werk – was hat Euch diesmal zu dieser bodenständigeren Arbeitsweise bewogen?

Naja, so ein Album wie „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ macht man ja nicht alle Jahre. Das war unserer Jubiläums-Scheibe, da wollten wir natürlich auch etwas vielfältiger klingen und im Nachhinein blickt man dann zurück und freut sich, dass das ganze Konzept mit den Texten und den Anfangsbuchstaben im Titel so gut funktioniert hat, aber so was kann man eben auch nicht toppen. Darum haben wir diesmal von vornherein gesagt, dass wir wieder mehr zum Thrash zurück wollen, aber ohne, uns selbst zu kopieren. Natürlich sind da jetzt ein paar typische DESTRUCTION-Riffs drauf, die man in ähnlicher Form auch schon auf einer anderen Platte gehört hat, aber diese Riffs sind eben das, was die Fans auch lieben. Mikes Stil und sein einzigartiges Picking sind dieses Mal wieder viel präsenter als auf „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ Aber nach dem letzten Album musste auch wieder etwas anderes kommen und diese Platte ist auch genau so geworden: Ein bisschen roher, ein bisschen härter schneller und die Songs sind auch wieder etwas zugänglicher.


Die Platte ist vor allem ziemlich schnell…

Ja, das war auch von Anfang an der Plan: Die Platte musste Arsch treten. Aber sie sollte auch abwechslungsreich sein und ich denke, was das neue Album ausmacht, ist die Komplexität, die trotz der Schnelligkeit dafür sorgt, dass es nie langweilig wird. Jeder Song hat ein anderes Tempo und auch die schnellen Songs haben immer wieder Groove-Parts, was die neue Platte in meinen Augen auszeichnet.


Du hast zuvor schon die Texte angesprochen – worum geht es auf „Day Of Reckoning“?

Naja, wir waren ja schon immer sozialkritisch und jetzt steht ja auch 2012 vor der Tür, also habe ich einfach mal drauf los geredet, was mir alles nicht so passt. Ich habe dann die Globalisierung und überhaupt die allgemeine Verrohung der Gesellschaft angesprochen. Ich denke das passt gut zur Musik und auch gut zum Titel – das ist ja irgendwo auch unsere Grundeinstellung nur mittlerweile kann man sich halt auf Englisch besser ausdrücken, weil wir alle inzwischen besser Englisch sprechen. Aber nach wie vor ist die Grundlegende Aussage von DESTRUCTION, dass Thrash Metal auch ein bisschen so wie Punk Rock ist, man sollte also immer auch sozialkritisch bleiben. Ich bin ja auch Metalfan geworden, weil ich anders sein wollte, als die Gesellschaft und das sollte sich in den Texten einer Thrash Metal-Band auch wieder finden.


Glaubst Du denn, dass 2012 alles ein Ende nehmen wird?

Kann schon sein, dass das so ist. Ich möchte da natürlich auch nicht dran glauben, weil das ja schon sehr bald ist, aber es wäre schon möglich, dass da was dran ist. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber ich höre mir sehr gerne andere Meinungen an und finde es auch sehr interessant, so etwas zu verfolgen. Letztendlich werden wir 2012 ja sehen, was passiert. Aber eines ist sicher: Wenn wir uns weiter auf diesem Planeten so benehmen und weiterhin unsere Kinder so schlecht erziehen und weiterhin so gierig nach allem greifen, dann wird es früher oder später aus sein.


Wen hab Ihr denn auf „Day Of Reckoning“ als Gastmusiker begrüßt?

Ol Drake von EVILE hat ja bei uns schon Mike ersetzt, als der sich die Finger gebrochen hatte und seitdem ist er ein noch besserer Freund. Er ist ein großer Fan der Band und wir dachte, dass es eine coole Sache wäre, Ol einzuladen, ein paar Soli mit uns zu jammen. Das war allein schon eine geile Sache, weil er ja zu einer neuen Generation von Thrash Metal-Bands gehört und auch ein alter DESTRUCTION-Fan ist und natürlich auch, weil er bei uns schon ausgeholfen hat. Wenn DESTRUCTION einen neuen Gitarristen in die Band holen sollten bzw. würden, dann wäre Ol Drake natürlich unsere erste Wahl. Er ist natürlich mit EVILE beschäftigt, aber er ist jemand, der schon sehr gut zu DESTRUCTION passen würde – vielleicht können wir ja irgendwann mal mehr zusammenarbeiten…


2010 ist vorbei, 2011 ist da – war das letzte Jahr ein gutes für DESTRUCTION?

Wir können uns nicht beschweren. Wir hatten ja kein aktuelles Album, sondern nur die DVD und es war wie immer ein sehr geschäftiges Jahr – wir waren viel unterwegs und haben auf diversen Festivals gespielt. Wenn man einen neuen Schlagzeuger und eine neue Plattenfirma braucht, dann weiß man natürlich als erstes nicht, wo die Reise hingehen wird, weshalb das vergangene Jahr für uns auch sehr aufregend war. Wir wussten eben nicht was kommt. Ich bin allerdings sehr zufrieden: Wir haben ein gutes Jahr mit vielen Shows gehabt und für die nächsten paar Jahre den richtigen Schlagzeuger und die richtige Plattenfirma, um weiterhin gut arbeiten zu können. Man weiß schließlich nie was morgen ist und wie viel Geld man als Musiker jedes Jahr oder jeden Monat verdient, weshalb ich wirklich froh bin, dass jetzt wieder alles in geordneten Bahnen verläuft und wir die richtigen Leute dazu haben. Ich freue mich auf 2011, weil wir ein gutes Album gemacht haben und wir in diesem Jahr sehr viel touren werden.




Was soll ich sagen? Hört mal in die neue Platte rein – ich denke für ein paar alte Männer rock das ganz gut! Ich bin sehr zufrieden; wir sehen uns dann auf Tour!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 13.02.2011 | 18:24 Uhr

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