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Band: Metalnews nach 'Carnifex' durchsuchen Carnifex
Interviewpartner: Scott Lewis

Das neue und dritte Album "Hell Chose Me" von CARNIFEX steht in den Regalen und in dem derzeit sehr beliebten und dadurch leider auch oft ausgelutschtem Genre Deathcore knallen uns CARNIFEX einen Dampfhammer um die Ohren, der seinesgleichen sucht und die Band neben ANNOTATIONS OF AN AUTOPSY, JOB FOR A COWBOY und SUICIDE SILENCE zu den Großen ihrer Riege macht. Waren die Vorgänger "Dead In My Arms" [2007] und "The Diseased And The Poisoned" [2009] schon ordentliche Kotzbrocken, so scheint es, als hätten CARNIFEX alles für "Hell Chose Me" gegeben und wären getreu dem Titel von Meister Höllenfürst persönlich dazu auserkoren worden, uns in den Arsch zu treten. Sänger Scott Lewis stand uns Rede und Antwort zum neuen Album und gab weitere [teilweise recht kryptische] Details rund um die Band preis.





Hallo Scott! Bevor wir uns über das neue Album unterhalten: wie unlängst bekannt wurde hat sich der Vorgänger "The Diseased And The Poisoned" über 25.000 mal verkauft! Herzlichen Glückwunsch dazu, ist ja eine ganze Menge! Schon für den Bereich Metal an sich sind 25.000 Einheiten viel, aber wenn man dann noch Deathcore als Sub-Genre ansieht [und insofern ihr Euch dem zugehörig fühlt], so ist die Zahl wirklich beeindruckend! Wie habt Ihr auf diese Neuigkeit reagiert und habt Ihr Euch dadurch bei der Arbeit an "Hell Chose Me" unter Druck gesetzt gefühlt?

Ich habe dadurch nur noch mehr Lust auf die Arbeit an "Hell Chose Me" bekommen. Das Touren, die tollen Freunde und Fans wiederzusehen, die zu jedem unserer Konzerte kommen und die gleichen Freunde und Fans, die uns neuen Leuten vorstellen... Es ist inspirierend und hat auf jeden Fall unser Interesse und unsere Inspiration angespornt. Die Erwartungen und der Druck kamen von uns selbst.


Wenn man über Euren Erfolg nachdenkt, ist es Euch dann möglich nur für die Band zu leben und finanziert Euch die Band oder macht Ihr alle einen alltäglichen Job? Und wie kombiniert Ihr Euer reguläres Leben [Arbeit, Famile, Freunde] mit dem Bandleben?

Wir leben die Band, was bedeutet wieder bei den Eltern einzuziehen, eine Fast-Food-Ernährung zu haben und mit Kleingeld zu zahlen. Es war hart, aber es wird besser.


"Hell Chose Me" ist ein wahres Monster. Ein 35-Minuten-Höllentrip ohne Rückfahrkarte. Was würdest Du sagen sind die wesentlichen Unterschiede zu den beiden Vorgängern? Welche Bedeutung steckt hinter dem Albumtitel? Und kannst Du uns einen kurzen Überblick über die Texte und Themen des Albums geben?

Auch wenn Du dem Pfad, den Du Dir ausgesucht hast, hingebungsvoll folgst, so hat das Leben manchmal ein anderes Schicksal für Dich in der Hinterhand, und das mag genau das Gegenteil von dem sein was Du Dir vorgestellt hast. Genauso wie es zum Beispiel bei Bethany Sloane aus dem Film "Dogma" ist.





Es scheint, als wären die Songs auf "Hell Chose Me" weitaus variabler ausgefallen als zuvor. Heftigere und schnellere Riffs als zuvor kombiniert mit mehr Melodien und Harmonien, was die Songs interessanter macht. Siehst Du das genauso und wie kam es dazu?

Absolut. Wir haben das Tempo auf dem Album nochmal angezogen. Auch als Ryan und Cory [Sechssaitenknechte - Anm. d. Verf.] unserem Drummer Shawn melodische Parts gezeigt haben, so hat er auch diese mit Blast Beats auseinandergenommen.


Jede Band sagt über ein neues Album, dass es bei weitem ihr bestes sei, aber gibt es irgendwelche Details oder Fehler, die Ihr bei "Hell Chose Me" vermieden habt, beziehungsweise gibt es Dinge, die Ihr aus Eurer Sicht bewusst besser gemacht habt?

Zwei neue Bandmitglieder sind hinzugekommen [Ryan [Git.] & Fred [Bass] - Anm. d. Verf.], ein enger Tourplan und ein kurzer Zeitraum, um die neuen Songs zu schreiben sprechen eigentlich gegen eine gute Vorbereitung, aber wir waren absolut inspiriert und kennen uns untereinander wesentlich besser. Bevor wir ins Studio gegangen sind, wollten wir die neuen Songs als Band spielen und hören können, ohne dass sich jeder immerzu auf seine eigenen Parts konzentrieren musste.


Gib uns mal einen Überblick darüber, wie CARNIFEX funktioniert, angefangen bei Euren Proben, wie Ihr Songs schreibt, wie es im Studio abläuft bis hin zum Touren. Was gefällt Dir am besten daran bei CARNIFEX zu sein und gibt es etwas, was Dir an dieser Art zu Leben nicht gefällt?

Am Anfang hatten wir einfach gar keine Zeit uns um uns selbst zu kümmern. Der Zeitplan der Band war für sieben Monate festgelegt. Songs schreiben, touren, wieder Songs schreiben, wieder touren, aufnehmen, dann wieder touren, touren, touren, bis "The Diseased And The Poisoned" herauskam. Und als das Album erschien, sind wir einfach wieder auf Tour gegangen. Man könnte sagen, wir haben eine ganze Menge getourt. Als wir dann irgendwann schließlich doch eine kurze Pause hatten, haben wir uns überlegt, wir wir in Zukunft am besten arbeiten können. Da erneut mehrere Touren anstanden, haben wir unsere Kohle in einen Laptop, Material zum Aufnehmen und ein paar Programme [tabit, sonar, easy drummer] investiert und haben auf unserer ersten Europa-Tour angefangen, neue Riffs und Songstrukturen aufzunehmen. Als wir nach der Tour nach Hause kamen, hatten wir dadurch schon ein paar Songstrukturen und eine große Auswahl an aufgezeichneten Riffs [aufgenommene Gitarren- und Drumspuren sowie getabbte Ideen]. Mit all dem in der Hinterhand konnten wir dann Riffs ausprobieren und abändern und sie auch den jeweils anderen Bandmitgliedern zeigen. Ein einzelnes Riff kann sowohl aus dem Einzelnen als auch aus der ganzen Band so viel herausholen. Aus diesem Grund sind wir auch so gerne in der Band. Wir arbeiten jeder an sich hart und gut und genauso tun wir es auch als Band.





Wo Du eben schon selber das Thema Equipment angesprochen hast: Erzähl uns doch etwas detaillierter, was Ihr so benutzt [Instrumente, Hersteller, Setups, Ausrüstung, Effekte, etc.], und habt Ihr Endorsements am laufen? Wo oft probt Ihr und gibt es irgendetwas, das Du Musikern empfehlen würdest [neben regelmäßigem Üben]?

Cory und Ryan [Sechssaiter - Anm. d. Verf.] spielen beide das gleiche Setup. Peavy 6505+-Topteile, Ibanez S-7-Gitarren mit Seymour Duncan Blackout Tonabnehmern und Vader Boxen. Ryan benutzt ein Boss NS-2 und Cory ein DBX Noise Gate. Fred [Bass - Anm. d. Verf.] benutzt einen Peavey Tour Series 700 Topteil über eine Ampeg 8x10'' Box und spielt einen Ibanez SR755 und einen EDB405 Bass mit eingebauten Blackout Tonabnehmern. Shawn spielt Vic Firth 5B-Sticks, ein Pearl Export Drumset mit brandneuen Pearl Demon Fußmaschienen und Zildjian Becken. Wir werden von Ibanez, Jim Dunlop, Seymour Duncan, Vader und Vic Firth endorsed. Shawn, Corey und Fred wohnen dicht beieinander. Hoffentlich proben sie auch und verpennen nicht den ganzen Tag oder spielen nur Videospiele. Habt keine Angst, davor Tipps von anderen anzunehmen, am Ende entscheidet letztlich Ihr was gut klingt!


Welche Bands haben Dich und Euch beeinflusst ,und was hörst Du zurzeit? Irgendwelche Empfehlungen?

Zum einen gibt es wirkliche viele Bands, die es sich zu entdecken lohnt, zum anderen kommen gerade auch echte Klassiker wieder auf. Manche sterben nie, wie zum Beispiel DISSECTION. Und dann gibt es Bands mit denen wir touren, oder die wir schon gehört haben, bevor wir mit ihnen getourt sind. DARKEST HOUR und THE BLACK DAHLIA MURDER waren Bands, die immer in San Diego Halt gemacht haben und neue Bands im Schlepptau hatten. Ich persönlich würde Euch CONDUCTING FROM THE GRAVE, EMBRACE THE END, WITH FAITH OR FLAMES und OBSCURA empfehlen.


Wie sind Eure anstehenden Tourpläne, werdet Ihr auch auf deutschen Bühnen zu sehen sein? Wie gefällt Euch das deutsche Publikum? Und wenn Ihr selber entscheiden könntet mit wem Ihr auf Tour gehen könntet, wer wäre dann mit dabei?

Erstmal fängt demnächst die Atticus Metal Tour II mit UNEARTH und STICK TO YOUR GUNS durch die Staaten an, mit Start hier in San Diego. Danach geht's dann für unsere zweite Festivaltour rüber nach Europa mit THE FACELESS und dann geht's zurück für die Summer Slaughter Tour, bei der wir zum zweiten Mal dabei sind. Die Deutschen sind nicht nur ein großartiges Publikum, sondern es macht auch einfach Spaß Euch kennenzulernen und mit Euch abzuhängen. Die Glut im Moshpit, vor der Bühne und die warmen Worte sowie die uns entgegengebrachte Dankbarkeit sorgen dafür, dass wir uns willkommen fühlen, und deshalb kommen wir auch immer gerne rüber zu Euch. Es hat Spaß gemacht mit UNLEASHED zu touren und schon öfter hat sich unser Weg mit SUFFOCATION gekreuzt, nur zu gerne wären wir mit diesen Bands also mal wieder unterwegs.


Dann erstmal Vielen Dank für die Zeit und hoffentlich nehmt in naher Zukunft ein paar deutsche Bühnen auseinander. Die letzten Worte gehören Dir.

"Thanks for all the fist pumping, horns, shouts, circle pits, hugs, and
support! Danke!"



trapjaw

Autor: Andy W. [trapjaw] | 17.02.2010 | 20:28 Uhr

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