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Reviews von De Profundis
CD Review: De Profundis - The Emptiness Within

De Profundis
The Emptiness Within


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Interviewpartner: Shoi Sen

Eure neue Lieblingsplatte für die kommenden Wochen wird “The Emptiness Within” heißen. Ja, ich weiß. Der Gedanke, dass sich irgendeine dahergerannte Newcomer-Truppe mal einfach so in Eurer Playlist breitmacht, ohne wieder flugs abzuheben, mag vielleicht am Anfang recht schmerzhaft sein. Doch so ist es mit [fast] allen ersten Malen: Sie wirken ungewohnt, nur um danach in eine regelrechte Sucht zu münden. DE PROFUNDIS waren so entgegenkommend, Euch bei diesem Prozess tatkräftig zur Seite zu stehen – in Form von Aufschluss gebenden Antworten zu brennenden Fragen von METALNEWS.DE.



Hallo zusammen! Wie fühlt es sich derzeit an, ein Teil von DE PROFUNDIS zu sein – vor allem, wo Ihr nun endlich das neue Werk in den Startlöchern stehen habt! Stärkt die Veröffentlichung einer neuen, gemeinsamen auf die Beine gestellten Platte die Bande innerhalb einer Band und wenn ja, auf was konzentriert Ihr Euch momentan?

Hi! Im Moment ist es ziemlich cool, ein Teil von DE PROFUNDIS zu sein. Wir bekommen verdammt viel positives Feedback für das neue Album, was uns natürlich enorm freut. In den nächsten Monaten werden einige Shows auf uns zukommen. Seit Januar dieses Jahres arbeiten wir sehr hart daran, diese Scheibe endlich veröffentlichen zu können. Wir wirken sehr stark hinsichtlich unserer Promotion mit, um sicherzustellen, dass auch alle möglichen Ecken abgedeckt werden. Unser allererstes Video – eines zu “Twisted Landscapes” - steht ebenfalls schon an, wobei im Vorhinein diesbezüglich ein Berg an Arbeit auf uns wartete. Wir haben zudem unser Management in den Schwitzkasten genommen, damit es für uns einige geile Gigs in diesem Jahr hervorholen kann und siehe da, dieses Jahr werden wir am Rock Harz Festival aufspielen; darauf freuen wir uns!


Die Presse nahm Euch ausführlich in Augenschein; Ihr durftet zudem wesentlich mehr Bühnen von oben aus betrachten, bevor Ihr an die Arbeiten zu "The Emptiness Within" herangegangen seid. Mit welchen Gefühlen habt ihr diesen Promo-Kreis für „A Bleak Reflection“ betreten und wieder verlassen, könnt Ihr sogar diesbezügliche Höhepunkte nennen?

Es war sicherlich großartig, Indien mit Gigs zu bedenken. In Bangalore spielten wir vor 30.000 Zuschauern – Hammer! Für mich persönlich war die Tour mit ROTTING CHRIST nicht zu toppen, zumal wir eine Menge osteuropäischer Staaten abdecken konnten. Auch wenn nicht alle Shows genial waren, ernteten wir sehr viel Lob von der Menge!


Da Euch dieser mediale Aufmerksamkeitsaufstieg innerhalb [vielleicht sogar außerhalb] der Metal-Kameradschaft sicherlich keinen Schaden zugefügt hat, scheint es auf denersten Blick vielleicht doch der klassischen Definition von “Antagonismus” zu entsprechen, dass Ihr mit “The Emptiness Within” Euer bislang düsterstes Material an den Mann bringen wollt. Darüber hinaus setzt es melodische Wirbelwinde und schwarzmetallische Zerstörungskraft in den Vordergrund Black Metal ohne dabei die progressive, durchdachte und höchst aufreibende Seite Eures bisherigen Schaffens zu ignorieren. Wie nervenaufreibend ist der Spagat zwischen dem Erhalt des mittlerweile etablierten Band-Sounds sowie dem Einführen neuer Elemente, sodass man immer noch von einer reinen “Weiterentwicklung” reden kann? Wenn Ihr wollt, könnt Ihr konkret auf eine Passage oder einen bestimmten Song verweisen, die so vor vier Jahre nie zustande gekommen wäre?

Für uns stellt dieses Album eine harmonische Fortsetzung unseres bisherigen Weges dar. Wir haben uns lediglich darauf konzentriert, kompaktere Stücke zu verfassen, ohne dabei das progressive Element vollständig außer Acht zu lassen. Es mag vielleicht der Fall sein, dass dieses Album vielleicht etwas optimistischer ausgefallen ist, aber seien wir uns ehrlich: DE PROFUNDIS ziehen es vor, düstere und melancholische Musik zu Papier zu bringen. Wenn Du Dir alle drei bisherigen Alben von uns anhörst, wirst du merken, dass wir einen roten Faden durch unsere Stücke treiben, der dann letzten Endes in einem eigenständigen Sound mündet. Diejenigen, die dieses Feeling verstehen, tendieren normalerweise dazu, uns wertzuschätzen.



In welchen Hinsichten wolltet Ihr Euch von "A Bleak Reflection" entfernen und in komplett andere Wässer steigen? Inwieweit habt Ihr Eure Fähigkeiten ausbauen müssen, um am Niveau Eurer jüngsten Kreationen nicht zu scheitern, wie wichtig ist Euch überhaupt die stete Verbesserung Eurer Fingerfertigkeiten an den jeweiligen Instrumenten?

Wir sind nicht der Meinung, dass wir uns von unserem Sound wegbewegt, sondern nur ein wenig an ihm gebastelt haben, damit er noch dichter wirkt. Für uns stellte sich dies als mehr oder weniger natürliche Weiterentwicklung heraus, da wir es vor allem gewohnt sind, die einzelnen Nummern mit einem wesentlich dichteren Sound an den Mann zu bringen, weil wir uns in erster Linie als Live-Band verstehen. Jeder von uns ist ein erfahrener Musiker. Wir alle wollen unsere Grenzen stets sprengen, wollen jedoch unsere Songwriting-Fähigkeiten aufs Spiel setzen. Eine Menge Bands da draußen hat sich dem Zur-Schau-Stellen ihrer technischen Fähigkeiten verschrieben, ohne dabei aber an Hooks oder andere geile Momente zu denken. Wir wollen daher zwar unser intensiviertes Zusammenspiel darbringen, allerdings nur zum Besten der einzelnen Stücke. Ich denke, “A Bleak Reflection” fühlt sich atmosphärisch an, während “The Emtpiness Within” eher auf Deine Fresse aus ist.


Wenn man einen Song der Marke "Silent Gods" heranzieht, dessen Energiepegel mit dem zahlreicher Epigonen locker mithalten kann, muss es folglich umso aufregender sein, im Live-Geschehen mit derartigen Hymnen beschallt zu werden. Wie penibel geht Ihr in dieser Hinsicht jedoch vor? Als wie wichtig betrachtet Ihr die makellose Performance einer Nummer in beiderlei Hinsicht? Konntet Ihr vorab schon das neue Material am Publikum antesten und wenn ja, wie fielen die Reaktionen bislang aus?

Für dieses Album hat unser Schlagzeuger Nick sicherlich einiges einstecken müssen, schließlich sind die Stücke für ihn ziemlich knifflig ausgefallen. Er musste einfach sichergehen, dass er dann, wenn es hart auf hart kommt, sicher im Sattel sitzt. Wir sind erst vor kurzem alle Songs in den Proben durchgegangen und ja, es war ein Heidenspaß, vor allem körperlich ziemlich anstrengend. Du willst schweißdurchnässt von der Bühne steigen, da Du erst dann weißt, dass Du alles gegeben hast. Im Studio versuchen wir stets, die besten Takes aus uns herauszuholen und sind da sehr pingelig. Auf der Bühne wollen wir sicherstellen, dass die Energie immer mitschwingt. Wir legen seit jeher unseren Schwerpunkt darauf, live alles nieder zu reißen, als dass unsere Instrumente sich hübsch an uns anschmiegen.

Bei den kommenden Shows werden wir unser Repertoire um die neuen Stücke erweitern, andererseits jedoch nicht auf die Älteren zu verzichten. Um ehrlich zu sein, freue ich mich schon riesig darauf, die alten Songs zusammen mit dem neuen, heißen Zeugs spielen zu können, da so endlich mehr Dynamik in unsere Setlist kommt.


Inwieweit reflektiert der Album-Titel die Stimmung innerhalb der einzelnen Stücke? Wer kam mit ihm daher und warum habt ihr es nicht einfach für schlauer oder einfacher empfunden, einen Song-Titel zu recyclen?

Komischerweise haben wir uns über den Albumtitel am meisten den Kopf zerbrochen. Wir konnten uns bis zuletzt auf keinen einigen, weswegen er auch die einzelnen Lieder nicht wirklich auf den Punkt bringt. Er klang einfach cool und nahmen ihn wegen dieser Eigenschaft. In der Vergangenheit wiesen die Texte von unserem Sänger Craig immer eine Verbindung auf, was beim aktuellen Album nicht der Fall ist. Es war daher ziemlich schwierig, einen passenden Titel zu finden.

Der Grund, warum wir ein Album nicht nach einem darauf befindlichen Song benennen wollen, liegt darin begründet, dass wir die Aufmerksamkeit nicht einzig auf ein Stück, sondern auf alle gleichermaßen verteilen wollen. Für uns sind alle Songs auf einer Platte von gleich hoher Bedeutung.


Ist Euch während den Arbeiten zum neuen Brecheisen jemals ein Moment unterlaufen, in dem Ihr gemeinsam das Erreichen “des nächsten Levels” wahrgenommen habt und Ihr nicht mehr aus dem Staunen herausgekommen seid? Welche Tracks werden es definitiv auf die kommenden Setlists schaffen, weil sie Euch Spaß beim Zocken bereiten?

Danke Dir! Selbstverständlich sind wir auf dieses Werk sehr stolz. Wir setzen alles daran, Alben einzufangen, die die Leute da draußen bewegen und unverbraucht klingen. Für unsere Ohren hört sich zumindest jedes Album so an, aber es ist durchaus nett, annähernd euphorische Reaktionen auch von Journalisten und Fans wahrnehmen zu können. Alle neuen Tracks machen, wenn sie gerade frisch sind, irrsinnigen Spaß beim Spielen. Geplant ist, alle Stücke irgendwann einmal live unterzubringen.




Erneut hat Fernando Pereira Lopes hinter dem Mischpult Platz genommen, den man ja mittlerweile als Euren Haus-Produzenten bezeichnen kann. Welche Entwicklung hat er zwischen dem Vorgänger und dem neuen Album hingelegt? Warum steht es derzeit nicht zur Debatte, künftig einen anderen Fachmann zu Rate zu ziehen? Liegt es vielleicht daran, dass ihr Fernando als “sechstes Band-Mitglied” betrachtet? ;)

Wir alle fühlen uns mit Fernando verdammt wohl. Er versteht unsere Musik und kann auf unsere Vorschläge entsprechend agieren; es sei denn, sie sind absolut bescheuert. Er übernachtet bei mir, um so komplett in den Arbeitsprozess dieser Band involviert sein zu können.

Craig war zu Anfang der Aufnahmen zu seinem Gesang ziemlich nervös, da zum ersten Mal Clean-Passagen dran waren; Fernando hat ihn jedoch schnell darauf einstimmen können. Fernando ist ebenso ein Toningenieur für das Studio Davout in Paris, wo sich schon OZZY OSBOURNE und AC/DC die Klinke in die Hand gaben. Es war aufregend, dort zu arbeiten – was für ein inspirierender Ort!


Wer ist für dieses fantastische Artwork in Aktion getreten, zieht es darüber hinaus konkrete Parallelen zu gewissen Textreferenzen oder wurde es separat, also ohne Wissen um das Konzept hinter "The Emptiness Within" verwirklicht?

Das Artwork entsprang den Händen von Costin Chioreanu, der zuvor für ULVER, DARKTHRONE und ABSU tätig war. Wir schickten ihm das fertige Album, um seinen Ideenmotor in Gang zu bringen. Wir wollten, dass er mit einem Konzept daherkommt. Wir kennen ihn schon seit ein paar Jahren; das erste Mal trafen wir ihn 2008 beim March Metal Day in Griechenland. Als unser Label Costas für die grafische Arbeiten vorschlug, waren wir wirklich begeistert darüber, da er bereits unsere Musik nannte. Wir alle sind mit dem Entwurf sehr zufrieden und bekommen auch großartige Reaktionen von Außenstehenden.


Schmiedet Ihr derzeit Pläne für einen Ansturm auf deutsche Bühnenschauplätze? Spielen Euch die Promoter dieses Mal in die Hände, da sie Euren Siegeszug anerkennen und dabei helfen wollen, mehr Anhänger zu gewinnen oder sind sie – wie sonst auch – stur?

Deutschland war für uns noch nie ein leichtes Pflaster. Auf der Ragnarök-Tour hatten wir zum Teil mit einigen massiven Problemen zu kämpfen. Es zahlte sich einfach nicht für uns aus und dachten uns, das nächste Mal, an dem wir deutschen Boden betreten, kann warten.

Heutzutage allerdings fallen die Reviews für unsere jüngste Platte verdammt gut aus, viele deutsche Fans adden uns auf Facebook und wurden sogar für ein deutsches Festival gebucht. Vielleicht ändern sich die Dinge ja bereits jetzt schon zu unseren Gunsten. Im Übrigen finde ich, dass “The Emptiness Within” viel eher auf den deutschen Markt zugeschnitten ist, weswegen wir erstmal auf dem Rock Harz und dann in weiterer Folge hoffentlich einige weitere Gigs bei Euch zocken können. Darüber hinaus verfügt unser Label nun über eine hervorragende Vertriebsreichweite. Also was kann noch schief gehen?


Danke vielmals für Eure Zeit und Geduld! Zum Abschluss könnt Ihr einige Platten nennen, die Euch in letzter Zeit vom Stuhl umfallen ließen.

Um ehrlich zu sein, interessiert mich das, was heutzutage herauskommt, nicht wirklich, da viel zu viele Gimmicks in diesen Platten auftauchen, die mir einfach nicht liegen. Ich freue mich aber grölßtenteils auf die neue IHSAHN-Scheibe, da er, wie ich finde, einfach ein großartige Künstler ist. In jüngster Zeit habe ich zudem alte Bands wie CORONER oder DEATH für mich entdecken können, wobei die Re-Releases der letzteren Truppe mir wirklich außerordentlich gut gefallen.

Micha

Autor: Michael Bambas [Micha] | 16.04.2012 | 20:38 Uhr

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