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Interviewpartner: Steffen Kummerer

Ein Name, der am Ende dieses Jahres sicherlich in vielen Jahrespolls bei den Top-Newcomern genannt werden wird: OBSCURA. Obschon der aktuelle Silberling der bayrischen Todesfrickler genaugenommen der zweite Dreher der Band ist, erschien das Debüt "Retribution" ohne Label im Eigenvertrieb. Und das vor genau fünf Jahren. Was in dieser Zeit so alles passiert ist und was man sonst noch über "Cosmogenesis" wissen muss, erzählt uns Sänger, Gitarrist, Mastermind und letztes verbliebenes Gründungsmitglied Steffen Kummerer.




Sind die Songs von "Cosmogenesis" ganz frisch oder habt ihr das Material über längere Zeit, also sprich seit "Retribution", angehäuft?

Teils, teils. Mit dem eigentlichen Songwriting haben wir 2006 begonnen. Als das neue Line Up komplett war, hatte ich vielleicht vier oder fünf Songs fertig. Die haben wir dann noch mal überarbeitet und an den Arrangements gefeilt. Den Rest des Materials haben wir dann zusammen geschrieben. 2008 haben wir dann ganz klassisch ein Demo aufgenommen, an diverse Plattenfirmen geschickt und uns dann letztlich für Relapse Records entschieden. Wir haben allerdings schon während den Verhandlungen mit Relapse angefangen aufzunehmen, da sich das alles sehr hingezogen hat. Das amerikanische Medienrecht ist doch sehr anders. Die kleinen Details des Vertrages haben fast ein halbes Jahr beansprucht. Insgesamt waren wir drei Monate im Studio, was ja doch ein ganzes Stück ist, aber ich denke, dass es das auch wert war.


Drei Monate ist wirklich ein ganzes Stück – vor allem, wenn man noch in Vertragsverhandlungen steckt und somit keinen Vorschuss kassiert hat. Wie konntet ihr euch das leisten? Habt ihr Teile des Materials in den heimischen vier Wänden aufgenommen?

Nein, nur ein paar Soli. V. Santura [DARK FORTRESS – d. Verf] ist ein guter Freund von uns und hat schon damals 2003 unser erstes Demo produziert. Auch bei "Retribution" hat bei den Gesangsaufnahmen geholfen. Wir haben da mit offenen Karten gespielt und er hat gesehen, dass wir viele Angebote vorliegen haben und in den Verhandlungen stecken. Also hat er quasi im voraus gearbeitet und wir haben ihn dann nach Vertragsabschluss entlöhnt.


Und zum Dank hat er sich dann gleich noch auf dem Album verewigt.

Ja, allerdings nicht sehr auffällig. Er hat ein paar Gesangssachen aufgenommen und die haben wir dann mit meiner Stimme zusammengemischt, um quasi noch eine zusätzliche Farbe reinzubringen. Er hat mehr so das thrashigere Organ und ich denke, dass das in der Kombi kommt das ganz gut.


Lass uns noch mal auf den Relapse-Deal zurückkommen. Klar, dass man an solche Sachen wie das mit dem Medienrecht nicht unbedingt denkt, wenn man bei einer Firma in Amiland unterschreiben möchte. Aber sonst ist das doch eine tolle Kiste. Ihr seid schließlich nach NECROPHAGIST erst die zweite deutsche Band in deren Stall.

Ich denke, dass es auf jeden Fall die beste Entscheidung war. Es gab zwar noch andere Interessenten, aber bei Relapse hat man sofort gemerkt, dass da wirklich Feuer dahinter ist. Außerdem ist Relapse noch eines der wenigen Labels, das sich größentechnisch in der Mitte befindet. Heutzutage ist es so, dass du eben die ganz großen Labels hast - wie z.b. Nuclear Blast, Century Media, Roadrunner - oder kleine Underground-Labels. Und Relapse ist zwischendrin. Außerdem machen Relapse auch viele Liebhabergeschichten. "Cosmogenesis" kommt jetzt auch als wunderschönes Vinyl raus. Und welches Label macht das heutzutage noch, bei einer Auflage von 1000 Stück?




Du hast vorhin schon einen kleinen Einblick in das Songwriting von "Cosmogenesis" gegeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei euch klassisches Schreiben im Proberaum angesagt ist.

Nein, das geht in der Tat nicht. Jeder komponiert sein Zeug auf GuitarPro aus und schicken uns das Material gegenseitig per Mail. Das ist ganz praktisch. Wir wohnen alle ein wenig auseinander. Jetzt nach den Uniprüfungen schauen wir, dass wir einmal pro Woche proben. Allerdings nur zu dritt. Vor Touren und Auftritten fliegen wir dann Jeroen [Thesseling, Bass – d. Verf] aus Amsterdam ein. Das funktioniert ganz gut.


Stichwort Jeroen: Wie kommt man eigentlich an so einen Musiker ran bzw. überzeugt ihn davon bei der eigenen Band einzusteigen? Immerhin hat der Gute damals das legendäre "Spheres"-Album von PESTILENCE eingespielt und ist danach in der Versenkung verschwunden.

Da muss ich ein wenig ausholen. Ich habe irgendwann 2004 irgendwo gelesen, dass er wieder Bock auf Metal hat, bzw. halt auf harte, progressive Musik. Davor hat er zwölf Jahre nur Fusion und Jazz gespielt. Naja, ich hab ihn damals dann kontaktiert und gefragt ob er in zwei Wochen was vorhat. Da wollten wir nämlich die "Retribution" aufnehmen, hehe. Das war natürlich viel zu kurzfristig, aber der Kontakt blieb erhalten. Wir haben uns immer mal wieder Mails geschrieben. Ende 2007 hab ich dann ein neues Line Up gesucht. Ich hab ihm dann gesagt, was wir vorhaben, was passieren kann und was passieren wird. Und als ich dann gesagt habe, dass ich eine neue Platte aufnehmen will, hab ich gefragt, ob er Lust hat. Und bei den anderen beiden [Christian Muenzner, Gitarre und Hannes Grossmann, Drums, beide ehemals bei NECROPHAGIST – d. Verf] lief es eigentlich genauso. Auch wenn es sich blöd anhört, aber es hat sich eben natürlich ergeben.


Jeroens Parts auf dem Album sind der Wahnsinn. Ich denke mal, dass er die alleine ausgearbeitet hat, oder?

Ja, das kann man schon so sagen. Wir haben die Grundtöne und auch ein paar Ideen vorgeschlagen – manchmal hat er sich daran gehalten, manchmal nicht. Naja, meistens eher nicht, haha. Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden. Teilweise hat er die Grundtöne so krass verändert, dass es doch deutlich nach GORGUTS geklungen hat, hehe. Da mussten wir ihn dann ein wenig bremsen. Aber letztendlich sind wir sehr zufrieden. Wie gesagt, wir diskutieren über alles und wenn etwas nicht passt, dann finden wir auch eine Lösung.


Da du gerade GORGUTS erwähnst: Euren Bandnamen habt ihr höchstwahrscheinlich gleichnamigem Album der Truppe entliehen, richtig?

Ja, ganz klar. Die Platte ist einfach der Wahnsinn. Nicht unbedingt die beste Musik, die man direkt nach dem Aufstehen hören sollte, aber...


Na ja, wenn man schnell aufstehen möchte... Auf jeden Fall werdet ihr durch Christian und Hannes per se schon mal gerne mit NECROPHAGIST verglichen. Ist das schlimm für euch?

Wenn man liest, dass bei OBSCURA zwei ehemalige Mitglieder von NECROPHAGIST spielen, dann ergeben sich solche Vergleiche zwangsläufig. Aber ich denke, wenn man sich "Epitaph" [das aktuelle Album von NECROPHAGIST – d. Verf.] und "Cosmogenesis" aufmerksam anhört, wird man schnell feststellen, dass das zwei komplett andere Welten sind.


Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein sehr großer Unterschied zwischen beiden Bands ist euer spaciges Konzept, dass sich nicht nur in Artwork und Lyrics findet, sondern durchaus auch musikalisch manchmal zum Tragen kommt.

Das ging schon auf "Retribution" mit Songs wie "Hymn To A Nocturnal Visitor" los. Naja, wir hatten halt die Idee mit dem ganzen spacigen Zeug. Natürlich auch als kleiner Link zu "Spheres" von PESTILENCE. Wir haben das dann eben für die neue Scheibe weiter ausgearbeitet. Ich bin sehr zufrieden damit.


Stehen die Songs für sich oder gibt es ein verstecktes, zusammenhängendes Konzept?

Konzept würde ich nicht sagen. Es ist halt ein übergeordnetes Thema mit verschiedenen Kapiteln.


Werdet ihr das in Zukunft als Markenzeichen beibehalten?

Puh, da sind wir uns noch nicht so ganz sicher. Wir arbeiten immer wieder an neuen Ideen für die Zukunft, aber wir haben uns noch nicht entschieden. Es gibt auch den groben Vier-Alben-Plan. "Cosmogenesis" als erster Schritt, dann die Evolution, dann die philosophische Seite des Ganzen und zum Abschluss natürlich die Apokalypse - die darf nicht fehlen! Aber da ist wie gesagt noch überhaupt nichts entschieden oder sonst was. Wir diskutieren drüber und schauen wir mal, was passieren wird.




Sehr ambitionierte Pläne! Lassen wir uns überraschen und kurz in die Vergangenheit blicken. Gibt es eine Chance, dass Relapse "Retribution" wiederveröffentlichen, damit der Dreher auch zu Labelehren kommt?

Da haben wir gestern erst mit Relapse drüber geredet. Sie wollen es definitiv machen, aber natürlich noch nicht gleich. Ich tippe auf Ende dieses Jahres, aber sicher ist das nicht. Aber es wird auf jeden Fall passieren! Ist natürlich super, denn dadurch, dass wir das Teil selbst rausgebracht haben und man da natürlich limitiert ist, kennen viele das Teil nicht.


Dann lass uns doch über schöne Konzerte von euch reden. Sind die Songs von "Cosmogenesis" mit den ganzen Effekten gut umsetzbar?

Knifflig sind lediglich die Akustikgitarren in "Universe Momentum", da müssen wir uns noch was überlegen. Ansonsten funktioniert das alles wunderbar. Auch die Gesangseffekte. Ich hab mir das entsprechende Equipment gekauft und benutze live einfach zwei Mikrophone. Geht also.


Das könnt ihr dann gleich auf der US-Tour mit CANNIBAL CORPSE unter Beweis stellen.

Ja, das ist echt amtlich und wir freuen uns alle wie die Schnitzel drauf. Moritz und Hannes waren schon drüben mit ihren ehemaligen Bands, ich noch überhaupt nicht. Auch nicht im Urlaub oder so. Die Tour mit CANNIBAL CORPSE wird ca. einen Monat dauern und danach hängen wir noch eine Headliner-Tour dran. Ich hab die Tage mit Alex Webster von CANNIBAL CORPSE geredet und er meinte, dass die Show in Montreal, Kanada, schon ausverkauft ist. Das heißt ca. 2000 Leute. Das sind schon ganz andere Dimensionen... Wir sind jedenfalls total kribbelig und freuen uns total.


Gibt es auch schon Pläne für Europa in der feinen Schublade?

Ende des Jahres wollen wir auf jeden Fall was machen. Vielleicht kommt im Sommer auch noch das ein oder andere Festival dazu. Wir diskutieren gerade noch für Ende des Jahres. Es gibt mehrere Optionen und da muss man jetzt eben schauen, was am meisten Sinn macht.



Zu "Anticosmic Overload" habt ihr ein schönes Video gedreht.

Ja, das war ein ganz schöner Aufwand – es war meine Semesterarbeit für die Uni. Ich studiere Medientechnik, Schwerpunkt Audio/Video-Design und da konnte ich alles gleich anwenden. Ein Teil des Equipments konnten wir uns zwar von der Uni ausleihen, aber vieles mussten wir auch anmieten – die Location natürlich auch. Relapse wollten ein old school Performance-Video. Wir haben auf jeden Fall versucht, diesen old school Vibe einzubringen. Ich denke, es ist ganz okay geworden. Bei MySpace lief das Ding ganz gut, wir haben viele Clicks bekommen.


Würdest du uns noch an deinen Gedanken zu der ganzen Download-Problematik teilhaben lassen?

Uh, schwieriges Thema, haha. Ich hab ein Problem damit, dass ich, wenn die "Cosmogenesis" google, mehr Torrent- und Quelldatein zum Downloaden als Reviews finde. Das ärgert mich. Die meisten Leute checken einfach nicht, dass sie wenn sie sich Sachen runterladen, auch wenn es Alben von großen Bands wie z.B. METALLICA sind, davon letztlich die kleinen Underground-Bands betroffen sind. Wenn die Plattenfirmen massive Verluste haben, dann führt das dazu, dass sie sich noch nur große Namen angeln, die noch ordentlich verkaufen und kein Geld mehr für kleine Band ausgeben. Die ganzen Downloader, die selber in einer Band spielen, machen sich damit quasi selbst ihre Chancen kaputt, einen Deal zu bekommen. Das ist jetzt nur ein kleiner Aspekt des ganzen Themas, aber ich finde es einfach nicht okay. Am besten haben die Problematik ENSLAVED dargestellt, die einem norwegischen Minister, der sich für Downloads ausgesprochen hat, ein Schaf geklaut haben. Mit dem Argument, dass es eben genau das Gleiche ist, wie wenn man eine Scheibe downloadet. Das Problem ist eben auch: Wenn du als Band nicht genügend Platten verkaufst, dann kannst du auch nicht auf Tour gehen. Sprich: Viele Leute, die sich in Internetforen über Bands auslassen, die nicht oft touren, sind meistens selber schuld, weil sie sich munter Alben aus dem Netz ziehen. Um es kurz zu machen: Downloaden ist nicht gut.

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 16.03.2009 | 20:08 Uhr

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