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Interviewpartner: Steve Merry

Es ist erstaunlich: Jede Z-Klasse-Coverband von DARK TRANQUILLITY und Konsorten bekommt heutzutage einen Plattenvertrag hinterher geschmissen, Granaten wie die hiesigen BE’LAKOR erst beim zweiten Album, das zuerst in Eigenregie entstand. Dabei gilt nicht einmal mehr die Ausrede, dass Australien abseits des üblichen Metal-Geschehens liegt, schließlich haben die Majors von Nuclear Blast erst vor einiger Zeit PSYCROPTIC aus Tasmanien gesignt. Vorwort-Lamento her oder hin, lassen wir lieber den Band-Keyboarder und Pianisten Steve Merry selbst zu Wort kommen, um die kariesfreien Bombast-Qualitäten von „Stone’s Reach“, ihrem Outsider-Dasein sowie kühnen Träumen vom Touren in Europa zu diskutieren.




Hallo Steve! Welche Bedeutung steckt hinter eurem Namen und was stellt er für euch dar? Inwiefern reflektiert er die Musik, die ihr macht?

Einige der Jungs haben eine Zeit lang ein Spiel namens Warhammer gespielt und Be’lakor [ein Charakter-Name im Spiel] wurde als potenzieller Bandname vorgeschlagen. Ich erinnere mich, diesem Vorschlag zunächst skeptisch gegenüber gestanden zu sein, weil ich zu der Zeit etwas „Typischeres“ haben wollte. Im Nachhinein jedoch bin ich froh über unsere Wahl, da sie sich doch von dem Gros der Metal-Titel unterscheidet. Der Name Be’lakor gibt aber keinerlei Hinweis oder Bedeutung dessen wieder, was wir für Musik spielen – es ist nur ein Wort, deren Sound und Aussehen wir mochten.


Ich mache das zwar nicht sehr oft in Interviews, aber da ihr ja ein so fantastisches Album abgeliefert habt, muss ich euch dazu wirklich gratulieren! Wie waren die letzten Monate nach der Veröffentlichung der Platte für euch, habt ihr in der Zwischenzeit einen signifikanten Anstieg an Anhängern verzeichnen beziehungsweise wahrnehmen können?

Danke! Ich bin froh, dass du das Album magst. Es ist komisch, weil wir zwei Jahre lang sehr hart an “Stone’s Reach” gearbeitet haben und als es raus gekommen ist, fühlte ich eine Art Tiefpunkt. Das ging aber schnell vorbei. Die guten Reviews begannen, aufzutauchen, vor allem aber mochten auch unsere Fans die Platte. Viele Leute haben sie sich gratis herunter geladen, was das allgemeine Interesse daran im Internet steigern konnte, auch wenn es kein Geld in unsere Taschen gespült hat. Wir scheinen eine stets immer größer werdende Fan-Basis aufbauen zu können, was wirklich aufregend ist. Die meisten unserer Shows waren in unserer Heimatstadt, wir haben auch einige verstreut über ganz Australien gespielt. Die Unterstützung auf diesen Shows war fantastisch.


Ich finde es angesichts eures ebenso großartigen Debüts, das ihr auf eigene Faust rausgehauen habt, sehr merkwürdig, dass ihr für die zweite Platte kein Label finden konntet. Warum ist das so? War das ein absichtlicher Schritt von eurer Seite, um unabhängig bleiben zu können?

Wir haben nicht allzu intensiv nach einem Label für das neue Album gesucht, weil wir bei diesem Prozess schon bei unserem Debüt gescheitert sind. Dennoch haben uns ein paar mittelgroße Firmen finden können [Kolony Records in Europa und Prime Cuts Music in Australien]. Sie haben uns geholfen, die Scheibe zu veröffentlichen sowie vertreiben zu können, dafür sind wir sehr dankbar. Beim nächsten Mal jedoch werden wir vielleicht noch härter versuchen, an ein größeres Label heran zu kommen.


Wie schwierig oder einfach ist es für euch, Gigs hochzuziehen und Leute zusammen zu bringen, um sie an eurer Musik teilhaben zu lassen? Welchen Grad an Wichtigkeit hat bislang eure MySpace-Seite im Gegensatz zur bloßen Mund-zu-Mund-Propaganda zwischen Fans in der Verbreitung eures Namens gespielt?

Heutzutage lässt sich unserer Meinung nach ein Gig schnell arrangieren – du hast Recht, das Internet [besonders Facebook und Myspace] haben das alles wesentlich vereinfacht. Wir haben als Booking Agent auch Welkin Entertainment engagieren können, die für uns einen tollen Job machen. Als australische Band ist man allerdings nach wie vor sehr auf das Internet angewiesen, um seine Musik mit den Leuten dieser Welt teilen zu können. Es ist ein großartiges Mittel für Bands.


Wie würdet ihr den Charakter eurer Gruppe beschreiben, wie die Rollenverteilung und die Band-Chemie? Haben sich eure Ziele, welche ihr ganz am Anfang hattet, mit der Zeit verschoben beziehungsweise verschieben müssen, und wenn ja, inwieweit?

Die Chemie innerhalb von BE’LAKOR ist spitze – wir sind alle miteinander gut befreundet und kennen uns schon seit Jahren. Es ist immer ein Erlebnis, zusammen zu kommen, zu proben und Musik zu schreiben. Das ist, was uns am Laufen hält – es ist zwar kein Chor, aber etwas, das wir lieben. Wir hängen auch gerne rum, gehen ins Fitness-Center, auf einen Kaffee und dergleichen. Was die Rollenverteilung angeht, wird das Songwriting auf alle Mitglieder aufgeteilt, aber ich und George [Kosmas – Gitarre, Anm.] kommen tendenziell mit den meisten Riffs an. Aber die anderen drei Jungs fügen ihre Ideen und Riffs hinzu, sodass das Schreiben von Stücken zu einer wortwörtlich kollaborativen Leistung heranwächst. Wir erledigen auch andere Aufgaben wie zum Beispiel E-Mail-Management, die finanziellen Seiten der Band und die vielen anderen Bereiche, welche eine Truppe von einem abverlangt. Unsere Ziele haben sich mit der Zeit ergeben – wir haben nicht mit klaren Vorgaben angefangen, aber je weiter wir kommen, desto weiter wachsen und verändern sich unsere Ziele.




Ihr scheint eine Menge unterschiedlicher Einflüsse in BE’LAKOR zu verarbeiten, zumindest lässt eure vielschichtige Musik darauf schließen. Wie aber VERMEIDET ihr es, allzu sehr nach euren Vorbildern zu klingen, während ihr an Songs schreibt und wie bewahrt ihr euch davor, euch zu wiederholen oder musikalisch vorhersehbar zu wirken?

Ja, absolut – wir haben eine Menge Einflüsse, aber sie entscheiden sich sehr stark von Mitglied zu Mitglied. Ich weiß, dass George Bands wie PINK FLOYD, KING CRIMSON sowie QUEEN liebt, die sich allesamt in seinem Schreibeprozess widerspiegeln. Er hört auch CANNIBAL CORPSE, EMPEROR, NILE, BURZUM etc., die Liste könnte beliebig lange weiter gehen. Ich persönlich mag melodischen Metal wie AGALLOCH, ENSLAVED, OPETH, aber auch eine Menge Folk-Zeugs, besonders aus dem keltischen Bereich. Am Ende des Tages jedoch liegt die Essenz der Musik BE’LAKORs – ohne den typischen Death-Metal-Mechanismen gegenüber zu stehen –im Machen von dramatischer, melancholischer, epischer und melodischer Musik. Das ist eigentlich alles, was wir einfangen wollen. Des Weiteren sind diese Qualitäten beileibe nicht nur dem Metal selbst beschieden – du kannst sie in jedem Genre, von Oper bis Prog-Rock, vernehmen.
Wir glauben, dass diese Elemente Musik auf weitaus tiefgründigere Art und Weise zusammen halten als bloße Techniken, Instrumente oder Effekte, welche leider fast immer bestimmen, wie die Bands kategorisiert und miteinander verglichen werden. Es nervt, wenn viele Leute die wichtigeren Aspekte von Musik außen vor lassen und sich ausschließlich auf das konzentrieren, welche Mittel verwendet wurden; Metal wird dadurch zu einer amorphen Masse, die eigentlich nicht sein sollte. In Bezug darauf, was Außenstehende von uns denken, sind wir nicht darauf aus, irgendwie klassifiziert zu werden – wir schreiben nur die Musik, die wir mögen. Wie sie dann letzten Endes eingeordnet wird, liegt im Ermessen des Betrachters.


"Frail's Tide" war und ist immer noch eine großartige Scheibe, welche ihren qualitativen Höhepunkt im Song namens "Neither Shade Nor Shadow" erreicht. Was denkt ihr im Nachhinein von eurem Einstand und wie hat er den späteren Werdegang von BE'LAKOR konkret beeinflusst?

“The Frail Tide” war unser Debüt, daher gibt es natürlich einige Sachen [sowohl hinsichtlich Produktion wie auch den Komposita selbst], die wir bei entsprechender Möglichkeit geändert hätten. Das gesagt habend, sind wir noch immer sehr stolz auf das Album. Es hat uns geholfen, jenseits unserer musikalischen Kreise hier in Melbourne Bekanntheit zu ergattern, was der erste, wichtige Schritt für uns war. „Neither Shape Nor Shadow” ist vielleicht der beste Song auf der Platte, wir haben es ein wenig später als den Rest zusammen geschrieben, woraus sich eine graduelle Entwicklung in unserem Schreiben ausmachen kann. Diese haben wir dann für das Erschaffen von „Stone’s Reach“ genutzt.


Das unglaublichste Faktum zu "Stone's Reach" meiner Meinung nach ist, dass kurz nach Erscheinen eurer ersten LP schon die Hälfte der Songs für die nächste Platte fertig waren. Einige Video-Clips auf diversen Plattformen zeigen zum Beispiel „Venator“ in fertiger Form, diese gehen eben zurück bis ins Jahr 2007. Wie kam es dazu, dass ihr so schnell wieder Inspiration für die nächsten Lieder gefunden habt, ist sogar schon euer Drittling fertig geschrieben?

Ja, “Venator” war in der Tat das erste Stück, welches wie für “Stone’s Reach” geschrieben haben – es war im Prinzip zu dem Zeitpunkt fertig, als wir “The Frail Tide“ veröffentlichten, obwohl es noch nicht so aufgeputzt war, um auf der Scheibe landen zu können. Wir waren uns damals auch bewusst, dass kein Bedarf darin bestand, dieses Stück noch schnell in “The Frail Tide” rein zu zwängen, da wir wussten, dass wir sowieso demnächst anfangen werden, mit den Arbeiten für das zweite Opus anfangen!
Wir haben vor kurzem wieder begonnen, Songs zu schreiben, allerdings ist nur sehr wenig Material für das nächste Mal da – ein halber Track ist fertig, einige Riffs auch. Andererseits kann ich es gar nicht abwarten, wieder an etwas Neuem zu arbeiten – das ist meine Lieblingsbeschäftigung in BE’LAKOR.


Welche Unterschiede zwischen "Frail's Tide" und "Stone's Reach" würdet ihr in musikalischer sowie produktioneller Hinsicht ausmachen? War dieses neue[ere] Album einfacher einzuspielen als der Vorgänger? Wie hat die Band als Kollektiv dieses Mal im Gegensatz zu "Frail's Tide" gearbeitet?

Wir fühlen schon einen Unterschied zwischen “Stone’s Reach” und “The Frail Tide”, in vielerlei Hinsicht. Aus der Sicht eines Songschreibers kann ich dir versichern, “Stone’s Reach” ist anspruchsvoller und sorgvoller zusammen geschraubt worden. Viele Riffs darauf sind wesentlich technischer geworden. „The Frail Tide” war unser erstes Album, hat daher natürlich in mancher Hinsicht einen etwas raueren Charakter. Wir waren [musikalisch] weit weniger gereift und wesentlich eher darauf erpicht, unsere Musik so schnell wie möglich heraus bringen zu können. Daher mag „Stone's Reach” etwas weniger “catchy” sein als “The Frail Tide” es ist, da die Melodien auf dem zweiten Album nicht so zugänglich und einfach gestrickt sind. Dafür hat es wesentlich mehr Tiefe sowie mehr Wechsel als auf „The Frail Tide“. Ich denke, die Platte belohnt den aufmerksamen Hörer. Natürlich, wenn es darum geht, welche Platte nun “besser” sei – das ist eine rein subjektive Angelegenheit!
Was andere Unterschiede angeht, ist die Produktion auf “Stone's Reach” auf einem wesentlich höheren Niveau, vor allem deswegen, weil wir das gesamte Album in einem Studio aufgenommen haben [„The Frail Tide“ wurde im Prinzip in einem Schlafzimmer aufgenommen, nur die Bässe als auch das Schlagzeug in einem Studio]. Als es Zeit war, die neue Platte aufzunehmen, waren wir wesentlich besser vorbereitet, weil wir wussten, was uns erwartete. Die Aufnahmen liefen daher ziemlich geschmeidig ab.

Würdet ihr "Stone's Reach" mehr al seine Art Ansammlung von neuen Songs sehen oder seht ihr im gesamten Material eine Art rotten Faden durchziehen und wenn Letzteres der Fall ist, warum? Was ist es, das diese Platte für euch so besonders macht, in welcher Hinsicht würdet ihr die gewisse Magie orten, die viele Kollegen im Melodic Death Metal-Bereich einfach nicht haben?

Um fair zu bleiben, ist es wahrscheinlich näher zu einer Sammlung von Songs als eine in sich perfekte, einheitliche Arbeit. Es gibt einige textliche Themen, welche mehr als nur einmal auf dem Album vorkommen [Tod, das Akzeptieren des Todes im Leben, den Zeitablauf etc.]. Es ist aber kein Konzept-Album. Ich bin sehr erpicht darauf, eine höhere Ebene der Kontinuität auf unseren nächsten Scheiben zu erreichen, sodass sie auf den Hörer als noch kohärenteres Werk wirken.
Um den zweiten Teil deiner Frage zu beantworten, ist “Stone’s Reach” für mich speziell, weil es Riffs wie auch musikalische Ideen beinhaltet, die in meinem Kopf oder in uns als Band schon seit mehr als sechs Jahren herum schwebten. Das Album stellt wirklich die Anhäufung vieler Gedanken sowie Kreativität einer langen Zeitspanner dar. Wir sind daher sehr stolz darauf. Was die “Magie” betrifft, die du angesprochen hast – ich kann darüber nicht spekulieren. Das ist ein sehr subjektiv zu verstehendes Thema. „Stone’s Reach” mag vielleicht eine gewisse Magie ausstrahlen, für manche mag das nicht zutreffen… und für die, die mit dem Album irgendetwas verbinden, werden die Emotionen stets unterschiedlich ausfallen – von Hörer zu Hörer.




Von all diesen unglaublich lebendigen Stücken gefallen mir "Outlive The Hand" und "Countless Skies" am besten. Erzähl uns etwas über den kreativen Prozess beider Beiträge, was sie für euch widerspiegeln und ob sogar Ähnlichkeiten zwischen ihnen bestehen.

Nun, ihnen ist gemein, dass sie zu den letzten Songs gehören, die wir für das Album geschrieben haben – sie sind unsere aktuellsten Kompositionen. Die einzelnen Riffs in den Stücken allerdings sind, wie die Tracks selbst auch, schon mehrere Jahre alt – das melodiöse Intro zu „Countless Skies“ zum Beispiel wurde schon vor mehr als drei Jahren geschrieben! Unser Songwriting-Prozess ist sorgsam und gründlich – wir gehen durch Riffs und Abschnitte als gesamte Band, entscheiden, an was wir weiter arbeiten. Wir bringen das alles langsam zusammen, ändern oft die Tonart, den Takt als auch das Tempo und fügen Harmonien hinzu. Wir zerlegen manchmal das, was wir geschrieben haben und fangen noch einmal von vorne an, wenn wir nicht mit dem Sound oder dem Flow des jeweiligen Songs zufrieden sind.


Wie verlief dieses Mal die “Hochzeit” zwischen der Musik und den Texten? Habt ihr diesbezüglich Lieblingsmomente? Irgendwelche Anekdoten oder besondere einflussreiche Momente, die ihr mit uns teilen wollt?

Wir schreiben die Musik immer zuerst, die Texte kommen zum Schluss. Manchmal werden die Texte mit dem jeweiligen Song im Hinterkopf geschrieben, manchmal aber schreiben wir eine Art Poem und entscheiden erst dann, wie wir es am besten in die Musik einflechten können. Beide Varianten funktionieren gut, beide resultieren in verschiedenen Songs.
Ich habe mir noch keine Gedanken über meine Lieblingsmomente bezüglich des Zusammenkommens zwischen Text und Musik gemacht… das ist eine gute Frage! Vielleicht die ersten Zeilen in “Outlive The Hand” – ich mag den Rhythmus der Lyrics und die Art, wie das Riff das Ganze sehr heavy sowie nachdenklich macht. Ich mag auch die Art, wie George die ersten Sätze von „Held In Hollows“ mit dem Text verbindet, weil das Timing interessant ist.


Was die Präsentation für "Stone's Reach" betrifft, wurde das Layout von Sheri Tantawy entworfen, welcher auch seine „The Bodycage Media“ Agentur am Laufen hat. Wie sind BE'LAKOR mit ihm in Kontakt getreten, wie würdet ihr die Zusammenarbeit mit ihm beschreiben? Würdet ihr ihn auch für das nächste Album verpflichten?

Um die Bilder, die wir wollten, zu bekommen, haben wir Monate auf deviantart.com verbracht, um Hunderte von Fotos sowie Zeichnungen durchzusehen. Wir waren extrem wählerisch. Wenn wir etwas fanden, das uns gefiel, haben wir den Künstler gleich danach gefragt, ob er uns die Erlaubnis gibt, das jeweilige Bild verwenden zu können. Ich denke, die Qualität des Albums liegt zum Großteil an der enormen Großzügigkeit der Künstler, die uns geholfen haben. Wir wären sicherlich in einen finanziellen Engpass gekommen, wenn wir Lizenzen dieser vielen hochwertigen Bilder hätten kaufen müssen. Wir sind ihnen und Deviant Art als geniale Quelle sehr dankbar. Jedes Bild wurde auf seine Relevanz für das Album-Thema, der generellen Ästhetik sowie den Texten geprüft ausgewählt. Das eigentliche Cover stach aufgrund seiner Kraft und Einprägsamkeit hervor. Wir sind an Sheri herangetreten, die großartige Arbeit dahingehend geleistet hat, das Foto für das Cover herzurichten. Sie hat bislang das Layout für beide Alben entworfen und wir werden sie sicher auch für unsere künftigen Werke in Betracht ziehen.


Ihr habt für den europäischen Markt Kolony Records aus Italien für die Wiederveröffentlichung eures zweiten Albums verpflichten können. Wie seid ihr mit ihnen in Kontakt getreten, wie sind die Arbeitskonditionen? Beinhaltet diese Zusammenarbeit auch eventuell die Erscheinung eurer zukünftigen Werke in Europa

Kolony Records haben uns eigentlich sogar gefunden und per Myspace kontaktiert. Von Anfang an war klar: Sie arbeiten professionell und sind sehr angetan davon, uns helfen zu können, unsere Musik in Europa erscheinen lassen. Daher war es einfach, ihr Angebot annehmen zu können. Sie haben für eine neue Auflage von “Stone’s Reach”-CDs bezahlt, die in Europa aufgelegt wird. Das Album ist daher in vielen europäischen Mailordern ab sofort erhältlich, kann aber auch über Kolony Records bezogen werden. Sie unterstützen uns natürlich auch darin, das Album in Europa bewerben zu können, was für BE’LAKOR fantastisch ist. Was zukünftige Releases anbelangt, wissen wir noch nicht so recht, was passieren wird – es wird vorrangig davon abhängig sein, wie die Dinge für die Band innerhalb des nächsten Jahres laufen werden.




Ihr habt in den letzten Jahren einige Shows gespielt, fast alle davon in eurer Heimatgegend. Wie verliefen die Reaktionen derer, die eure Performance gesehen haben? Wie wäre es mit einer ausgedehnten Tour mit tollem Billing? Rührt vielleicht die Werbetrommel für Leute im Booking-Bereich, die noch nach Bands suchen!

Wir können es nicht abwarten, auf längere Touren zu gehen! Wir waren jedes Mal begeistert, als wir in einer Stadt zum ersten Mal gespielt haben… als kleine bis mittelgroße Band jedoch haben wir bislang keine großen finanziellen Ressourcen zur Verfügung. Sobald wir es uns aber leisten können, freuen wir uns auf öfter stattfindende Touren – besonders in Europa. Es besteht kein Zweifel daran, dass es großartig wäre, auf einigen europäischen Festivals spielen zu können, vielleicht sogar neben so Bands wie KALMAH, INSOMNIUM, NOUMENA oder IN MOURNING.


Und nun ein Blick in die Kristallkugel, bitte. Wie sehen die nächsten Schritte für BE'LAKOR aus? Besteht die realistische Chance auf eine baldige Tour in Europa?

Wir werden im Prinzip an neuer Musik schreiben und weiterhin das machen, was wir können, um unsere Fan-Basis weiter ausbauen zu können. Wir rechnen mit dem Erscheinen der neuen Scheibe während des Jahres 2011; wir werden also bis dahin ziemlich hart arbeiten!


Gut, nun zu ein paar allgemeineren Fragen: Was Musikformate betrifft, seid ihr da mehr Traditionalisten oder könnt ihr auch mit den “neueren” Medien leben? Welche Meinung habt ihr bezüglich des müßigen "Filesharing"-Themas, schadet es euch als Band oder seht ihr es mehr oder weniger als eine Art halblegale Gratis-Webung?

Wir sind den neueren Medien gegenüber natürlich sehr offen – wir werden aber unseren Fans immer traditionell CDs anbieten, weil wir Dinge wie Artwork und die Freude, echte CDs [in Zukunft wahrscheinlich ebenso Vinyl-Kopien unseres Albums] zu sammeln, schätzen. Wir verstehen allerdings auch die Wichtigkeit digitaler Medien und wir verwenden sie – iTunes ist eine tolle Sache für Bands. Wir akzeptieren ebenso die Tatsache, dass Leute manchmal unsere Musik gratis herunter laden, schließlich ist das Teil der heutigen Musikwelt. Wir können es nicht aufhalten, oft hilft es aber, dass Leute überhaupt Zugang zu unserer Musik finden.


Wie stolpert ihr über neue, interessante Bands, in welchem Format konsumiert ihr deren Auswürfe? Könnt ihr Empfehlungen hinsichtlich eurer zuletzt getätigten Käufe machen?

Wir entdecken eine Menge cooler Bands via Myspace, vor allem deswegen, weil wir selbst als Band ständig Myspace nutzen. Last.fm ist ebenso eine exzellente Möglichkeit, um neue Truppen ausfindig zu machen. Ich kann dir einige australische Bands wie zum Beispiel OKERA, ARBRYNTH, NE OBLIVISCARIS, THE OCULARIS INFERNUM oder RAINSHADOW wärmstens ans Herz legen.


Danke für eure Zeit und alles Gute mit BE'LAKOR. Die letzten Worte gehören euch.

Ich will einfach nur Danke an metalnews.de für die große Unterstützung sagen, die ihr BE’LAKOR gibt! Hoffentlich werden wir uns sehr bald revanchieren können, indem wir nach Deutschland [sowie den Rest Europas] kommen, um für euch ein paar Shows zu spielen. \m/

Micha

Autor: Michael Bambas [Micha] | 07.12.2009 | 22:23 Uhr

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