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Reviews von Sula Bassana
CD Review: Sula Bassana - Dark Days

Sula Bassana
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Band: Metalnews nach 'Sula Bassana' durchsuchen Sula Bassana
Interviewpartner: Sula Bassana

Mit SULA BASSANA beginnt an jedem Wochentag das Wochenende. Einmal aufgelegt, wähnt man sich in einem wesentlich entspannteren Paralleluniversums, das dem Grundverständnis des Wortes „Freiheit“ viel näher als unsere kleine, von Kriegen jedweder Art zersetzte Welt. Der gleichnamige Protagonist ließ sich dementsprechend nicht lange lumpen, zur Entstehungsgeschichte des brandneuen Albums „Dark Days“ einige Worte zu verlieren.



Grüß Dich, Sula! Anstatt Dich mit dem Aufrollen Deines bisherigen Werdeganges zu nerven, würde ich Dich bitten, unseren Lesern das Wesen von SULA BASSANA sowie dessen Quintessenz in seinen Grundzügen näher zu bringen. Worauf kommt es Dir bei diesem Projekt an? Welchen Wandel hat es über die Jahre hinweg durchlaufen, kann man sogar von persönlichen musikalischen Momenten ausgehen oder betrachtest Du Deine Arbeiten alle unter demselben hellen Licht?

Moin! Sula Bassana ist der [Vogel] Basstölpel, und das war ich noch zu LIQUID VISIONS-Zeiten [Psychedelisc Spacerock-Vorgängerband, Anm.]. Dabei geht es um meine Musik, also die Musik, die aus mir rauskommt, ohne Rücksicht auf andere... dabei kommt natürlich Psychedelisches raus, also Psychedelic Rock, aber auch Elektronisches. Das ist einfach die Musik, die aus mir raus will. Beeinflusst durch das Leben und nicht erzwungen in eine Richtung gedrängt, sondern immer nach momentanem Befinden. Das kann chillig abgehoben, oder noisig anstrengend sein... oder einfach nur trippiger Spacerock... Ein Wandel ist sicher heraushörbar, aber niemand muss Angst haben, dass sich plötzlich Schlager oder Blues mit einmischen. Davon war ich schon immer frei!!! Und das wird auch so bleiben!


Du tanzt darüber hinaus noch auf anderen Hochzeiten wie ELECTRIC MOON, mit denen Du an Wochenenden auf Anhängerjagd gehst, auf. Wie sehr hilft Dir das aktive Mitmischen in anders gelagerten Bands, Ideen für SULA BASSANA zusammen zu stecken und sie in diese genial konstruierten Klangreisen zu verwandeln? Wie sehr halfen Dir die auf dem neuen Album "Dark Days" tätigen Session-Musiker bei der Entstehung eines "Surrealistic Journey" oder "Arriving Nowhere"?

Das vermengt sich alles miteinander. Die Inspirationen nehme ich mir nicht dafür oder hierfür, die sind in jenem Moment einfach da, da wird nichts lange geplant. Es war natürlich mal gut, ein paar Basics zusammen mit einem vertrauten Schlagzeuger aufzunehmen, damit das lebendige erhalten bleibt. „Surrealistic Journey“ wird im Allgemeinen auch als DAS Stück des Albums bezeichnet... Ich hab die Orgel und Gitarre danach auch in [jeweils] einem Take raufimprovisiert. Mit ELECTRIC MOON sind wir viel unterwegs und erleben irre Sachen. Das prägt und beeinflusst natürlich außerhalb des ELECTRIC MOON-Lebens auch!


Gab es eine Art Initialzünder für "Dark Days", der Dich dazu bewegte, konkret neue Stücke für ein kommendes, also dieses Werk zu schreiben? Wie sehr unterschied sich der Schreibprozess zur aktuellen von Deinen früheren Platten? Und in welcher Hinsicht bist Du der Meinung, dass "Dark Days" auf ewig seinen ganz eigenen Platz in der Geschichte SULA BASSANAs erhalten wird?

Das ergibt sich so; je nachdem, was für Stücke fertig sind und gut zueinander passen. Alle meine Alben sind quasi Sammlungen von Songs die über etliche Jahre entstehen. Da hat meiner Meinung nach jedes seine Berechtigung. Nehmen wir mein Debüt „Dreamer“ als Beispiel, das hat viele positive Reaktionen bekommen, hat sich gut verkauft, und Ende 2012 kommt endlich die von Eroc gemasterte Version raus, anlässich des zehnjährigen Jubiläums des Albums! Das zweite Album „The Night“ ist nun auch so gut wie ausverkauft. Es kann also sein, dass 2019 auch davon eine Jubiläumsversion kommt, hahaha. Oder einfach eine Nachauflage im nächsten Jahr. Oder was auch immer...


Obwohl innerhalb der einzelnen Nummern sehr viel passiert, macht das Gesamtpaket jederzeit einen sehr sauberen, aufgeräumten Eindruck. Bei manchen Bands wie BLACK BOMBAIM, die auf ihre Weise auch ziemlich genial sind, steht der Songfluss scheinbar immer kurz vor dem Overboard-Kollaps, weil einfach zu viele Elemente auf einmal aufeinander einwirken. Wo siehst Du die Schwierigkeit, ein möglichst kreatives, wenn nicht sogar experimentelles Umfeld zu erschaffen, dabei aber gleichzeitig die "Hörbarkeit" im Ohr zu behalten? Sind deswegen auch schon diverse Arrangements verworfen worden? Und wie viel Spaß würde es Dir generell bereiten, Noise-Kollagen aufs Reißbrett zu zaubern?

Alles kommt, wie es kommt. Ich lass mich da treiben und erzwinge nichts. Noise-Collagen sind super. In „Bright Nights“ gibts das ja schon, oder „Arriving Nowhere“... brauchst Du mehr Noise? ;-] Kannste haben, mal sehen, was in den nächsten Jahren so passiert...



In Sachen Produktion hat sich SULA BASSANA immer sehr deutlich zum psychedelischen Krautrock bekannt - wir reden also ausschließlich von warmen Analogaufnahmen, die der Instrumentalisierung genug Luft zur Entfaltung gibt. Orientierst Du Dich bei der jeweiligen Wahl des Sounds für eine Platte an etwaigen Vorbildern oder "weißt" Du bereits im Vorhinein, wie genau ein Album zu klingen hat? Wie viel Zeit füllt die Postproduktion im Vergleich zu den eigentlichen Aufnahmen aus? Und welche Aspekte der modernen Studiotechnik würden Dir noch am ehesten zusagen beziehungsweise den Charakter Deines Projektes am wenigsten verfälschen?

Boh, 1000 Fragen in einer... ich arbeite aufnahmetechnisch nicht mehr voll analog. Aber die Instrumente sind es immer noch: Analoge Synthesizer, analoge Echos und Verzerrer und Phaser etc. Ich steh nicht so auf das moderne Zeug, liegt vielleicht an meinem Alter...
Wie gesagt, ich mach mir da gar nicht so viele Gedanken. Alles kommt, wie es kommt!


Wie hast Du die Reihenfolge der Stücke auf dem Debüt bestimmt? Sind irgendwelche fertigen Kompositionen übrig geblieben?

Auf „Dreamer“? Die ergab sich aus den Songs. Ich stehe auf einen rockig eingängigen Anfang des Albums, welches nach hinten raus immer mehr abhebt und psychedelischer wird. Das war bei „The Night“ und „Dark Days“ genauso. Übrig bleibt selten was, hab fast alles, das ich bisher aufgenommen hab, auch irgendwo veröffentlicht! Wenn auch nur auf CD-R in Kleinauflage.


Spricht Dir derzeit ein konkretes Stück auf "Dark Days" am meisten aus der Seele und wenn ja, welches und warum? Denkst Du überhaupt in Lieblingslieder-Kategorien, wenn es um die eigene Arbeit geht?

Nee, ich mag sie alle, sonst hätte ich sie nicht veröffentlicht. Allerdings gibt es Vermutungen. Ich hatte mir ausgemalt, dass das Titelstück mächtig reinhaut und beliebt wird, oder der Opener „Underground“, aber dann ist es „Surrealistic Journey“ geworden...


Wer zeichnete für das höchst atmosphärische Artwork verantwortlich und in welchem Gesamtkontext steht es mit der Musik?

Das hat meine Freundin Lulu gemalt, die übrigens zu der Zeit, als sie es gemalt hat, sehr oft die „Dreamer“ gehört hat. Damals kannten wir uns aber noch nicht. Jedenfalls hab ich das Bild „Dark Days“ im Internet entdeckt, mir sofort für die gerade entstehenden Songs gesichert und im Kopf abgespeichert. Also definitiv eine gegenseitige Befruchtung! Sie wird auch das Cover für die Wiederveröffentlichung von „Dreamer“ machen! Inzwischen leben wir zusammen und haben ELECTRIC MOON gegründet, die Raketenaufsteiger in Sachen Psychedelic Rock!


Mir gefällt die Art und Weise, wie Du Dich mit Informationen zu neuen Taten so lange bedeckt hältst, bis tatsächlich etwas Neues in trockenen Tüchern liegt, sehr. Wann siehst Du im Allgemeinen den Zeitpunkt gekommen, die Außenwelt von Deinen neuen Machenschaften in Kenntnis zu setzen? Wenn das Teil im Presswerk liegt oder schon beim Endmix? Anders herum gefragt: Wie sehr würde es Dich abschrecken, bei einem Label unterzukommen, dass die Öffentlichkeitsarbeit zum obersten Prinzip erklärt hat? Kämen dann zusätzliche Klauseln diesbezüglich in Betracht?

Ach, so stimmt das nicht ganz. Ich hatte schon seit Langem mitgeteilt, dass dieses Album kommen wird, nur eben nicht in der Presse, sondern im Internet. Darum hat es kaum einer mitbekommen, hahaha. Es gab Verzögerungen durch lange Nachbereitungsphasen, und eine fehlgeschlagene Vinyl-Pressung... Meine Fans mussten sich für etliche Monate in Geduld üben...


Dieses Gespräch wird über METALNEWS.DE veröffentlicht, streng genommen kann man SULA BASSANA allerdings nicht diesem Genre zuschreiben. Steht Metal überhaupt bei Dir auf dem täglichen Hörprogramm? Welche Eigenschaften dieses mittlerweile sehr großen Genres bewegen Dich dazu, ab und an einer Band aus dem Bereich an die Heimanlage zu verfüttern?

Nee, Metal is echt nicht meins! Früher hab ich gerne DEEP PURPLE, URIAH HEEP, LED ZEPPELIN, DUST, RAINBOW, TRIUMPH, RUSH, BUDGIE, MOTORHEAD und so gehört, aber das läuft ja inzwischen unter Classic Rock. Bands wie STRYPER lassen mich erschaudern... hahaha. Umso schöner, dass wenigstens Du so offen bist und über psychedelischen Space Rock berichtest! Danke!



Danke für Deine Zeit und Geduld! Zum Abschluss könntest Du uns noch einen Einblick in Deine derzeitige Playlist gewähren oder uns alternativ Platten nennen, die Deinen musikalischen Kosmos im entscheidenden Maße geprägt haben.

Ja gerne. Immer wieder toll und Gänsehaut erzeugend:

- FAR OUT – s/t [Japan, 1973, glaube ich. Wie PINK FLOYD mit E-Sitar auf Opium... herrlich]
- TRACTOR [UK 1972, immer wieder ein Trip!]
- PINK FLOYD [fast alles, bis auf die späteren Sachen]
- HAWKWIND [etliches!!!]
- CAN [bis etwa 1973]
- AMON DÜÜL 2 [Wahnsinns-Band!]
- Vieles aus den späten 60ern, aber psychedelisch muß es sein!
- Elektronik á la TANGERINE DREAM [bis Ende 70er], Klaus Schulze [dito] etc.

An modernen Bands momentan: SPECTRUM, PAPIR, FARFLUNG etc. Natürlich auch die Bands, die ich auf meinem Label veröffentlicht hab, also VIBRAVOID, URAN, THE MOVEMENTS, SEID, ØRESUND SPACE COLLECTIVE, SEVEN THAT SPELLS, TRACKER, ANNOT RHÜL etc.

SULA BASSANA
SULA BASSANA Soundcloud
ELECTRIC MOON
ZONE SIX
SULATRON RECORDS

DAAAANKE!!!!!

Micha

Autor: Michael Bambas [Micha] | 14.09.2012 | 17:01 Uhr

Kommentare
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