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Band: Metalnews nach 'Onkel Tom' durchsuchen Onkel Tom
Interviewpartner: Tom

SODOM-Frontmann Tom Angelripper ist ein echtes Original. Seit über 30 Jahren ist der Ruhrpöttler nicht nur in der Metalszene aktiv, sondern hat sie maßgeblich mitgestaltet. Seit einiger Zeit betreibt der Mann zudem noch ein Nebenprojekt namens ONKEL TOM, bei dem es normalerweise weit weniger brutal aber dafür feucht-fröhlich zugeht. Mit „H.E.L.D.“ haben die Burschen nun ein neues Album veröffentlicht, weshalb wir uns mit Herrn Angelripper zum Interview verabredeten. Da erzählte der Mann dann munter darüber, warum es nichts Schlimmeres gibt, als ihn als den deutschen Lemmy zu bezeichnen, warum MOTÖRHEAD seit Jahren nur noch Schwachsinn machen und wie das in der Band eigentlich mit dem Alkohol läuft.






Hallo Tom und vielen Dank für Deine Zeit! Das letzte ONKEL TOM-Album liegt jetzt drei Jahre zurück, die letzte SODOM-Platte immerhin anderthalb. Was hat sich in letzter Zeit bei Dir getan?

Och ja, es war schon viel zu tun. Ich war aber auch der Meinung, dass es jetzt endlich mal wieder Zeit für eine neue ONKEL TOM-Platte wird. Wir hätten die neue Scheibe auch schon etwas eher machen können, allerdings war das Problem, dass wir keine Plattenfirma hatten. Wir hatten ja bei Drakkar Records aufgehört und mussten dann natürlich nach einem neuen Label suchen. Ich bin auch froh, dass wir dann bei SPV untergekommen sind. Die sind je eigentlich nicht für Deutschrock oder deutschsprachige Musik, aber inzwischen haben sie eine Sparte entwickelt, wo sie das auch ganz gerne machen.


Mit SODOM bist du ja auch kein Fremder bei SPV...

Nein, das stimmt. Bis auf ein paar Unterbrechungen, wo wir dann auch bei Drakkar oder eben eine Zeit bei G.U.N. Records gewesen sind, waren wir mit SODOM eigentlich immer bei SPV. Ich denke, eine Band muss in der Lage sein, jedes Jahr oder wenigstens jedes zweite Jahr ein neues Album zu veröffentlichen.


Jedes Jahr ist aber reichlich ambitioniert! Das schaffen ja die meisten jungen Bands nicht...

Ich finde aber, dass man das schaffen kann. Wir hatten ja von 2000 an eine Lange Durststrecke, in der bei ONKEL TOM gar nichts passiert ist. Da war es das Problem, dass meine Band komplett aus dem süddeutschen Raum stammte – die haben alle in Mannheim, Heidelberg und der Ecke gewohnt. Wir kamen also einfach nicht zum Proben. Das war auch der Grund, warum ich zur „Nunc Est Bibendum“ angefangen habe, Bandmitglieder hier in meinem Umfeld zu suchen. Alex [Kraft, Gitarre, Anm. d. Red.] ist ja dann auch ausgestiegen bzw. wir haben uns getrennt, weil die geographische Differenz uns nicht die Möglichkeit gegeben hat, zu proben. Ich in jemand, der gerne mit den Jungs zusammen im Proberaum arbeiten.


Wie seid Ihr auf Euren neuen Gitarristen Klaus Nicodem gekommen?

Ach, den kennt man hier in der Essener Szene. Klaus hat bei JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE gespielt. Die sind so ähnlich wie NAPALM DEATH mit deutschen Texten. Ich wusste, dass der Klaus dort aber nicht länger spielen wollte – er hat die Band mittlerweile verlassen – und er ist einfach ein ganz netter Mensch. Als ich ihn zum ersten Mal getroffen habe, fand ich ihn gleich total sympathisch und er ist ja auch ein toller Gitarrist. Er hat einfach diesen Ruhrgebiet-Style und passt damit schlicht zu uns. Mittlerweile stammt die ganze Band aus dem Ruhrpott, aus Essen und Gelsenkirchen und wir sprechen einfach dieselbe Sprache. Mir war es einfach wichtig, jemanden hier in meinem Umfeld zu finden und jetzt hat es halt den Klaus getroffen [lacht].


Wann habt Ihr mit den Arbeiten an „H.E.L.D.“ begonnen?

Das ist noch gar nicht so lange her. Nach jedem Album gibt es ja erstmal diese Phase, in der man Pause macht, aber eigentlich haben wir direkt nach „Nunc Est Bibendum“ zumindest schon über das nächste Album nachgedacht. „H.E.L.D.“ ist innerhalb des letzten Jahres entstanden. Natürlich sammeln wir die ganze Zeit Gitarrenriffs und Textideen. Aber ich habe ja mit Corny [Rambadt, Drums, Anm. d. Red.] und Celly [Mönnig, Gitarre, Anm. d. Red.] auch eine Band, die mir viel an neuem Material anbietet. Ich bin nunmal kein Gitarrist, da bin ich darauf angewiesen, dass mir jemand zuarbeitet. Mir fallen dazu dann auch sofort Gesangsmelodien und Refrains ein. So ist das neue Album sehr schnell entstanden.






Schreibst Du alle Songtexte?

Nein, diesmal hat auch Corny welche geschrieben. Normalerweise ist es so, dass ich meine Texte selber schreibe, weil ich das, was ich selber singe, gerne auch selbst schreiben möchte. Aber wenn mir einer was anbietet und die Texte sind gut, z.B. „Vom Paradies gen Süden“ oder „Zu wahr, um schön zu sein“ und „Ein bisschen Alkohol“, dann verwende ich die natürlich.


Die Songtexte von ONKEL TOM sind ja immer recht nah am Leben. Worum geht es denn diesmal?

Zunächst mal ist es wichtig, dass es auf „H.E.L.D.“ keine Cover-Versionen gibt. Es gibt einfach keine Trinklieder mehr, die wir noch machen können oder machen wollen – da ist einfach nichts mehr übrig. Aber wir wussten, dass wir auch selber gute Songs schreiben können. Wir können auch selber gute Trinklieder wie eben „Ein bisschen Alkohol“ oder „Im Suff“ oder „Am Morgen danach“ schreiben. Dann haben wir aber auch Texte, in denen es nicht ums Trinken geht, sondern um das allgemeine Leben. Dazu gehört z.B. „Auf Gedeih und Verderb“. Das ist ein bisschen politisch angehaucht, weil man einfach unzufrieden ist mit der Situation in Deutschland. Ich jetzt nicht unbedingt, weil es mir ja ganz gut geht, aber in meinem Umfeld gibt es sehr viele Leute, denen es immer noch sehr schlecht geht und die immer noch sehr viele Probleme haben, weil politisch falsch entschieden wird. „Der Duft von Lavendel“ handelt davon, dass der Geruch von Lavendel für mich für etwas sehr schönes steht, was wir eben nicht immer hatten und was das Leben normalerweise nicht bietet. Wir sind immer noch Ruhrpott-Jungs von der Straße und wir haben auch viel Dreck gefressen, bevor wir überhaupt mal auf die Bühne gekommen sind. Um sich überhaupt ein bisschen Wohlstand anzueignen, muss man sehr hart arbeiten, gerade hier im Ruhrgebiet. Das sind alles Sachen, über die ich schreibe.


“Auf Gedeih und Verderb“ ist für ONKEL TOM-Verhältnisse tatsächlich eine ungewohnt ernste Nummer. Wie kam das?

Man möchte seinen Frust eben auch einfach mal herausschreien. Ich bin politisch weder rechts noch links noch mittig, ich bin so ein typischer SPD-Wähler. Aber die Fehlentscheidungen, die von oben getroffen werden müssen wir immer wieder hier ausbaden und jeder von uns merkt das. Deutschland gehört noch immer zu den reichsten Ländern der Welt und trotzdem geht es vielen von uns immer noch sehr schlecht. Das zeigt sich auch an Kleinigkeiten, z.B. wenn sie bei Dir um die Ecke einen Kindergarten zu machen oder die Straße vor Deiner Haustür seit zehn Jahren kaum noch befahrbar ist. Da kratzt man sich hin und wieder am Kopf und fragt sich, wo all die Steuergelder hingehen, die wir fleißigen Steuerzahler immer einbezahlt haben.


Ist „Auf Gedeih und Verderb“ also die Hymne für den Wut-Bürger?

Ja. Oder für den Falsch-Wähler [lacht]. Das sind eben Sachen, die man auch mal aufarbeiten möchte. Bei SODOM ist es ja bekannt, dass wir sowas machen, aber auf Deutsch zu schreiben ist natürlich nochmal eine ganz andere Hausnummer. Das wird dann auch direkt verstanden. Bei einem englischen Text kann man das immer noch lyrisch irgendwie umschreiben, aber im Deutschen ist es sehr schwierig, um den heißen Brei herumzureden.






Hast Du nicht schon so viele deutsche Texte geschrieben, dass Du da eine gewisse Routine entwickelt hast?

Naja, also wenn man sich die ersten Texte von mir anguckt, dann ist ja z.B. „Ausgebombt“ schon ziemlich infantil. Mittlerweile versuche ich, dabei immer lyrisch zu bleiben. Mir gefallen Texte mit guten Reimen, die den Hörer mitreißen. Auf „H.E.L.D.“ gibt es die Textzeile “das Kreuz an der richtigen Stelle, dass die Wirklichkeit verwischt“ und damit kann man ja schon viel aussagen. Das sind Zeilen, die ich liebe und die versuche ich auch wirklich zu finden. Man möchte ja nicht bloß einen Kommentar für eine Zeitung schreiben, sondern die Dinge wirklich gut umschreiben. Ich lasse mich dabei auch gerne beeinflussen. Es gibt wirklich gute deutsche Songdichter und Songschreiber wie Grönemeyer und Westernhagen. Das sind wirklich geile Texte und die berühren mich dann auch.


Warum heißt die Platte eigentlich „H.E.L.D.“ Ist das eine Abkürzung?

Ja, die Abkürzung steht für “Hart. Ehrlich. Laut. Durstig.“ Wir haben uns in der Band zusammengesetzt und mal darüber nachgedacht, was denn so unsere Attitüden sind. Wofür sind wir eigentlich bekannt und was halten die Leute von uns? Naja, die Musik ist hart, die Musik ist laut, sie ist ehrlich und auch durstig. Da kamen wir dann auf verschiedene Abkürzungen und wir haben uns eben für „H.E.L.D.“ entschieden.


Mit „Ich bin noch am Leben“ gibt es zum ersten Mal auf einem Deiner Alben eine Ballade. Wie das?

Da habe ich mich auch lange gegen gewehrt. Corny hat die Ballade geschrieben und ich haben lange mit ihm diskutiert, weil ich das eigentlich gar nicht wollte. Selbst bei MOTÖRHEAD fand ich die Balladen von Lemmy schon schrecklich. Ich kann mich mit sowas gar nicht anfreunden. Er hat mit das dann aber aus seiner Sicht erklärt. Er hat den Text aus meiner Perspektive geschrieben. Corny ist ein totaler SODOM-Fan, der die Band schon von Anfang an gehört hat. Er meinte dann, dass in meinem Leben schon so viel passiert ist und ich eine Legende wäre. Ich selber sehe das alles nie wirklich so, ich bin eher bescheiden. Am Ende habe ich mich aber zu dem Song überreden lassen. Das wird jetzt sicher nicht der große Brüller in unserem Live-Set, aber es ist einfach gut, das mal gemacht zu haben. Ich kann ja nicht nur schreien wie bei SODOM, wenn es drauf ankommt, kann ich ja auch singen. Wir haben da auch noch ein paar Sachen am Song geändert. Da gab es z.B. eine Textstelle, da stand drin “der deutsche Lemmy“ und ich fand, dass wir das nicht bringen können. Ich bin nicht der deutsche Lemmy. Ich bin überhaupt nicht Lemmy. Es gibt nur einen Lemmy. Es gibt sicher genug Leute, die gerne der deutsche Lemmy wären und ihn auch entsprechend kopieren, aber ich habe meinen eigenen Stil entwickelt. Natürlich bin ich ein Riesenfan von Lemmy, gar keine Frage. Und ich bin natürlich MOTÖRHEAD-Fan der ersten Stunde. Aber “der deutsche Lemmy“ - das brauche ich nicht.


MOTÖEHEAD und SODOM passen aber schon irgendwie zusammen...

Ja, natürlich. Wir haben ja auch auf dem '87er Album, „Persecution Mania“, „Iron Fist“ gecovert. Ich war einfach ein totaler MOTÖRHEAD-Fan. Jetzt nicht mehr ganz so sehr. MOTÖRHEAD fand ich bis '83 oder '84 richtig gut. Danach war es für mich irgendwie vorbei. Die letzten zehn Alben der Band klingen für mich alle gleich. Da fehlt meiner Meinung nach komplett die Innovation, die es auf „Ace Of Spades“ oder „Bomber“ gab. Aber ich habe natürlich mit MOTÖRHEAD angefangen und ohne ihre Musik wäre ich wahrscheinlich jetzt gar nicht hier. Lemmy ist jemand, der mich sehr inspiriert, weil er sein Ding einfach durchgezogen hat.


Gab es auf „Nunc Est Bibendum“ nicht einen Song namens „Lemmy macht mir Mut“?

Ja, genau! Und den haben wir geschrieben, lange bevor Lemmy so krank geworden ist. Da geht es mehr darum, was der eigentlich alles säuft und immer noch stehen kann. Aber ich muss das jetzt hier auch nochmal klarstellen: Unsere wilden Zeiten mit Alkohol sind ja auch schon lange vorbei. Und wir propagieren das Saufen auch nicht so sehr. Ich habe viel zu viele Freunde durch Alkohol verloren – Witchhunter [Ex-SODOM, Anm. d. Red.] ist das beste Beispiel dafür. Ich bin inzwischen jemand, der eigentlich überhaupt nicht trinkt, nur mit den Kollegen am Wochenende oder nach der Show mal ein Bierchen. Damit muss man umgehen können. Und ein Song wie „Lemmy macht mir Mut“ spricht mir aus der Seele, weil er das eben damals alles wegstecken konnte. Aber jetzt bekommt er am Ende doch die Quittung dafür.


ONKEL TOM haben hin und wieder auch Lieder von Heino gecovert. Was hältst du davon, dass der jetzt auf Rocker macht?

Wir haben ja mal zusammen mit Roberto Blanco einen Clip gedreht und das war auch ganz witzig. Dann kam die Idee, ob wir nicht mal zusammen eine Platte machen sollten, aber das fand ich doof. Der Typ ist cool und eine Legende, keine Frage, aber so etwas brauche ich nicht. Und dem Heino geben die Leute ja recht – das war die meistverkaufte Heino-Platte überhaupt. Und das, obwohl sich alle darüber aufgeregt haben, also macht er schon irgendwas richtig. Ob man das braucht oder ob ich das gut finde, ist dabei egal. Wenn er nun DIE ÄRZTE oder RAMMSTEIN covert, dann gibt es für das Original ohnehin keinen Ersatz. Da hat bestimmt sein Manager gesagt, dass er das machen soll. Man hat lange nichts von ihm gehört, jetzt sollte er halt mal auf Revoluzzer machen. Das ist schon ein bisschen peinlich, aber wer das Musikgeschäft so wie ich auch ein bisschen hinter den Kulissen kennt, der weiß, dass da auch immer viel Marketing dazu gehört. Richtig authentisch ist das sicher nicht, aber der Erfolg gibt ihm Recht und die Kohle kommt.






Werden ONKEL TOM auf Tour gehen?

Ich hoffe, dass wir jetzt mit dem neuen Album mehr Shows bekommen werden. Mit der letzten Platte hatten wir drei oder vier Shows, was natürlich ein bisschen wenig ist. Meistens bin ich fast jede Woche mit SODOM unterwegs, aber ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr ein paar mehr Angebote bekommen werden. Ich würde mit ONKEL TOM gerne ein bisschen mehr machen. Ich meine, wir machen ja auch gute Musik und man kann uns durchaus auch als Metal-Band bezeichnen. Da gibt es schon ein paar Festivals und Veranstalter, für die wir interessant wären.


Lass uns noch ein bisschen über SODOM reden. Ihr geht im Winter mit KREATOR auf Tour. Ist das geil?

Ja, auf jeden Fall! Man kann nun natürlich darüber streiten, wer dabei welche Position haben sollte. KREATOR sind eben ziemlich groß und bei dieser Tour dann auch federführend und wir springen mit auf. Aber es ist auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, mal wieder eine kleine Tour in Deutschland zu fahren und wir werden ja auch unser Stündchen Bühnenzeit bekommen. Wir werden auch nicht so einen großen Aufwand wie KREATOR mit Videoleinwand und Segel-Backdrop betreiben, aber das brauchen wir sowieso nicht. Für mich zählt die Band selber und die Musik, die wir machen. Aber KREATOR sind ja auch alte Weggefährten von uns und mal wieder mit ihnen zusammen zu reisen wird bestimmt lustig.


Wie sieht es bei SODOM mit einem neuen Album aus?

Auf jeden Fall stecken wir schon wieder mitten im Zyklus des nächsten Albums. Man muss ja immer darauf warten, dass man eine Option von der Plattenfirma bekommt. Die haben wir jetzt und wenn alles gut geht, werden wir vermutlich nächstes Jahr ein neues Album veröffentlichen.


Kannst Du schon andeuten, was uns erwartet?

Es wird auf jeden Fall wesentlich abgeklärter, düsterer und böser. Ich denke, dass wir diesmal produktionstechnisch etwas ganz anderes machen werden. Ich will die Platte nicht wieder analog aufnehmen, aber ich möchte den Sound von früher wieder zurückbringen. Früher haben wir im Proberaum ein Demo aufgenommen und dann war die Band im Tonstudio. Da lagen Welten dazwischen. Heute klingt ein Demo genauso wie die fertige Platte. Da wird alles digital aufgenommen. Ich möchte das mal wieder ein bisschen anders anpacken. Ich möchte, dass eine Produktion mal wieder dieses „Tonstudio-Klang“ hat. Das funktioniert aber auch nur im Tonstudio. Natürlich ist die digitale Aufnahme heute nicht mehr wegzudenken. Aber man kann das ja trotzdem über ein analoges Mischpult laufen lassen. SODOM hatten früher einen eigenen Sound und ich will das wiederhaben. Alleine deshalb wird das neue SODOM-Album schon anders, als das, was wir zuvor gemacht haben. Und was die Musik angeht: Man soll ja nicht zurück blicken, aber man kann sich ja mal überlegen, wo früher der Spirit war.


Damit sind wir am Ende angekommen. Möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich danke vor allem den Fans! Die kaufen die Platten, die kaufen die Tickets, die halten uns am Kacken und das ist wichtig zu erwähnen. Danke für den Support! Mittlerweile ist es 32 Jahre her, dass wir angefangen haben und ohne unsere Fans wären wir nichts. Danke für alles!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 04.10.2014 | 09:56 Uhr

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