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Interviewpartner: Topon Das

Nach gut eineinhalb Jahren Sendepause sowie etlichen Touren durch Amerika liefern die Kanadier FUCK THE FACTS nun ihr neues Machwerk „Disgorge Mexico” ab, auf dem zwar erneut deftig die Grindcore-Keule geschwungen wird, jedoch gleichzeitig noch ausgeprägter auf zusätzliche Einflüsse aus dem Noisecore und Post Hardcore gesetzt wird. Gitarrist Topon Das meldet sich zur Entstehung von „Disgorge Mexico“ und den Plänen von FUCK THE FACTS zu Wort.




Hi Topon! Euer neues Album „Disgorge Mexico” wird hier ab dem 25. Juli erhältlich sein. Für das Sammeln von neuen Ideen habt Ihr Euch ja auf eine zweiwöchige Reise nach Mexiko begeben: Wie kamt Ihr auf diese Idee und habt Ihr das bewusst so geplant?

Unser zweiwöchiger Trip nach Mexiko und zurück war völlig bewusst geplant, um das neue Machwerk zu arrangieren und fertig zu stellen. Für „Stigmata High-Five“ haben wir so viel Zeit mit Touren verbracht, sodass wir uns wohl dabei fühlen. Viele der Ideen für die Scheibe waren bereits durch Erlebnisse während unserer Reisen entstanden, sodass wir uns entschlossen, diese Herangehensweise in die Tat umzusetzen, nachdem wir sämtliche Konzerte für „Stigmata High-Five“ absolviert hatten. Wir sprangen also sofort wieder in den Bus und haben uns auf ein letztes Abenteuer eingelassen, um „Disgorge Mexico“ zu erschaffen.


Wieso ausgerechnet Mexiko? Und in welchem Zusammenhang meint Ihr das Wort „disgorge,“, also ‚ausspeien’ oder ‚von sich geben’? Fandet Ihr das Land und die Reise so furchtbar oder hat das eher metaphorischen Charakter?

Sorry Mexiko, das sollte nicht beleidigend wirken. Die Grundidee bestand darin, es nach Mexiko und zurück in 14 Tagen zu schaffen; ab diesem Zeitpunkt drehte es sich dann um dieses Land. Wir vereinten unsere sämtlichen Erfahrungen und Einfälle während dieser Reise und erschufen diese CD. Sie fasst alles zusammen, was wir seit „Stigmata High-Five“ gemacht haben und was man dann als Endprodukt in den CD-Player schieben kann.


Wieso ist „Border“ eigentlich als Song 0 aufgeführt? Fängt ab dort quasi die Reise an, an der Grenze? Auf der CD lassen sich jedoch nur 14 Songs finden? Kannst Du etwas Licht ins Dunkel bringen – und wieso sind eigentlich nur drei Musiker auf den aktuellen Fotos?

Man muss auf der CD vor den ersten Song spulen, um sich „Borders“ anzuhören. Das funktioniert aber nicht bei allen CD-Spielern. Die Grenze repräsentiert hier den Beginn des Trips, sodass sie dann die kanadische Grenze darstellen würde. Es ist der Anfang der Reise, der dann auch mit dem ersten Song der CD, nämlich „No Return“, verbunden ist. Momentan sind wir übrigens nur zu dritt bei FUCK THE FACTS. Vil [Mathieu Vilandre; Schlagzeug] und ich zeichnen für die komplette Musik auf dem Silberling verantwortlich, während Mel für den gesamten Gesang zuständig war. Wir haben aber noch einen Bassisten und einen weiteren Gitarristen für einzelne Konzerte und Touren.




Worin unterscheiden sich denn Deiner Meinung nach „Stigmata High-Five“ und „Disgorge Mexico“? Es scheinen etwas mehr epische Songs vertreten zu sein, beispielsweise „Apathy Is A Karma Killer“ oder „Golden Age“, die mich beide ein wenig an NEUROSIS und ISIS erinnern?

Ja, das kann ich nachvollziehen. Das Album ist auf alle Fälle anders geartet und ich bin der Meinung, dass wir uns als Band seit „Stigmata High-Five“ ziemlich weiterentwickelt haben. Ich finde sogar, dass sich „Apathy Is A Karma Killer“ und der letzte Song auf „Stigmata High-Five“, also „Dead In The Ruins Of Your Own City“, ähneln; das Songwriting ist jetzt aber besser. Es gibt sogar ein Riff auf „Disgorge Mexico“, im letzten Song, das direkt auf den ersten Track von „Stigmata High-Five“ Bezug nimmt.
Ich bin aber total voreingenommen, wenn es darum geht, meine eigene Mucke zu hinterfragen, sodass ich natürlich finde, dass es ein besseres Album als „Stigmata High-Five“ ist, denn sonst hätten wir es erst gar nicht veröffentlicht. Wir haben während der 18 Monate zwischen den beiden CDs auf alle Fälle eine ganze Menge neuer Einflüsse durch die Tourneen mit einigen echt tollen Bands aufgetan. Trotzdem versuchen wir aber niemals, etwas zu erzwingen. Wenn wir uns zusammensetzen und Songs schreiben, dann spielen wir so lange, bis sich neue Ideen ergeben, die wir mögen und die wir dann weiterverfolgen.


Wie der Name FUCK THE FACTS schon impliziert, könnte man sowohl ziemlich schnörkellosen Grindcore als auch hauptsächlich sozialkritische Texte erwarten. Da Ihr jedoch musikalisch bewusst über den Tellerrand des Genres hinwegschaut, stellt sich die Frage, wie es bei den Texten aussieht? Worum geht es genau?

Nun ja, als ich FUCK THE FACTS als mein Solo-Projekt ins Leben gerufen habe, war das noch sehr geradliniger Grindcore. Meine Texte waren wesentlich sozialkritischer und haben sich mehr auf die Standardthemen im Grindcore konzentriert. Ich wollte aber immer, dass sich die Musik weiterentwickelt und verändert, was auch der Name der Band unterstreicht. Ich bin sehr zufrieden mit der musikalischen Entwicklung der Band. Falls es noch etwas gäbe, dann würde ich es befürworten, wenn wir mit noch vielschichtigeren Ideen experimentieren und aus dem Rahmen, nur eine Grind- bzw. Metal-Band zu sein, ausbrechen würden. Seit Mel [Mongeon; Gesang] für die Texte zuständig ist, hat sie einen viel tiefgründigeren Ansatz bei der Umsetzung gewählt. Sie beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Themen, die nicht wirklich typisch sind, und das finde ich sehr erfrischend. Was jedoch die einzelnen Texte der Songs betrifft, solltet Ihr sie Euch einfach selbst reinziehen. Ihr werdet am meisten von ihnen haben, wenn Ihr Eure eigenen persönlichen Erfahrungen auf sie beziehen könnt, sodass ich lieber nicht detailliert schildere, was sie genau für uns bedeuten.


Das Cover fällt aus dem Rahmen. Was wollt Ihr damit ausdrücken? War Mel wieder für die künstlerische Gestaltung zuständig?

Ja, Mel macht unser komplettes Artwork, da wir so viel wie nur möglich innerhalb der Band erledigen wollen. Auf diese Art und Weise war dann die Person, die die Musik visualisiert, während des gesamten Schaffensprozesses anwesend, kann alles nachvollziehen und hat ein tief greifendes Grundverständnis der ganzen Sache. Außerdem sorgt das für Wiedererkennungswert, anstatt einfach nur ein Bild von jemandem zu kaufen, der für seinen Lebensunterhalt CD-Cover anfertigt. Das Artwork selbst soll das Ende der Reise darstellen – mit dem Sonnenuntergang und dem verzerrten Profilbild, das unsere Sicht auf alle Geschehnisse verkörpert. Wie bei der Musik und den Texten kann jedoch jeder Einzelne eine ganz eigene Interpretation erhalten.



Es wird im Herbst eine Split-Veröffentlichung mit Euren Label-Kollegen von LENG TCH’E geben, die über Power It Up Records erscheinen soll. Kannst Du vielleicht auf weitere Details oder Neuigkeiten eingehen?

Wir haben die Musik für die Split mit LENG TCH’E bereits aufgenommen und sind jetzt mit dem Gesang beschäftigt. Wir haben sechs neue Lieder geschrieben und nehmen das Ganze in unserem eigenen kleinen Tonstudio auf. Es ist auch das erste Mal seit 2005, dass wir alle Aufnahmen selbst in der Hand haben, sodass wir sehr viel Zeit investieren, um es so gut wie nur möglich klingen zu lassen.


Gibt es bereits Pläne für eine Tour? Ihr seid ja stets sehr ausgiebig in Amerika unterwegs, aber gibt es vielleicht schon Pläne in Bezug auf Europa? Wenn ich mich nicht völlig täusche, dann habt Ihr hier noch nie gespielt, oder? Wie wäre es denn beispielsweise mit einer Tour gemeinsam mit BENEATH THE MASSACRE, LENG TCH’E und MISERY INDEX?

Abgesehen von den Vereinigten Staaten haben wir im November noch eine Tour mit IMPALED und PUTRESCENCE durch das westliche Kanada anstehen. Wir schauen uns momentan noch weitere Möglichkeiten an, die auch Europa beinhalten. Wir waren noch nie in Übersee unterwegs, sodass es fast schon lachhaft ist, wenn man sich vor Augen hält, wie lange die Band schon existiert. Ich bin mir nicht sicher, ob das dann etwas mit den von Dir erwähnten Bands sein wird, aber wir versuchen, etwas auf die Beine zu stellen, das mindestens genauso klasse wäre.


Welche Grindcore-Bands haben Deiner Meinung nach heutzutage die Nase vorn und hochwertige Scheiben veröffentlicht? Welche kanadischen Bands kannst Du unseren Lesern vielleicht empfehlen?

Es wäre schwierig, sich nur auf Grindcore zu beziehen, denn ich höre ein breites Spektrum an Musik und vermutlich lange nicht mehr so viel Grindcore, wie es mal der Fall war. Ich finde die neuen Veröffentlichungen von UNEARTHLY TRANCE und CURSED überragend. Die neue GENGHIS TRON ist ihr bestes Machwerk bisher und enthält einige echt tolle Ideen, während die neue THE DILLINGER ESCAPE PLAN die beste CD seit „Under The Running Board“ ist. Was den Grindcore betrifft, so halte ich mich da meistens an die alten Klassiker der Marke BRUTAL TRUTH und PHOBIA. Nichtsdestotrotz haben neuere Bands wie KILL THE CLIENT oder THE DREAM IS DEAD in den letzten Jahre echt coole Scheiben veröffentlicht.
Was die kanadischen Bands anbelangt, bin ich wirklich neugierig darauf, die neue CD von BURIED INSIDE zu hören, und auch das neue Album von THE END ist sehr gut. Einige weniger bekannte Bands, die Ihr mal antesten solltet, sind THE GREAT SABATINI aus Montréal; das ist richtig gutes, aber etwas anderes Zeug. Außerdem hat unser ehemaliger Schlagzeuger eine richtig gute Grindcore-Truppe am Start, die DRUDGERY heißt.




Welche fünf CDs begleiten Dich momentan in Deiner Freizeit und warum?

1. UNEARTHLY TRANCE – „Electrocution“.
Eine der besten Veröffentlichungen des Jahres 2008.
2. MONSTER DUDES/LOWBELLY – „Split“.
LOWBWELLY sind genial, und ich kann mir nicht den ganzen Tag nur Metal anhören.
3. ROTTEN SOUND – „Still Psycho“.
Da ich immer noch Grindcore mag.
4. THE GREAT SABATINI – „Burning Wilderness“.
Die habe ich vor ein paar Tagen live gesehen. Das war besser als auf der CD, aber das Teil ist trotzdem prima.
5. CRYPTOPSY – „And Then You’ll Beg“.
Mit dem Album kam ich bisher nie klar, aber neulich habe ich das Teil mal wieder herausgekramt und finde es total super.


Wenn man die Musik von FUCK THE FACTS verfilmen würde, was für ein bestimmter Film oder welches Genre wäre es Deiner Meinung nach?

Das würde ich auch gerne herausfinden. Vielleicht gibt es ja mal einen Film zur Band. Es gibt einen Typen namens Dave Hall, der unsere ganzen Videos anfertigt, beispielsweise für „The Sound Of Your Smashed Head“ und „High Street“. Ich mag seinen Stil sehr. Testet das doch mal an.


Damit sind wir am Ende angelangt. Ich danke Dir für das Interview und für Deine Zeit. Möchtest Du noch einige abschließende Worte an unsere Leser richten?

Besten Dank für das Interview. Danke an alle, die FUCK THE FACTS unterstützen. Wir hoffen wirklich, dass wir Euch alle eines Tages mal persönlich treffen können. Cheers!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 12.07.2008 | 14:30 Uhr

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