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Interviewpartner: Trevor Strnad




Griffig, brutal produziert, melodisch, technisch und mehr Death Metal als jemals zuvor. So lauten die musikalischen Schlagwörter auf der neuen Black Dahlia Murder-Scheibe „Miasma“. Der Fünfer aus „Detroit Rock City“ hat dem Metalcore-Boom dieser Tage ein Schnippchen geschlagen und sich von trendbehafteten Altlasten, die noch auf der Vorgängerscheibe „Unhallowed“ dominierten, nahezu gänzlich befreit. Das Ergebnis: Presse und Fans jubeln und auch Business-Patin Sharon Osbourne lässt sich nicht lumpen und bucht die Jungs für die Ozzfests. Künstlerisch nicht kommerziell und dennoch erfolgreicher denn je? Das klingt nach einem ganz neuen amerikanischen Traum. Sänger Trevor Strnad hilft bei der Erörterung des kleinen Wunders.

Ihr seid gerade von den Ozzfests zurückgekehrt. Wie geht eine Extrem-Metal-Combo wie ihr mit all dem Business-Kram um, der mit diesem Spektakel zusammenhängt und vor allem: Seid ihr immer noch in der Lage euere Rechnungen zu bezahlen?

Trevor: Wir tun wirklich unser Möglichstes, um einigermaßen schuldenfrei aus dieser Sache herauszukommen. Wir wussten vorher, dass es eine enorm teuere Angelegenheit für uns werden würde, aber gleichzeitig haben wir eine riesige Menge von neuen Leuten erreicht, die sich normalerweise nie eine solch extreme Band wie uns reinziehen würden. Am Ende war es den Aufwand wert.

Etwas teuer in anderer Hinsicht wurde es dort auch für die co-headlinenden Eisernen Jungfrauen. Nachdem sich Bruce Dickinson wiederholt über den Sound beschwert sowie einige bissige Kommentare zum Thema Black Sabbath abgelassen hatte, wurde Ozzys Gattin rabiat. Hast du eine Ahnung, was auf dem Festival wirklich zwischen Sharon Osbourne und Iron Maiden abgegangen ist?

Yeah, ich weiß in der Tat, was sich dort in Wahrheit ereignet hat, aber ich kann das leider nicht ausplaudern, da Sharons Einfluss so weit reicht, dass sie mich in null Komma nix dafür umlegen würde. Aber im Ernst – ich glaube, es war ein echt beschissener Tag für den Metal insgesamt. Die beiden einflussreichsten Metalbands aller Zeiten waren nicht in der Lage, den Fans zuliebe für kurze Zeit miteinander klarzukommen, das ist echt traurig. Aber wenn der Scheiß sich zu einem Krieg ausweiten sollte, werde ich mich definitiv auf Maidens Seite schlagen.

Das wird Eddies Jungs bestimmt freuen. Vor allem, wenn man bedenkt, wie schlagkräftig die Truppe aus Detroit inzwischen ist. Das neue Album „Miasma“ ist beispielsweise sehr viel brutaler als der Vorgänger, glänzt aber immer wieder mit subtilen Melodien, die sich nicht mehr so leicht aus den Hirnwindungen des Hörers entfernen lassen. Das Album hört sich nach verdammt harter Arbeit an…

Trevor: Allerdings! Es war eine echte Herausforderung, diese Songs zu komponieren. Vor allem in technischer Hinsicht haben wir pedantisch auf Details geachtet, weil wir auf diesen Aspekt inzwischen sehr viel Wert legen.




Das wundert mich aber ehrlich gesagt etwas, da ihr früher stets betont habt, was für lausige Musiker ihr seid und immer alles schön simpel halten wolltet. Ist diese Art der öffentlichen Selbstgeißelung nun etwa Geschichte, benutzt ihr „Ghost Player“ oder habt ihr nur mehr Zeit zum Üben?

Trevor: Wir sind halt inzwischen älter geworden. Wir spielen schon so lange zusammen, dass man an dieser Platte einfach auch unsere natürliche Entwicklung als Personen festmachen kann. Wir haben an „Miasma“ schlicht höhere Anforderungen gestellt, da wir keine zweite „Unhallowed“ schreiben wollten. Brian ist in der Regel der, der uns als schlechte Musiker bezeichnet. Ich denke aber, er ist ein tierisch guter Gitarrist und Songwriter, aber er ist eben auch ziemlich bescheiden und will nicht von jedem hören, wie toll er doch sei.

Welche Hauptunterschiede siehst du bei der Produktion eurer beiden Longplayer?

Trevor: Miasma klingt ungefähr eine Million Mal besser. Wir hatten mehr Zeit, um im Studio an den Details zu tüfteln und besseres Equipment als jemals zuvor. Ich bin ehrlich zufrieden mit dem klanglichen Ergebnis von “Unhallowed” aber mit Andreas Magnusson (Miasma-Produzent und Drummer von Scarlet) fühlten wir uns einfach viel wohler und das hört man auch. Stilistisch gesehen kommt “Miasma” früher auf den Punkt, ist brutaler als „Unhallowed“ und hat außerdem einige futuristische Sound-Elemente am Start. Es ist viel heavier und präsentiert zudem erstmals das Können unseres neuen Bassisten Dave.

Miasma klingt nicht nur deutlich heavier als “Unhallowed”, sondern auch wie ein Statement gegen Leute, die TBDM immer noch in die Metalcore-Schublade stecken woollen. Mein erster Höreindruck war: ‚Wow, endlich sind die Jungs mit Morbid Angel in die Kiste gesprungen.’ Die Hardcore-Parts wurden deutlich zugunsten des Death Metal-Anteils reduziert. Gab es bei euch eine Art Bewusstseinsveränderung, die sich auf die Musik ausgewirkt hat?

Trevor: Nö, eigentlich haben wir keine neuen musikalischen Einflüsse, aber ich denke, wir sind inzwischen viel fähiger, unsere amerikanische Death Metal- Seite authentisch zu präsentieren. Das ganze Material ist härter, es gibt mehr Zaubereien an den Saiteninstrumenten und düsterere Harmonien. Aber du liegst nicht daneben – wir lieben die „Slimey“-Ära Morbid Angels (Domination-Phase 1995 – Anm. d. Verf.), das ist klar zu erkennen. Die Art, wie diese Band groovt ist irgendwie sexy – definitiv ein interessanter Sound, den die Jungs populär gemacht haben.

Ihr wart auf eurer letzte Europa-Tour – gelinde gesagt - nicht gerade vom Glück gesegnet, was den positiven Zuspruch des Publikums angeht. Mir scheint, das neue Material wird die Metalheads hierzulande glücklicher machen. Kommt ihr noch mal über den Teich, um Boden wieder gut zu machen – vielleicht ja mit euren Kumpels von The Red Chord - oder plant ihr, uns bescheuerte „Beerkrauts“ einfach zu ignorieren?

Trevor: Yeah – wir mussten auch schon schmunzeln als wir die Europa-Tour planten. Wir haben uns dafür entschieden, euch vertrocknete, herzlose Europäer einfach nicht zu ernst zu nehmen. Macht euch darauf gefasst, dass wir uns so manchen Spaß mit euch erlauben werden. Tatsächlich hatten wir vor, mit The Red Chord durch Europa zu touren, aber die Kerls haben immer so verdammt viel zu tun.

Au Backe, hoffentlich halten sich die Kabarett-Einlagen in Grenzen. Obwohl, wenn man sich eure Lyrics so anschaut könnte da ja durchaus einiges an Spaß drin sein. Ihr seid alle Fans der Splatter und Crime – Genres. Irgendwelche Lieblingsfilme

Trevor: Also, ich mag den Mainstream-Horror-Kram aus den 80’ern eigentlich am liebsten. Vor allem Klassiker wie „Creepshow“ oder die „Freitag der 13.“ – Serie haben’s mir angetan.

Aber wer zur Hölle ist Dave und warum geht er nach Hollywood? (bezieht sich auf den „Miasma“-Song „Dave Goes To Hollywood“.)

Trevor: Dave ist unser Bassist. Ursprünglich ging er nach Hollywood, um mal so richtig flachgelegt zu werden. Das ist eine verdammt lange Geschichte, die nicht für Deine Ohren bestimmt ist, klar? Der Song an sich handelt davon, wie es ist, wenn man in dieser Band spielt und irgendwann völlig am Ende ist. Es ist eine Hymne für jeden, der auf Tour Scheiße erlebt und die Hölle durchmacht. Daneben gibt es noch ein paar Bezüge zu unserer Kindheit in Michigan.

Äh, ja. Ähnlich konfus ist meiner Meinung nach das Cover von “Miasma”, ein für eine Death Metal-Band außergewöhnliches Kunstwerk. Haben wir es bei dem Foto einer nächtlichen Großstadt/Vergnügungsmeilen-Kulisse mit einem Anti-Entertainment-Statement zu tun oder was?

Trevor: Nee, das Cover soll Gefühle von Gefahr und Aufregung erzeugen und vermittelt die Wahrnehmung eines Menschen, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln steht. Es reflektiert in gewisser Weise die verrückten Erfahrungen, die wir seit dem Release von „Unhallowed“ gemacht haben. Die Masse an Touren und der Erfolg, den wir mit jener Platte hatten, bescherte uns einige wirklich aufregende Momente. Ich könnte mir nicht vorstellen, noch mal einem normalen Job in der „wirklichen“ Welt nachzugehen und bin froh, dass mir hierüber die Augen geöffnet wurden.




Da du das Thema “wirkliche Welt” gerade ansprichst – seid ihr eigentlich in Punkto echtem “Black Dahlia-Fall” (der Mord an der 22-jährigen Nachwuchs-Schauspielerin Elizabeth Short, deren zerteilte Leiche man 1947 in L.A. fand. Der Name „Black Dahlia“ bezog sich auf die Farbe ihrer Haare und Kleider) und dessen Aufklärungsversuche auf dem Laufenden? Was haltet ihr von der These dieses ehemaligen Polizisten Steve Holden, der behauptet, er sei der Killer?

Trevor: Wir beschäftigen uns nicht so wahnsinnig viel mit diesem Mord wie viele Leute vielleicht annehmen würden. Ich glaube nicht, dass das Rätsel um dieses Verbrechen jemals gelöst wird und ich habe auch keine Ahnung, warum es nach so langer Zeit noch so viele Leute interessiert. Aber das ist eben genau der makabre Aspekt, der unseren Bandnamen meiner Meinung nach so anziehend macht: Besessenheit. Die Leute sind immer noch besessen von diesem Fall. Er hat etwas Magnetisches.

Eine Qualität, die sich der gute Trevor sicherlich auch für “Miasma” wünscht. Die Songqualität auf der Scheibe ist jedenfalls anziehend genug für das nächste metallische Phänomen.

Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 27.10.2005 | 22:51 Uhr

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