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Band: U.D.O. Homepage Metalnews nach 'U.D.O.' durchsuchen U.D.O.
Interviewpartner: Udo Dirkschneider

Udo Dirkschneider hat den Stahlhammer ausgepackt. Einen solchen Schluss läßt zumindest der Albumtitel zu. „Steelhammer“ nennt sich das neue Produkt aus der Schmiede U.D.O. Da ließen wir uns nicht lumpen und riefen den sympathischen Frontmann kurzerhand daheim auf Ibiza an.





Hallo, Udo. Legen wir gleich mal los, und zwar in Bezug auf das neue Album „Steelhammer“. Ausnahmslos gute Songs, die vielleicht nicht gleich im ersten Durchlauf punkten. Wie seid ihr diesmal an das Album dran gegangen? Habt ihr etwas anders gemacht als sonst?

Ja, es lief einiges anders. Da uns Stefan weder als Komponist noch als Produzent zur Verfügung stand, mussten wir eine Menge Sachen anders gestalten. Zunächst mal habe ich ja die Songs mit jemand anderem zusammen geschrieben, nämlich mit Fitty Wienhold, unserem Bassisten. Mit Fitty zusammen habe ich das Album dann auch produziert. Das sind schon mal zwei wesentliche Faktoren. Ich produziere eben anders als Stefan. Er ist mehr der Computerspezialist, ich bin doch eher für die face-to-face Arbeit im Studio.


Die letzten Alben habt ihr immer in Stefans Roxx Studio aufgenommen. Wo wart ihr diesmal oder steht euch das Studio weiterhin zur Verfügung?

Nein, wir haben die Platte teilweise sowohl bei Fitty im Studio hier auf Ibiza als auch in einem Studio in Wilhelmshaven aufgenommen. Drums und Bass wurden sogar in Italien eingespielt. Im Prinzip ist es sogar ein internationales Album, wenn man so will. Also quasi europäische Gemeinschaft [lacht].


Es gab ja zwei Besetzungswechsel in der Band. Wie kam es dazu und wie kamen die Neuen in der Band zurecht? So etwas muss ja auch passen.

Das muss es auf jeden Fall. Und ich habe da sehr viel Glück gehabt, muss ich sagen. Die beiden Jungs passen, wie man so schön sagt, wie Arsch auf Eimer. Nach der Amerikatournee kommt es mir so vor, als wären die schon seit Ewigkeiten in der Band. Zwei absolut hervorragende Musiker. Das gibt einem selber noch so etwas wie frischen Wind. Ich werde geradezu wachgerüttelt, wenn die Jugend richtig loslegt [lacht].


Du wohnst ja überwiegend auf Ibiza. Es gibt nun auf „Steelhammer“ auch einen Song mit spanischem Text. “Basta Ya“ bedeutet, ich habe mich da mal schlau gemacht, so viel wie „Es reicht jetzt“ !! Worum geht es in dem Song und wieso spanisch?

Im Prinzip geht es um die ganze Finanzkrise. Die Spanier sind wie alle Mittelmeerstaaten davon mehr betroffen als manch andere Länder. Der Text handelt von den Menschen, die einfach nur die Schnauze voll haben von der ganzen Sache. Egal, ob in Griechenland oder in Zypern oder eben in Spanien. Man will endlich mal Leute da oben sehen, die vernünftig handeln. Die Reaktionen hier in Spanien sind schon immens und es kommen sogar Stimmen aus Südamerika.


Ein sehr geiler Song ist auch „A Cry Of A Nation“. Worum geht es in dem Song konkret?

Ist thematisch relativ ähnlich. Obwohl es hier auch um die ganzen Kriegsgeschichten geht, die überall passieren. Und damit natürlich auch um die finanziellen Probleme. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Und die Ärmeren suchen sich dann halt andere Ort, von denen sie meinen, mehr Geld zu verdienen.


“Book of Faith“ ist zum Abschluss ein absolutes Highlight. Eine Nummer, die einen nach und nach mitnimmt und irgendwie zu fesseln versteht. Wieso ist diese Dampframme erst am Ende des Album?

Der Song passt auch aufgrund des Orchestereinsatzes her schon dahin. Ein Song, der das Album würdig abschliesst.


Dr. Steelhammer ist ein Spitzname für einen der Klitschkos. Gibt es da einen Zusammenhang?Wenn man sich das Albumcover ansieht...

Nein, gibt es nicht. Wir sind erst hinterher drauf aufmerksam gemacht worden, das war uns überhaupt nicht bewusst. Es geht eigentlich um die Schmieden, die Metall bearbeiten, also ein richtiger Heavy Metal-Song einfach nur. An die Klitschkos haben wir dabei überhaupt nicht gedacht.


Beim Song „Heavy Rain“, der ja lediglich knapp drei Minuten andauert, habe ich zunächst aufgrund des Titels mit einer Uptempo-Nummer gerechnet. Umso überraschender dann, dass es sich um eine Ballade handelt.

Das zeigt auch, dass unser Spektrum in den Jahren immer breiter geworden ist. Wir probieren immer mehr Sachen aus und gucken dann, wie die Fans darauf reagieren. Und in diesem Falle sind die Reaktionen bis jetzt hervorragend. Auch da wir es in Zukunft noch die eine oder andere Überraschung geben.


Du bist ja auch schon eine Weile im Geschäft und lieferst eigentlich konstant gute Leistungen ab. Was ist deine Motivation, das Mikro noch nicht an den Nagel zu hängen?

Mir macht die Sache einfach Spaß. Immer noch. Wenn ich keinen Spaß mehr daran hätte, würde ich sofort aufhören. Das ist der wichtigste Faktor. Außerdem haben wir noch soviel vor. Wir waren jetzt grad in Nordamerika, was auch sehr erfolgreich war. Es gibt noch soviel zu tun und es macht einfach noch irre viel Spaß, neue Alben aufzunehmen und so weiter.




Du erwähntest gerade Amerika. Ihr habt jetzt euer erstes Konzert in Equador gespielt. Wie war das? Equador ist ja nicht wirklich eine klassische Heavy Metal Nation.

Nicht wirklich, nein. Aber wir waren doch überrascht, wie gut die Organisation auf dem Festival dort war. Natürlich sind wir mit einer gewissen Skepsis an die Sache herangegangen, in Equador auf einem Festival zu spielen. Aber ich muss sagen, alles sehr gelungen. Und die Heavy Metal Begeisterung war vom Feinsten.


Im September seid ihr in Russland unterwegs. Unter anderem auch in Novosibirk. Scheint ja ein gutes Pflaster für deutsche Metal Bands zu sein. Auch RAGE sind dort gut angekommen...

Wir beginnen unsere Europatournee in Russland. Sogar Wladiwostok ist dabei. Also einmal quer durch das riesige Land. Wir sind ja auch schon etwas länger in dem Land unterwegs. Das erste Mal sind wir 1998 nach Russland gekommen. Für uns ist Russland immer sehr angenehm zu touren. U.D.O. waren immer schwer angesagt.


Es gab ja auch mal einen Song von dir über Russland. „Trainride in Russia“. Verbindet dich irgendwas anderes mit diesem riesigen Land?

Das kann man schon so sagen. „Trainride In Russia“ handelt von den Dingen, die wir dort einmal auf Tour erlebt haben. Und was haben die Leute uns davor gewarnt. „Ihr könnt doch da nicht touren, so mitten in Sibirien“ hieß es immer. Aber ganz im Gegenteil. Ich mag die russische Mentalität, die Leute sind sehr herzlich, es gab von vornherein keine Berührungsängste. Wir fühlen uns da einfach sauwohl.


Nach all den Jahren im Geschäft. Bist du manchmal noch nervös oder ist es für dich alles Routine?

Nein, zuviel Routine wäre auf gar keinen Fall gut. Es gibt schon Momente, wo du nervöser bist als woanders. Ich sage mal, wenn du auf Tour bist und Tag für Tag einen Auftritt hast, dann schleicht sich schon mal so etwas wie Routine ein. Aber so ein wenig Nervosität ist immer noch vorhanden, wenn auch mit Sicherheit nicht mehr soviel wie am Anfang meiner Karriere, das ist klar.




Du bist ja auch ein Musiker, der die Nähe des Fans sucht und der auch die Loyalität der Fans zu schätzen weiß. Momentan sind ja Heavy Metal Kreuzfahrten in großer Mode. Freust du dich auf die Wacken-Cruise?

Ich habe solche Kreuzfahrten in Skandinavien schon hinter mich gebracht. Es ist schon so, dass man an der Bar sitzt und einfach mit den Leuten ins Gespräch kommt. Für mich ist es interessant, was da so für Meinungen und Kritiken rüber kommen. Das ist mir wichtig und da höre ich auf jeden Fall zu. Schliesslich sind das auch die Leute, die zu unseren Konzerten kommen. Ich sag mal so, Berührungsängste habe ich da auf gar keinen Fall.


Du hast ja auch schon mit allen möglichen Leuten gespielt [LORDI, DORO]. Mit wem hat es am meisten Spaß gemacht und wer fehlt noch in deiner Liste? Mit wem möchtest du gern mal das Mikro teilen?

Ich wollte mal mit jemandem etwas zusammen machen, der leider nicht mehr unter uns ist. Es war mal geplant, dass ich etwas mit RONNIE JAMES DIO machen wollte, wir standen auch schon in engem Kontakt. Aber leider ist es dann nicht mehr zu einer Zusammenarbeit gekommen. Ansonsten, mit DORO hat es gut geklappt. Da könnte ich mir vorstellen, in Zukunft noch mehr Projekte anzugehen. Ich habe in der letzten Zeit wieder soviel mit anderen Musikern gemacht, jetzt muss ich mich erstmal wieder um die eigenen Sachen kümmern. Habe ja genug zu tun im Moment [lacht].


Gerade jetzt, kurz vor Erscheinen des neuen Albums. Ist da immer noch so ein Kribbeln zu spüren?

Auf jeden Fall. Der Release eines neuen Albums ist immer so etwas wie eine Geburt. Wie wird es ankommen, wie funktionieren die neuen Songs live und so weiter. Obwohl wir in Amerika bereits „Metal Machine“ gespielt habrn, welcher als Single dort schon erschienen ist. Und wir haben, nur für uns zum Testen, „Steelhammer“ gespielt. Es ist immer aufregend, wenn dann die Tour kommt und wir uns fragen, ob und wie die neuen Sachen ankommen.


Gibt es einen Ort auf diesem Planeten, wo du noch nicht warst und wo du gern nochmal auftreten würdest?

Den gibt es. In Australien waren wir noch nie. Vielleicht klappt es nochmal in diesem Leben [lacht]. Aber das ist eine finanzielle Geschichte. Wenn wir da allein für fünf oder sechs Konzerte hinfliegen, wird es vedammt teuer.


So, das war's von meiner Seite aus. Ich danke dir für das Interview.

Danke dir. Ich freue mich auf die Tour speziell in Deutschland und hoffe, dass eine Menge Leute kommen werden. Allein schon wegen den beiden neuen Gitarristen. Die sind wirklich sehens- und vor allem hörenswert.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 03.06.2013 | 14:53 Uhr

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