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Interviewpartner: Victor Smolski

27 Jahre im Geschäft und inzwischen 21 Alben auf dem Buckel – Zahlen, die nicht jede Band vorweisen kann und die Ruhrpott-Rocker von RAGE sind nicht nur beständig, sondern auch noch höchst erfolgreich. Da mit dem passend „21“ betitelten Album besagte 21. Platte der Mannen aus dem Rheinland erscheint und die Truppe obendrein jüngst beschlossen hat, Heavy Metal und Orchester künftig wieder getrennt zu betreiben, schnappten wir uns Chef-Songwriter, Co-Produzenten und Gitarrenhexer Victor Smolski zum Interview. Selbiger war aufgrund der erwähnten Entwicklungen bester Dinge und plauderte daher munter aus dem Nähkästchen…






Hallo Victor und vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns nimmst! Seit der Veröffentlichung von „Strings To A Web“ sind zwei Jahre vergangen – was hat sich seither bei Euch getan?

Wir haben fast die gesamte Zeit auf Tour und waren sehr viel länger unterwegs, als wir ursprünglich geplant hatten. Wir haben in dieser Zeit sehr viele Konzerte gespielt und sind somit fast weltweit getourt, was sehr viel Spaß gemacht hat – wir waren u. a. in Südamerika, Japan und Europa. Zum Abschluss haben wir dann auf dem „Rock Hard“-Festival eine Show mit Orchester gespielt. Danach haben wir dann entschieden, dass wir RAGE und unser Orchester-Projekt künftig trennen wollen, weil es immer sehr schwierig ist, in einem Konzert beide Bereiche unseres Schaffens unterzubringen. Wenn wir unsere harten, oft thrashigen Songs mit groß angelegten, orchestralen Nummern vermischt haben, waren auch die Fans nicht immer glücklich darüber. Viele möchten lieber die straighten Heavy-Songs hören und anderen lieber die Orchesterstücke und so sind beide Parteien nie ganz zufrieden. Für mich ist es im Studio auch sehr schwierig, beides unter einen Hut zu bringen, weil das Orchester immer einen ganz anderen Sound braucht – will man beides, muss man sehr viele Kompromisse machen und ich hasse Kompromisse [lacht]. Darum haben wir uns entschieden, RAGE jetzt wieder als astreine Heavy Metal-Band zu betreiben und das ganze Orchester-Gedudel mit den Gastmusikern kommt künftig vom LINGUA MORTIS ORCHESTRA – da nehmen wir dann durchweg neue, orchestrierte Songs auf und schon sind alle glücklich [lacht].


Funktioniert es zeitlich für Euch, zwei Bands zu betreiben, oder lassen Veröffentlichungen des LINGUA MORTIS ORCHESTRA dann länger auf sich warten?

Naja, wir machen uns da zwar Gott sei Dank keinen Stress, aber zum Glück haben wir noch etliche Ideen. Das Schreiben fällt uns ja auch sehr leicht, weshalb wir sehr schnell und professionell arbeiten können – das läuft bei uns alles noch ganz altmodisch direkt im Proberaum und im Studio ab. So einen Quatsch wie Demos am Computer erstellen und dann per Internet verschicken gibt es bei uns nicht. Wir haben also so viele Ideen, dass das ohne Probleme für zwei Platten reicht. Stress machen wir uns allerdings keinen: Wir sind fertig, wenn wir fertig sind und wenn das länger dauert, ist es eben so. Wenn wir von der anstehenden Tour zurückkehren, werden wir mit dem Schreiben beginnen und je nachdem, wie es läuft, können wir ja vielleicht schon Ende des Jahres ein neues Album unter dem Namen LINGUA MORTIS ORCHESTRA veröffentlichen.


Unterscheidet sich das Songwriting straighter Metal-Songs denn arg vom Arrangement der Orchestersätze?

Für mich macht es nicht wirklich einen Unterschied, ob ich nun Metalsongs oder orchestrierte Nummern schreibe. Am Anfang steht immer das gleiche Gefühl, die gleiche Energie und die gleiche Stimmung – die Unterschiede treten erst beim Arrangieren auf, weil man ja mit unterschiedlichen Instrumenten arbeitet und da muss man für das Orchester schon umdenken und ganze Partituren und Noten schreiben. Das mache ich für die regulären Songs bei RAGE natürlich nicht [lacht]. Das Komponieren selbst läuft allerdings genau gleich ab.


Mit „21“ habt ihr ja nun erstmals seit Langem ein Album geschrieben, das nur Metal enthält. Hat Euch das Orchester gefehlt?

Ganz im Gegenteil: Mal wieder eine reine Metal-Platte zu schreiben hat mir sogar richtig Spaß gemacht. Da wir in der Vergangenheit öfter Kompromisse gemacht haben, wollten wir diesmal Orchester und Keyboards gänzlich außen vor lassen und dafür ein Album schreiben, das so richtig auf die Fresse geht. Wir haben uns also richtig ausgetobt, was den Metal betrifft und dabei so viel Spaß wie schon lange nicht mehr gehabt. Den Plan, das Ganze wieder ein bisschen härter zu machen, gab es also von Anfang an und wir haben im Studio dann auch richtig Gas gegeben – trotzdem war das nicht ganz einfach, weil ich natürlich auch viele Songs schreiben wollte, die aber nicht alle gleich klingen sollten. Wir haben uns daher für das Arrangieren sehr viel Zeit genommen, um da für die nötige Vielfalt zu sorgen. Speziell André [Hilgers, Drums, Anm. d. Red.] habe ich dabei richtig gequält [lacht]. Etliche Teile haben sind uns erst beim Jammen im Studio eingefallen, was sich sehr gut angefühlt hat. Ich glaube auch, dass es sehr viel Spaß machen wird, die Songs live zu spielen, weil sie wirklich so richtig rocken.


Würdest Du sagen, dass man Deinen Riffs bei all dem modernen Sound ihre Herkunft aus dem traditionellen Metal anhört?

Tja, das ist schwer zu sagen. RAGE sind eine sehr spezielle Band, die immer wieder für eine Überraschung gut ist und wir haben auf fast jeder Platte neue Elemente in unseren Sound implementiert. So klingt jedes unserer Alben ein bisschen anders, weil wir auch keine Angst haben, etwas Neues auszuprobieren und ein gewisses Risiko einzugehen. Wir bleiben dabei aber immer ehrlich mit uns selbst und machen auch nur das, was wir mögen, also kann es durchaus sein, dass man hört, wo wir herkommen… Wir machen einfach das, worauf wir Bock haben.


Ihr habt auch auf Eurem neuen Album wieder einen richtig gewaltigen Drum-Sound. Was macht Ihr, um den so hinzubekommen?

Ich glaube, dass viel von dem, was der Hörer als guten Sound wahrnimmt, letztendlich mit den Arrangements zu tun hat. Es ist sehr wichtig, dass alles absolut tight eingespielt wird und zusammenläuft – da müssen alle Breaks genau an der richtigen Stelle sitzen und keine der Spuren darf einer anderen im Wege sein. Speziell was das Schlagzeug angeht ist mir das dann besonders wichtig, weshalb ich da immer auf einen sehr offenen Sound setze und auch Raumklang-Elemente mit einfangen will. Das ist dann ein bisschen anstrengender zu spielen, weshalb ich André da im Studio schon ganz gerne ordentlich quäle und ihn reichlich ins Schwitzen bringe, aber ich möchte wirklich, dass er eine Live-Performance rüberbringt und sich bis zum Äußersten treibt. Viele Bands nutzen meiner Ansicht nach viel zu viel Computer-Technik wie Trigger und was nicht noch alles und das klingt dann im Endeffekt nicht wirklich lebendig. Sound ist uns sehr wichtig und wir haben auf „21“ sehr viel neues Equipment zum Einsatz gebracht. Ich habe z.B. zum ersten Mal Aufnahmen mit meinem neuen Signature-Amp von Engl gemacht, der meinen Sound sehr stark verändert hat und richtig guten Drive hinzugefügt hat. Damit spielt es sich super leicht und wenn man Spaß am spielen hat, dann kommt man auch auf bessere Ideen.


Obwohl Ihr also erneut in den „Twilight Hall Studios“ aufgenommen habt, würdest Du sagen, dass Ihr eine komplett andere Studiosituation hattet?

Ja, das ist einfach sehr komfortabel dort für uns. Charlie [Bauerfeind, Produzent, Anm. d. Redaktion] kennt das Studio perfekt und mit ihm zusammenzuarbeiten macht richtig Spaß, weil wir uns ja nun auch schon seit zehn Jahren kennen. Aber letztendlich kann das Studio zwar gut oder schlecht sein, aber das Equipment, mit dem man aufnimmt und was man damit macht, ist mindestens genauso wichtig. Der Grundsound, also was man mit seinen Fingern macht und wie genau der Schlagzeuger zuhaut, ist von sehr großer Bedeutung. Und selbst dann: Man könnte das teuerste Schlagzeug im Studio haben, aber wenn es nicht richtig gestimmt ist, bekommt man auch keinen guten Sound. Es sind also viele, viele Kleinigkeiten, die zusammenspielen und den Sound maßgeblich beeinflussen.


Worum geht es diesmal in Euren Songtexten?

Peavey [Wagner, Vocals und Bass, Anm. d. Redaktion] hat diesmal wirklich sehr persönliche Texte geschrieben – ich habe sogar das Gefühl, dass das diesmal überhaupt die privatesten Texte sind, die er jemals verfasst hat. Ich war wirklich überrascht, als er den Text zu „Forever Dead“ zur Probe mitgebracht hat, denn darin geht es um die Probleme, die er in seiner Kindheit hatte und um die Beziehung zu seinem Vater. Das ist schon ein ziemlich heftiger Text und dass muss ihn wohl ziemlich lange sehr stark belastet haben. „Serial Killer“ basiert ja auch auf einer wahren Begebenheit und in „Death Romantic“ geht es um Selbstmord. „Psycho Terror“ dreht sich auch um Persönliches und auch ansonsten gibt es auf „21“ auch in textlicher Hinsicht sehr viel zu entdecken. Ich finde, Peavey hat das sehr gut gemacht und die Thematik passt auch perfekt zu den einzelnen Songs.


Die Limited Edition von „21“ kommt ja auch mit einer Live-CD. Was kannst Du uns darüber erzählen?

Das ist die Bootleg-Aufnahme einer Show in Tokyo. Ich fand das recht witzig, weil heutzutage ja viele Live-Konzerte im Studio aufgenommen werden [lacht]. Ich finde das wirklich zum Kotzen, dass viele Live-CDs und -DVDs im Studio derart nachgebessert werden, dass das Ganze schon wie eine Studio-Produktion klingt. Ich finde das Quatsch und aus genau diesem Grund höre ich persönlich auch gar nicht so gerne Live-CDs. Wir haben jetzt eine wirklich bescheidene Aufnahme genommen, die was den Sound betrifft sicher nicht das höchste Niveau erreicht, aber dafür genau die Atmosphäre des Konzerts wiedergibt: Die Mikros standen irgendwo zwischen den Zuschauern und man hört links und rechts Gespräche, wodurch das Gefühl entsteht, dass man mitten drin stehen würde. Außerdem ist die Setlist cool, weshalb das da in Japan eine sehr gute Show war.


So, wir nähern uns langsam dem Ende. 2011 ist gerade erst vorbei – war es ein gutes Jahr für Euch?

Ja, es war wirklich sehr gut. 2011 war für uns ein nahezu perfektes Jahr mit sehr vielen sehr guten Konzerten und auch die Produktion im Studio hat wie am Schnürchen geklappt. Wir haben obendrein alle sehr, sehr glücklich Weihnachten gefeiert und sind mit sehr viel Energie und hoch motiviert in neue Jahr hineingerutscht.


Wie sieht es mit Euren anstehenden Tourplänen aus?

Am 20. März beginnt unsere Tour, wobei wir erst einen ganzen Monat in Europa unterwegs sein werden und dabei sehr viele Konzerte in Deutschland spielen werden. Ende April geht es nach Russland und dann im Mai nach Japan und ein paar Shows in Südamerika sind auch schon angedacht. Im Sommer nehmen wir dann etliche Festivals mit und im Herbst gehen wir dann schon ins Studio, um mit LINGUA MORTIS ORCHESTRA weiterzumachen.


Damit sind wir schon am Ende – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich möchte mich bei Euch und vor allem bei unseren Fans bedanken, denn viele von ihnen folgen uns nun schon seit 27 Jahren. Es ist toll, dass sie noch immer Spaß haben und das Interesse nicht verlieren und dass wir auch ständig neue Fans gewinnen! All diese Energie und der Support geben uns letztendlich die Möglichkeit, weiterzumachen und dafür möchte ich mich bedanken! Ich hoffe wir enttäuschen Euch auch auf dieser Tour nicht, denn wir geben immer 100% - wir werden viele neue Songs spielen, aber auch alte und ich würde gerne ein paar Nummern spielen, die wir noch nie gespielt haben. Wir sehen uns im März!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 28.02.2012 | 17:48 Uhr

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