.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Disillusion
Reviews von Disillusion
CD Review: Disillusion - Gloria

Disillusion
Gloria


Ambient, Avantgarde/Electronica, Hard Rock, Heavy Metal, Industrial, Progressive
6 von 7 Punkten
"Das Playmate des Jahres"
CD Review: Disillusion - Back To Times Of Splendor

Disillusion
Back To Times Of Splendor


Progressive
7 von 7 Punkten
"2004 neigt sich dem Ende zu und rückblickend kann man durchaus behaupten, dass man es hier... [mehr]"
CD Review: Disillusion - Three Neuron Kings / The Porter

Disillusion
Three Neuron Kings / The Porter


Melodic Death Metal
6 von 7 Punkten
"Disillusion aus Leipzig könnten schon bald mit ihrem hochklassigen Mix aus melodisc... [mehr]"
Mehr aus den Genres
CD Review: We Are Wolf - Aeons

We Are Wolf
Aeons


Melodic Death Metal, Metalcore
2.5 von 7 Punkten
"Da heulen nicht nur die Wölfe"
CD Review: Kekal - Autonomy

Kekal
Autonomy


Electro, Industrial, Progressive
2.5 von 7 Punkten
"Hinter den Möglichkeiten geblieben"
CD Review: Karelia - Restless

Karelia
Restless


Industrial, Progressive
2.5 von 7 Punkten
"Auf absteigendem Ast"
CD Review: The Angelic Process - Weighing Souls With Sand

The Angelic Process
Weighing Souls With Sand


Ambient, Avantgarde/Electronica, Doomcore
6 von 7 Punkten
"Ambient-Drone-Wechselbad der Gefühle"
CD Review: The Sword - Warp Riders

The Sword
Warp Riders


Hard Rock, Heavy Metal, Power Metal
6 von 7 Punkten
"Rostfreie Grüße aus Austin!"
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
Share:
Band: Disillusion Homepage Metalnews nach 'Disillusion' durchsuchen Disillusion
Interviewpartner: Vurtox


sOULiON: Hallo Vurtox! Ihr habt ja mit Eurer Band in der letzten Zeit einen ziemlichen Wirbel veranstaltet. Wie ist denn so grob die Entstehungsgeschichte von Disillusion?

Vurtox: Hallo Soulion! Die Entstehungsgeschichte ist folgende: Disillusion gibt es schon ziemlich lange, zumindest was den Namen angeht. Nach einigen Besetzungswechseln in den Anfangsjahren kam 1998 leider das komplette Aus, da die Dinge einfach nicht mehr funktionieren wollten. Ich habe zunächst allein weitergemacht und versucht Mitstreiter zu finden. Das dauerte eine ganze Weile bis endlich Rajk Barthel und Jens Maluschka Ende 2000 dazukamen. Ab diesem Zeitpunkt ging eigentlich alles von vorn los. Wir begannen ein neues Set zu schreiben, ein Studio aufzubauen, Konzepte auszubauen bzw. auch neu zu kreieren. Ein kompletter Neustart eben auch in Hinsicht auf die Musik selbst. Zwar sind noch einige Stücke von früher dabei geblieben, doch der Focus lag klar auf der neuen, der gemeinsamen Musik. Seitdem sind wir ziemlich straff am arbeiten, haben innerhalb eines dreiviertel Jahres ziemlich viel geschafft, so viel daß wir uns reif gefühlt hatten, die „drei Neuronenkönige“ / Three Neuron Kings MCD aufzunehmen und im September 2001 herauszubringen. Seitdem geht’s bekanntlich rasant vorwärts, was Arbeit und Zuspruch angeht können wir uns nicht beschweren. Im März 2002 haben wir dann noch mal eine kleine Single mit 2 neuen Songs aufgenommen, die im August erschienen ist. Momentan schreiben wir am kompletten Album, welches Mitte 2003 das Licht der Welt erblicken wird.

sOULiON: Was ist Eurer Antrieb Musik zu machen ?

Vurtox: Die Musik ist ja eigentlich bereits da – irgendwo tief in Dir – sicher nicht komplett in all ihren Facetten, wie sie dann auf Platte zu hören ist, aber die Melodien erfinden wir ja nicht, die sind bereits im Kopf oder im Bauch und wollen heraus. Ob da nun ne Band war oder nicht, es hat ein jeder zuhause gesessen, Gitarre gespielt, Ideen gesammelt, und daran gefeilt. So haben wir drei uns gefunden. Es hat einfach gepaßt, die Überschneidungen der einzelnen Musikvorlieben, der Anspruch, das Gefühl, so daß klar war, dass wir gemeinsam an diesen Ideen arbeiten sollten und Disillusion wieder auferstehen lassen. Als wir dann das neue Set fertig hatten und uns zu den Aufnahmen zu Three Neuron Kings entschlossen, sollte die Produktion auch dem Material gerecht werden – Produktion in jeder Hinsicht. So haben wir versucht, alles, was uns als Newcomer Kapelle möglich war, zu mobilisieren um eine gelungene Aufnahme auf die Beine zu stellen, damit das „Herzblut“, sprich die Musik auch eine würdige Übersetzung von den Ideen zur Platte erfährt. Wir arbeiten sehr hart an diesen Umsetzungen, denn wie ich sagte, die Musik ist ein grosser Teil unserer Persönlichkeiten, und der sollte auch einen adäquaten Ausdruck erfahren. Zumal wir denken, dass die Musik es auf jeden Fall wert ist, unter die Leute gebracht zu werden. Das ist unser Hauptmotiv.

sOULiON: Auffällig sind Eure anspruchsvollen Texte. Versucht Ihr eine bestimmte Message rüberzubringen oder sind, genau wie die Musik, Eure Texte bereits in Euch drin und warten nur darauf geweckt zu werden?

Vurtox: Es gibt ein theoretisches Überkonzept zu Disillusion, aber das ist mehr oder minder auf dem Papier und hundertprozentig lebt man das natürlich auch nicht im Leben. Wir denken, man muss hinter die Fassaden des Lebens schauen, Fragen stellen, sich selbst erkennen. Dies wird in den Texten an konkreten Beispielen und Beispielgeschichten, teilweise erfunden, teilweise erlebt, in ein immer neues Licht gesetzt. So wird z.Bsp. ein Hauptheld auf einer einsamen Reise durch die Landschaften und die Auseinandersetzung mit einer vergangen Geschichte plötzlich etwas neues entdecken an sich, an den anderen, was er bislang nicht gesehen hat. Die Ideen und Geschichten zu den Texten sind massiv Teil unseres Lebens und wir sprechen viel darüber. So ist es natürlich kein Zufall, daß auch die Texte und der Gesang bei Disillusion eine enorme Rolle einnehmen und genau so stark bearbeitet werden, wie etwa das Drumming und die Gitarren. Die Texte und Gesänge entstehen meist parallel zu den Songs an denen wir gerade arbeiten und stehen immer in starker Beziehung zueinander, sei es die Stimmung des Songs, sein Energielevel – alles wird sich auch penibel in Wortwahl und Thema des Textes niederschlagen. Lesen sollte man die Texte natürlich selbst und die Geschichten erleben.

sOULiON: Was erwartet den Hörer bei Eurem ersten kompletten Album ? Ist es die logische Fortführung von dem was man bisher von Euch kennt oder was ganz neues?

Vurtox: Definitiv eine Fortführung, wir versuchen natürlich, vergangenes Material tiefer auszuloten und neue Punkte einzuarbeiten. Kurz, wir arbeiten noch härter an den Umsetzungen der Ideen und überlassen derzeit gar nichts dem Zufall. Etwas ganz neues wird es also nicht geben, warum auch? Die Platte wird definitiv eine Disillusion Platte, wenn man das so sagen kann, mit einem Hauptaugenmerk auf eine dichte Atmosphäre neben all den technischen Gimmicks.

sOULiON: Wie empfindest du als Musiker den Umstand ständig mit anderen Bands verglichen zu werden? In Reviews Eurer Scheiben ist mir das ziemlich extrem aufgefallen. Fühlt man sich da nicht ein wenig in der eigenen Originalität mißachtet? Und wo liegen Eure tatsächlichen Einflüsse?

Vurtox: Nun, ich hoffe natürlich, dass sich das bald legt, vielleicht sogar schon mit dem ersten Album, was aber wohl etwas vermessen wäre. Insgesamt sehe ich die Problematik aber positiv, denn Disillusion sind schließlich eine Newcomerkapelle, die kaum bekannt war und ist, egal wir groß der Trubel war. Um jemandem die Musik einer neue Kapelle näher zu bringen, verwendet man auch im Privaten Vergleiche zu anderen Kapellen – insofern sind solche Vergleiche auch einfach eine Art dem Gegenüber begreiflich zu machen, wie man die Musik der Band versteht und wo man sie einordnet. Daß bei Disillusion immer eine Reisenlatte von Bands zum Vergleich herangezogen wird, liegt wohl in der Natur der Sache: schließlich spielen wir nicht reinen Death Metal, sondern integrieren eine Unzahl an Einflüssen, die wiederum zu betiteln extrem schwierig ist. Uns geht es um Musik und nicht um Stilistiken – da kann eine Kindermelodie von vor vielen Jahren genauso wichtig werden, wie die allerneuesten Grindcore Geschichten, über Jazz, Akustikgitarren Musik, hin zu Black Metal sammeln wir Ideen und Gefühle und bringen diese fokussiert in unsere Songs ein, immer versuchend, einen Fluss aufzubauen. Wie gesagt, insofern finde ich diese Vergleiche gut, sie würden mich persönlich animieren, Disillusion Platten anzuhören (grinst). Im Grunde steht auch hinter jedem Vergleich in quasi jedem Review, dass wir keine der Kapellen kopieren, sondern ein sehr eigenständiges Ding fahren – das ist doch das größte Lob nach all den grandiosen Vergleichen mit unseren Göttern von Emperor, Opeth und und und...

sOULiON: Welches ist dein persönlicher Lieblingssong von Disillusion?

Vurtox: „The Long Way Down To Eden“.

sOULiON: Warum gerade der?

Vurtox: Weil da, obwohl ich sagen kann daß wir das mittlerweile schon besser gemacht haben, das Zusammenspiel der verschiedenen Stimmungen und der verschiedenen Arten, die Instrumente einzusetzen am besten funktioniert hat, insofern daß die technische Vertracktheit hinten ansteht und vorne ein ganz cooler Song funktioniert. Für die erste Platte haben wir das wohl recht gut hinbekommen. Ich bin immer noch ein bisschen stolz, auf jeden Fall! Aber, wie gesagt, es gilt weiter auszuloten, was besser geht und wir bleiben dran.

sOULiON: Wie siehst Du die lokale Metalszene bei Euch ? Ich habe selbst festgestellt, daß es da tatsächlich einige interessante Bands in Eurer Ecke gibt, bzw. daß sich da in letzter Zeit wieder vermehrt etwas tut. Es war ja lange ziemlich still.

Vurtox: Das sehe ich genauso, es ist nicht nur alles am Wachsen in Leipzig, sondern trägt schon erste Früchte, inklusive uns. Mittlerweile gibt es in Leipzig drei bis vier Kapellen, die internationale Qualitäten an den Start bringen. Das ist gut und baut auch eine gewisse neue Metal Szene auf – man kennt sich natürlich und das ist sehr fördernd. Ich glaube tatsächlich, daß es bis vor zwei Jahren solch eine Metalszene gar nicht mehr wirklich gab. Jetzt endlich lebt sie wieder auf.

sOULiON: Jetzt zu einer typischen Musikerinterviewfrage. Was hörst Du privat ?

Vurtox: Selbst das endet in einem Riesenmonolog (schmunzelt). Ich nenn mal nur was zur Zeit gerade läuft: die letzte Nile, immer noch die Emperor ... die letzte Dark Tranquillity läuft. Das sind die drei Platten der letzten 2 Monate. Wenn ich jetzt sagen würde, daß auch die neue Satyricon läuft, dann hieße das wohl ich mag diese Platte außerordentlich – stimmt aber nicht – hör sie mir trotzdem gerne an (lacht). Vor einigen Wochen lief wahnsinnig viel Dave Matthews Band, das würde jetzt zu einer endlosen Aufzählung führen. Eine Zeit lang hatten wir unsere Playlists auf der Website monatlich ausgestellt, um auch für uns sinnvoll unter Kontrolle zu bekommen, wo unsere Einflüsse genau liegen und wie wir die für Disillusion betiteln könnten. Das hat sich jetzt leider zerschlagen. Wäre dann vielleicht einfacher gewesen zum Nachlesen.

sOULiON: Nun lege ich Dir die berühmt-berüchtigten Schlußworte an die Leute da draußen in die Hand. Mach das Beste draus!

Vurtox: Jaaa, da fällt mir aber wenig ein (grinst). Wir freuen uns, wir haben jetzt nämlich eine Livepause, darauf daß wir nächstes Jahr wieder unterwegs sind mit dem neuen Material und ich hoffe, daß auch alle wieder da sind, die dieses Jahr mit dabei waren und uns dieses Jahr, also 2002, ein so erinnerungsträchtiges Jahr beschert haben. Wie gesagt, wir freuen uns und dann kommt ja auch bald das Album im Mai ... Juni .. Juli (lacht).

sOULiON: Vielen Dank für das Interview!

Vurtox: Kein Problem!

sOULiON

Autor: Werner Heinz [sOULiON] | 05.01.2003 | 17:45 Uhr

Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
Benutzername:
Passwort:
Team-Login

METALNEWS.DE - Metal-Magazin