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Interviewpartner: Warrel Dane

Ohne Frage sind NEVERMORE eine der derzeit wiedererkennbarsten Formationen der Metalwelt. Seit nun mehr 20 Jahren pendeln sie zwischen den Stilen und zeigen uns noch immer wo der Hammer hängt. Einen nicht geringen Anteil an der Bandspezifik hat sicherlich Sänger Warrel Dane, den wir günstigerweise für ein Internview gewinnen konnten, in dem er uns über seltsame Albumcover, ungerechte Partverteilungen und seine von der Öffentlichkeit wiederentdeckte erste Band SERPENTS KNIGHT aufklärte.




Hallo Warrel! Schön, dass du die Zeit gefunden hast mit uns zu sprechen.

Hey, ich bin gerade in Dortmund und ich liebe diese Stadt. Ich bin in letzter Zeit so oft hier gewesen, dass es mir fast wie eine zweite Heimat vorkommt.


Ich wollte ja gerne mit dir über das neue Album sprechen und etwas, was mich sehr daran interessiert ist was euch zum Titel „The Obsidian Conspiracy“ inspiriert hat?

Dieser große verdammte Vulkan in Island. [lacht] Nee, war nur ein Witz… Ich bin nicht wirklich sicher, woher die Inspiration für den neuen Titel stammt, aber ich denke wenn man sich die Zeit nimmt und sich den Text des Liedes anhört, dann kann man genau bestimmen, von was ich da rede. Ich würde es ungerne ganz klar benennen. Ich denke, dass jeder Hörer etwas Unterschiedliches für sich mitnehmen muss.


Die Wartezeit zwischen „This Godless Endeavor“ und „The Obsidian Conspiracy“ beträgt ca. 5 Jahre. Wie erklärst du dir die lange Wartezeit zwischen den beiden Alben?

Also…wir haben ungefähr zwei Jahre lang getourt nachdem „This Godless Endeavor“ rausgekommen ist. Dann haben wir auch noch eine DVD gemacht, die viel Zeit in Anspruch genommen hat. Anschließend haben Jeff und ich viel Soloarbeit gemacht. Es ist nicht so als ob wir wirklich verschwunden wären. Wir haben uns bloß anderen Sachen gewidmet. Weißt du, es gab Gerüchte, dass wir uns aufgelöst hätten, aber das hat nie der Wahrheit entsprochen.


Also wart ihr quasi zu beschäftigt für ein neues Album?

Ja, so könnte man das ausdrücken.


Ich habe letztens einen Artikel von Jeff Loomis im Metal Hammer gelesen, der noch vom letzten Wacken-Open-Air stammt und er sagte darin, dass er auf diesem Album mehr Freiraum für den Gesang offen gelassen hat. Hattest du denn dieses Mal genug Platz für deine Gesangsparts.

Also ich denke ich hatte genug Raum, aber zur selben Zeit…ich kann mich noch erinnern wie er das gesagt hat…Nun, einige Songs, die er mir zugeschickt hat…Ich hab ihn nur gefragt: „Mann, bist du verrückt? Wie zur Hölle soll ich über dieses Riff singen? [lacht] Ich bin mir sicher, das ergibt einen Hammerchorus….Du erzählst Leuten, dass du mir mehr Platz gegeben hättest, aber das hast du doch kein Stück!“ Es hat das Ganze etwas mehr herausfordernd gemacht, aber für mich war das auch gut so, denn ich mag Herausforderungen.


Was denkst du sind die größten Unterschiede zwischen „This Godless Endeavor“ und „The Obsidian Conspiracy“?

Fünf Jahre. [lacht]


Ach so, fünf Jahre. Vielleicht etwas mehr im kompositorischen Bereich?

Also „This Godless Endeavor“ war viel technischer in bestimmten Bereichen. Es war ein sehr repräsentatives Stück für unseren musikalischen Stand zu dieser Zeit. Nun, ich denke das neue Album ist sehr aussagekräftig dafür, wo sich die Band aktuell befindet. Ich weiß, dass zwischen den Alben fünf Jahre vergangen sind, aber ich denke, dass man zu „This Godless Endeavor“ etwas schwerer Zugang gefunden hat. Auf jeden Fall erging es einigen Leuten so, denn es war um einiges komplizierter. Dieses Album hat dafür einige Choruspassagen, die dich sofort umhauen, bevor du es mehrmals hören musst, um es zu verstehen.


Also du denkst, dass der größte Unterschied der leichtere Zugang ist?

Na ja, es war auf jeden Fall das, was mir viele Leute erzählt haben.


Ihr hattet nun einen neuen Gitarrenspieler [Chris Broderick Anm. d. Redaktion] zwischen den beiden Alben. Hat der Weggang von eurem alten Gitarrenspieler Steve Smyth etwas am kompositorischen Prozess der Gruppe verändert?

Nein…nun, Steve hatte einen geringen Anteil am Songwriting für das letzte Album, aber der Kern des Songwriting-Fundaments waren schon immer Jeff Loomis und ich. Und so wird es auch bleiben. Wir haben zusammen das ganze neue Album geschrieben. Ich denke nicht, dass Steves Abwesenheit etwas daran verändert hat.


Wie beim Vorgänger zeichnet sich der Künstler Travis Smith für das Artwork von „The Obsidian Conspiracy“ verantwortlich.

Ich liebe Travis, er ist großartig.


Ich wollte von dir gerne in Erfahrung bringen, ob zwischen euch eine nähere Zusammenarbeit wegen des Artworks bestand. Hat es etwas mit dem Thema des Albums zu tun oder hat er das Ganze selbst ausgearbeitet?

Ich habe ihm die Idee gegeben, besser gesagt, ich habe ihm erzählt was für ein Artwork ich gerne haben würde. Wann immer er ein NEVERMORE-Cover gemacht hat, haben wir uns immer miteinander abgesprochen und Ideen ausgetauscht. Ich komme dann meistens mit dem Anfangskonzept an und dann ruft er mich an und sagt: „Hm…denkst du ich sollte etwas anderes versuchen? Wie wär’s mit z.B….“ Dann pendeln wir hin und her bis wir uns auf etwas geeinigt haben. Aber ich bin wirklich glücklich mit dem Artwork, das er für uns erstellt hat.


Mir ist ein seltsames Detail aufgefallen zwischen den beiden Covern von euren letzten Alben. Auf dem ersten Cover kann man ein kleines Mädchen sehen und auf dem nächsten kann man zwei weibliche Wesen sehen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kind von dem ersten Artwork haben. Gibt es eine Verbindung zwischen diesen beiden Covern?

Nein, nicht wirklich. Aber ich denke man kann ein, sich entwickelndes Thema erkennen. Desweiteren ist das kleine Kind auf dem „Godless Endeavor“-Cover die Tochter von Hugh Syme [Macher des ersten Coverartworks Anm. d. Redaktion]. Ich kann mich noch daran erinnern als das Album herauskam. Eine Menge Leute kamen zu mir an und fragten mich ob das Kind auf dem Album nicht eine Aufnahme von mir als Kind wäre. [lacht] Ich sagte: “Nein, das ist ein Mädchen! Sehe ich etwa wie ein Mädchen aus?!”


Eine Frage zu der von dir bereits erwähnten Soloarbeit. Was waren die Gründe für die Soloprojekte von Jeff Loomis und dir? Hast du die Grenzen deines musikalischen Ausdrucks bei NEVERMORE erreicht oder wolltest du einfach nur etwas anderes probieren?

Also, ich weiß, dass Jeff schon immer mal ein Shred-Album machen wollte. Vor allem aus dem Grund weil er mit solchen Sachen aufgewachsen ist wie halt z.B. CACOPHONY, Marty Friedman [u.a. ex-MEGADETH]. Jason Becker [ex-CACOPHONY, ex-DAVID LEE ROTH] ist sein absoluter Lieblingsgitarrist. Er wollte schon immer mal so etwas zu Stande bringen und zu dieser Zeit hatte er gerade die Möglichkeit dazu. Gleichzeitig wollte auch ich etwas machen, das etwas mehr zwischen Rock’n’Roll und Metal angesiedelt ist. Das gab uns im Ganzen die Chance Zeug zu komponieren, das wir bei NEVERMORE niemals realisieren konnten. So hatten wir die Möglichkeit zur Abwechslung mal aus unserem System rauszukommen.


Hat deine Erfahrung als Solokünstler in irgendeiner Weise deine Arbeit am neuen Album beeinflusst?

Ich denke eher weniger, denn an meinem Soloprojekt habe ich mit anderen Leuten gearbeitet, die absolut andere Songwriter sind. Weißt du, wenn Jeff und ich zusammenkommen ist es immer etwas Anderes. Es hat etwas Besonderes. Ich denke also nicht, dass es sehr viel Einfluss auf das neue Album hatte.


Mal was anderes, ich habe neulich nach deinem Namen bei YouTube gekuckt und etwas sehr überraschendes gefunden. Da gab es einen Link mit dem Namen „SERPENTS KNIGHT“ mit dem Zusatz „Warrel Dane’s first band.“ Der Unterschied zwischen NEVERMORE und SERPENTS KNIGHT ist ziemlich gravierend. Hast du dir während deiner Zeit bei deiner ersten Band je vorstellen können, das du irgendwann bei einer Gruppe wie NEVERMORE landen könntest?

Natürlich hab ich mir das vorgestellt. Dieses Album ist nichts weiter als Demos, die jemand veröffentlicht hat um aus meinem Namen Kapital zu schlagen und ich bin nicht froh darüber. Ich war ziemlich jung und sie hatten nicht meine Erlaubnis um das zu veröffentlichen. Ich meine, na ja, es ist etwas frustrierend.


Würdest du je wieder SERPENTS KNIGHT-Songs spielen?

Nein, absolut nicht. Ich meine, ich war ziemlich jung und um dir die Wahrheit zu sagen…ich kann diesen Songs nicht mehr viel abgewinnen.


Also wir kommen auch schon leider zu der letzten Frage. Wie sehen deine weiteren Pläne für die Band in der nächsten Zukunft aus?

Wahrscheinlich noch zwei Jahre Tournee. Aber ich denke dieses Mal werden es keine fünf Jahre zwischen den Alben werden. Ich hab bereits einen neuen Song von Jeff gehört. Wir werden wohl keine Zeit verschwenden. Wir mussten das letzte Mal ein wenig Abstand voneinander bekommen, aber ich denke nicht, dass es dieses Mal so lange dauern wird. Wir werden eine Menge touren und ich werde noch ein weiteres Solo-Album machen. Jeff wohl ebenfalls. Also wir werden wohl ziemlich beschäftigt sein.


Ja, dann vielen Dank für deine Zeit und hab noch einen schönen Aufenthalt hier!

„Ich liebe Deutschland“ [auf deutsch], also genieße ich immer meinen Aufenthalt in Deutschland. Bye!

John Gorerilla

Autor: Oleg Pronitschew [John Gorerilla] | 25.05.2010 | 19:12 Uhr

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