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Interviewpartner: Wolf Hoffmann

Als die Teutonenstahl-Urgesteine ACCEPT im Vorfeld der Veröffentlichung von „Blood Of The Nations“ bekannt gaben, dass sie ohne Gründungsmitglied Udo Dirkschneider auf die Bühnen dieser Welt zurückkehren würden, hatte wohl niemand vermutet, dass ihr Comeback-Album mehr als ein schnödes Durchschnittswerk werden würde. Dann kam jedoch alles ganz anders und die Truppe um Gitarrist Wolf Hoffmann bewies, dass der charakteristische ACCEPT-Sound keineswegs nur von ihrem ehemaligen Frontmann abhängig ist und schaffte es mit ihrem neuen Album gar auf Platz #1 der deutschen Albumcharts. Nicht ganz zwei Jahre später begab sich die Truppe erneut mit Produzent Andy Sneap ins Studio, um eine weitere Platte aufzunehmen und so erscheint mit „Stalingrad“ in Kürze das nächste Album der Band in neuer Erfolgs-Besetzung. Wir hatten das Vergnügen, mit Saitenhexer Hoffmann ein Interview führen zu können, in dem er uns alles wissenswerte zum kommenden Album erzählte.






Hallo Wolf und vielen Dank für Deine Zeit! Was hat es für Euch bedeutet, mit „Blood Of The Nations“ auf Platz #1 der Charts zu landen?

Das ist immer noch sehr schwer zu sagen, weil wir echt Probleme hatten, uns das begreiflich zu machen – vor allem, weil wir ja im Vorfeld der Veröffentlichung auf sehr viel Skepsis gestoßen sind. Wir sind da wirklich von einer Welle in die andere gekommen: Erst haben alle angenommen, dass es mit dem Comeback nach so vielen Jahren und dann auch noch mit einem neuen Sänger ohnehin nichts wird und dann ist das alles ins Gegenteil umgeschlagen und die ganze Welt war vollauf begeistert. So schnell, wie die Zweifel der Euphorie gewichen sind, konnten wir die neue Situation gar nicht verarbeiten, aber im Endeffekt freuen wir uns natürlich darüber und sind auch dankbar für die Reaktionen.


Wann habt Ihr denn mit dem Songwriting für „Stalingrad“ begonnen?

Sofort nachdem die Tour vorbei war. Wir haben im vergangenen Juni und Juli noch die letzten Shows gespielt, sind dann nach Hause gefahren und haben uns direkt drei Wochen später wieder getroffen, um mit dem Schreiben neuer Songs zu beginnen. Innerhalb von zwei bis drei Monaten sind die Lieder auch alle fertig geworden und dann haben wir uns gleich an die Aufnahmen gemacht. Wir haben uns mit diesem Zeitplan natürlich selbst sehr unter Druck gesetzt, weil wir uns selbst den groß angelegten Plan gesetzt haben, bereits im Frühjahr 2012 – also jetzt – ein neues Album zu veröffentlichen. Wenn man das zurückrechnet, dann musste die Platte ja bereits im Februar gemischt werden und daraus ergibt sich, dass wir auch schon im Herbst mit allem anfangen mussten. Ich finde es immer erstaunlich, wie schnell die Zeit dann am Ende vergeht…


Glaubst Du, dass Ihr auch ein weiteres Album aufgenommen hättet, wenn „Blood Of The Nations“ nicht so gut angekommen wäre, wie es der Fall war?

Wahrscheinlich schon, ja - das ist ja jetzt rein hypothetisch. Wir nehmen die Dinge immer so, wie sie kommen und wollen ja weder uns noch der Welt irgendwas beweisen. Wir haben Freude an dem, was wir tun und jetzt war es natürlich sowieso gar keine Frage, denn so, wie die Dinge sind, machen wir natürlich weiter und natürlich gibt es auch ein neues Album. Wenn man jetzt mal rein hypothetisch annimmt, dass die ganze Sache vollkommen nach hinten losgegangen wäre – was ja gar nicht mal auszuschließen war – dann weiß ich nicht, ob wir wirklich eine zweite Platte gemacht hätten. Wir sind ja nicht auf der Welt, um gegen aller Willen irgendwelche Alben zu veröffentlichen – wir machen das wirklich nur, weil wir Spaß daran haben und weil wir gerne Musik machen.


Hat sich seit „Blood Of The Nations“ etwas an Eurer Studio-Situation geändert?

Im Grunde ist alles beim Alten geblieben. Wir haben erneut mit Andy Sneap als Produzenten gearbeitet, teilweise hier in Nashville, Tennessee aufgenommen und den Rest dann in England aufgenommen und auch abgemischt. Der einzige Unterschied war wohl, dass wir diesmal auch die Playbacks hier in Nashville aufgenommen haben, weil das vom der Logistik her einfacher war. Ansonsten ist aber alles unverändert geblieben: Die gleichen Mitwirkenden, die gleich Arbeitsmoral, der gleich Spaß an der Sache.


Warum heißt Euer neues Album „Stalingrad“?

Weil wir das eine spannende Geschichte fanden, über die wir gerne mal einen Song schreiben würden. Natürlich haben wir den Titel auch gewählt, weil er kontrovers ist, das war uns natürlich auch bewusst. Kontroverses fanden wir schon immer gut – wir haben ja schon immer solche Themen in unseren Texten verarbeitet und „Stalingrad“ erschien uns speziell jetzt nach 70 Jahren gerade richtig. Nach einer derart langen Zeit kann man schon auch mal einen Metal-Song darüber schreiben. Dass die Leute stutzig sind, wenn sie so etwas hören, das sind wir gewohnt, denn das war ja bei unserer Reunion auch nicht anders, also kann uns das jetzt auch nicht mehr erschüttern [lacht]. Letztendlich zählt die Musik und ich denke, die spricht für sich selbst.


Welche Themen habt Ihr denn sonst noch auf „Stalingrad“ verarbeitet?

Wie immer ein recht breites Spektrum. Wir haben diesmal auch über andere historische Ereignisse geschrieben, die wir ähnlich wichtig fanden. Einer der Songs handelt z.B. vom Luftangriff auf Dresden, den wir im historischen Zusammenhang mit Stalingrad interessant fanden. Wir haben uns dann überlegt, welche Ereignisse in den letzten 100 Jahren eine ähnliche Tragweite wie Stalingrad hatten. Neben Dresden kam uns dann auch Hiroshima in den Sinn und im Endeffekt sind das ja alles spannende Geschichten, die man erzählen kann. Es ist uns immer lieber, in unseren Texten ein interessantes Thema zu vertreten, das zum nachdenken anregt oder erstmal stutzig macht – auch wenn das manchmal kontrovers ist – als irgendwelche klischeebeladenen Rock ’n’ Roll-Phrasen runterzubeten.


Wie fängt ein ACCEPT-Song an, wenn Du ihn schreibst?

Immer mit dem Riff. Bei uns basiert alles auf Gitarrenriffs und das erweckt bei mir auch immer das erste Interesse. Wenn mir das Gitarrenriff etwas sagt und mich inspiriert, dann geht es von da aus los. Als nächstes überlegt man sich dann, was die Hookline sein könnte, oder wie der Refrain aussehen müsste und welche Elemente noch dazu passen, aber am Anfang steht immer das Riff und die Energie, die davon ausgeht. Das war auch schon immer die Arbeitsweise von mir und Peter [Baltes, Bass, Anm. d. Red.], der ja seit 30 Jahren mein Songwriting-Kollege ist, dass ich mit ihm Ideen austausche und die ersten Riffs vergleiche und wenn etwas viel versprechendes dabei herauskommt, dann machen wir einen ersten Versuch, daraus einen Song zu machen. Dann versuchen wir, eine Hookline oder eine „Story“ in den Song rein zu bringen und wenn es soweit ist, dann bekommt Mark [Tornillo, Vocals, Anm. d. Red.] den Song irgendwann und fängt dann mit seinen Vocals an.


Wo siehst Du die größten Unterschiede zwischen „Stalingrad“ und „Blood Of The Nations“?

Ich würde gar nicht sagen, dass die Platten sich sonderlich unterscheiden, weil wir bewusst versucht haben, gar nichts zu ändern, aber jede neue Zeit bringt natürlich auch neue Ideen. Unsere Vorgabe war allerdings, nur neue Songs in der gleichen Qualität zu schreiben, ohne großartig etwas zu verändern. „Blood Of The Nations“ hat uns selbst so gut gefallen, das wir genau so weiter machen wollten, ohne groß darüber nachzudenken.


Wie sieht es mit der möglichen Veröffentlichung eines Live-Mitschnitts von ACCEPT aus?

Wir haben tatsächlich schon sehr viel aufgenommen und als kleinen Bonus wird die Special Edition von „Stalingrad“ ja auch eine Bonus-DVD mit drei Live-Tracks beeinhalten. Da wird sicherlich demnächst auch noch mehr kommen, allerdings wollten wir eben abwarten, bis wir zwei Alben haben, von denen wir Songs spielen können, ehe wir eine volle Live-DVD veröffentlichen. Ich sehe das als neuen Anfang von ACCEPT und hätten wir nach nur einem Studioalbum gleich eine DVD veröffentlicht, wären da ja die gleichen Songs drauf gewesen. Sonst hätten wir sehr viel altes Material spielen müssen, das aber auch von unseren Kollegen schon sehr oft veröffentlicht wurde, weshalb wir uns gerne lieber auf neues Material konzentrieren würden. Wir werden aber ganz sicher in diesem Jahr mehrfach etwas in dieser Richtung machen.


Wie war es, das erste Mal mit dem neuen Frontmann auf Tour zu gehen?

Das war super! Am Anfang wussten wir ja auch nicht so genau, wie das alles werden würde, weil wir uns ja nur sehr kurz und nur aus dem Proberaum kannten. Die Feuertaufe hatten wir dann vor zwei Jahren in New York und waren natürlich auch alle entsprechend nervös, aber es lief dann alles super. Das hat sich total aufregend angefühlt, aber auch so, als ob es schon immer so gewesen wäre. Aber sobald Peter [Baltes, Bass, Anm. d. Red.] und ich gemeinsam auf der Bühne stehen tritt sowieso irgendetwas Alteingesessenes in Kraft, weil wir uns ja schon so lange kennen und auch schon sehr lange zusammen spielen, das ist schon gewaltig. Aber mit einem neuen Frontmann ist halt doch noch mal alles anders, aber der Mark [Tornillo, Vocals, Anm. d. Red.] hat sich ja zum Glück super bewährt und bestens etabliert und letztendlich fühlte sich das dann total nach altbekanntem ACCEPT an.


Letzte Frage: Wie sieht es mit Euren anstehenden Tourplänen aus?

Jetzt machen wir erstmal Europa – das geht dann bis nach Russland rein – kommen aber im Herbst noch mal wieder und spielen in den restlichen Ländern, die diesmal noch nicht dabei sind und kommen wahrscheinlich auch noch mal nach Deutschland. Im Herbst kommt dann vermutlich noch mal eine dreimonatige Tourperiode auf uns zu, in der wir dann auch in den USA, Südamerika und Asien spielen werden. Im nächsten Jahr werden wir uns dann vermutlich auf zahlreiche Festivals konzentrieren.


Damit sind wir schon am Ende – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich freue mich auf Deutschland und darauf, endlich mal wieder vernünftiges Bier zu trinken und eine von diesen geilen Laugenbretzeln zu essen [lacht]! Auf die Fans freue ich mich natürlich auch, das darf man nicht vergessen!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 04.04.2012 | 15:33 Uhr

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