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Amenra
Mass VI


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"Erfolgreich zurück"
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Am 23. Januar werden wir einen Einzelgig in Rotterdam spielen. Der Veranstalter fragte uns, ob wir etwas dagegen hätten, wenn INQUISITION auch dabei wären und wir sagten: „Nein, kein Ding, sie sind eine gute Band und coole Jungs!“ Wir haben bereits einen Gig in Kanada mit ihnen gespielt. Außerdem haben wir eine junge Band namens CTULU eingeladen, da einer der Jungs mich immer wieder gefragt hat, ob sie mal für uns einen Opener-Slot spielen dürfen. Dummerweise passte es zeitlich nie, aber diesmal sendete ich ihm einfach eine Mail mit dem Inhalt: „Hey du da... komm her, ihr eröffnet für uns!“
Wir werden übrigens einen neuen Song zum ersten Mal in diesem Club spielen. Es könnte sein, dass ich dazu nicht singen werde, weil ich die Lyrics noch nicht fertiggestellt habe.

Dies ist mein erster Teil der biografischen Kolumne für 2010. 2009 war ein gutes Jahr und es gab zahlreiche Herausforderungen, bei denen ich froh bin, sie hinter mich gebracht zu haben. Ich habe in Istanbul mit zahlreichen Freunden, wie z.B. Max, der meine Demos aufnimmt, oder Florian, dem Sänger von DARKF FORTRESS, ins neue Jahr gefeiert. Wir hingen viel gemeinsam rum und es war eine gute Zeit. Momentan herrscht bei uns allerdings Hektik, denn Moloch ist aus den USA angereist, damit wir mit der Band proben können, um den Songwriting-Prozess weiter voran zu treiben. Jetzt im Moment ist er mit einem gemeinsamen Freund unterwegs, um sich im Kino „Avatar“ anzuschauen. Ich habe den Film bereits gesehen und es würde mich gar nicht stören, ihn noch einmal zu sehen – wegen der visuellen Effekte zum Beispiel. Ich entschied allerdings dennoch, hier zu bleiben und diesen Artikel zu schreiben. In den nächsten Monaten werde ich evtl. weniger detaillierte Kolumnen schreiben, was eindeutig an meinem Zeitplan liegen wird.

Teil zehn beendete ich mit der Geschichte, wie ich Jerusalem verließ und in den Niederlanden ankam. Es war der Anfang eines neuen Abenteuers und einer neuen Ära. Nach ziemlich vielen, für Tel Aviv normalen Sicherheitskontrollen und dem Flug landete ich schließlich in den Niederlanden. Ich erinnere mich noch, dort irgendwann zwischen acht und neun Uhr morgens angekommen zu sein. Es war ein Freitag im August 1998. Ein Freund unseres Bassisten holte mich am Flughafen ab und brachte mich zu einem Apartment, das er im Begriff war, zu verkaufen. Unser Bassist und seine Freundin waren zu der Zeit im Urlaub und ihre Wohnung war im selben Gebäude. Nachdem ich mein Gepäck untergebracht hatte, ging ich direkt zu meiner Uni und erzählte den Leuten, ich sei dort, um etwas Papierkram zu erledigen. Stunden später stand ich mitten in der Innenstadt von Amsterdam und eröffnete mein erstes, niederländisches Bankkonto. Dann erkundete ich ein wenig die Innenstadt, machte ein paar Einkäufe und lief zurück zu meiner temporären Bleibe. Die Sache war, dass es in dieser Wohnung zwar Strom und Wasser gab, jedoch kein Gas, was bedeutete, dass keine Wärme, weder warmes Wasser, noch Heizung, möglich war. Trotz des Monats August war es recht regnerisch und ich erinnere mich immer noch an diese eiskalten Duschen – übrigens sehr gesund!

Ein paar Wochen später zog ich vorübergehend in die Wohnung unseres Bassisten und kurz darauf in meine eigene. Eines Tages nach der Uni ging ich in die Stadt, um den örtlichen Metal-Shop aufzusuchen, wo ich ein paar Black Metaller traf. Wir kamen ins Gespräch und sie fragten mich, woher ich kam. Ich teilte ihnen mit, dass ich aus Jerusalem sei und sofort fragten sie mich, ob ich MELECHESH kenne. Ich war sehr überrascht, denn damals war MELECHESH wirklich noch tiefer Underground. Ich erzählte ihnen, dass ich der Gründer der Band sei und wir freundeten uns schnell an. Sehr coole Leute. Zufälligerweise zog ich in eine Stadt namens Haarlem [ja, genau, Haarlem. Ähnlich wie Harlem in New York, das übrigens nach Haarlem benannt wurde] in der Nähe von Amsterdam und der ganze Haufen kam aus genau dieser Gegend, weshalb ich plötzlich kein Fremder mehr war. Mein Apartment in Haarlem war sehr speziell. Es war eine Kirche, die in Studentenwohnungen umgewandelt wurde. Von außen sah es aus, wie eine ganz normale Kirche, innen jedoch hatte man drei Etagen angelegt und es gab schöne Studio-Apartments. Die heiligen Gefäße wurden zu Aschenbechern und der Altar-Raum wurde zum gemeinschaftlichen Fernsehzimmer, in dem der Altar durch einen großen Fernseher ersetzt wurde. Die Prediger- und Chor-Kanzel wurde umfunktioniert zu einer Tischtennis-Kanzel und so weiter. Welche Ironie... ich verließ die Heilige Stadt, um sozusagen in Sin City zu leben und wo wohnte ich? In einer Kirche! Trotz der Tatsache, dass die Kirche in noble Studentenunterkünfte umgewandelt wurde, konnte ich nicht aufhören, darüber zu schmunzeln. Die ersten paar Monate in den Niederlanden waren die wahre Freude. Ich hatte extrem viel an der Uni zu tun, hatte auf der anderen Seite aber immer genug Zeit, sehr viele Konzerte zu besuchen. Ich war total heiß darauf, internationale Metal-Acts live zu sehen und wer die Niederlande kennt, der weiß, dass es kaum einen Tag in der Woche gibt, wo nicht irgendwo irgendwas Metallisches im Umkreis von zwei Stunden Autofahrt abgeht. Andererseits musste ich ja auch meine eigene Musik weiter vorantreiben, was zu Beginn nicht gerade einfach war. Allerdings muss man dazu sagen, dass die musikalische Infrastruktur in den Niederlanden sehr gut entwickelt ist. Zu Beginn fühlte ich mich also, trotz aller Euphorie, ziemlich leer. Ich kaufte mir schon bald einen Verstärker, so dass ich wieder damit beginnen konnte, Musik zu schreiben. Ich fühlte mich wieder erfüllt. Was ich wirklich vermisste, war das heimische Essen. Al’Hazred schleppte mich irgendwann zu einem griechischen Restaurant, da das Essen unserem sehr ähnlich ist. Erst letzte Woche war ich mit Moloch dort und seit dem ich hier bin wahrscheinlich sowieso unzählige Male.

An einem Wochenende, als ich gemütlich auf meinem Studentenzimmer saß, klingelte es an der Tür. Es war eine sehr gute Freundin aus Großbritannien, die mit mir in Jerusalem aufwuchs und bereits damals mit MELECHESH abhing, zu unseren Proben kam und uns während dessen Tee oder Kaffee kredenzte. Sie war einfach wundervoll. Jedenfalls klopfte sie plötzlich an meine Tür und begrüßte mich. Ich war mehr als überrascht, wenn das überhaupt das richtige Wort dafür ist, und ich fragte sie, ob sie mich besuchen wolle und sie antwortete mit nein. Sie sei gerade in die Niederlande gezogen, habe sich an der Uni eingeschrieben [dasselbe Hauptfach sogar] und habe sich ein Zimmer gesucht. Dies lag dann übrigens zwei Türen weiter auf meinem Gang! Um ehrlich zu sein, war ich regelrecht erstaunt. Es war einfach herrlich, dieser ganze Zufall etc., aber ich erfuhr schon wenig später, dass der eigentliche Grund für sie, in die Niederlande zu kommen, wohl ich war, denn sie hatte sich in mich verliebt. Ich fühlte mich sehr geschmeichelt über ihr Geständnis, allerdings sah ich in ihr lediglich eine sehr, sehr gute Freundin, also beschlossen wir, dies auch so beizubehalten. Heute sind wir übrigens immer noch sehr enge Freunde. Diese Zufälle rissen dann einfach nicht ab. Eines Tages war ich gerade zurück von der Uni und auf dem Weg nach Hause, als ich einen guten Freund wieder sah, mit dem ich ebenfalls aufgewachsen war und der dann in die Schweiz ausgewandert ist. Sie [er kam in Begleitung] hatten einen Zwischenstop in Amsterdam eingelegt und baten Al’Hazred, sie bei meiner Wohnung abzusetzen. Sie haben den ganzen Tag auf mich gewartet, bis ich zu Hause war. Ich sah ihn und dachte mir eigentlich gar nichts dabei, ging einfach vorbei und grüßte mit einem „Hi zusammen“ und ging einfach weiter [wie damals eben, als wir in Jerusalem noch Nachbarn waren und uns jeden Tag sahen]. Dann allerdings blieb ich wie festgefroren stehen, drehte mich herum und schrie irgendwas in der Art von „Was zum Teufel macht IHR denn hier???“. Sie sagten, dass sie einfach mal vorbeikommen und einen Tag mit mir abhängen wollten. Es war der absolute Hammer! Kaum waren diese Freunde dann wiederum abgereist, besuchte mich Moloch. Was ich versuche zu sagen, ist wohl, dass vier Stunden mit dem Flieger von meiner Heimatstadt entfernt zu wohnen seine positiven Nebeneffekte hatte.

Ich erinnere mich noch genau an die ersten Semesterferien im Winter, als alle Studenten in ihre Heimatländer gereist sind. Ich blieb, denn ich hatte keine Pläne, nach Jerusalem zurück zu kehren. Als ich allerdings irgendwann an einem Nachmittag in dieser Ferienzeit durch die Straßen ging, bemerkte ich eine Anzeige, auf der ein Billigflug nach Israel angeboten wurde. Im selben Moment hatte ich bereits das Ticket gekauft, rannte in meine Wohnung, packte absichtlich ein paar dreckige Wäscheteile zusammen und flog mitten in der Nacht nach Jerusalem, wo ich um drei Uhr nachts an die Tür meine Mutter klopfte. Sie hatte natürlich keine Ahnung, dass ich kommen würde, also öffnete sie überrascht die Tür und fragte mich, was ich denn hier täte. Ich hielt ihr meine Wäsche entgegen und sagte trocken: „Ich bin hier, um die dreckige Wäsche abzugeben. Die muss gewaschen werden.“

Zurück zum Leben in Amsterdam. Bereits 1998 hatte ich täglichen Zugang zum Internet. Das war übrigens das erste Mal, dass ich unsere eigene Webseite sah, die ein Freund von uns bereits ein Jahr zuvor erstellt und online gestellt hatte. Ich hatte damals noch keinen blassen Dunst, dass das Internet die gesamte Musikwelt komplett auf den Kopf stellen würde. Außerdem hatte ich keine Ahnung, dass es einmal die künstliche Heimat vieler, digitaler Seelen sein würde. Auf der anderen Seite glaubte ich ebenfalls nicht daran, dass es das Instrument sein könnte, das mich per Cyber-Teleportation zu denjenigen bringen kann, die physisch nicht anwesend sind [diejenigen, die gemeint sind, werden es verstehen!].

Nach ein paar Monaten in den Niederlanden begann ich meine Suche nach einem Drummer. Ich hatte bereits mit ein paar Leuten gearbeitet, aber es lief irgendwie nicht so recht. Irgendwann saß ich also da und fühlte mich entmutigt, weil die Suche in den Niederlanden scheinbar aussichtslos war. Die meisten Leute, die ich ansprach, waren entweder einfach nicht ernst zu nehmen oder wollten nur simples Death-Metal-Zeug oder skandinavisch angehauchten Black Metal spielen. Ich kam zu dem Schluss, dass ich meinen Freund Proscriptor, den Drummer von ABSU, fragen sollte. Er war Drummer, also kannte er sicherlich einige seiner „Artgenossen“ in der Gegend. Ich schrieb ihm eine Mail und fragte einfach mal nach. Außerdem fragte ich, ob er nicht selbst sogar Lust hätte, für uns zu trommeln. Umgehend erhielt ich seine Antwort, dass er selbst sehr interessiert sei. Für uns war das Ganze natürlich eine positive Überraschung und wir waren total euphorisch, da wir alle die Musik von ABSU sehr mochten. Währenddessen zog es Moloch zurück nach Europa und er hatte sich in Frankreich niedergelassen. Er suchte sich den Norden des Landes aus und landete in Lille, weil man von dort aus sehr schnell in den Niederlanden sein konnte. Es waren nur drei Autostunden von ihm zu mir. Von da an „shuttleten“ wir beide nur noch zwischen Lille und Amsterdam.

Schließlich schickten wir Proscriptor unsere neue Promo-CD und er begann damit, die Songs zu lernen. Kurz zuvor hatten wir übrigens noch einen Deal mit einem mittlerweile toten Label aus Singapur ergattern können, das unser kommendes Album veröffentlichen wollte. Wir kamen überein und die Dinge schienen unter Dach und Fach. Ein paar Monate vor dem Aufnahmedatum für „Djinn“ melde das Label aber leider Bankrott an. Ich dachte in diesem Moment, dass die Welt untergehen würde, habe aber auf der anderen Seite eine gute Lektion gelernt! Wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie einst geplant waren, ist das nicht immer ein schlechtes Zeichen. Hierauf werde ich allerdings später zurückkommen. Wir entschieden, weiter zu machen und das Album auch ohne Label aufzunehmen. Wir waren uns sicher, dass dieses Album einen Deal bekommen würde, denn es war neu, frisch und echt. Wir haben ein riesiges Risiko auf uns genommen, denn ein Freund hat uns das komplette Geld für die teure Aufnahme geliehen, damit wir die Harrow Studios buchen konnten und Proscriptor musste eingeflogen werden. Außerdem hatten wir nur noch fünf Tage Zeit, die Songs zu proben, aber er hatte den Großteil der Songs von der Promo, die er von mir bekam, bereits drauf. Wir fügten schließlich noch drei weitere Songs hinzu. Dann gingen wir endlich ins Studio und starteten den langen Prozess der Aufnahme zu „Djinn“. Wir haben sogar das Fotoshooting im Studio gemacht und versuchten generell, so viel wie möglich im dort fertig zu stellen. Nach der Aufnahme sendeten wir das Album ins Nomad Studio nach Texas in den USA, um es mastern zu lassen. Anschließend war es meine Aufgabe, dieses Album bei einem Label unter zu bringen. Allerdings krempelten wir alle gemeinsam die Ärmel hoch und starteten die Labelsuche. Das Ergebnis: insgesamt erhielten wir fünf oder sechs Angebote zu Plattenverträgen. Wir entschieden uns letztendlich für Osmose und ich darf an dieser Stelle nicht vergessen, vor allem Proscriptor zu danken, denn auch er hat eine Menge dafür getan, mit diesem Album einen Plattendeal zu bekommen.

Ich führte ein Telefonat mit Herve, dem Besitzer und Geschäftsführer von Osmose, und er war sehr erfreut darüber, uns an Bord zu haben. Letztendlich getroffen haben wir uns dann auf einem Chuck Schuldiner Benefiz-Konzert in Lille. Die Leute sagten mir im Vorfeld, dass ich einfach nach einem Kerl Ausschau halten müsse, der wie Jesus aussieht. Lange Haare, Bart... bla, bla, bla... der ganze Scheiß eben [um ehrlich zu sein: dieses Gesamtbild von Jesus, wie man es überall sieht, ist eigentlich ziemlich falsch, denn Jesus war eher dunklerer Hautfarbe, von der Sonne zusätzlich gebräunt, da er aus mediterranem Gebiet stammt und seine Haare waren auch nicht blond und lang, sondern eher klein gelockt und schwarz... aber... wie dem auch sei... ihr wisst, was ich meine...]. Jedenfalls bemerkte ich diesen Kerl, der mit seinem französischen Akzent nach mir rief und so haben wir uns dann getroffen. Das Erste, was er mich fragte, war, ob ich das Geld für die Aufnahme erhalten habe. Ich sagte ihm, dass ich es erhalten und gleich demjenigen gezahlt habe, der es uns für die Aufnahmen geliehen hatte [und ich muss dazu sagen, dass dieser Freund bis dahin nicht ein einziges Mal nach einer Rückzahlung gefragt hatte!]. Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich in diesem Moment sowieso sehr froh. Wir hatten zum einen einen Plattendeal in der Tasche und zum andern das geliehene Geld restlos zurückzahlen können. Der Rest dieser Nacht in Lille ist ziemlich verschwommen, denn wir waren alle besoffen. Ein paar der Osmose-Bands, ein paar andere französische Labels und ein paar Journalisten waren dort und es war ein wilder, saufender Haufen. Herve streckte sogar einem anderen Labelmanager den Mittelfinger entgegen und brüllte: „Haha, sie haben zuerst bei MIR unterschrieben!!“

"Djinn" war schließlich auf dem Weg zur Veröffentlichung...

20.01.10 23:26 Uhr
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