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Thrash Metal
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"Mir nach, ich folge euch!"
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Ein Jahr! So lange schreibe ich diese Serie von Artikeln bereits. Momentan befinde ich mich in sehr intensiven, chaotischen Zeiten. Ich kümmere mich um eine Menge Songwriting, Texte, Arrangements, Schlagzeug-Beats, die Administration in der Band, Proben und will ein eigenes Geschäft auf die Beine stellen… In der Zwischenzeit pendle ich zwischen Amsterdam und Istanbul hin und her, wo meine Freundin lebt. Ansonsten versuche ich essen zu gehen oder interessante Filme zu schauen, um auszuspannen.

Moloch ist wieder nach Virgina geflogen, wird aber schon bald wieder für weitere Proben nach Amsterdam kommen. Letzten Monat hatte ich ja berichtet, dass wir in Rotterdam spielen würden, was wir auch getan haben. Die Show war sehr intensiv und die Reaktionen auf den neuen, noch unbetitelten Song waren wirklich gut. Ein Video dieser Performance gibt es auf YouTube zu sehen.

Übrigens bin gerade auf der Suche nach einer Firma, die für Moloch und mich zwei 12-saitige Flying V-Gitarren herstellen soll. Wir möchten mit diesen Gitarren auf Tour gehen. Wir haben bereits mit verschiedenen großen und auch kleinen Firmen darüber gesprochen. Zum Glück haben wir beide eine 12-saitige Gitarren, die auf dem kommenden Album zum Einsatz kommen werden. Wenn Ihr also einen Hersteller kennt, meldet Euch! Was das neue Album angeht, so werden wir schon bald die Aufnahmedaten bekannt geben. Ich bin gerade mit einem Studio in Verhandlung.

Letzten Monat habe ich über das „Djinn“-Album gesprochen. Die Scheibe wurde veröffentlicht und ich ging nach Paris und traf verschiedene Journalisten. Dann absolvierte ich drei oder vier Tage voller Telefoninterviews, was extrem anstrengend war, aber das war es wert.

Die Reaktionen und Reviews zu „Djinn“ waren sehr gut, mit Ausnahme eines Magazins aus den Niederlanden, das unseren Song „Genies, Sorcerers And Mesopotamian Nights“ mit dem Gesangsstil von IRON MAIDEN verglich und bei einigen Songs Parallelen zu IMPALED NAZARENE herstellte. Es ist schon zehn Jahre her, aber ich bin immer noch verdutzt. Wenn man etwas nicht mag, kein Problem, aber uns mit MAIDEN und IMPALED NAZARENE zu vergleichen… Menschen… eeeeehhh?! [ja, ich schreibe meinen Seufzer aus!]

Wie auch immer, die Reaktionen waren gut und von Seiten der Medien es gab plötzlich ein riesiges Interesse an der Band, was wir sehr zu schätzen wussten. Wir waren auf dem Cover des griechischen Metal Invaders Magazins und hatten tonnenweise gute Interviews in Heften und Radios. Wir sagten, „Djinn“ sei ein Mesopotamian Metal-Album, um es von anderen Genres abzuheben. Kürzlich haben sich viele Leute dazu hinreißen lassen, uns als Oriental Metal zu bezeichnen. Ein Begriff, mit dem ich mich ziemlich unwohl fühle. Was ist Oriental Metal? Der Begriff ist einfach falsch. Der Orient ist ein Wort, das während der Kolonialzeit sehr oft in der englischen Sprache benutzt wurde, um die östliches Hemisphäre der Erde zu beschreiben. Das beinhaltete den nahen Osten, den mittleren Osten, Indien, Persien und sgoar das fernöstliche China, Vietnam, Thailand [wie in diesem einen Song „Bangkok, oriental city…“], Japan, etc. … So gesehen ist dieser Begriff also wirklich falsch. Das wäre, wie wenn man jede Metal-Band aus Europa und Nordamerika als Occidental Metal, abendländischen Metal bezeichnen würde. Middle Eastern Metal, Near Eastern Metal, Mediterranean Metal – all das sind schon eher Begriffe, mit denen man Metal mit mittelöstlichen Melodien beschreiben könnte, auch wenn es eher eine vage Bezeichnung ist, da es immer andere Ansätze und verschiedene Metal-Stile gibt, die derlei Skalen einbauen – sei es Doom Metal, Black Metal, Prop, etc. … Ich weiß, so was ist nicht wirklich wichtig und manchmal auch einfach nur dämlich, aber ich wollte es um der Richtigkeit Willen festhalten. Ich weiß zu Beispiel, dass im Deutschen Orient lediglich den mittleren Osten beschreibt, aber im australischen, kanadischen und britischen Englisch wiederum nicht. Auf Wikipedia gibt es eine interessante Beschreibung des Wortes – checkt es mal ab! Es ist verständlich, warum die Leute alle Bands, die so etwas machen, in einen Topf werfen – es gibt nicht so viele davon und es ist ein noch recht neues „Phänomen“ – abgesehen von den paar Truppen, die diesen Stil schon seit zehn oder noch mehr Jahren spielen.

Egal, lasst uns wieder auf unser damals aktuelles Album „Djinn“ zurückkommen. Eine Weile nach der Veröffentlichung haben wir einen Clip zu bereits erwähntem Song gedreht. Maurice von Lowlife Media [er ist ebenfalls der Sänger von LEGION OF THE DAMNED] hat sich um den Schnitt gekümmert und mit limitierten Möglichkeiten, die wir hatten habe ich Regie geführt. Obwohl kaum ein Budget vorhanden war, haben wir es geschafft, einen guten Clip zu machen, der seinen Zweck erfüllte. Wir mussten kreativ sein und zusammenarbeiten, um das Video so gut und glaubwürdig wie möglich zu machen. Ich hatte einen Bekannte, der viele Raubvögel wie Adler, Falken, Habichte, Geier, Eulen und dergleichen besaß. Ich denke, so 20 – 30. Er lebte in Belgien und gelegentlich gingen wir zusammen auf die Ardennen und ließen die Vögel fliegen. Wirklich umwerfende Lebewesen. Der Adler flog von seinem Arm aus los und verschwand einige Kilometer weiter in den Bergen. Ich zog dann den Schutzhandschuh an und legte ein Stück rohes Fleisch in meine Hand – seine Belohnung. Dann gab ich das Signal zur Rückkehr, indem ich auf den Schutzhandschuh klopfte. Ich konnte den Adler wegen der Entfernung und der Bäume nicht sehen, aber ich wusste, in welche Richtung er geflogen war. Dann sah ich einen schemenhaften schwarzen Punkt, der langsam Form annahm und zu dem Adler wurde. Auf einmal war er schon direkt über meinem Kopf. Er schoss quasi direkt aus der Sonne hervor und plötzlich hörte ich seine Schwingen direkt über mir. Dann landete er sanft auf meinem Arm und genoss sein Fleisch.
Nun, mein Bekannter brachte einige dieser großartigen Kreaturen mit nach Holland für den Videodreh. Er tat dies trotz des Vogeltransportverbots, da die Angst vor der Vogelgrippe grasierte. Das war echt cool von ihm. Es gab eine Szene, in der ich einen Geier auf dem einen und einen Adler auf dem anderen Arm hatte. Doch bevor die Szene anfing, hatte ich zwei Leute, die mir wegen des Gewichts der Vögel die Arme hielten. Man kann im Clip sehen, dass meine Arme langsam aber sicher immer tiefer und tiefer sinken, hehe. Ich trug keine Schutzhandschuhe, hatte aber Spikes an. Meine Hände waren aber ungeschützt und so verpassten mir die Krallen einige Schnitte – allerdings nichts ernsthaftes. Das Video wurde dann auch in einigen Ländern im Fernsehen gespielt, es war die Mühe also wert.

Als der Name der Band größer wurde, kontaktierte ein Anwalt aus Antwerpen unser Label, da er die Texte des Albums gerne „inspizieren“ wollte, da sich einige besorgte Leute um uns scherten. Nun, das Label schickte im eine CD sowie eine Rechnung dafür und das war das Letzte, was wir von ihm hörten. Ich bin immer noch neugierig, was er zu finden hoffte, um eine Hexenjagd loszutreten.

Damals habe ich auch meinen BA abgeschlossen und einen Job im Management von EMI Music in Holland angenommen. Zu EMI gehörten auch Labels wie Virgin, Capitol, Blue Note etc. … Das war ein echtes Abenteuer. Ich habe eine Menge toller Leute kennengelernt, aber auch einige riesige Penner. Komische Zeiten. Ich konnte so ziemlich jedes Album von ihnen bekommen und so erneuerte ich meine MEGADETH-, MAIDEN- oder BLACK SABBATH-Sammlung. Zur Arbeit zu gehen, war nicht wirklich zur Arbeit gehen. Ich hatte einen Riesenspaß – die Kehrseite war allerdings, dass ich kaum zu Hause war – dafür war ich aber auch ständig in irgendwelchen luxuriösen 5-Sterne-Hotels, mit Limos und Helikoptern unterwegs etc. … Trotzdem traf ich auch viele Vollidioten, aber auch sehr inspirierende und hilfreiche Leute. Ihr wärd schockiert, wenn ich Euch sage, mit was für Megapopstars ich damals zum Essen ausging. Nicht, dass mich das wirklich gereizt hätte, aber ich war schon beeindruckt, wie zum Beispiel Kylie Minogue oder Tom Jones auf dem Teppich geblieben sind – im Vergleich zu irgendwelchen selbsternannten Halbgöttern aus dem Metal-Underground. Ich glaube, es hat etwas mit innerer Unsicherheit zu tun.

Ich kam also nicht selten zur Arbeit und fand dann beispielsweise das neue SLAYER-Album auf meinem Schreibtisch, wenn ein Kollege mal wieder ein Meeting bei einer anderen Firma gehabt hatte und sie für mich mitgebracht hatte. Ich habe eine Menge darüber gelernt, wie professionell und diszipliniert die Musikindustrie sein kann. Ich habe auch mitbekommen, wie einige Manager bezeichnende Entscheidungen zu Gunsten schlechter Popmusik machten, die massig verkaufen sollte und sich gegen nachhaltig glaubhafte und qualitativ hochwertige Musik aussprachen.

Ich habe gerade „The Return“ von BATHORY aufgelegt, um mich aus meiner Trance zu holen, in die ich beim Hören von Sufi-Musik und solchem Zeug gefallen bin. Verdammt, ich steh auf dieses Album. Es ist wie Orangesaft nach dem Zähneputzen, es ist wir schwarze Bitterschokolade, wie starker Kaffee ohne Milch und Zucker, es ist wie eine eiskalte Dusche, wie ein Schluck Absinth oder Whiskey, es ist wie der Geruch von Blut und der Geschmack von rostigem Metall. Es ist Roh und rasiermesserscharf, aber auch verdammt gut und böse klingend. Ich steh drauf!

So, jetzt verschwinde ich und werde irgendwas opfern! Aaarrrghhhh!

22.02.10 20:55 Uhr
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