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CD Review: Evanescence - Synthesis

Evanescence
Synthesis


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"Alte Songs in neuen Kleidern?"
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Thrash Metal
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Heavy Metal
5.5 von 7 Punkten
"Mit beiden Beinen im Hier und Jetzt"
CD Review: Night Legion - Night Legion

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"Solide Handwerkskunst"
CD Review: Amenra - Mass VI

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Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

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Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

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Melodic Death Metal
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"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

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Hard Rock, Melodic Metal
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"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

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Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
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Heavy Metal, Thrash Metal
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"Voll auf den Punkt"
CD Review: Marty Friedman - Wall Of Sound

Marty Friedman
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Heavy Metal, Instrumental
5.5 von 7 Punkten
"Saitenhexerei auf die angenehme Art"
CD Review: The Black Dahlia Murder - Nightbringers

The Black Dahlia Murder
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Death Metal, Melodic Death Metal
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"Detroit liegt jetzt in Schweden"
CD Review: Pänzer - Fatal Command

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Heavy Metal
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"Angriff an allen Fronten"
CD Review: Satyricon - Deep Calleth Upon Deep

Satyricon
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Black 'n Roll, Black Metal, Progressive
5.5 von 7 Punkten
"Kunden, die "Satyricon" mochten, interessierten sich auch für..."
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Nach langer Stille bin ich nun wieder hier. Was soll ich sagen? Beinahe naiv dachte ich eigentlich, ich könnte auch während der Tour etwas schreiben... da lag ich wohl falsch. Ich war während des Großteils der Europatour nämlich saukrank. Der Tagesablauf sah in etwa so aus: vom Bett auf die Bühne, von der Bühne wieder ins Bett. Tag ein, Tag aus...

Im Anschluss an die Tour hatte ich ein paar freie Tage und nutzte die Zeit, mich im Krankenhaus einmal komplett durchchecken zu lassen, bekam einige entsprechende Medikamente und es wurde nach und nach besser. Nordamerika stand als nächstes auf dem Plan. Die Europatour spielten wir im ersten Teil mit NILE, DEW-SCENTED, ZONARIA und DARKRISE und den zweiten Teil mit NILE, BIBLEBLACK, PRESSURE POINTS und GOAT THE HEAD. Es war exzellent, abgesehen von wenigen Schwierigkeiten und wirklich harschen Wetterverhältnissen. Immerhin haben wir es endlich geschafft, Großbritannien und Irland zu bespielen – die Rückmeldungen waren phänomenal!
In Nordamerika tourten wir mit ROTTING CHRIST, HATE, ABIGAIL WILLIAMS und LECHEROUS NOCTURNE [oder NOCTURNE LECHEROUR, wie sie in Arizona angekündigt wurden]. Ich liebe es, in Nordamerika zu spielen, weil jeder Ort verschieden ist. Vor allem, wenn es um das Wetter geht. Von mit Schnee bedeckten Bergen über Wüsten bis hin zu sonnigen Sandstränden haben wir alles gesehen. Amerikanische Tourbusse sind extrem komfortabel, was sich als praktische Alternative zu nicht vorhandenen Backstage-Räumen in mancher Location entpuppte. Leider sind sie auch sehr teuer. Durch die USA zu touren ist im Vergleich zu Europa schon sehr anders. Ich meine damit allerdings weniger das Publikum, sondern mehr die Infrastruktur und das Wirtschaftliche. In Europa müssen wir, nachdem man uns gefragt hat, ob wir auf Tour gehen wollen, einfach nur am vereinbarten Abholplatz sein und los geht’s. Die Backline ist bereit, Personal, Bus, Catering und Gebühren... alles da. In den USA wird den Bands einfach ein bestimmter Etat zur Verfügung gestellt, mit dem sie dann als Dinge – Transport, Crew [oder die Arbeit mit den anderen Bands aufteilen], eigene Backline - selbst regeln müssen. Wir hatten sehr viel Glück, denn unser Labelmanager, Gerardo von Nuclear Blast, hat Kontakte und entsprechend Backline, Bus und Promotion durchorganisiert. EVH versorgte uns dann mit Verstärkern, was Pearl über eine Firma für Backlines in New York erledigte. Aber wie dem auch sei, … die Tour war total verrückt. Wir hatten so viele skurrile Begegnungen, wie z.B. mit christlich-fanatischen Demonstranten, die nichts als Hass in ihren Augen hatten [und bezeichnenderweise Plakate mit der Aufschrift, dass Sportfanatiker, Klatschtanten, Suppenküchenköche und viele andere zur Hölle fahren werden] oder Gangster, Vollproleten und Hippies. Ich fand es allerdings großartig, einige meiner Freunde aus der Kindheit in Kanada und Kalifornien wiedersehen zu können. Wir trafen uns und hingen einfach miteinander rum. Apropos Kalifornien: in Hollywood zu spielen, hatte für mich eine ganz besondere Bedeutung. Ich kannte die Gegend noch aus der Zeit, Ende der 80er, als ich von dort weg ging. Es fühlte sich gut an, für einen Gig noch einmal diese Stadt zu besuchen und die Reaktion des Publikums im Key Club war genial. Wir zu erwarten war, genossen wir noch eine Aftershowparty im Rainbow. Während dieser Zeit folgte uns mein bester Kumpel und übrigens MELECHESHs erster Drummer durch Kalifornien, so dass die Zeit dort der absolute Hammer war. Vor allem, weil die ganzen Freunde aus meiner Jugend uns niemals live gesehen hatten. Mit vier Gigs hintereinander konnten wir diese Serie dann beenden. Die Tour endete in North Carolina, doch ich flog noch einmal zurück, um ein wenig Freizeit mit meinen Freunden in Kalifornien zu verbringen. Ich habe sogar George Lucas' ILM [Industrial Light and Magic] besuchen können, wo unser erster Drummer arbeitet. So konnte ich einige Requisiten und Kostüme anschauen, was mit ein großes Vergnügen war. Neben dem echten Darth Vader Kostüm aus den alten Filmen konnte ich auch einen Blick auf R2D2 und viele andere Charaktere bzw. deren Kostüme werfen. Definitiv ein cooler Ort zum Arbeiten. Dennoch bevorzuge ich meinen „Job“.



Wo wir gerade bei Filmen sind. Einige Dinge geschahen während der Tour. Zunächst einmal wurde unser Videoclip zu „Grand Gathas Of Baal Sin“ während wir unterwegs waren und ich war sehr glücklich bzgl. des Ergebnisses. Nach der Show in Toronto, Kanada, nahm uns der Regisseur, der von dort kam, mit in sein Studio, besorgte uns ein paar Cocktails und zeigte uns den Clip zum ersten Mal auf seiner Riesenleinwand. Wir waren wirklich froh über dieses – zu der Zeit noch vorläufige – Ergebnis. Nach einigen kleinen Veränderungen wurde es dann veröffentlicht und das Feedback war grandios. Ein Video zu drehen kann entweder ein Hit oder die totale Misere sein, was meist davon abhängt, dass Budget eine große Rolle spielt. Unseres ging für die Miete des Objekts beim Tourismusministerium der Türkei, Flüge usw. drauf. Einige Bands haben deswegen kaum eine andere Wahl, als günstiger vor einem Greenscreen zu filmen und das Ganze dann nachträglich zu digitalisieren. Das Budget kann aber manchmal noch so hoch sein, am Ende zählt, was dabei raus kommt und oft genug ist es weniger als glaubhaft und hat einen gewissen Comic-Charakter. Wir haben unser Bestes gegeben, um solche Dinge direkt ausschließen zu können und ich bin stolz auf das Resultat.
Das zweite Ding, was uns bzgl. Film passiert ist war ebenfalls in Kanada. Dort ist momentan eine neue TV-Show in Produktion. Sie soll heißen „The Cool Guy Flies“ [Anm. d. Red.: der Coolste fliegt]. Die Show bietet einen ausgiebigen Einblick in Menschen mit einem ungewöhnlichen Lebensstil. In einer Folge ging es um einen Snowboarder, in einer weiteren um einen gewitzten Unternehmer. Nun ja... ich fühlte mich also geehrt, als Darsteller in einer der Folgen auftauchen zu dürfen. Ein Filmteam folgte mir also durch Montreal und Toronto, interviewte die Band und natürlich mich, nahm Teile der Shows auf, den Tourbus und all diesen „Hinter den Kulissen“-Krempel. Es wird in Kürze national in Kanada und China [!] ausgestrahlt! Eventuell auch in den USA. Ich denke, dass dies ein wenig mein plötzliches Herausschneiden aus der Kinofassung von Global Metal ersetzen könnte, von dem ich heute glaube, dass es ein befangener, politisch polarisierter und missinformierender Film geworden ist, dessen Idee ich allerdings nach wie vor gut finde. Aber sei's drum, die Saga geht weiter...

Viele Haben mich in den letzten Wochen danach gefragt, warum wir unseren ehemaligen Bassisten nun haben gehen lassen. Er ist ein guter Typ, er war nun gut ein Jahr offiziell bei uns in der Band und hat bereits im Vorfeld einige Session-Gigs mit uns gespielt. Das Negative übertraf jedoch leider die positiven Dinge und es gab einige, nicht wenige wirklich ernste, Vorkommnisse. Vielleicht werde ich eines Tages mehr auf dieses Thema eingehen. Zumindest jetzt fühle ich mich einfach nicht danach. Alles, was ich zur Zeit dazu sagen will ist, dass wir diese Entscheidung getroffen haben, um nicht Gigs absagen zu müssen aus Gründen, die man auf diese Weise hat umgehen können. Viele der daraufhin erschienenen Probanden hatten wirklich einen teilweise weitreichenden musikalischen Hintergrund und einige wirklich namhafte Bands in ihrem Lebenslauf. Für unsere ganz persönliche Suche nach dem Richtigen bedeutet das allerdings gar nichts. Wir hoffen, dass wir bald den richtigen Kandidaten gefunden haben werden, aber wir halten uns erst einmal zurück, was die Bekanntgabe des Namens angeht.

Übrigens: ich werde in ein paar Tagen für einige Wochen nach Jerusalem fliegen, da ich ein wenig Freizeit habe. Ich werde zum ersten Mal nach zwei Jahren wieder dort sein. In mir rühren sich gemischte Gefühle, aber auf Familie und Freunde freue ich mich sehr. Moloch wird mich begleiten, also werden wir wohl einige Songwriting-Sessions erleben. Vielleicht im Garten meiner Familie. Schönes Wetter, kühle Drinks und gute Musik... was will man mehr?

Photo by ExtremMetal.se / Soile Siirtola

27.05.11 00:01 Uhr
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