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CD Review: My Sleeping Karma - Moksha

My Sleeping Karma
Moksha


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"Der eigene Kosmos"
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Metalcore
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"Fast ein halbes Jahrzehnt..."
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Punkrock
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Avantgarde, Black Metal, Experimental
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"Spannend, aber furchtbar unzugänglich"
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Bitte entschuldigt die lange Wartezeit seit meiner letzten Kolumne, aber – wie ihr sicherlich alle wisst – der Dezember ist ein verdammt stressiger Monat. Um einem Herzinfarkt zu entgehen, habe ich mich dazu entschlossen, die Kolumne ein wenig warten zu lassen.

Manche Dinge auf dieser Welt drehen sich viel zu schnell. Wir hatten gerade erst unseren Weg in ein neues LineUp ausgefochten, da teilt uns unser Drummer mit, dass er die Band verlassen wird. Trotz der Tatsache, dass wir eine großartige Headbanger's-Ball-Tour durch Dänemark spielen und anschließend noch einige Einzelgigs anhängen konnten, änderte er seine Meinung nicht. Aber wie dem auch sei... glücklicherweise konnten wir schnell einen mehr als adäquaten Ersatz finden – Mike Park, der bis heute bei unseren guten, dänischen Kollegen von MERCENARY spielt. Aber wieder einmal bedeutet es eine Menge Stress, Leute in der Band auszutauschen. Auch, wenn es am Ende doch wieder alles gut wird. Ich befürchte, dass wir schon bald den Preis für die meisten Besetzungswechsel einheimsen könnten. Naja, was dich nicht tötet, macht dich nur stärker! Das ist zumindest das, was wir momentan fühlen!
Mike hatte bereits im November seine Feuertaufe und während ich dies hier schreibe, sind wir dabei, mit ihm in Dänemark zu spielen.

Es gab allerdings noch genug weitere Gründe für den ganzen Stress der vergangenen Wochen. Endlich werden wir die USA bereisen, um THE BLACK DAHLIA MURDER auf ihrer Tour zu unterstützen. Mann, das ist mehr als geil und wir freuen uns so sehr darauf, dass man es mit Worten kaum auszudrücken weiß. Dies bedeutet natürlich wieder einiges an Vorbereitungen – eine ganze Menge mehr als für eine Tour durch Europa. An erster Stelle steht natürlich die finanzielle Hürde, um erst einmal dort hin zu kommen, also benötigen wir Geld. Wir werden einige Shows hier in Dänemark und drüben in Norwegen spielen und die ganze Kohle wird eisern für die USA-Tour gespart. Diese Einnahmen und ein paar Spenden werden es uns schlussendlich ermöglichen, in die USA zu fliegen. Bisher sieht es rosig aus – und vielleicht schaffen wir es sogar, noch ein wenig Kohle zu behalten, haha! Das ist weiß Gott nicht der Normalfall für eine erste USA-Tour!
Aber eine Sache hält uns am allermeisten in Atem: dieser ganze Visum-Anmelde-Stress. All diese Dokumente, die du beibringen und abheften musst, all die Formulare, die auszufüllen sind, all die Rechnungen, die du bezahlen musst und last but not least dieses finale Interview, dessen Auswertung darüber entscheidet, ob du ein Visum für die USA bekommst oder nicht. Bis hier hin haben wir es geschafft und wir haben mittlerweile ein Treffen vor Ort ausgemacht, also sollten wir schleunigst die Genehmigung erhalten. Wünscht uns Glück und wir werden uns früher oder später in den Staaten über den Weg laufen!!



Ich sollte allerdings anmerken, dass die letzten Wochen und Monate auch sehr viel mehr als nur Stress bereit hielten. Weihnachten bei der Familie, freie Wochenenden mit der Familie und einige sehr coole Proben mit der Band. Für die Band war das Beste der vergangenen Wochen wohl der dänische Metal-Award, der am 16. Januar in Kopenhagen stattfand – natürlich mit uns! Der Tag begann mit einer Probe. Plötzlich... überall Bier... und bevor wir uns versahen, aßen wir Hummer und lümmelten im Apartment unseres Managers herum. Wir stellten sicher, dass wir eine Flasche Likör auf dem Weg mit ins Taxi nahmen, was gar nicht nötig war, denn – nennt es eine Gabe Gottes – für alle Nominierten gab es dort Freibier! Wir waren vor Ort also... lass mich sagen ”ganz schön froh darüber”... wie die Dinge dort liefen. Wir – bzw. eigentlich unsere Video-Crew – gewannen den Preis für das beste Video und mit diesem Preis in der Tasche folgte erst einmal eine Flasche Whisky. Weil wir eine sehr liebe Video-Crew haben, durften wir auch ein- bis fünfmal nippen, so dass wir plötzlich nicht mehr nur ganz schön froh, sondern sehr, sehr, SEHR froh darüber waren, wie die Dinge liefen [und jetzt muss ich dazu wohl sagen, dass ich mich wirklich nicht mehr erinnern kann. Ich habe mir die Geschehnisse des Abends anhand der Fotos des Folgetages zusammen gebastelt, und die beweisen eindeutig, dass ich irgendwo mit einer Flasche Fusel herumstand!!!]. Die Nacht schritt voran und plötzlich war es Zeit für den Hauptpreis, den Award für das Album des Jahres 2009! Und... wir haben gewonnen... wir haben das Scheißteil verdammt noch mal gewonnen! Um ehrlich zu sein, waren wir verdammt stolz darauf, dass wir es trotz all des Stresses und den Besetzungswechseln dennoch geschafft hatten, ein Killer-Album auf die Beine zu stellen! Jedenfalls endete die unbändige Freude in Kombination mit unserer unglaublichen Trunkenheit sehr böse, haha. Keiner von uns erinnert sich mehr an den Moment, in dem man uns diesen Award überreichte, geschweige denn daran, was wir überhaupt dazu zu sagen hatten. Wir alle puzzelten am Folgetag, anhand der eben erwähnten Bilder, erst alles wieder zusammen. Unser Bassist hat übrigens gerade einmal eine halbe Stunde dafür gebraucht, den Award irgendwo zu verlieren [erwähnte ich, dass man für JEDEN Award eine Flasche Whisky bekam???]. Ich erinnere mich nur noch daran, dass er mich irgendwann in der Nacht mal fragte, ob ich unseren Award gesehen hätte. Am nächsten Tag, nachdem die Erinnerungen wieder hergestellt waren, erzählte er uns davon, wie er morgens mit dem Award im Arm und einer Rechnung über ein zerstörtes Fenster in der Hosentasche wach wurde. Er wusste NICHTS mehr. Alles in Allem also ein perfekter Abend: Wir haben gewonnen... und waren immens besoffen! Wenn es mehr dieser Nächte gäbe, wären wir wohl die glücklichste Band der Welt, aber ich glaube, das sind wir sowieso...

Passt auf euch auf, Leute! Wir lesen uns nächsten Monat!

Cheers
Pepe

03.02.10 23:07 Uhr
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