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CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
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"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

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Melodic Death Metal
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"Del Vecchios neue Platte"
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Sleaze Rock
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"Rückkehr des Ballermanns"
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"Voll auf den Punkt"
CD Review: Marty Friedman - Wall Of Sound

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Heavy Metal, Instrumental
5.5 von 7 Punkten
"Saitenhexerei auf die angenehme Art"
CD Review: The Black Dahlia Murder - Nightbringers

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5.5 von 7 Punkten
"Detroit liegt jetzt in Schweden"
CD Review: Pänzer - Fatal Command

Pänzer
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Heavy Metal
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"Angriff an allen Fronten"
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Satyricon
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Black 'n Roll, Black Metal, Progressive
5.5 von 7 Punkten
"Kunden, die "Satyricon" mochten, interessierten sich auch für..."
CD Review: Air Raid - Across The Line

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Heavy Metal
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"Yngwies Erben"
CD Review: Jag Panzer - The Deviant Chord

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US-Metal
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"Große Gefühle, harter Stahl"
CD Review: Cradle Of Filth - Cryptoriana - The Seductiveness Of Decay

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Black Metal, Melodic Black Metal
5.5 von 7 Punkten
"Die dunkelste Versuchung"
CD Review: Lonewolf - Raised On Metal

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True Metal
5.5 von 7 Punkten
"Stimmt."
CD Review: Josh Todd & The Conflict - Year Of The Tiger

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Rock
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"Tigerblut!"
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"Black Metal von 1870"
CD Review: Hexx - Wrath Of The Reaper

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US-Metal
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"Erfolgreich zurück"
CD Review: Demons Dream - Nuclear Attack [EP]

Demons Dream
Nuclear Attack [EP]


Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Starker Auftritt"
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Die US-Tour stellte sich als genauso fantastisch heraus, wie wir es im Vorfeld bereits zu hoffen wagten. Die Bands, die Crew und die Fans waren bombig – und nach sieben Jahren Warterei, bis wir hier endlich spielen konnten, waren wir zutiefst beeindruckt, dass es endlich passierte.

Die Westküste war gut zu uns, die Fans in Mexiko stürmten regelrecht die Halle, Mixen traf sich mit einem alten Freund und Bandmitglied – was damit endete, dass Mixen auf den Füßen einer Stripperin einschlief – und wir trafen alte Freunde aus Kanada wieder, die wir bereits in Seattle getroffen hatten.
Nachdem wir während der ersten Woche eher wie eine Art Geheim-Joker auftraten, kannte man uns im Verlauf der Tour dann doch recht gut. Wir konnten leider nicht verhindern, dass Mixen und ich ziemlich krank wurden – den ganzen Tag haben wir geschissen und gekotzt wie die Weltmeister und es dauerte ein paar Gigabende an. In Boise konnte Mixen schließlich nicht einmal mehr gerade stehen oder seine Augen öffnen [und es hatte NICHTS mit Alkohol zu tun!] und das gleiche Schicksal erwartete mich dann in Denver. Wir sind allerdings mittlerweile über den Berg.
Im Endeffekt waren alle Hallen – oder so gut wie alle – ausverkauft und nicht einmal diese schwere Erkrankung konnte uns aufhalten. Wir hatten ja schließlich zu rocken!!
Wir spielten sowohl in Kansas, als auch in Minnesota ein paar Hammershows, bevor es schlussendlich nach New York ging.

Nach diversen zeitlichen Verabredungen trafen wir bereits früh morgens in New York ein, also blieb uns noch Zeit genug, uns die Stadt vor unserem Gig abends anzuschauen. Ein paar Stunden Schlaf vor unserer Sightseeing-Tour ließen wir uns dennoch nicht nehmen. Um 9:00 Uhr ging es dann allerdings in die Stadt.
Das Wetter an diesem Tag war das Beste während der gesamten Tour: 23°C und Sonne, Sonne, Sonne! Der Blick über die Stadt war dementsprechend fantastisch. Wir schafften es, die meisten Ecken Manhattans zu sehen, da dort auch der Veranstaltungsort gelegen war, bevor wir am späten Nachmittag zu Selbigem fuhren. Als wir ankamen, gab es keine BLACK DAHLIA MURDERs weit und breit und wie sich herausstellte, war ihr Wohnmobil defekt und sie waren liegengeblieben. Das Resultat war, dass sie sehr, sehr spät eintrafen. Leider hatte das auch zur Folge, dass wir tierisch früh auf der Bühne sein mussten, nur sieben Minuten, nachdem die Türen des Clubs geöffnet wurden. Wir hatten also verständlicherweise Schiss, dass die Show komplett für'n Arsch sein würde. Aber... Alter Schwede... kann man noch mehr daneben liegen?! Die Leute sind so was von ausgerastet und haben den größten Pit der gesamten Tour gestartet. Jawoll, Sir, wir lieben New York! Und wie immer beendeten wir den Tag in einem nahe gelegenen China-Restaurant.

Nach diesem krassen Tag in New York City machten wir uns auf den unruhigen Weg nach Boston. Verarscht durch unsere eigene Naivität, dachten wir, es würde vielleicht ein gesundes Frühstück bei einem der zahlreichen Truckstops auf der Strecke geben, aber – selbstverständlich – das war natürlich Blödsinn. Ich wollte einfach ein paar Frühstücksflocken mit Milch und fragte daher an der Theke nach einfachen Cornflakes. Sie hatten keine. Dann fragte ich nach etwas ohne Zucker [denn ich hasse Zucker in Kram wie z.B. Cornflakes etc.]. Was zeigt mir dieses hyperintelligente Mädel hinter der Theke voller Stolz? Kellog's Frosties! Wie zur Hölle kommt man eigentlich auf die Idee, dass in verdammten Kellog's Frosties kein Zucker enthalten ist??? Na ja, immerhin bekam ich, statt eines ausgewogenen, gesunden Frühstücks, wenigstens den Lacher des Tages, der noch stundenlang anhielt.

Als wir für unsere Nachmittagsshow in Boston ankamen, hatten wir eh noch Zeit genug, also beschloss ich, endlich ein gescheites Frühstück zu mir zu nehmen, was das Erlebnis auf dem Highway dann sowieso schnell wett machte.
Es ist irgendwie lustig, wenn man um drei Uhr nachmittags auf die Bühne geht, um seinen Scheiß zu spielen, aber der Typ, der mir nach der Show erzählte, er habe acht lange Jahre darauf gewartet, uns endlich live zu sehen, war es schon allein wert. Der frühe Gig brachte den Vorteil, dass wir im Anschluss daran recht früh im Motel ankamen, woraufhin wir ein indisches Restaurant aufsuchten [nix Lieferdienst! Restaurant!]. Auf dem Rückweg zum Motel habe ich dann noch eine Riesenbox voller Donuts gekauft [Dexter Style!], aber ich schlief ein, noch bevor ich auch nur einen Einzigen davon essen konnte! Das war aber egal, denn nachdem ich während der Tour alle vier Staffeln der Serie „Dexter“ gesehen hatte, war das eine Sache, die ich einfach tun MUSSTE... und das war's wert, haha!


Was machst du, wenn dein Tourmanager plötzlich weg ist? Die Antwort: Du hast keine verdammte Ahnung! Jeder war verwirrt. Wann ist Einlass? Wann müssen wir auf die Bühne? All diese Fragen wurden gestellt und niemand wusste eine Antwort. Des Rätsels Lösung war schließlich, dass unser Tourmanager kurz nach Einlass plötzlich wieder auftauchte, denn er war den gesamten Tag durchs halbe Land gereist, um das reparierte Wohnmobil von BLACK DAHLIA MURDER wieder zu beschaffen. Den gesamten Tag über wusste niemand von uns nichts und es war ein Gefühl, als seien wir ein Haufen hilfloser Kinder, hehe. Da sieht man mal, was es ausmacht, wenn ein guter Tourmanager plötzlich futsch ist! Die Show lief dann gut – wie immer eigentlich – und der Abend endete mit einem Tischtennis-Tournier in einem Pizzaladen innerhalb der Veranstaltungshalle. Am Ende gab es Jakob gegen den Besitzer der Pizzeria und ich glaube, der Pizzamann hat ihn 8:1 in Sätzen abgezogen. Ansonsten lief es so chaotisch, wie es schon so oft lief: Mixen und Mike entschieden, noch zu bleiben und wir anderen fuhren gleich ins Motel. Das Ganze endete an diesem Abend damit, dass Mixen und Mike irgendwann ein polizeiliches Taxi spendiert bekamen, haha! Glückliche, glückliche Zeiten! OK, relativieren wir das Ganze zu ihrer Verteidigung: es war nicht ihre Schuld!

Pittsburgh stand als Nächstes auf dem Plan – und dort sollten wir in einer alten Kirche spielen. Nicht so gut für eine zu mindestens 110% satanische Band, wie wir es sind, aber – heilige Scheiße – was eine geile Location! Die Show dort war der Hammer. Traurigerweise musste an diesem Abend Hannes [Schlagzeuger von OBSCURA] ins Krankenhaus eingeliefert werden, da er sich mit kochendem Wasser verbrüht hatte. So verpasste er leider die letzte Show in Detroit. Bis auf diesen Vorfall war der Abend in Pittsburgh allerdings super und ich lernte sogar noch David Gehlke [CROWN THE LOST] kennen, der wirklich nicht so verdammt böse ist, wie ich immer dachte.

Detroit – der letzte Stop der Tour und allein deswegen schon etwas Besonderes. Wir trafen früh in der Stadt ein, da wir dachten, wir könnten vor Ort noch ein wenig auf Sightseeing-Tour gehen und evtl. etwas Shopping betreiben. Umso erstaunter waren wir, als wir sahen, dass die Stadt beinahe einer Geisterstadt glich. Überall gab es mehr leer stehende Häuser als Einwohner und es gab kaum Menschen in den Straßen. Die nächste Mall war acht Kilometer entfernt – und uns war nicht gerade nach einem Acht-Kilometer-Fußmarsch, hehe. Zu guter Letzt mussten wir dann auch noch im schlechtesten Restaurant mit dem nervigsten Restaurantbesitzer der Stadt essen, der uns immer wieder erzählte, wie berühmt sein Laden doch sei, da KID ROCK hier bereits gegessen habe. Meine Güte... ich meine... KID ROCK? Das Essen war furchtbarer als furchtbar – und warum zum Teufel sollte überhaupt jemand HIER essen wollen? Ich konnte und kann es mir noch immer nicht erklären!
So deprimierend diese Stadt auf uns wirkte, so unbeschreiblich war die Show am Abend. Komplett ausverkauft mit einem Publikum, das einzig und allein auf moshen aus war. Eine fantastische Art, eine Tour zu beenden, sag' ich euch!!! Es war wirklich traurig, als wir uns von allen und allem verabschieden mussten, aber die Gedanken daran, wie geil diese Tour insgesamt war, half uns, den Kopf oben zu behalten. Deswegen bin ich guter Dinge, dass wir diese Bands und die ganzen Leute wiedersehen werden. Danke BLACK DAHLIA MURDER und Crew, danke OBSCURA und AUGURY und danke USA, dass wir bei euch sein durften – wie kommen wieder!

Eine Sache habe ich übrigens während der Tour gelernt: nicht alle Kanadier können kein Auto fahren!

Cheers and beers

Pepe/HATESPHERE

06.05.10 23:51 Uhr
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