.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Abigail Williams, etc.
CD Review: Thulcandra - Ascension Lost

Thulcandra
Ascension Lost


Melodic Black Metal, Melodic Death Metal
6.5 von 7 Punkten
"Unaufhaltsamer Aufstieg"
CD Review: Iskald - Nedom og Nord

Iskald
Nedom og Nord


Melodic Black Metal
5 von 7 Punkten
"Sperrig aber wertvoll"
CD Review: Abigail Williams - Becoming

Abigail Williams
Becoming


Black Metal, Doom Metal, Post/Avantgarde Black Metal
5.5 von 7 Punkten
"Für Aufgeschlossene"
CD Review: Thulcandra - Under A Frozen Sun

Thulcandra
Under A Frozen Sun


Melodic Black Metal
6 von 7 Punkten
"Moderner Klassiker, die Zweite..."
CD Review: Thulcandra - Fallen Angel’s Dominion

Thulcandra
Fallen Angel’s Dominion


Melodic Black Metal
6.5 von 7 Punkten
"Bayerische Nachlassverwalter"
Live-Berichte über Abigail Williams, etc.
Mehr aus den Genres
CD Review: Wintersun - The Forest Seasons

Wintersun
The Forest Seasons


Melodic Black Metal, Melodic Death Metal, Symphonic / Epic Metal
5.5 von 7 Punkten
"Ja, die machen nebenher auch noch Musik."
CD Review: Soul Demise - Acts Of Hate

Soul Demise
Acts Of Hate


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Das Problem mit dem eigenen Überalbum..."
CD Review: Sonic Syndicate - Love And Other Disasters

Sonic Syndicate
Love And Other Disasters


Melodic Death Metal, Modern Metal
5 von 7 Punkten
"Was in Paris passiert, bleibt in Paris"
CD Review: Inter Arma - Sky Burial

Inter Arma
Sky Burial


Post/Avantgarde Black Metal, Sludge, Southern Rock
5.5 von 7 Punkten
"Buntes Potpourri"
CD Review: Irrbloss - Bloodline

Irrbloss
Bloodline


Black Metal, Pagan Metal, Viking Metal
4.5 von 7 Punkten
"Ein erstes Leuchten"
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
  
Band(s):
Abigail Williams Facebook Metalnews nach 'Abigail Williams' durchsuchenAbigail Williams
 Thulcandra Facebook Metalnews nach 'Thulcandra' durchsuchen Thulcandra
 Iskald Facebook Metalnews nach 'Iskald' durchsuchen Iskald
Share: 
Datum: 10.06.2011Stadt: Schweinfurt


Nach diversen hochkarätigen Tourpaketen im Death Metal-Genre ist mit dem Dreierpack ISKALD, THULCANDRA und ABIGAIL WILLIAMS nunmehr auch wieder etwas untergründigerer, wenngleich melodischer Black Metal live auf Gastspielreise durch Europa und seine Clubs.

Auch wenn das Konzert wohlweislich schon von vornherein in den kleinen bzw. winzigen Saal des hiesigen „Stattbahnhofs“ gebucht worden war, legt die, doch ziemlich übersichtliche, Anzahl der anwesenden, zahlenden Gäste dennoch ein etwas trauriges Zeugnis bezüglich des unterfränkischen BM-Undergrounds ab.


.:ISKALD:.
Dieses Eindrucks scheinen sich auch die Norweger von ISKALD nicht erwehren zu wollen, die – durch einen Live-Basser mit imposantem Fünfsaiter und zweiten Gitarristen verstärkt – zwar musikalisch beeindruckend, allerdings nur leidlich motiviert ans Werk gehen.
Irgendwo verständlich, wo sich doch nur knappe 25, zudem weitgehend indifferent wirkende, Nasen in den Laden bemüht haben, um den typisch nordischen, majestätischen, „eiskalten“ Weisen zwischen kontrollierter Raserei und Epik Gehör zu schenken. Drummer Aage André Krekling und Frontmann Simon Larsen machen dennoch weitgehend gute Miene zum fiesen Spiel und – auch wenn nur zeitweise zwei bis drei rotierende Matten und vereinzelt gereckte Frittengabeln auszumachen sind – spielen sich durch ein ansprechendes und anspruchsvolles Set, bestehend aus einer repräsentativen Songauswahl ihrer bisherigen Veröffentlichungen, u.a. „The Shadowland“ [vom ISKALD-Debüt „Shades Of Misery“ von 2006], sowie Tracks von „Revelations Of Reckoning Day“ und dem aktuellen „The Sun I Carried Alone“.
Als nach dem letzten Song dann tatsächlich doch noch ein paar unverschämte „Zugabe!“-Rufe ertönen, schüttelt Sänger/Gitarrist Larsen aber dann doch, ebenso frustriert wie überrascht, den Kopf und packt weiter seine Siebensachen zusammen. Immerhin lassen sich noch ein paar euphorisierte SLAYER-Fans von der gesamten Band ihre Tickets signieren...


.: THULCANDRA:.
Als nächstes sind die Münchner von THULCANDRA an der Reihe, die auch erstmal einen ausgiebigen Soundcheck machen müssen und dabei gleich mehrere Hingucker zu bieten haben: zum einen gleichen sich Basser und Gitarrist fast aufs Haar [kein Wunder, sind ja auch Zwillingsbrüder!], zum anderen ähnelt der Frontmann/Gitarrist frappierend dem Frontmann/Gitarristen der – zu Recht – gehypten bayerischen Tech Deather von OBSCURA, Stefan Kummerer. Wie sich herausstellt, ist selbiger tatsächlich Frontmann bei beiden Kapellen, also THULCANDRA und OBSCURA.
Schon lustig bzw. respektabel, dass der Mann erst neulich noch zusammen mit einem Death Metal-High Roller wie HATE ETERNAL in wesentlich größerem Rahmen getourt ist und nun mit seiner „Zweitband“ kurz darauf noch die sprichwörtliche Ochsentour durch Europas Clubs auf sich nimmt...
Wie dem auch sei, Kummerer scheint sich auch mit THULCANDRA auf der winzigen „Stattbahnhof“-Bühne mehr als wohl zu fühlen und erledigt seinen Job als Frontmann und Conferencier hier und heute ebenso sympathisch wie weltmännisch - wie neulich schon als Support für Erik Rutan und sein extremes Trio.



Zunächst bedankt er sich fürs Kommen und entschuldigt sich auch gleich noch, weil THULCANDRA aus München [Bayern] ausgerechnet in Schweinfurt [Franken] spielen, dafür wären aber zumindest die Gebrüder Ludwig gebürtige Franken...
Damit sollte die – ohnehin nur sehr spärlich – anwesende, unterfränkische Schwarzmetall-Klientel eigentlich schon mal hinreichend befriedet sein. Energisch dargebotene, formvollendet melodische Black Metal-Burner in allerbester DISSECTION-Tradition wie „Fallen Angel's Dominion“, „Under Frozen Skies“ [vom kommenden, zweiten Album], „Everlasting Fire“ oder „Spirit Of The Night“ allerdings legen noch einen drauf und wissen ebenso restlos zu überzeugen/begeistern, wie die Herren an ihren Instrumenten.
Die Band rifft und bangt frisch von der Leber weg und als THULCANDRA dann mit dem DISSECTION-Cover „The Somberlain“ ihren kurzweiligen Gig beenden und den Sack zumachen, ist ohnehin alles klar...
Diese Bajuwaren [Lokalpatriotismus hin oder her] sind – zumindest in Sachen klanglicher Nachlassverwaltung hierzulande – vermutlich sowas wie die rechtmäßigen Thronanwärter nach dem Ableben o.g. schwedischer Chaosgnostiker.



.:ABIGAIL WILLIAMS:.
Auch die New Yorker von ABIGAIL WILLIAMS quälen sich durch einen ausführlichen Soundcheck, was den Beginn ihres Auftritts noch weiter verschleppt und das Auditorium noch weiter ausdünnt, denn so langsam scheinen die Schweinfurter müde zu werden...
Als die überwiegend bärtige Band – Klampfer Ian Jekelis dabei schön lokalpatriotisch im „Close To A World Below“-IMMOLATION-Shirt und Basser Gryph in WOLVES IN THE THRONE ROOM-Merchandise gewandet - dann aber zu vorgerückter Stunde doch noch die kleine Bühne erklimmt und loslegt, zeigt sich, dass hartnäckiges Ausharren sich doch manchmal lohnt.
Warum allerdings bei prinzipiell fanfreundlichen Eintrittspreisen von 12 bzw. 15 Euro die Tourshirts ebenfalls stolze 15 Euro kosten müssen [zumal am letzten Tourtag], bleibt mysteriös...



Wie auch immer, ABIGAIL WILLIAMS knallen bei - den Umständen entsprechend - anständigem Sound [wenn auch massiv Trigger- und DAT-gestützt] durchwegs hochklassiges Songmaterial wie „A Thousand Suns“, „The World Beyond“ [von ihrem Full Length-Debüt „In The Shadow Of A Thousand Suns“ von 2008], „The Mysteries That Bind The Flesh“, das zwingende „Infernal Divide“ [beides wiederum von ihrer, immer noch aktuellen, Scheibe „In The Absence Of Light“] oder „I Am [God]“ unters kontinuierlich schrumpfende Publikum, das sich schließlich gerade mal noch aus knapp 15 Unverwüstlichen rekrutiert.
Als Rausschmeißer fungieren dann mit „Floods“ und „The Departure“ erneut zwei ältere Songs, die die letzten zehn Fans – nach freundlichen Worten des Abschieds durch Frontmann Ken Sorceron – erst weit nach Mitternacht den Fährnissen dieser noch jungen Sommernacht überantworten.

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 11.06.2011 | 23:29 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin