.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Amon Amarth, etc.
CD Review: The Black Dahlia Murder - Nightbringers

The Black Dahlia Murder
Nightbringers


Death Metal, Melodic Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Detroit liegt jetzt in Schweden"
CD Review: Evocation - The Shadow Archetype

Evocation
The Shadow Archetype


Death Metal, Melodic Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Das Beste aus zwei Welten"
CD Review: Amon Amarth - Jomsviking

Amon Amarth
Jomsviking


Melodic Death Metal, Viking Metal
7 von 7 Punkten
"Extremer Blockbuster"
CD Review: The Black Dahlia Murder - Abysmal

The Black Dahlia Murder
Abysmal


Melodic Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Abgrundtief gute Musik"
DVD: Review: The Black Dahlia Murder - Fool 'Em All

The Black Dahlia Murder
Fool 'Em All


5 von 7 Punkten
DVD "Tourbus-Blödsinn in 3D"
Mehr aus den Genres
CD Review: Beneath The Massacre - Evidence Of Inequity [EP]

Beneath The Massacre
Evidence Of Inequity [EP]


Death Metal, Deathcore
6.5 von 7 Punkten
"Wie ein frischer Wind!"
CD Review: Wolfchant - Bloodwinter

Wolfchant
Bloodwinter


Pagan Metal, Viking Metal
4 von 7 Punkten
"Säbelrasseln"
CD Review: Suidakra - Caledonia

Suidakra
Caledonia


Folk Metal, Melodic Death Metal
6.5 von 7 Punkten
"Ein Werk für die Ewigkeit"
CD Review: Hate - Morphosis

Hate
Morphosis


Black/Death Metal, Death Metal, Industrial
5.5 von 7 Punkten
"Wandlungsfähig und eigenständig"
CD Review: Behemoth - The Satanist

Behemoth
The Satanist


Black Metal, Black/Death Metal, Death Metal
6 von 7 Punkten
"Schwarze Walze"
CD Review: Evanescence - Synthesis

Evanescence
Synthesis


Ambient, Atmospheric Rock
5.5 von 7 Punkten
"Alte Songs in neuen Kleidern?"
CD Review: Emil Bulls - Kill Your Demons

Emil Bulls
Kill Your Demons


Alternative, Modern Metal
5 von 7 Punkten
"Den Dämonen an den Kragen"
CD Review: National Suicide - Massacre Elite

National Suicide
Massacre Elite


Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Neues von der Schnetzel-Elite"
CD Review: Cripper - Follow Me: Kill!

Cripper
Follow Me: Kill!


Thrash Metal
4.5 von 7 Punkten
"Mir nach, ich folge euch!"
CD Review: Ram - Rod

Ram
Rod


Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Ramrod, der Zerstäuber"
Band(s):
Amon Amarth Homepage Amon Amarth Facebook Metalnews nach 'Amon Amarth' durchsuchenAmon Amarth
 The Black Dahlia Murder Homepage Metalnews nach 'The Black Dahlia Murder' durchsuchen The Black Dahlia Murder
 Evocation Homepage  Evocation Facebook Metalnews nach 'Evocation' durchsuchen Evocation
Share: 
Datum: 21.05.2011Stadt: Köln



In den letzten Jahren waren die fünf Schweden von AMON AMARTH fast ununterbrochen auf Tour und konnten neben zahlreichen Clubshows auch auf allen relevanten Festivals ihre Visitenkarte hinterlassen.
Zuletzt machte die Band bei den "Full Of Hate"-Indoor-Festivals 2009 allerdings einen eher müden Eindruck. Zu statisch, zu routiniert wirkte ihre Show - man wünschte der Band schließlich eine Pause.

Nach einer dreijährigen Albumpause und im Anschluss an ihr neuestes Machwerk, „Surtur Rising“, sind AMON AMARTH nun auch live zurück. Das Album stellt eine deutliche Steigerung zum eher schwachen letzten Album, „Twillight Of The Thundergod“, dar und bekommt entsprechende Kritiken. Hohe Chartnotierungen sind vor einigen Wochen die Folge und es wundert nicht, dass ein Großteil der aktuellen Tour schnell ausverkauft ist. So auch heute Abend im Kölner E-Werk. Mit EVOCATION und THE BLACK DAHLIA MURDER hat man allerdings auch ein mehr als amtliches Tour-Paket zusammengeschnürt, das nicht unerheblich dazu beigetragen haben dürfte.


.: EVOCATION :.
EVOCATION haben sich vom ersten Demo bis zum Debütalbum satte 15 Jahre Zeit gelassen. Nun aber geben die Schweden Gas und haben in den letzten vier Jahren gleich drei erstklassige Alben rausgehauen und sich somit zurecht ganz weit vorne in der Szene etablieren können. Ohne Intro geht's gleich um 20:00 Uhr mit „Sweet Obsession“ vom aktuellen Album „Apocalyptic“ pünktlich in die Vollen. Für einen Opener ist der Sound klar und druckvoll. Die Band nutzt ihre Chance und legt mit ihrem Hit „Silence Sleep“ vom Debütalbum nach. Köln nimmt es dankbar an und schon ab dem dritten Song geht das Publikum ab und feuert die Band - auch während der Songs - lautstark an. Was folgt ist ein kurzweiliges Hitfeuerwerk durch ihre drei Alben. Die Band weiß darüber hinaus auch die volle Breite der riesigen Bühne zu nutzen. Ein gelungener Gig, der die Messlatte für den Abend sehr hoch legt. Respekt!


Die Umbaupause wollen wir doch gleich nutzen, um draußen im Biergarten schnell noch ein kühles Blondes zu genießen. Kaum jedoch an der Theke angekommen, erklingen bereits die ersten Töne von THE BLACK DAHLIA MURDER. Zu früh gefreut. Also schnell wieder zurück in die Halle. Man durfte im Vorfeld schon gespannt sein, wie die Band auf dieser Tour beim Publikum ankommen würde, sprechen sie doch normalerweise ein eher jüngeres Publikum an als AMON AMARTH. So wundert es auch nicht, dass es im Vergleich zu EVOCATION dann anfangs doch ein wenig leerer vor der Bühne ist.


.: THE BLACK DAHLIA MURDER :.
Frontmann Trevor Strnad nimmt sich mit seinem psychotischen Gestikulieren offensichtlich selbst nicht allzu ernst und sorgt damit, zumindest bei mir, für gute Laune. Der Rest der Band hält sich heute Abend zunächst auffallend zurück und konzentriert sich ausschließlich aufs Spielen. Das ist man normalerweise anderes bei dieser Band gewohnt. Leider ist der Sound nicht ganz so klar wie bei den Vorgängern von EVOCATION. Das getriggerte Schlagzeug ist etwas zu laut, so dass die vielen Gitarrenfeinheiten etwas untergehen. Dennoch schleudert die Band ihre Songs wie gehabt und mit aller Vehemenz ins Publikum. Über die spieltechnischen Fähigkeiten der Herren muss man nun wirklich keine großen Worte mehr verlieren. Die Band berücksichtigt alle Alben ihres bisherigen Schaffens, wobei der Schwerpunkt auf dem Erfolgsalbum „Nocturnal“ liegt. Mit „Moonlight Equilibrium“ gibt es auch einen vielversprechenden neuen Song des im Juni dieses Jahres erscheinenden Albums „Ritual“ auf die Ohren. Trevor Strnad wird, wie gewohnt, nicht müde, vor jedem Song Circle Pits zu fordern. Mit fortschreitender Spieldauer kommt das Kölner Publikum dieser Bitte schließlich nach und die ersten Reihen vergnügen sich im Kreis laufend. Das wiederum wirkt sich augenscheinlich auf die Spielfreude der Band aus, die so langsam aus sich heraus kommt. Dieser Auftritt dürfte der Band auch einige neue Fans aus dem traditionellen Death Metal Lager beschert haben.



.: AMON AMARTH :.
Als AMON AMARTH die Bühne betreten ist wirklich niemand mehr im Biergarten zu finden und das E-Werk voll bis auf den letzten Platz. Nach dem wohlbekannten Intro legt die Band, wie sicherlich zu erwarten, mit „War Of The Gods“ los. Dem Besucher bietet sich dabei ein imposantes Bühnenbild. Einfach, aber sehr effektiv hat man das aktuelle Cover räumlich auf die Bühne übertragen. Im Hintergrund zeigt ein gigantisches Backdrop auf der kompletten Bühnenbreite das aktuelle Cover, während man davor vier Stufen platziert hat, auf denen sich das Flammenmeer nach vorne fortsetzt. Das Schlagzeug thront auf der obersten Stufe und auch auf den Fellen der Bassdrum findet sich das Covermotiv wieder. Auf den Stufen hat man etliche bewegliche Scheinwerfer positioniert, die die Bühne bei den Songs des aktuellen Albums in Rot und Orange ausleuchten. Es entsteht der Eindruck, die Bühne stehe wirklich in Flammen. Auch die Band scheint heute wirklich unter Feuer zu stehen - so beweglich hat man die Wikinger schon lange nicht mehr gesehen.
Das Kollektiv steht zu keiner Sekunde still und weiß die riesige Bühne in ihrer kompletten Breite und Tiefe gut zu nutzen. Ständige Positionswechsel und natürlich das mittlerweile legendäre Synchron-Bangen bei nahezu jedem Song dürfen nicht fehlen. Der Schwerpunkt der Setlist liegt logischerweise beim starken aktuellen Album „Surtur Rising“. Zwischendurch werden so ziemlich alle Hits der letzten Alben gespielt. Echte Überraschungen in der Setlist bleiben heute Abend zwar aus, doch dafür zünden die neuen Songs live sehr gut. Langweile kommt somit zu keiner Sekunde auf, denn die Band gibt Vollgas. AMON AMARTH bieten mehr, als man nach den letzten, eher schwachen, da zu routiniert wirkenden Shows erwarten durfte. Köln sieht das offensichtlich ganz genauso. Die Stimmung dürfte auch beim Kölner Straßenkarneval nicht besser sein. Wirklich beeindruckend.
Einzig Johann Heggs Trinkhorn fehlt heute. Dafür lobt der Frontmann allerdings das Deutsche Bier als eines der besten Biere der Welt. Nur seltsam, dass er dabei offensichtlich ein Kölsch in der Pranke hält - nun ja...
Nach „Death In Fire“ ist eigentlich viel zu schnell Schluss, aber AMON AMARTH lassen sich nicht lange bitten und legen mit „Twillight Of The Thundergod“ und „Runes To My Memory“ zwei ordentliche Zugaben nach. Was dann noch folgt, dürfte wohl jedem klar sein: „Mr. Olavi Mikkonen starts this last song for you tonight!“, röhrt Johann Hegg. Und Mr. Mikkonen spielt eines der simpelsten, aber effektivsten Metal-Riffs aller Zeiten an: „The Pursuit Of Vikings“ - und Köln geht noch ein letztes Mal steil.
AMON AMARTH können es sich mittlerweile leisten, in diesen Song als Death Metal Band noch einen mehrminütigen Sing-Along mit dem Publikum einzubauen. Sie sind zurecht endgültig in der Champions League angekommen.

Fazit: In einigen Magazinen wurde in den letzten Wochen immer wieder die Frage aufgeworfen, wer die großen Bands des Metals, wie z.B. IRON MAIDEN, AC/DC oder METALLICA, in naher Zukunft ersetzen könnte. Eine der möglichen Antworten auf diese Frage dürfte nach dem heutigen Abend ganz klar AMON AMARTH lauten!




Konzertbericht verfasst von Gastredakteur Ralf Conrad

Border

Autor: Patrick Franken [Border] | 23.05.2011 | 14:33 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin