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Datum: 10.06.2011Stadt: Hamburg

Aus Kiel nach Hamburg zu fahren wird zwar mit steigenden Bahnpreisen und dreister werdenden Schlepperbanden am Bahnhof nicht unbedingt angenehmer – wenn sich allerdings die britischen Hochkaräter AMPLFIER angekündigt haben, dürfen keine lahmen Ausreden gelten. Also auf zum Bahnhof, sich den zähen Verhandlungen gestellt und ab ins „Knust“, in dem Sel Balamir und seine Mannen heute gastieren. Zunächst jedoch kommen Kollege Pronitschew und ich in den etwas zweifelhaften Genuss einer Soul-Pop-Truppe, die ihren Akustikauftritt für einen Radiosender gegenüber des Knust zwar hinter Glas spielt, diesen aber über Lautsprecher nach draußen überträgt. Ein eher seltsames Konzerterlebnis, auch oder gerade weil sich Teile der Band immer wieder vor die Glastür begeben, um die Zuhörer mit einzubeziehen. Wie wär's denn mit einfach draußen spielen und gut?


.:NIHILING:.





Mit AMPLIFIER haben die Geschehnisse auf der gegenüberliegenden Straßenseite nichts zu tun. Im Übrigen auch nicht mit ihrer Vorband NIHILING. Die junge Band – Oleg äußert den Verdacht, es könnten Abkömmlinge des zwischen dem größtenteils „normal“ wirkenden Publikum etwas auffälligen Mitgliedern des UNDERCROFT-Clans unter den Musikern sein – hat definitiv einen guten Abend. Keines der üblichen Vorband-Probleme macht ihnen das Leben schwer. Wenig oder desinteressiertes Publikum? Mieser Sound? Kurze Spielzeit? Alles Fehlanzeige; das Knust ist bereits gut gefüllt und eine erkleckliche Anzahl Menschen scheint sich von NIHILINGs ausufernden Stücken zwischen SIGUR RÓS, OCEANSIZE, RED SPARROWES und ISIS nicht nur berieseln zu lassen, sondern sich auch auf sie zu konzentrieren. Sicher mag für den mit drei Gitarristen und Bassistin aufspielenden Sechser auch ein gewisser Heimvorteil vorhanden sein - aber das ihre Auslegung des boomenden Postrock-Sounds trotz einiger Holperigkeiten im Songwriting etwas hermacht und gekonnt dargeboten wird, darf man getrost so stehen lassen. Das NIHILING das Hamburger Publikum überzeugen, lässt sich an der gefüllten Halle und dem reichlichen Applaus gut erkennen. Beides davon fällt viel zu umfangreich und ausdauernd aus, um mit „Freunden und Verwandten“ erklärt zu werden. So viele Freunde hat keiner! [Andererseits sollte ich da vielleicht nicht nur von mir ausgehen...] Wie dem auch sei: NIHILING sollten Freunde der Vergleichskapellen definitiv im Auge behalten.


.:AMPLIFIER:.





Selbst, wenn es Sänger und Gitarrist Sel nicht bereits im Interview angekündigt hätte – als der Auftritt der Briten herannaht, verfliegen schnell alle Zweifel, worauf heute Abend das Hauptaugenmerk liegt. Als Auftrittsmusik wählen AMPLIFIER in einer Mischung aus Heimatliebe, Heldenverehrung und sehr britischem Humor nämlich den BEATLES-Klassiker „Octopus's Garden“. Der, wie es sich gehört, auch voll ausgespielt wird, ehe AMPLIFIER die Bühne des Knust betreten. Gekleidet sind sie, wie anscheinend alle Crewmitglieder auch, in schlichtes Schwarz – inklusive Krawatte, auf der das Logo des aktuellen Doppelalbums „The Octopus“ prangt. Das mag mancher für übertrieben halten, doch es sprechen daraus weniger Arroganz und Selbstüberschätzung, als vielmehr einfach Stolz auf das komplett im Alleingang geschaffene Progrock-Monster, von dem AMPLIFIER gut die Hälfte zum Besten geben. Dass sie dabei vom ehemaligen OCEANSIZE-Saitenmann Steve Durose verstärkt werden, erweist sich als gute Wahl. Mit Gitarren vom Band dürfte es kaum gelingen, Songs wie „Interglacial Spell“, „Planet Of Insects“, „The Wave“ oder „The Octopus“ zum Leben zu erwecken. Genau das gelingt der Band aus Manchester eindrucksvoll. Das sie gegen Ende ihrer Tour hervorragend aufeinander eingespielt sind, kommt AMPLIFIER dabei gleichermaßen wie dem Hamburger Publikum zugute. Letzteres befindet sich von Anfang an ganz auf der Seite der Briten, obwohl Sänger und Gitarrist Sel Balamir sich nicht gerade als Publikumsdompteur hervortut, sondern lieber die Musik sprechen lässt. Dass er damit nicht allzu falsch liegen kann, beweist frenetischer Applaus nach jedem einzelnen Stück. Dieser scheint übrigens während des aus „The Octopus“-Material bestehenden Hauptteils deutlich lauter auszufallen als während der langen Zugabe, während derer die Band im Vergleich zu vorher seltsam erleichtert und locker wirkt. Das geht bis zu dem Punkt, dass auf der Bühne diskutiert wird, in welche Kneipe man nach dem Gig einfallen sollte. Doch auch, wenn der Zugabenblock dem Hauptteil in Sachen Songs, Atmosphäre und Intensität nicht ganz das Wasser reichen kann, spricht der Andrang auf den Merchandise-Stand nach dem Konzert Bände. Die kleinen Wermutstropfen dieses Abends sind somit eher persönlicher Natur: Arbeitsbeginn am nächsten Morgen um 9:00 Uhr und der Umstand, dass die Vinylversion von „The Octopus“ noch einen Moment auf sich warten lassen wird. Für ersteres können AMPLIFIER nun wirklich nichts, letzteres sei ihnen für ein großartiges Konzert verziehen!

Grim_Rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 16.06.2011 | 22:24 Uhr
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